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Martin Luther - ein geistiger Vater des Holocaust?












Hallo Heiko, interessant ist auch, daß das jüdische Volk in vielen Jahrtausenden durch die Welt gewandert ist und sich ebenfalls - meist aus Not-Gründen - mit der Bevölkerung des Wirtsvolkes vermischen mußten.
Denke da nur daran , u.a. daß sie zum katholischen Glauben konvertieren mußten aus Überlebensgründen - gesetzlich bekamen sie die "Pistole" auf die Brust gesetzt - Zwangskonvertierung - siehe Link und so frage ich mich:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschi....._Juden_in_%C3%96sterreich

Zitat:
Die politischen Versuche, die Juden stärker für die wirtschaftlicheEntwicklung nutzbar zu machen, hatten jedoch zunächst nur wenig Erfolg. Die weiterhin in christlichen Gilden und Zünften organisierten Berufe wehrten die aufkommende jüdische Konkurrenz nach Kräften ab. Juden blieben weiterhin weitgehend auf den Handel angewiesen und gelangten nur langsam in andere Wirtschaftszweige. In den Städten gelang es den Juden besser als auf dem Land, Zugang zu handwerklichen Berufen zu finden. Der Fernhandel der Juden, die relativ krisensichere Belieferung der Armee mit Uniformen, auch die Pachtung der Tabakregie erwiesen sich als Ausgangspunkte für den Aufbau jüdischer Manufakturen. Mit der Hilfe von Handelskapital konnten Juden eigene Fabriken aufbauen. Nachdem die Einfuhr von Rohbaumwolle freigegeben worden war, gelang es den Juden in Böhmen zum Leidwesen der Leinen- und Wollgewerke, die seit Jahrhunderten die Stoffbranche dominiert hatten, die schnell anwachsende Baumwollindustrie zu ihrer Domäne zu machen. Die Schneiderzünfte in Mähren konnten trotz heftiger Proteste nicht verhindern, dass kapitalkräftige jüdische Großhändler aus dem traditionell von Juden betriebenen Ausbessern und Umarbeiten von Kleidern und Uniformen eine regelrechte Konfektionsindustrie entwickelten, die nun ihrerseits einer Vielzahl von jüdischen Subunternehmern, die den Vertrieb in Städten und Dörfern übernahmen, Brot gab. Auch jüdischen Bankhäusern gelang die Expansion in Wirtschaftsbereiche, die in dieser frühindustriellen Zeit expandierten. Die von Salomon Rothschild in Wien finanzierte Eisenbahn von Wien nach Galizien war 400 Kilometer lang und beschäftigte mit ihrem Bau 14.000 Arbeiter.[1].



wieviel jüdisches Blut in all unseren Adern fließt. Keiner kann es sagen und die meisten wissen von ihrer Ahnentafel herzlich wenig - ich ebenfalls nicht

Es hört schon bei den Urgroßeltern auf - und was nach weiter unten geht in der Genealogie - tja - da fehlt es ganz.

Die Kriege in all den Jahrtausenden taten ihr Übriges - Vermischung pur - wer kann heute schon sagen, er sei vom Ursprung her das, was er zu sein glaubt.

http://www.geschichtsforum.de/showthread.php?p=209244
http://antisemiten-im-reichstag.netfirms.com/christlaj.html


Zitat:
Nachdem sich Martin Luther der hebräischen Schrift zuwandte, von Juden dafür auch begeisterte Echos erhielt, kippte seine Liebe zur jüdischen Tradition in Judenhass um, weil die Juden seine Version des Christentums und der Konvertierung nicht akzeptierten.


