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Wie konnte aus Adam und Eva eine Zivilisation entstehen?












Zitat:
Mit dieser Einstellung wirst Du bis ans Ende deiner Tage in religiöser Verblendung verbleiben.


Ich bin religiös verblendet? Ich bin nicht religiös. Momentan.

Erleuchtung kommt von Gott, sie ist kein intellektueller Kraftakt mit Geheimnissen. Das ist Wichtigtuerei.
Aber ich gestehe Dir zu, daß Du nicht unbedingt bis zum Ende deiner Tage so ... bleiben musst
@Gnostiker
Du hast also die Erkenntnis, wen Du der religiösen Verblendung bezichtigen kannst? Und was machst Du, wenn jemand areligiös ist? Ach ja, irren kann sich ja jeder mal....

Gruß
Hallo Astrella,

klappt also doch mit den Smilies , danke!

Also den letzen Teil Deiner Frage habe ich irgendwie nicht verstanden.
Männer würden ohne Frauen auf den Bäumen schlafen?

Aber unter Sünde versteht man gemeinhin (oder zumindest die Protestanten) das Getrennt-Sein-von-Gott. In diesem Sinne wird im NT auch der Begriff Hölle gebraucht. Hölle bezeichnet ursprünglich ein ödes Tal außerhalb der Stadtmauern von Jerusalem.
Diesen Gedanken könnte man jetzt weiterführen. Dazu fällt bestimmt jedem etwas ein.
Wenn Eva nach der Frucht greift, die sie zu der Erkenntnis von Gut und Böse führt, sagen viele: Das ist die Sünde des Ungehorsams gegenüber Gott. Aber das ist ja Unsinn. Die Erkenntnis ist schließlich Voraussetzung dafür, dass man aufhört böses zu tun und sich entwickelt.
Aber warum wollte Gott nicht, dass die beiden davon essen? -
Weil sie sonst, wenn sie auch noch vom Baum des Lebens nähmen, werden würden wie Gott. (So die Bibel)
Gott sieht die Herzen. Wenn einer Taten richtig zuordnen kann, dann er. Und er hat die Weisheit damit umzugehen. Aber wir? Wir erkennen nun Gut und Böse und verzweifeln daran. Wir können nicht damit umgehen, weil wir keine All-Erkenntnis haben und den Ausgang aller Dinge nicht kennen.
Puh. Jetzt komme ich ins Grübeln. Eine richtige Erklärung habe ich auch nicht. Ich denke aber, dass mit Sünde hier nicht die strafbare Handlung gemeint ist, sondern eben unser Zustand des Nicht-Eins-Sein mit Gott. Und je weiter man von Gott entfernt ist, desto weniger liebevoll ist man. In diesem Zustand kann man das Wissen um Gut und Böse auch missbrauchen. - Aber jetzt komme ich vom Thema ab...
Die Erkenntnis von Gut und Böse scheint aber ein erster Schritt hin auf das Eins-Werden mit Gott zu sein. Dazu braucht es aber noch die Frucht vom Baum des Lebens, (der - so glaube ich - in der Gnostik die selbe Wurzel hat, wie der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

Gruß
Helle
Nun, ich meinte damit, daß wir ohne Eva, die symbolische Frau, immer noch ein Teil des Paradieses wären, der sich nicht selbst bewussten Umwelt.
Aber eigentlich war das nur ein Scherz.

Ich finde deine Gedanken dazu großartig.
Um das Wissen von Gott zu haben, muß man erst einmal getrennt sein. Erst dann kann man sich wieder nähern.
Ich glaube, in der Freiwilligkeit und dem freien Willen liegt viel "Geschenk".
Ganz richtig: Erleuchtung kommt von Gott.

Aber die Erleuchtung erlangt man niemals, wenn man nur an Gott glaubt. Die Erleuchtung kommt durch die Erklärung von Gott. Hat man ihn erklärt, hört Gott auf zu existieren. Er ist im wahrsten Sinn des Wortes wegerklärt. Der Wissende braucht nicht mehr zu glauben.

