Die Seele


Leben_HK hat folgendes geschrieben:
Buddha Shakyamuni erlangte vor über 2500 Jahren nach intensiver Suche nach Erlösung Erleuchtung und Allwissenheit.
Jesus war auch erleuchtet und allwissend, und hat uns die Erlösung gebracht.
Und es gibt nur eine Wahrheit, die aber viele Namen hat.

Und reden und glauben nutzt keinem was, wenn er/sie nicht auch was für sein Seelenheil tut.
Hallo Wolfgang,

Jesus war es vielleicht, ich habe nur meine Zweifel ob die Geschichte wirklich so an uns weitergegeben wurde das Sie uns auch wirklich zur "Erlösung" gereicht.

Also wie gesagt ich bin überzeugt das wir nicht durch Glauben an Irgendwen etwas erreichen, sondern durch die Suche nach Erkenntnis aller Dinge.

Wo bitte hat Jesus uns "Erlösung" gebracht ?

Aus meiner Sicht war Jesus schon wichtig für unsere Entwicklung, schlechtes Handeln hat auch schlechte Folgen, bewirkt auch ein schlechtes Kharma, aber ganz praktisch befriedigt mich das mit dem Glauben an den Erlöser nicht.

Wir Buddhisten wissen halt das wir nicht durch jemand Anderen sozusagen weiterkommen, sondern durch das Erkennen seiner eigenen "göttlichen" (Buddha) Natur.
Hallo Leben_HK

Zitat:
Also wie gesagt ich bin überzeugt das wir nicht durch Glauben an Irgendwen etwas erreichen, sondern durch die Suche nach Erkenntnis aller Dinge.
Das sehe ich für mich aber genau so. Und ich glaube auch nicht an Jesus, sondern erlebe IHN, besser gesagt, erfahre IHN. Und wer suchet der findet, und die Erkenntnis aller Dinge lautet: Gott=Jesus ist die Liebe und die Liebe ist das (wahre) Leben.

Zitat:
Wo bitte hat Jesus uns "Erlösung" gebracht ?
Mit IHM ist die barmherzige Liebe zu uns gekommen, ohne die niemand in Gottes Reich (zur Erleuchtung) kommt. Er hat uns den Weg der Liebe, der Demut und des Friedens, aus der Hölle (Materie) in den Himmel (geistige Wiedergeburt) gezeigt, also sollen wir IHN folgen, so wie die Aposteln IHM gefolgt sind.

Zitat:
Wir Buddhisten wissen halt das wir nicht durch jemand Anderen sozusagen weiterkommen, sondern durch das Erkennen seiner eigenen "göttlichen" (Buddha) Natur.
Die Liebe=Jesus=Gott ist die Erkenntnis meiner eigenen geistigen Natur.

Du darfst halt nicht den Menschen Jesus vor 2000 Jahren, mit dem Geist Jesus, der alles durchdringt, verwechseln.
Und Gott über alles lieben, heißt ja auch entsagen, außer seiner Liebe nichts mehr begehren.
Hallo,

Zitat:
@Leben_HK
Wo bitte hat Jesus uns "Erlösung" gebracht ?


Erlösung kann uns nicht gebracht werden, nur angeboten!
Uns darum bemühen, das müssen wir schon selbst.

Zitat:
@Wolfgang
Gott=Jesus ist die Liebe und die Liebe ist das (wahre) Leben.


Liebe ist nur möglich zwischen Objekt und Subjekt, Liebendem und Geliebtem. Diener und Bedientem. Gott ist Person und nicht "nur Liebe". Wir sind kleine, abgesonderte, fragmentarische Teile Gottes (göttlich), und unser Wesen ist es, der Höchsten Persönlichkeit Gottes zu dienen.
Das ist LIEBE.
Diese Liebe hat nichts mit sentimentalen Gefühlen zu tun, die kommen und gehen. (Heute "Liebe" ich Sie/Ihn und Morgen nicht mehr - das ist nur sentimentaler "Herzschmerz" und hat nichts mit Liebe zu tun)

Zitat:
Zitat:
@Leben_HK
Wir Buddhisten wissen halt das wir nicht durch jemand Anderen sozusagen weiterkommen, sondern durch das Erkennen seiner eigenen "göttlichen" (Buddha) Natur.

