Verfolgung von Christen - heute


Über 90 Prozent aller Märtyrer sind Christen
Von: Evangelische Nachrichtenagentur idea

W e t z l a r (idea) – Keine andere Religionsgruppe hat so stark unter Diskriminierung und Verfolgung zu leiden wie die Christen. Sie sind von mindestens drei Vierteln aller Verletzungen der Religionsfreiheit weltweit betroffen. Bei der Ermordung von Menschen wegen ihrer Religionszugehörigkeit dürfte der Anteil der Christen weit über 90 Prozent liegen. Diese Angaben macht der Geschäftsführer des Arbeitskreises für Religionsfreiheit der Deutschen und der Österreichischen Evangelischen Allianz, der Theologe Thomas Schirrmacher (Bonn), im neuesten Jahrbuch zur Christenverfolgung.

Märtyrer 2006
Die von der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) unter dem Titel „Märtyrer 2006“ herausgegebene Dokumentation erscheint zum weltweiten Gebetstag für die verfolgten Christen am 12. November. Von den knapp 2,2 Milliarden Christen wird etwa jeder Zehnte wegen seines Glaubens verfolgt oder benachteiligt. Nach Schätzungen bezahlen jährlich mindestens 90.000 ihr Bekenntnis zum christlichen Glauben mit dem Leben. Schirrmacher führt den wachsenden Druck auf die Christenheit darauf zurück, dass sie vor allem in Afrika und Asien stark wächst. So verzeichneten die missionarisch aktiven Evangelikalen jährlich einen Zuwachs von 2,1 Prozent. Zu den derzeit etwa 255 Millionen Evangelikalen kämen jährlich 5,4 Millionen hinzu, also täglich 14.800. Von den Mehrheitsreligionen in etlichen Ländern werde diese Entwicklung als Bedrohung aufgefasst. Manche Staaten förderten deshalb die angestammte Religion und gingen rechtlich und manchmal auch mit Gewalt gegen religiöse Minderheiten vor. So besinne man sich in Indien auf den Hinduismus gegen Islam und Christentum, in Indonesien auf den Islam gegen Christentum und Hindu-Buddhismus, in Sri Lanka und Nepal auf den Buddhismus gegen Christentum und Islam.

Nationalismus richtet sich gegen ChristenIn vielen Ländern nehme die Verknüpfung von Nationalismus und Religion zu. Als Beispiele nennt Schirrmacher Indien, Indonesien, Bangladesch, Pakistan und die Türkei. Dort sei das Christentum dem Nationalismus im Weg. Das Jahrbuch enthält auch eine von dem Hilfswerk „Open Doors“ stammende Liste der Staaten, in denen Christen am meisten verfolgt werden. Besonders stark unterdrückt werden Christen in Nordkorea, Saudi-Arabien, Laos, Vietnam, dem Iran, Turkmenistan, den Malediven, Bhutan, Myanmar (Burma) und der Volksrepublik China.

Verschärfte Lage in Eritrea und dem Irak
Dem Jahrbuch zufolge hat sich die Lage der Christen vor allem in Eritrea und dem Irak verschärft. Im Irak kommt es immer wieder zu Anschlägen auf Kirchen und Christen. Im Oktober wurden binnen zehn Tagen zwei Christen von muslimischen Extremisten geköpft. Aufgrund der Verfolgung fliehen immer mehr irakische Christen ins Ausland. Ihre Zahl im Land ist deshalb seit 1987 von 1,4 Millionen auf etwa 650.000 geschrumpft. In Eritrea sind über 1.900 Bürger wegen ihres Glaubens inhaftiert, 95 Prozent davon Christen. Am 17. Oktober wurden zwei Christen in der Hauptstadt Asmara zu Tode gefoltert. In dem Jahrbuch wird zum Engagement für Verfolgte aufgerufen. „Es ist unsere Pflicht als Christen und als Menschen, am Schicksal der Opfer Anteil zu nehmen und uns für sie einzusetzen“, schreibt Max Klingberg (Frankfurt am Main) von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte. Die Dokumentation enthält unter anderem Beiträge des ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden, Präses i.R. Manfred Kock (Köln), des Theologieprofessors Manfred Seitz (Bubenreuth bei Erlangen), und des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen, Antonio Guterres (Genf).


