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Schönen guten Tag meine Runde!
Ich denke auch gerne. Dass ich dabei aber immer erleuchtet bin, das bezweifle ich selber. Aber manchmal geht mir zu irgendeiner Sache doch ein Licht auf, sodass ich glaube, diese besser verstehen zu können. Und das wiederum hängt davon, ob die innewohnende Logik stimmt und das Erkenntnisgut sowohl meinem Weltbild als auch meiner Gefühlswelt entgegen kommt. Kompliziert, nicht wahr?
Ich will damit nur einmal die Aufmerksamkeit ein wenig auf die Wirklichkeit des Denkens lenken. Und obwohl das Denken gewisse Grundlagen braucht, sollte es den Einzelnen so vorwärts bringen, dass er hier im Alltag seine Aufgaben bewältigen kann und dass er zugleich seinen geistigen Bereich erweitert. Denn besonders Letzteres steuert seine Schritte in die Zukunft.
Je besser das alles gelingt, desto mehr trägt der Einzelne dazu bei, eben diese Zukunft ins Positive zu lenken. Das bedeutet zum Teil, sich gegenüber vielen alten, starren, festgelegten Formeln z.B. der Bibel zu emanzipieren und antiquierte Auffassungen über Bord zu werden, um eine sagen wir selbständige Öffnung für das Geistige zu praktizieren.
Also: Der eine erfühlt nur geistige Kräfte, der andere redet mit seinem Schutzengel, ein weiterer leiert seine Gebete, ein weiterer wendet sich innig an Gott, und ganz Tüchtige suchen den ganz intensiven Weg, wie spirituelle Vervollkommung in Meditation, Hingabe, Versenkung, Konzentration.
Da überall ist es nicht mehr so wichtig, ob die Menschheit auf Adam und Eva zurückgeht und wie lange sie im Paradies sein durften und ob sie für uns die Erbsünde begangen haben, die wir diese ins Leben mitbekommen ob wir wollen oder nicht, weil das die Lehre sagt. Ich sage nur: Grau ist alle Theorie.
Viel beachtenswerter ist, dass viele Menschen einen intensiven Weg suchen. Er lässt sie zu einer erweiterten Erkenntnis des Wesens Mensch kommen. Sie erfassen, dass es ein persönliches Überleben des Todes gibt (in welcher Form auch immer), dass göttliche Kraft, göttliche Erleuchtung und die Lebendigkeit Gottes erfahrbar werden kann.
Diese Erkenntnis allein mag schon eine große Erleuchtung sein, meint - reinwiel
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Der unbewusste Mensch projiziert alles, was ihm im Diesseits fehlt, in ein hypothetisches Jenseits.
In der originalen Heiligen Schrift ging es noch nie um irgendwelche Jenseits-Phantastereien! Das sind lediglich religiöse Wahnvorstellungen.
Desweiteren bezieht sich die originale Heilige Schrift grundsätzlich immer zuerst auf die Kultur und erst danach auf den einzelnen Kulturmenschen.
(Logion 1) Und er sagte: Wer die Erklärung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.
Genauso wie der Tod, den "Gott der Herr" Adam androht, geht es hier nicht um den Tod des Individuums, sondern um den "Tod der Kultur". Wer mal endlich damit anfangen will, die Heilige Schrift auch Ernst zu nehmen, dem wird auffallen, dass Jesus uns mit dem Logion 1 genau das zugleich sagen will: Den persönlichen Tod kann man gar nicht (mehr) schmecken!
Den Tod der Kultur kann man aber "schmecken". Er wird demjenigen bewusst, der sich dafür sensibilisiert hat. Das erfordert allerdings sehr viel Mut, und genau dieser Mut ist es, den der Prophet Jesus uns eigentlich vermittelt hat. Denn der Tod der Kultur bedeutet automatisch Krieg! Ein bisschen Weihwasser und paar fromme Sprüche schützen davor allerdings nicht.
Seit dem "Auszug der Israeliten aus Ägypten" war die Erbsünde die eigentliche Ursache für alle Kriege! Die Gesinnung des einzelnen Menschen hat damit absolut nichts zu tun. Noch einmal: Es gibt keine "Moral", die Intelligenz ersetzen könnte.
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| Zitat: |
| Es gibt keine "Moral", die Intelligenz ersetzen könnte. |
Es gibt keine Intelligenz, die Moral ersetzen kann.