@Wolfgang
Die Liebe=Jesus=Gott ist die Erkenntnis meiner eigenen geistigen Natur.


Ohne Guru, spirituellen Meister, kommen wir im spirituellen Leben keinen Fingerbreit weiter. Ob wir nun Buddha folgen oder Christus.
Wenn der Guru sieht, das sein Schüler ernsthaft ist, wird er ihn auch segnen. Ohne Guru-kripa, den Segen des spirituellen Meisters, können wir keine Erkenntnis erlangen - alles bleibt lediglich Spekulation, Theorie, Vorstellung.

Worin liegt denn euerer Meinung nach der "grosse" Unterschied zwischen Lord Buddha und Christus? (diese Frage stelle ich in Zusammenhang mit dem Wesen der "Seele")
Wo, wie spricht/lehrt Lord Buddha von "Seele"?
Wo, wie spricht/lehrt Christus von "Seele"?

Gruss
Zitat:
Nach der Meinung des Buddha besteht der Mensch aus zwei Teilen; der physische Körper und der Geist. Lasst
Zitat:
uns nun diese zwei Bestandteile zerlegen und sehen, ob in ihnen etwas von Göttlichkeit oder Beständigkeit zu
finden ist. Der Körper scheint unser Eigentum zu sein und doch können wir ihn nicht kontrollieren. Er wird alt,
ist krankheitsanfällig und stirbt. Wie steht as mit dem Geist? Er ist sogar noch unbeständiger, denn während der
Körper zumindest für einige Zeit besteht, verflüchtigt der Geist sich immerfort, ohne stetig zu bleiben ....
Das
Gewissen des Menschen, seine Gedanken und sein Charakter müssen sich ändern, denn sonst gäbe es keine
Möglichkeit einer Reformierung und eines Fortschrittes. Das gleiche gilt für die dem Geist anverwandten
Eigenschaften der Urteilskraft, des Willens und des Erinnerungsvermögens.


http://www.schulphysik.de/lanka/buddha3.htm

Ich weiß nicht, aber gibt es im Buddhismus eine Seele ?

Was ist diese Seele, deren Existenz der Buddha verneint? In Kürze erklärt ist sie eine unzerstörbare Einheit, die
im Menschen vom Augenblick seiner Geburt an lebt und die bis zu seinem Tode in ihm weilt. Dann verlässt sie
den Körper, um sich an einem anderen Platze, in Himmel oder Hölle, für alle Ewigkeit aufzuhalten Diese Seele
ist jedem individuellen Lebewesen eigen, sie ist ein Teil des Göttlichen, ein himmlischer Funken, der in jedem
Menschen angezündet wird und der am Ende zu seinem Schöpfer heimkehren muss.
Solange die Seele im
Körper wohnt, ist sie der Lenker seiner Gedanken, der Vollbringer seiner Taten und der Leiter seines
Organismus. Sie ist der Herr nicht nur des Körpers, sondern auch des Geistes;


Zitat:
Der Begriff Seele, nach der altgriechischen Sprache psyche oder auch pneuma, lateinisch anima, wird abhängig vom Kontext in verschiedenen Bedeutungen verwendet. Der englische Begriff soul z.B. deckt sich der Bedeutung nach nicht völlig mit dem deutschen Begriff Seele. Der Begriff soul versteht sich praktisch nur als religiöse Vorstellung einer von Gott geschenkten und nach dem Tod weiterlebenden Seele. Im Deutschen hat der Begriff Seele zwar ebenfalls einen religiösen Hintergrund, wird jedoch häufig auch durch den Begriff Psyche oder Geist ersetzt.

Das Gefühlsleben wird im altgriechischen Sinn als thymos von der antiken Vorstellung der Seele, psyche, unterschieden.


http://de.wikipedia.org/wiki/Seele


Vielleicht ist es auch notwendig, uns erst einmal vorzustellen, was das ist:

SEELE

Wie stelle ich mir das vor und wie stelle ich so etwas überhaupt in einen Bezug zu allem, was es gibt.