Engeljani
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Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. (Goethe)
Gefangener des Monats: Christlicher Scheich
Von: Evangelische Nachrichtenagentur idea

Frankfurt/Main/Wetzlar (idea) – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea haben den ägyptischen Scheich Bahaa el-Din Ahmed Hussein El-Akkad zum „Gefangenen des Monats November“ benannt und zur Unterstützung für ihn aufgerufen. Der 57jährige ist nach Angaben des Hilfswerks „Open Doors“ seit April 2005 wegen seines Übertritts zum christlichen Glauben inhaftiert. Der frühere Leiter einer Moscheegemeinschaft gehörte über 20 Jahre lang einer gewaltlosen islamischen Fundamentalistengruppe an, die Nichtmuslime zum Islam bekehren will. Anfang 2005 fand er nach Gesprächen mit einem Christen, Bibelstudium und Gebeten zum christlichen Glauben.
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Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. (Goethe)
Es ist schon schlimm, wie Christen heute noch wegen ihrem Glauben verfolgt werden.

Die Nchrichtenagentur idea mag ich nicht so gern, weil sie vorallem gern sehr merkwürdige Dinge über den Islam herausgibt.
Bei solchen Dingen wäre ich sehr vorsichtig! Eine christliche Organisation gibt Eine ominöse, nicht genau definierte Statistik heraus....

Viele Religionen kennen kein Märtyrer!

Wer genau wurde hier als Märtyrer aufgezählt?

Ist es nicht fast logisch das die größte religiöse Gruppe auch die meisten Opfer durch verschiedene Verbrechen haben?
Hallo Ihr Lieben,

mir ist bewußt, dass es eine ideologisch geprägte Nachrichtenagentur ist.

Was für diese Nachrichten spricht, ist folgendes:

„Es ist unsere Pflicht als Christen und als Menschen, am Schicksal der Opfer Anteil zu nehmen und uns für sie einzusetzen“, schreibt Max Klingberg (Frankfurt am Main) von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte. Die Dokumentation enthält unter anderem Beiträge des ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden, Präses i.R. Manfred Kock (Köln), des Theologieprofessors Manfred Seitz (Bubenreuth bei Erlangen), und des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen, Antonio Guterres (Genf).

= als unabhängige Medien

Engeljani
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Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. (Goethe)
B e r l i n (idea) – Christen sind die weltweit am stärksten von Diskriminierung und Verfolgung betroffene Religionsgemeinschaft. Unter den aus Glaubensgründen Verfolgten machen sie 80 Prozent aus. Das erklärte die Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach, aus Anlass eines internationalen Gebetstags für verfolgte Christen am 12. November, zu dem die Weltweite Evangelische Allianz aufgerufen hat.
Erika Steinbach
Frau Steinbach zufolge werden in mindestens 50 von etwa 200 Staaten der Welt täglich Kirchen zerstört, Christen diskriminiert, bedrängt und verfolgt. Das Ausmaß der Unterdrückung reiche von Benachteiligungen im privaten Umfeld und Behinderung von Religionsfreiheit und -ausübung über Bedrängung und Schikanen bis hin zu strafrechtlicher Verfolgung, die nicht selten im Todesurteil ende. Vielfach seien Staaten nicht in der Lage oder nicht willens, ihrer Schutzpflicht gegenüber christlichen Staatsangehörigen gerecht zu werden. In zahlreichen Ländern - darunter Indonesien und Iran - habe insbesondere die Radikalisierung des Islam zu einer Unterdrückung einheimischer Christen geführt. In China seien kürzlich ein evangelischer Pfarrer und 35 seiner Gemeindemitglieder bei einem gemeinsamen Bibelstudium in der Provinz Xinjiang festgenommen worden. Zwei der seitdem an einem unbekannten Aufenthaltsort Festgehaltenen seien bereits im vergangenen Jahr wegen einer Gottesdienstteilnahme inhaftiert worden, so Frau Steinbach unter Berufung auf die chinesische Menschenrechtsorganisation „China Aid Association". Die Politikerin kündigte an, die an Christen begangenen Menschenrechtsverletzungen auch weiterhin zu thematisieren, Defizite aufzudecken und dabei insbesondere die Situation verfolgter Christen anzusprechen.