Jesus von Nazareth erklärte aus eigener Kraft den Gott Jahwe. Er konnte ihn aber seinen hoffnungslos religiös verblendeten Zeitgenossen noch nicht wegerklären, also tat er das einzig Richtige und programmierte den Gott um:

(Logion 16) Jesus sagte: Vielleicht denken die Menschen, daß ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu werfen, und sie wissen nicht, daß ich gekommen bin, um Spaltungen auf die Erde zu werfen, Feuer, Schwert, Krieg. Es werden nämlich fünf in einem Hause sein. Drei werden gegen zwei und zwei gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und sie werden als Einzelne dastehen.

(Logion 44) Jesus sagte: Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den Heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.

(Logion 30) Jesus sagte: Wo drei Götter sind, sind sie Götter; wo zwei oder einer sind, -- ich bin mit ihm.

Aus dem Gott Jahwe machte Jesus von Nazareth den „Vater“ des dreifaltigen Gottes (Vater + Sohn + Heiliger Geist), den Gott der absoluten Gerechtigkeit. Dieser wohl größte Geniestreich aller Zeiten war die eigentliche intellektuelle Glanzleistung des wahren Propheten Jesus von Nazareth.

Damit hätte es eigentlich gelingen müssen, die Erbsünde spätestens in einigen Jahrhunderten zu überwinden. Doch Jesus machte die Rechnung ohne die katholische Kirche. Noch bevor sie die wahre Bedeutung des dreifaltigen Gottes erkannte (diese Entschuldigung sei ihr im Nachhinein gegönnt), wollte sie erst einmal sein Machtpotenzial für sich vermarkten. Also definierte sie den armen Jesus zum alleinigen „Sohn“ des neuen Gottes und hob den „Dreifaltigen“ in den „Himmel“.

Vor allem mit der "Dichtung Bergpredigt" degradierte die "heilige katholische Kirche" das Genie Jesus zum moralisierenden Wanderprediger.

Das bedeutete dann noch einmal 1600 Jahre Krieg, aber die Menschheit hatte sich ja schon daran gewöhnt. Wenn man nichts weiter zu verkaufen hat, als eine Moral, muss man die Welt eben 1600 Jahre lang Kriege führen lassen, damit sie diese Moral auch braucht!

Die Schrift ohne Titel / Über die Bäume des Paradieses

Und der Baum des ewigen Lebens, wie er in Erscheinung getreten ist durch den Willen Gottes, befindet sich im Norden des Paradieses, so daß er die Seelen der Reinen unsterblich mache, die hervorkommen werden aus den Gebilden der Armut zum Zeitpunkt der Vollendung des Äons. Die Farbe des Baumes des Lebens aber gleicht der Sonne. Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen denen der Zypresse. Seine Frucht gleicht einem Bund von Weintrauben, wobei sie weiß ist. Seine Höhe geht hinauf bis in den Himmel.

Und neben ihm (befindet) sich der Baum der Erkenntnis, wobei er die Kraft Gottes hat. Seine Herrlichkeit gleicht dem Mond, wenn er sehr leuchtet. Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen Feigenblättern. Seine Frucht gleicht guten, appetitanregenden Datteln. Dieser nun befindet sich im Norden des Paradieses, so daß er die Seelen aus dem Schlaf der Dämonen erwecke, damit sie zum Baum des Lebens kommen und von seiner Frucht essen und so die Mächte und ihre Engel verurteilen.
Die Wirkung dieses Baumes ist beschrieben in dem Heiligen Buch (wie folgt):

„Du bist der Baum der Erkenntnis,
der sich im Paradies befindet,
der, von dem der erste Mensch gegessen hat,
der seinen Verstand geöffnet hat.
Er liebte seine Paargenossin.
Er verurteilte die anderen, fremden Bilder.
Er verabscheute sie.“

Anschließend sproß der Ölbaum hervor, der die Könige und Hohenpriester der Gerechtigkeit reinigen wird, die in den letzten Tagen in Erscheinung treten werden, da sich der Ölbaum offenbart hatte aus dem Licht des ersten Adam wegen der Salbung, die sie empfangen werden.

Also noch einmal:

Ich sagte bereits, was der "Baum des Lebens" tatsächlich ist.

Jetzt dürfte es wohl nicht mehr allzu schwer fallen, von selbst darauf zu kommen, was dann der "Baum der Erkenntnis" und die "Frucht vom Baum der Erkenntnis" sind.