Welche Vorstellungen hat jede einzelne Religion von SEELE und GEIST - wie kriege ich das in einen Bezug zueinander ?

Machen wir uns innerlich mal eine Computer-Animation - wie man sich das wohl vorstellen könnte, genauso, wenn wir die Wettersendungen sehen und die "imaginäre" Kamera so über die Orte fährt und der Wind weht und die Städte an uns vorbeirauschen - solange wir uns kein Bild machen können, solange werden wir ewig darüber diskutieren und kommen doch nie zu einem Ergebnis, weil eben jeder andere Vorstellungen davon hat und man deshalb oft aneinander vorbei redet.

Mit welchem Erfolg ?

Mit keinem - mit dem Beharren auf einer Meinung, bei der man sich vorstellt, es könnte doch so gewesen sein.

Es gibt eben Menschen, die brauchen bei dem Lesen theoretischer Literatur eine bestimmte Vorstellungskraft - sie brauchen es in Bildern - sonst lesen sie und lesen und am Ende wissen sie soviel wie vorher.

Vera Birkenbhil hat einmal über die 7 Arten von Intelligenz gesprochen.

Die theoretische Intelligenz ist eine andere als die Praktische.

Wer schwierige Abhandlungen nur so aus dem Handgelenk schütteln kann, kann vielleicht sein Bad nicht fliesen oder einen Nagel in die Wand schlagen.

So aber ergänzt sich eben auch das Theoretische mit dem Praktischen.

Und alles hat seine Berechtigung.

Sehe ich das so falsch ?
Zitat:
Der Körper scheint unser Eigentum zu sein und doch können wir ihn nicht kontrollieren. Er wird alt,
ist krankheitsanfällig und stirbt. Wie steht es mit dem Geist? Er ist sogar noch unbeständiger, denn während der
Körper zumindest für einige Zeit besteht, verflüchtigt der Geist sich immerfort, ohne stetig zu bleiben ....


Der Körper wird einmal alt und zerbrechlich aber mein Geist besteht für die Ebigkeit!

Ich der jetzt kein Gott hat außer Re habe ich ein Anspruch ein leben nach dem Tot?
Hallo jivatma,

erst noch einmal dieser schöne Spruch:
Gott ist die Liebe und die Liebe ist das Leben.

jivatma hat folgendes geschrieben:
Liebe ist nur möglich zwischen Objekt und Subjekt, Liebendem und Geliebtem. Diener und Bedientem. Gott ist Person und nicht "nur Liebe". Wir sind kleine, abgesonderte, fragmentarische Teile Gottes (göttlich), und unser Wesen ist es, der Höchsten Persönlichkeit Gottes zu dienen.
Das ist LIEBE.
Diese Liebe hat nichts mit sentimentalen Gefühlen zu tun, die kommen und gehen. (Heute "Liebe" ich Sie/Ihn und Morgen nicht mehr - das ist nur sentimentaler "Herzschmerz" und hat nichts mit Liebe zu tun)


Zunächst mal, diese Liebe die ich da erfahren habe, und immer wieder erfahre, hat aber auch überhaupt nichts mit sentimentalen Gefühlen zu tuen.

Ich fühle diese Liebe einfach tief in meinem Herzen, und dieses Gefühl ist einzigartig. Denn dieses Liebes-Gefühl hatte ich noch nie zuvor wärend meinen 52 Erdenjahre kennen gelernt, trotz meinen Erfahrungen mit der Liebe zu menschlichen Personen (Frauen -> sentimentalen Gefühlen), auch wenn ich da enttäuscht wurde. Oder diverser Drogenerfahrungen, die mich sehr "High" gemacht hatten, und ich davon deshalb intensive Gefühle bekommen hatte, wobei ich dachte, daß diese etwas mit Liebe zu tuen haben könnten.
Aber das ist alles nichts, im Vergleich zu dieser Liebe meines Herrn Jesus Christus.