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Die Schrift ohne Titel / Über den Neid des Schattens
Dann aber bemerkte der Schatten, daß es etwas gab, das stärker war als er. Und er wurde neidisch. Und als er schwanger geworden war von sich selbst, brachte er plötzlich den Neid hervor. Seit jenem Tag trat das Prinzip des Neides in allen Äonen und ihren Welten in Erscheinung. Jener Neid wurde als Fehlgeburt gefunden ohne Geist in ihm. Wie ein Schatten ist er in einer wäßrigen Substanz entstanden. Darauf wurde der Haß, der aus dem Schatten entstanden war, in eine Region des Chaos geworfen.
Dialog des Erlösers mit seinen Jüngern
"...Wenn jemand nicht steht in der Dunkelheit, wird er das Licht nicht sehen können. Wenn [jemand] nicht [versteht, wie] das Feuer entstanden ist, wird er in ihm (ver)brennen, denn er kennt nicht die Wurzel von ihm. Wenn jemand nicht zuerst das Wasser kennt, kennt er nichts. Denn was nützt es ihm, wenn er darin getauft wird? Wenn jemand nicht weiß, wie der wehende Wind entstanden ist, wird er mit ihm hinweggeweht werden. Wenn jemand nicht weiß, wie der Körper, den er trägt, entstanden ist, wird er [zerstört werden] mit ihm. Und wie wird jemand, der [nicht] kennt [...] ... kennen den ... [...]? Und jemandem, der nicht kennen wird die [Wurzel] aller Dinge, dem bleiben sie verborgen. Jemand, der nicht kennen wird die Wurzel der Schlechtigkeit, ist ihr kein Fremder. Wer immer nicht verstehen wird, wie er gekommen ist, wird nicht verstehen, wie er gehen wird, und er ist kein [Fremder] dieser Welt, die ... [...], die erniedrigt werden wird."
Der Dialog des Erlösers / Wiederaufnahme des Gesprächs
Der Herr sagte: Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie [die Eurigen]. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen.
Der Weltfrieden kann nur über die Erkenntnis erlangt werden, nicht mit irgendwelchen Moralvorstellungen!
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Hallo Helle,
ich habe deine letzen beiden Posts eben erst entdeckt..
Nochmal zur Erbsünde:
| Zitat: |
Wenn Eva nach der Frucht greift, die sie zu der Erkenntnis von Gut und Böse führt, sagen viele: Das ist die Sünde des Ungehorsams gegenüber Gott. Aber das ist ja Unsinn. Die Erkenntnis ist schließlich Voraussetzung dafür, dass man aufhört böses zu tun und sich entwickelt.
Aber warum wollte Gott nicht, dass die beiden davon essen? -
Weil sie sonst, wenn sie auch noch vom Baum des Lebens nähmen, werden würden wie Gott. (So die Bibel) |
Es ist lange her, daß ich es wörtlich genommen habe. Für mich war es immer etwas anderes. Der Baum der Erkenntnis, das Essen des Apfels: Das ist die Geschichte drumherum. Baum der Erkenntnis:
Was erkennt der Mensch? Gut und Böse? Sich selbst? Seine Sterblichkeit?
Für mich ist das der entscheidende Punkt zur Menschwerdung.
Der Mensch erkennt, daß er anders ist. Er ist kein Teil der Tierwelt mehr, daß keine Selbsterkenntnis hat, gut und Böse nicht kennt und nichts vom Tod weiß.
Wir, unsere neuen Fähigkeiten haben uns praktisch aus dem Paradies geworfen, und es kann auch kein zurück geben, es sei denn, wir könnten das, was den Menschen ausmacht, wieder "abgeben".
Es hat nichts mit Sünde zu tun, und die Vertreibung ist keine Strafe.
Ich glaube auch nicht, daß die Kirche die Erbsünde als Sünde versteht.
Es ist eine unglückliche Wortwahl. Ich glaube, daß damit gemeint ist, daß wir uns mit diesem Erbe immer wieder auseinandersetzen müssen, mit gut und Böse jeden Tag ringen, mit dem Wissen um den Tod leben, mit unserer Intelligenz und dem Rätsel unseres Bewusstsein fertig werden.
Ich glaube nicht, daß "Gott das nicht wollte". Er zeigt nur die logische Konsequenz auf.
So, bei dem Thema "Hölle" hab ich irgendwie den Anschluß verpasst, daß muss ich jetzt noch mal in bißchen im Thread rumblättern...
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