Danach kann man Jahwe erklären, dann Elohim, dann Gott und dann den dreifaltigen Gott. Also immer schön der Reihe nach und immer schön mitdenken, sonst wird das nichts mit der Erleuchtung. Wenn man nicht mitdenken kann, ist man "unwürdig":

(Logion 13) Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Vergleicht mich, sagt mir, wem ich gleiche.“ Simon Petrus sagte zu ihm: „Du gleichst einem gerechten Engel.“ Matthäus sagte zu ihm: „Du gleichst einem Menschen, (der) ein verständiger Philosoph (ist).“ Thomas sagte zu ihm: „Meister, auf keinen Fall wird es mein Mund ertragen (können), daß ich sage, wem du gleichst!“ Jesus sagte: „Ich bin nicht dein Meister, da du getrunken hast (und) trunken geworden bist von der sprudelnden Quelle, die ich (zu--)gemessen habe.“ Und er nahm ihn, er zog sich zurück (und) sagte ihm drei Worte. Als Thomas aber zu seinen Gefährten kam, fragten sie ihn: „Was hat Jesus dir gesagt?“ Es sagte Thomas zu ihnen: „Wenn ich euch eines von den Worten sage, die er mir gesagt hat, (dann) werdet ihr Steine aufheben und nach mir werfen; und Feuer wird aus den Steinen kommen und euch verbrennen.“

Die „sprudelnde Quelle“, von der Thomas betrunken geworden war, enthielt natürlich kein alkoholisches Getränk, sondern Wissen. Und die „Steine“, die die anderen Jünger nach Thomas geworfen hätten, wären Argumente gewesen.

Jesus wusste, dass die religiöse Verblendung der anderen Jünger einfach zu stark war, um ihnen mehr zutrauen zu können, als den dreifaltigen Gott allein durch ihren Glauben in die Zukunft zu tragen. Nachdem er Thomas eingeweiht hatte, wusste dieser es auch. Die wahre Bedeutung des dreifaltigen Gottes musste von vernünftigeren Menschen erklärt werden. Wie unvernünftig und vor allem anmaßend zumindest ein Jünger war, wird aus dem direkten Vergleich von Logion 13 mit dieser Passage aus dem biblischen Matthäus-Evangelium deutlich:

Das Bekenntnis des Petrus und die Verheißung an ihn (Matthäus 16)

13Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, daß der Menschensohn sei? 14Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten. 15Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, daß ich sei? 16Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn! 17Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. 18Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. 19Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein. 20Da gebot er seinen Jüngern, niemandem zu sagen, daß er der Christus sei.

Es ist eine interessante Frage, ob Petrus tatsächlich daran glaubte, das „Himmelreich“ könnte ein hypothetisches Totenreich sein. Wahrscheinlich ist, dass er nicht daran glaubte, denn er war zusammen mit den anderen Jüngern zumindest soweit auferstanden, dass auch er sich den dreifaltigen Gott bis zu einem gewissen Erkenntnisniveau erklären konnte. Aber vielleicht sah er einen Vorteil darin, diese Version zu verbreiten, weil die meisten religiös verblendeten Menschen, die ihm zuhörten, ganz einfach daran glauben wollten. Alles Weitere ist hier Spekulation.

Sicher ist aber, dass man sich als Prediger (Glaubensvermittler) schon immer wichtig machen konnte, während als Gnostiker „kein Blumentopf zu gewinnen“ war. Jesus hatte mit dem dreifaltigen Gott allen auferstandenen (wissenden) Menschen ein schwer zu lösendes Rätsel aufgegeben. Nach der Auferstehung (Erkennen der Erbsünde) kann man mit „dieser Welt“ nicht mehr viel anfangen. Sobald man erkannt hat, dass alles, was man unternimmt, zwangsläufig wieder in Zerstörung enden muss, überlässt man alles Wirtschaften lieber denen, die in völliger Unwissenheit entweder andere ausbeuten oder sich „fröhlich und getrost“ von anderen ausbeuten lassen. Hat man die Auferstehung, aber noch nicht die Erleuchtung (die endgültige Erklärung des dreifaltigen Gottes), kann man sich mit nichts anderem mehr beschäftigen, als letztere zu erlangen.

Glücklicher wird man davon allerdings nicht - nicht bis zum jüngsten Tag!

Denn die Erbsünde lässt sich nur gemeinschaftlich aus der Welt schaffen.
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