Dieses (Liebes)Gefühl kann man, bzw. ich, auch schwer beschreiben. Auf jedenfall hat es etwas mit demütiger Hingabe zu tun. Ich geben mich IHM hin, und werde deshalb durch IHN glückselig.
Umschreiben kann ich dieses wunderbare Gefühl aber in etwa so: Ich liebe Jesus so wie eine Braut die Ihren Bräutigam liebt.
Dieses Gefühl wird also ausgelöst, weil Jesus mich tief im Herzen berührt.
Und weil diese Liebe niemals vergeht (wenn man mal geistig Wiedergeboren wird, also den Himmel in sich erschaffen hat), kann man auch sagen: die (wahre) Liebe ist das (wahre) Leben. Denn ohne diese Liebe könnte der Himmel gar nicht existieren.
Darum ist auch Gott die Liebe, und alles hat er aus seiner Liebe heraus erschaffen, auch uns Menschen hat er aus seiner Liebe heraus erschaffen. Gott ist demnach auch die Schöpferkraft.

Am stärksten hatte ich diese Liebe während meiner "Taufe" erfahren, und diese Erfahrung der Taufe hat mehrere Wochen gedauert. Eine Erfahrung von der ich noch nicht mal in meinen kühnsten Träumen gedacht hatte, daß es so etwas überhaupt gibt.
Ich wurde in dieser Zeit von Gott regelrecht mit Liebe im Überfluss überschüttet, und fühlte mich wie der glücklichste Mensch auf dieser Erde.
Diese Liebe war so intensiv, daß ich nicht nur deutlich Jesus in meinem Herzen wahrgenommen habe, sondern geistig in mir, aber über mir, Gott als ein liebendes geistiges Wesen wahrgenommen habe.
Jesus, die Liebe, wird also von Gott, unserem lieben Vater, geschickt. Jesus und Gott sind also eine Person, und so kam ER auch von IHM, als Er als Mensch, also in einem fleichlichen Körper, auf die Erde kam, und ER war von Geburt an ein geistig Wiedergeborener. In IHM gab es also nur den Himmel. Und weil wir "sündigen" Menschen wieder gottähnlich werden sollen, also wie ER ein geistig Wiedergeborener werden sollen, sollen wir IHM folgen, wie seine Aposteln IHM gefolgt sind.

Ich weiß nicht wie meine Geschichte für Aussenstehende klinkt, und mir wahrscheinlich gar nicht geglaubt wird. Aber ich für mich weiß jetzt warum ich Lebe, was das Leben ist, und wem ich dieses zu verdanken habe. Und ich IHN deshalb für den Rest meines Lebens so gut diene wie es mir möglich ist. Und ich ändere mein Leben entsprechend, weil ich IHN sehr gerne über alles liebe, und meinen Nächsten wie mich selbst liebe.
Das ist die (wahre) Liebe ...und was kann es hier und jetzt schöners geben, als Glückselig zu werden?

Zitat:
Ohne Guru, spirituellen Meister, kommen wir im spirituellen Leben keinen Fingerbreit weiter. Ob wir nun Buddha folgen oder Christus.
Wenn der Guru sieht, das sein Schüler ernsthaft ist, wird er ihn auch segnen. Ohne Guru-kripa, den Segen des spirituellen Meisters, können wir keine Erkenntnis erlangen - alles bleibt lediglich Spekulation, Theorie, Vorstellung.
Da habe ich aber seltsame Erfahrungen gemacht. Bin ich deshalb vielleicht verrückt, und sollte ich mich dann besser nicht mal an einen Psychater wenden?

Und wer sagt, daß nichts ohne einen Guru geht?