Gott muss die menschliche Natur grundlegend erneuern
Nach Ansicht der Weltallianz zeigt die zunehmende Verfolgung, dass Appelle zur Gewährung von Religions- und Glaubensfreiheit nicht ausreichen. Notwendig sei, dass Gott die menschliche Natur grundlegend erneuere. Dazu solle das Gebet der Kirchen beitragen, das „wirkungsvoller als alle politischen Institutionen“ sei. Die Weltweite Evangelische Allianz repräsentiert rund 420 Millionen Evangelikale in 127 Ländern. Die Deutsche Evangelische Allianz, die etwa 1,3 Millionen Evangelikale Vertritt, hat ihren Sitz im thüringischen Bad Blankenburg.

Engeljani
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Türkisch-islamische Internetseiten hetzen gegen Christen
Von: Evangelische Nachrichtenagentur idea

B o n n (idea) – Türkisch-islamische Internet-Seiten hetzen gegen Christen und machen mobil gegen den christlich-islamischen Dialog. Darauf weist das Institut für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz (Bonn) hin.

So warne die Homepage ozel.ravda.net vor Christen mit den Worten: „Aufgepasst! Spüren Sie die Gefahr um sich herum? Sie (die Missionare) gehen von Tür zu Tür und untergraben uns. Sie vergiften unsere Gehirne.“ Christliche Missionare versuchten ihren Glauben zu verbreiten durch kostenloses Lesematerial, Geld- oder Sozialhilfe, Alkohol, Prostitution und Pornofilme. Die Internet-Seite ruft dazu auf, die islamische Religionsbehörde DITIB einzuschalten, und warnt vor einer Abkehr vom Islam: „Die Sünde jedes Muslim, der sich vom Islam abwendet, liegt auf uns allen.“ Auf der Internetseite Biriz.biz heißt es in einem Artikel von Osman Ünlü, Missionaren gehe es nie nur um die christliche Religion, sondern auch um die Ausbeutung der Menschen. Ünlü behauptet, dass Nichtmuslime jederzeit volle Glaubensfreiheit genossen hätten, denn im Islam gebe es keinen Zwang. Demgegenüber habe das Christentum zuerst versucht, sich zuerst durch Krieg und Verfolgung Andersgläubiger auszubreiten, später durch Hinterlist und Betrug. Ünlü fordert dazu auf, Freunde des christlich-islamischen Dialogs zu bekämpfen, da Christen in Wirklichkeit keinen Glauben hätten. Er fragt: „Wenn das Christentum eine von Gott gesandte Religion wäre, warum wurde dann der Islam geschickt?“

Grund der Propaganda: Viele Muslime sind sich ihrer Religion nicht mehr sicher
Zu der antichristlichen Propaganda auf diesen Internetseiten schreibt das Institut für Islamfragen: „Nicht wenige Türken in der Türkei denken in solchen und ähnlichen Schemata.“ Es sei alarmierend, wenn die Ablehnung der christlichen Lehre auf die Ablehnung von Menschen ausgedehnt werde. „Reißerische antichristliche Propagandafilme“ seien das Ergebnis, wenn sich Muslime ihrer eigenen Religion nicht mehr sicher seien. Der Vorwurf, dass es bei der Verbreitung des Christentums nicht nur um den Glauben gehe, falle auf den Islam zurück. Dieser kenne in seiner klassischen Form keine Trennung zwischen Staat und Religion. Es sei angesichts islamischer Quellen unstrittig, dass Mohammed in Medina ab dem Jahr 622 Kriege im Namen des Islam geführt habe. Das Institut weist zugleich darauf hin, dass Christen heute in keinem islamischen Land wirkliche Religionsfreiheit genössen. Vielmehr würden sie in zahlreichen Staaten diskriminiert und bedrängt. Wer vom Islam zum Christentum übertrete, werde mit dem Tod bedroht. „Wie Muslime in westlichen Ländern alle Freiheiten haben, so sollte das auch für Christen in islamischen Ländern gelten“, fordert das Institut, das von der Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher geleitet wird.
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http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2245815,00.html

Religion | 27.11.2006
Christen in der Türkei kämpfen um rechtliche Anerkennung
Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Die orthodoxe Kirche St. Stefan in Istanbul - wurde vor 1400 Jahren gebaut!
Privat kann ein Christ in der Türkei seine Religion meist frei ausüben. Der offizielle Status christlicher Kirchen ist dagegen weiter ungeklärt. Sie dürfen weder Gebäude besitzen noch geistliches Personal ausbilden.