Zitat:
Wenn wir nun weitergehen in die Ära der Aufklärung des 17. und 18. Jahrhunderts, finden wir Juden noch immer unter einem Vermächtnis von Vorurteilen leidend.
Während die Herrschaft des Christentums in Europa nicht herausgefordert wurde, konnten die Juden nur am Rande des sozialen Lebens in Europa existieren und es war ihnen nicht erlaubt, Immobilien zu besitzen. Die Formulierung "Der wandernde Jude" fand ihre Definition in der Tatsache, dass die Juden von Stadt zu Stadt und Land zu Land getrieben wurden. Aus diesem Grund hielten sich die Juden an intellektuelle Berufe, Handel und Kunst, Talente, die sie mitnehmen konnten, wenn sie gezwungen wurden, zu gehen. Außerstande, Immobilien zu kaufen, legten sie ihr Geld oft in Juwelen oder andere, leicht zu transportierende Kostbarkeiten an. Dies und ihre Berufung in das Bankwesen und den Geldverleih, was ihnen von den Kirchenautoritäten aufgezwungen wurde, erlegte ihnen den unverdienten Ruf auf, geldgierig zu sein.



suchwort: mittelalter juden konvertieren katholisch -

Gruß Gabriele
Ich hatte mir schon vir einiger zeit die Frage gestellt, warum die Juden überhaupt verfolgt werden. Ich hatte gelesen, und ich glaube es war in diesem Artikel, dass der Judenhass irrational ist. Wie lässt sich dieses Phänomen Judenhass überhaupt erklären? Ich versteh es nicht.

Artikel:

Die Formen von Judenfeindlichkeit haben je eigene Hauptmerkmale, die historisch voneinander unterschieden werden. Zugleich bestehen Kontinuitäten zwischen ihnen: Dazu gehören antijüdische Stereotypen vom „gottlosen“, „menschenfeindlichen“, „verstockten“, „reichen“, „geizigen“, „neidischen“, „schmarotzenden“ und „heimtückischen“ Juden. Verunglimpfende antijüdische Karikaturen aus verschiedenen Zeiten ähneln sich. Auch die Verschwörungstheorie eines angeblichen Weltjudentums ehrt immer wieder.

Ab 1933 wurde ein rassistischer Antisemitismus zur staatlichen Doktrin im Nationalsozialismus. Die antisemitische NS-Ideologie gipfelte in der staatlich organisierten und industriell vollzogenen Massenvernichtung des „Holocaust“ während des 2. Weltkriegs.

Da die Wurzeln, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von antiker, christlicher, neuzeitlicher und gegenwärtiger Judenfeindlichkeit noch unzureichend erforscht wurden, trifft man oft eine begriffliche Konfusion an: So werden antike und mittelalterliche Judenverfolgung, aber auch heutige antizionistische und anti-israelische Haltungen oft pauschal als „Antisemitismus“ eingeordnet, auch wenn sie nicht rassistisch motiviert sind. Doch dieser Begriff hat sich seit 1945 in der Antisemitismusforschung für die fundamentale Ablehnung alles „Jüdischen“ eingebürgert. Damit wird allerdings der von Judengegnern ideologisch geprägte Rassenbegriff indirekt übernommen. Dies unterstellt unter Umständen auch dort Ausrottungsabsichten, wo diese nicht vorhanden waren.

Andererseits bezieht sich auch sonstige kulturelle, religiöse und nationalistische Judenfeindlichkeit oft auf das Judentum als Ganzes und bekämpfte es als „Volk“. Der Begriff „Judenfeindlichkeit“ kann Tendenzen, die schon vor 1870 auf Unterdrückung, Vertreibung und Ausrottung aller Juden hinausliefen, übersehen und einebnen. Auch erfasst dieser unspezifische Oberbegriff noch nicht die besondere Ablehnung „des Jüdischen“, die auch ohne reale Juden funktioniert. Darin deutet sich das Problem einer allgemein gültigen Definition des Phänomens an.

Gemeinsam ist allen Formen von Judenfeindlichkeit ihr Irrationalismus. Juden wird gemäß dem Zitat des Patriarchen aus Gotthold Ephraim Lessings Drama Nathan der Weise oft das Existenzrecht abgesprochen, einfach weil sie Juden sind: Tut nichts, der Jude wird verbrannt. Das zu Grunde liegende Phantombild, das im Nationalsozialismusparanoide Dimensionen annahm, besagt: Juden seien per se verkommen, böse und verdorben. Als „typisch“ für sie gilt dann alles, was diesem Negativbild entspricht; Was ihm widerspricht, kann nichts mit dem Judesein zu tun haben und wird als Verstellung angesehen. Die Absurdität dieser Vorurteilsstruktur drückt ein von Kurt Tucholsky überlieferter jüdischer Witz aus den 1930er Jahren aus. Darin sagt ein Jude zum anderen:

Es geht wieder los, gegen die Juden und gegen die Fahrradfahrer!
Wieso denn gegen die Fahrradfahrer?
Prinzipielle Judenfeindschaft tendierte bei all ihren widersprüchlichen Begründungen letztlich auf die völlige Auslöschung des Judentums: sei es, indem es zur überholten und „verworfenen" Religion erklärt wurde, sei es, indem es einem allgemeinen humanen „Fortschritt“ zum Opfer gebracht werden sollte oder zum Untergang durch den Selbstbehauptungskampf einer überlegenen „Rasse“ bestimmt wurde. Diese irrationalen pauschalen Judenbilder gelten als Beispiel für Bildung von Vorurteilen und politische Instrumentalisierung daraus konstruierter Feindbilder (Wolfgang Benz). Sie haben sich über die Jahrhunderte als außergewöhnlich stabil und wandlungsfähig erwiesen. Weshalb dieser Hass in Europa immer wieder besonders Juden traf und gerade in Deutschland zu einem staatlich organisierten, industriell durchgeführten systematischen Ausrottungsversuch führte, ist noch nicht zureichend erklärt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitismus
Zitat:
Nachdem sich Martin Luther der hebräischen Schrift zuwandte, von Juden dafür auch begeisterte Echos erhielt, kippte seine Liebe zur jüdischen Tradition in Judenhass um, weil die Juden seine Version des Christentums und der Konvertierung nicht akzeptierten.


Genau das kenn ich auch bzw. las ich mal davon, daß es zunächst keine Probleme gab.
Hallo ihr Lieben,

die Frage A "Wie entstand der Judenhaß" und die Frage B "Warum haben die Nazis die Juden verfolgt" sind zwei ganz verschiedene paar Schuhe!

A) Die Juden haben Christus ans Kreuz genagelt. Da kommen wir dann zu Martin Luther, die besondere Rolle der Juden in der Gildengesellschaft etc. Apologetik spielt da auch eine Rolle.

B) Jedes totalitäre System braucht irgendeine abgegrenzte Gruppe zum verfolgen! Die Juden zu verfolgen war einfach praktisch! Sie waren wegen Punkt A deutlich abgegrenzt zum Rest der Bevölkerung und der zu erwartende Profit lohnte den Einsatz! Wenn es nicht die Juden gewesen wären, dann hätte Hitler irgend eine ander Randgruppe ausgewählt! Die Bahai oder die Muslime oder Scientology. Es gibt immer jemanden der Probleme macht und sich deswegen abgrenzt. Hitler hatte zu keinem Zeitpunkt vor Juden zu integrieren, war also an der Lösung des Judenproblems zu keinem Zeitpunkt interessiert. Er hat nur ein geeignetes Opfer gesucht, das er "gnadenlos ausradieren" konnte, um die Angst zu installieren! Jedes totalitäre System braucht vor allem Angst in den Köpfen der Menschen die es beherrschen will.

Gruß Heiko
Man kann es auf zweierlei Weise betrachten. Die erste ist, dass die juden nur Mittel zum Zweck waren, um mittels Einschüchterung der Bevölkerung ein totalitäres System aufzubauen.

Die Zweite ist, dass das totalitäre System aufgebaut wurde, um eine substanzierte Ideologie( Sozialdarwinismus usw.) umzusetzen, die mit der Ausrottung der Juden begann.

Die erste Variante wäre sowas wie ein Selbstzweck( ein totalitäres System schaffen zum Zwecke eines totalitären Systems)

Die Zweite hätte Erklärungsbedarf, nämlich was ist die Motivation von Hitler und der Thule-Gesellschaft und ... gewesen.

Du hattest deine Sichtweise(die erste Variante) ja schon auf Seite 2 oben dargelegt, woraufhin ich dir entgegnete, dass man das durchaus so sehen kann, ich aber mehr Substanz hinter der Nazideologie und überhaupt der Judenverfolgung vermute. Solltest du recht haben, ist die Judenverfolgung Irrational. Die psychologische Feinbildtheorie stützt deine Sichtweise.
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