Jemand hatte mir geholfen, den ersten Schritt auf meinen Weg in den (inneren) Himmel mußte ich aber selber machen. Und das ich diesen ersten Schritt selber machen mußte, hatte er mir nicht gesagt, sondern das wußte ich bereits schon. Und dieser Mensch ist auch kein Guru, oder sieht sich als ein solcher, sondern ist für mich der tief religiösester Mensch, den ich je in meinem Leben getroffen habe. Und ich habe ihn nicht persönlich getroffen, sondern nur in einem Forum mit ihm geredet. Für mich ist er also eher ein Engel, und meine Anfrage, ob er ein geistig Wiedergborener ist, verneint er.
Es gab aber schon immer Menschen, die Gott erfahren haben, und das ohne Guru, sondern einzig deshalb, weil diese ein reuiges, demütiges und barmherziges Herz hatten.

Frage: Wie erfährst Du Segen?

Und noch eine Frage: Das was Du da schreibst, hört sich an, wie aus einen Buch abgeschrieben. Hast Du die Bhagavad Gita nur studiert, oder auch eigene Erfahrungen gemacht?

Ps.: Wo Du das jetzt sagst:
Zitat:
Wenn der Guru sieht, das sein Schüler ernsthaft ist, wird er ihn auch segnen.
Klar, er (dieser jemand, aus einem anderen Forum) hat meine Ernsthaftigkeit erkannt, aber gesegnet (getauft) hat mich Gott!!

Noch was zum Thema Seele:
Zitat:
Die Seele des Menschen ist eine rein ätherische Substanz, also - wenn du das fassen kannst - aus sehr vielen Lichtatomen oder möglich kleinsten Teilchen zu einer vollkommenen Menschenform zusammengesetzt durch die Weisheit und durch den allmächtigen Willen Gottes, und der reine Geist ist eben der von Gott ausgehende Wille, der da ist das Feuer der reinsten Liebe in Gott.
Der reine Geist ist ein Gedanke Gottes, hervorgehend aus Seiner Liebe und Weisheit, und wird zum wahren Sein durch den Willen Gottes. Da aber Gott in Sich ist ein Feuer aus Seiner Liebe und Weisheit, so ist das gleiche auch der in ein eigenes Sein realisierte und gewisserart aus Gott getretene Gedanke. Wie aber das Feuer eine Kraft ist, so ist dann solch ein Gedanke aus Gott auch eine Kraft in sich, ist seiner selbst bewußt und kann für sich wirken in eben jener Klarheit, aus der er hervorgegangen ist. Als eine Reinkraft durchdringt er alles, was du Materie nennst, kann aber von der Materie nicht durchdrungen werden, weil die Materie im weiteren Verlaufe nichts ist als eine Außenäußerung des Geistes aus Gott.
Die Seele ist gewisserart durch die Kraft des Geistes wieder aufgelöste Materie, die in des Geistes eigene Urform, durch seine Kraft genötigt, übergeht und sodann, mit ihrem Geiste vereint, gleichsam seinen lichtätherischsubstantiellen Leib ausmacht, so wie die Seele aus der sie umgebenden Fleischmaterie, wenn diese völlig verwest und aufgelöst worden ist, sich durch ihren rein geistkräftigen Willen ihr einstiges Kleid formt und bildet.
Hallo Gabriele,

Zitat:
So aber ergänzt sich eben auch das Theoretische mit dem Praktischen.


Ja, sicher ohne Theorie, keine Praxis.
Die Heiligen Schriften sind uns offenbart worden, damit wir Über-zeugung und Vertrauen gewinnen, uns auf den Weg der spirituellen Erkenntnis zu machen. Sie sind im Weiteren auch Anleitung zur Praxis. Denn der Weg zu Gott kann nur von Gott erklärt werden - wir können ihn nicht selbst erfinden oder erkennen.

In der buddhistischen Lehre sehe ich keinen Widerspruch zur Aussage Shri Krishnas in der Bhagavad-Gita. Der unüberbietbare Vorteil der Bhagavad-Gita ist, das dort eben alle Bestandteile des Selbst, sowohl die vermeintlichen als auch die wahren, erklärt und unterschieden werden.

atma ---> Seele (das transzendentale, individuelle Lebewesen)

die materiell feinstofflichen Bedeckungen:
ahankara ---> das falsche Ego, das feinstofflichste und mächtigste materielle Element.(je feinstofflicher, je mächtiger!)
buddhi ---> die Intelligenz, das Unterscheidungsvermögen
mana ---> der Geist, die Ebene wo wir Denken, Fühlen und Wünschen ("den Geist zu kontrollieren ist schwieriger als den Wind zu beherrschen", erklärt Arjuna in der Bhagavad-Gita).
Mana ist das "grobstofflichste" aller feinstofflichen Elemente.
Wenn mana und buddhi in den Dienst Gottes gestellt werden, werden sie transzendiert und ahankara verliert seine Wirkung ---> der atma ist auf dem Weg der Befreiung/Erlösung.