Die deutsche evangelische Gemeinde in Istanbul wollte einen Gas-Anschluss einrichten lassen, doch erst eine Schenkungsurkunde von 1857 sorgte dafür, dass der Antrag bearbeitet wurde. "Im Grundbuch der Stadt Istanbul steht kein Eigentümer für dieses Gebäude, weil die deutsche evangelische Gemeinde unter den gegebenen Umständen rechtlich nicht existent ist", sagt Pfarrer Holger Nollmann. Erst der Nachweis über diese osmanische Urkunde habe den Beamten dann so beeindruckt, dass er den Antrag überhaupt entgegengenommen hat.

In der offiziellen Sprachregelung der türkischen Regierung werden Christen in der Türkei in der privaten Ausübung ihrer Religion nicht behindert. Die christlichen Kirchen im Land haben aber vor allem Probleme, wenn es um die korporative Religionsfreiheit geht, also um die rechtliche Anerkennung christlicher Gemeinschaften.


Nur begrenzte Eigentumsrechte

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Patriarch Bartholomaios I.Der Umstand, dass christliche Gemeinden in der Regel nicht als juristische Personen anerkannt werden, führt automatisch zu unsicheren Besitzverhältnissen. Die Gemeinde des ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel mit Sitz in Istanbul Bartholomaios I. - Oberhaupt von rund 300 Millionen orthodoxen Christen weltweit - muss immer wieder vor Gericht gehen, um eine Rückgabe konfiszierter Grundstücke oder Gebäude zu erzwingen. Bisher seien die Anstrengungen des Patriarchats aber immer erfolglos geblieben, erklärt Metropolit Meliton Karas. "Wir haben innerhalb von 50 Jahren etwa 8000 Grundstücke verloren, wir sind vor Gericht gegangen und haben alle Prozesse verloren." Ehemals ertragreiche Klöster und Kirchen würden jetzt von der staatlichen Stiftungsdirektion genutzt, so Meliton weiter.


Anfang November hat das türkische Parlament in Ankara ein neues Stiftungsgesetz beschlossen. Danach können religiöse Gemeinschaften zwar Grundbesitz zurückfordern, der von staatlichen Stellen konfisziert wurde, allerdings unter der Voraussetzung, dass der Besitz inzwischen nicht an Dritte veräußert wurde - doch das ist in den meisten Fällen bereits geschehen.


Einschränkungen bei der Ausbildung

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Tiefe christliche Wurzeln - diese Dorfkirche in Bsorino (süd-östliche Türkei) wurde vor 1400 Jahren erbaut
Für die christlichen Gemeinden ist es zudem schwierig, eine Arbeitserlaubnis für ausländische Geistliche zu erhalten. "Der Patriarch muss - so die türkische Rechtslage - ebenso wie die Bischöfe, die ihn wählen, türkischer Staatsbürger sein, aber Nachwuchs aus dem eigenen Land bleibt aus", erklärt Meliton Karas. Man habe den türkischen Ministerpräsidenten per Brief und mündlich gebeten, das nächste Oberhaupt unter allen zum Patriarchat gehörenden Bischöfen wählen zu können. "Die Verantwortlichen könnten dem Gewählten dann die türkische Nationalität geben. Aber wir haben bis heute keine Antwort bekommen." Das griechisch-orthodoxe Priesterseminar auf der Insel Heybeli im Marmara-Meer wurde 1971 geschlossen, somit besteht keine Möglichkeit, Priester in der Türkei auszubilden.


Potenzial für diskriminatorische Praktiken

Neben solchen und ähnlichen organisatorischen Problemen sehen sich Christen Diskriminierungen im Alltag gegenüber. In der Türkei enthalten noch immer viele Personaldokumente verpflichtende Angaben zur Religionszugehörigkeit. Für ehemalige Angestellte christlicher Kirchen sei es aus diesem Grund schwer, eine neue Beschäftigung zu finden, erläutert Felix Körner, Mitglied der Jesuitengemeinschaft in der türkischen Hauptstadt Ankara. "Das Atmosphärische ist nicht gesetzlich greifbar. Es herrscht Misstrauen gegenüber denen, die als die anderen wahrgenommen werden. Obwohl sie - die Christen und auch die Juden - immer integraler Bestandteil der türkischen Gesellschaft waren."

Hans Michael Ehl
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Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. (Goethe)