Die Höchste Persönlichkeit Gottes (paramatma - die Höchste Seele) wird in der Brahma-samhita als;
sac-cit-ananda-vigraha (ewig (brahman) - wissend (cit) - glückselig (ananda) - vigraha (Form) beschrieben. Und da die Lebewesen kleine, abgesonderte Teile Gottes sind, besitzen sie ebenfalls diese Qualitäten, jedoch in begrenztem Masse, wohingegen der Höchste Herr diese in unbegrenztem Masse besitzt.
Der atma, kann nicht wirklich mit dem paramatma verschmelzen (sayuja-mukti) - er bleibt individuell (unteilbar) und sein Wesen ist es, dem paramatma zu dienen (der atma der sayuja-mukti erreicht und in das unpersönliche Brahman eingeht, fällt nach einiger Zeit wieder in die materille Atmosphäre zurück und nimmt wieder einen materiellen Körper an, da er nur die sac-Verwirklichung erreicht hat, ihm jedoch die cit- und ananda-Verwirklichung fehlt, die ein Wesen seiner Selbst ist).---> was bedeutet, das der atma nicht das Glück findet das er sucht. Cit, das Wissen und Ananda die Glückseligkeit die er erfährt durch den Austausch der dienenden, libevollen Hingabe zum Höchsten Herrn.

Erst wenn der atma beginnt dem paramatma zu dienen ist er auf dem Weg beständiger, ewiger Befreiung, vimukti.

Das schwierige an diesem Thema ist, das alle, Begriffe wie "Seele", "Gott" und "Befreiung/Erlösung" benutzen, aber in Wirklichkeit Unterschiedliches darunter verstehen.
Das Sanskrit und deren spezifische Bezeichnungen für atma, paramatma, ahankara, buddhi, mana und prakriti (Materie), kann uns da entscheidend weiterhelfen.

Gruss
Hallo Wolfgang,

Zitat:
Zunächst mal, diese Liebe die ich da erfahren habe, und immer wieder erfahre, hat aber auch überhaupt nichts mit sentimentalen Gefühlen zu tuen.


Das habe ich angenommen. Ich wollte es nur noch mal festhalten, da heute so viel von "Liebe" gesprochen, aber nur wenig verstanden wird.
Das Problem mit dem Drogen-high ist, das du eben wieder landen MUSST.
Wobei die Landungen immer tiefer gehen .........

Zitat:
Umschreiben kann ich dieses wunderbare Gefühl aber in etwa so: Ich liebe Jesus so wie eine Braut die Ihren Bräutigam liebt.


Wart's ab, die Zeit wird kommen, da wird sich der "Bräutigam" vor dir verbergen, und du wirst dir so alleine vorkommen wie nie zuvor ...
Auf das du deine Hingabe wachsen lässt ...

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Ohne Guru, spirituellen Meister, kommen wir im spirituellen Leben keinen Fingerbreit weiter. Ob wir nun Buddha folgen oder Christus.
Wenn der Guru sieht, das sein Schüler ernsthaft ist, wird er ihn auch segnen. Ohne Guru-kripa, den Segen des spirituellen Meisters, können wir keine Erkenntnis erlangen - alles bleibt lediglich Spekulation, Theorie, Vorstellung.

@Wolfgang
Da habe ich aber seltsame Erfahrungen gemacht. Bin ich deshalb vielleicht verrückt, und sollte ich mich dann besser nicht mal an einen Psychater wenden?


Da hast du mich falsch verstanden.
Du hast Christus als deinen spirituellen Meister angenommen - nun folge Ihm, in guten wie in schlechten Zeiten.
Im vedischen Sinne gibt es verschiedene Arten von Guru. Den Caytia-Guru, den Meister im Herzen (im christlichen Sinne könnte man Ihn als den Heiligen Geist bezeichnen), dieser wird auch als paramatma bezeichnen, den Höchsten Herrn im Herzen, der die individuelle Seele auf ihrem Weg begleitet. Den Diksha-Guru, den Einweihenden Guru der uns wieder verbindet mit der Schüler-Meister-Nachfolge die von Gott ausgeht (denn der ursprüngliche Guru ist die Höchste Persönlichkeit Gottes von welchem das Wissen und der Segen ausgeht). Den Siksha-Guru, den Unterweisenden Guru, der Meister der uns auf unserem spirituellen Weg mit Rat und Tat zur Seite steht - er ist wie ein Vater der sich um seinen Sohn kümmert bis dieser Erwachsen ist. Alle diese Beziehungen sind ewig.

Zitat:
Es gab aber schon immer Menschen, die Gott erfahren haben, und das ohne Guru, sondern einzig deshalb, weil diese ein reuiges, demütiges und barmherziges Herz hatten.


Göttliches erfahren, und Gott von Angesicht zu Angesicht zu sehen, dazwischen liegen nochmals Welten.
Selbst die Bewohner der himmlischen Welten, Engel/Erzengel (immer noch materieller Kosmos), Sanskrit Svarga-loka, erfahren zwar göttliches, haben jedoch Gott noch nie von Angesicht zu Angesicht gesehen! (das Shrimad Bhagavatam gibt ausführlich darüber Auskunft)

Im vedischen Sinne spricht man von zwei Geburten. Einmal die physische Geburt die uns durch Vater und Mutter ermöglicht wird und die zweite Geburt findet durch die Brahman-Einweihung statt - dann wenn der ernsthafte Spiritualist die Brahman-Erkenntnis (transzendentale Sicht über das Selbst und Gott) erlangt ---> dann ist er ein echter Brahmana (Brahmana könnte mit Priester oder Gottgeweihter umschreiben (ich rede hier nicht von weltlichen Titeln, sondern von spirituellen Eigenschaften!))

Gotteserkenntnis oder besser gesagt, Gottesbewusstsein hört nie auf, sie ist nach "oben" offen. Selbst die Bewohner der transzendentalen Welt, die Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, vaikuntha, machen immer wieder neue, höhere und glückseligere Erfahrungen in ihrem Hingebungsvollen Dienst für den Höchsten Herrn.
Der materielle Kosmos gibt uns die Möglichkeit mit "Trockenübungen" in diesem Dienst zu beginnen(unsere ursprüngliche Beziehung wieder zu erwecken) bis wir reinen Herzens sind, und dann setzt sich diese Beziehung in der Transzendenz weiter fort.

Zitat:
Und noch eine Frage: Das was Du da schreibst, hört sich an, wie aus einen Buch abgeschrieben. Hast Du die Bhagavad Gita nur studiert, oder auch eigene Erfahrungen gemacht?


Die "Bhagavad-Gita wie sie ist", ist "die Wissenschaft von Gott".
Durch das Studium bekommst du eine Ein-sicht und durch die praktische Umsetzung im Leben, erhälst du eine Er-kenntnis.
Sicher habe ich auch tiefgehende Erfahrungen gemacht. Ich weiss aber auch, das sie nur ein winziger Tropfen sind, aus dem Ozean der Hingabe zum Höchsten Herrn.
Es gibt darüber auch ein Wissenschaftliches Buch; "Bhakti-rasimrta-sindhu" von Srila Rupa Gosvami.
http://www.vasati.ch/product_info.php?products_id=258
(dieses Buch ist wie ein Fenster in die transzendentale Welt des ernsthaften Spiritualisten. Unabhängig von welcher Schüler-Meister-Nachfolge (Religion) man kommt, erhält man eine tiefere Einsicht. Die neue deutsche Ausgabe ist übersichtlich und gut übersetzt)

Zitat:
Wie erfährst Du Segen?

Ganz einfach - in meiner Hingabe.

Shri Krishna erklärt hierzu in der Bhagavd-Gita:
"Nur durch hingebungsvollen Dienst kann man Mich so, wie Ich bin, als die Höchste Persönlichkeit Gottes, erkennen. Und wenn man sich durch solche Hingabe vollkommen über Mich bewusst ist, kann man in das Königreich Gottes eingehen." (BG 18.55)

Gruss
jivatma hat folgendes geschrieben:
Wart's ab, die Zeit wird kommen, da wird sich der "Bräutigam" vor dir verbergen, und du wirst dir so alleine vorkommen wie nie zuvor ...
Auf das du deine Hingabe wachsen lässt ...
Diese Zeiten kenne ich. Für mich sind das Täler auf dem Wege zu IHM. Und diese Täler leiten mich niemals in die Irre, denn am Ende eines solchen Tales steht ER wieder.

Zitat:
Göttliches erfahren, und Gott von Angesicht zu Angesicht zu sehen, dazwischen liegen nochmals Welten.
Habe ich auch nicht anders behauptet. Aber ohne eine Gotteserfahrung, würde man IHN niemals von Angesicht zu Angesicht sehen.
Der Weg in Gottes Himmelreich, beginnt mit einer Gotteserfahrung. Und in das Himmelreich gelangt man nur durch IHN; hab jetzt kein entsprechendes Zitat parat.

Zitat:
Im vedischen Sinne spricht man von zwei Geburten. Einmal die physische Geburt die uns durch Vater und Mutter ermöglicht wird und die zweite Geburt findet durch die Brahman-Einweihung statt - dann wenn der ernsthafte Spiritualist die Brahman-Erkenntnis (transzendentale Sicht über das Selbst und Gott) erlangt ---> dann ist er ein echter Brahmana (Brahmana könnte mit Priester oder Gottgeweihter umschreiben (ich rede hier nicht von weltlichen Titeln, sondern von spirituellen Eigenschaften!))
Ein echter Brahmana wäre demnach ein Engel. Denn wir werden wieder zu Engeln, gottähnliche Wesen, so wie Gott uns zu Urzeiten erschaffen hatte.
Und die zweite Geburt ist die geistige Wiedergeburt, die die wenigsten hier auf Erden erfahren werden. Aber wichtig ist, daß man überhaupt angefangen hat, auf diesem schmalen und steinigen Weg zu gehen. Denn was man hier auf Erden in einem Tag schafft -> überwinden, dazu braucht man im Jenseits 1000 Tage; oder so ähnlich.

Zitat:
Gotteserkenntnis oder besser gesagt, Gottesbewusstsein hört nie auf, sie ist nach "oben" offen. Selbst die Bewohner der transzendentalen Welt, die Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, vaikuntha, machen immer wieder neue, höhere und glückseligere Erfahrungen in ihrem Hingebungsvollen Dienst für den Höchsten Herrn.
Ja, man wird im Himmel niemals untätig sein, denn untätig sein ist Gott ein greuel, weil auch ER ist immer tätig. Er schöpft immerzu. Und auch werden im Himmel einen Raum für unsere Schöpfungen bekommen; und ER seinen Gefallen daran hat.

Zitat:
"Nur durch hingebungsvollen Dienst kann man Mich so, wie Ich bin, als die Höchste Persönlichkeit Gottes, erkennen. Und wenn man sich durch solche Hingabe vollkommen über Mich bewusst ist, kann man in das Königreich Gottes eingehen."
So ähnlich hat es auch Jesus gesagt. Eben, weil es nur eine Wahrheit gibt.
Aber die Auslegung dieser Wahrheit ist hier und jetzt doch verschieden, was aber nicht allzu schlimm ist, und die Erkenntnis, warum das so ist, werden wir irgendwann bekommen.
Wichtig ist aber, daß nicht der Glaube zählt, sondern die Taten; wer säht, der erntet.

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