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Befreiungstheologen am Pranger des Vatikan












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Tag für Tag
Aus Religion und Gesellschaft
- Jon Sobrino wird mißver-
standen - Lateinamerikanische
Theologen reagieren auf den
Tadel aus dem Vatikan

- Von der Aufklärung zum roman-
tischen Katholizismus -
Amalie Fürstin von Gallitzin
und der Münsteraner Kreis
Teil 1
- Verfolgte Väter - Wie Behör-
den in den USA Unterhalts-
sünder zum Zahlen bewegen
wollen


Zitat:
Montag, 12. März 2007
Viel Solidarität, zu wenig Erlösung
Vatikan verurteilt Jesuitenpater

Erstmals seit dem Amtsantritt von Papst Benedikt XVI. vor zwei Jahren wird die Glaubenskongregation im Vatikan eine Lehrverurteilung eines Theologen vornehmen. Es handelt sich um den Befreiungstheologen und Jesuitenpater Jon Sobrino aus San Salvador. Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Montag berichtete, wirft der Vatikan dem 68-Jährigen vor, durch seine Thesen zur "Verwirrung der Gläubigen" beizutragen. Eine "erklärende Note" der Glaubenskongregation spreche von einer "großen Gefährlichkeit" seiner Thesen.

Im Kern werfe die Kirche dem Theologen vor, zu sehr die Solidarität mit den Armen und zu wenig die Erlösung durch Jesus Christus zu betonen. Die Führung der Jesuiten bestätigte, dass Jon Sobrino eine entsprechende Note des Vatikans in den kommenden Tagen erhalten soll, wollte sich aber nicht näher zu dem Fall äußern. Anderen kirchlichen Quellen zufolge soll dem Jesuiten untersagt werden, zu unterrichten, Vorträge zu halten und Bücher zu veröffentlichen.

Bereits in den 1980er Jahren war der Vatikan gegen die Befreiungstheologie in Lateinamerika vorgegangen, da diese zu sehr das soziale Engagement der Kirche betone und darüber ihren Heilsauftrag vernachlässige. Entscheidenden Anteil etwa an der Verurteilung des bekannten Befreiungstheologen Leonardo Boff hatte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation Kardinal Joseph Ratzinger, der 2005 zum Papst gewählt wurde.
Zitat:
1. Methodische Voraussetzungen: Die Glaubenskongregation bemängelt, daß Pater Sobrino eine sogenannte „Kirche der Armen“ als ekklesiologisches Fundament lehrt. Er ignoriere oder bagatellisiere die apostolische Tradition und die Konzilien der ersten Jahrhunderte.

2. Die Gottheit Christi: Der Jesuit glaubt, daß die Gottheit Christi erst in einer späteren Phase der dogmatischen Entwicklung erfunden wurde. Im Neuen Testament kann er sie nicht finden. Dort sei die Gottheit Christi lediglich wie ein Same angedeutet.

3. Die Inkarnation des Gottessohnes: Pater Sobrino vertritt die christologische Häresie des Assumptionismus. Diese glaubt, daß der sogenannte historische Jesus eine vom Logos unabhängige rein menschliche Figur sei, die von der Gottheit des Logos gleichsam aufgesogen wurde. Für die Glaubenskongregation ist in den Schriften von Pater Sobrino zuwenig klar, daß der Gottessohn mit Jesus identisch ist und umgekehrt.

4. Die Beziehung zwischen Christus und dem Reich Gottes: Der beschuldigte Jesuit macht Christus abhängig vom Reich Gottes. Gleichzeitig unterscheidet er zu stark zwischen Jesus und dem Reich Gottes. Er findet es sogar „gefährlich“, Christus mit dem Reich Gottes gleichzusetzen.

5. Das Selbstbewußtsein Christi: Pater Sobrino leugnet das Wissen Jesu um seine Gottessohnschaft. Damit erklärt er Jesus Christus zu einem „Gläubigen wie wir“. Damit reduziert er auch die Offenbarungsgewalt Christi auf jene eines Propheten oder Mystikers.

6. Die Erlösungseffizienz des Kreuzestodes: Die Texte von Pater Sobrino geben den Eindruck, als ob Jesus seinem Sterben keine Heilswirkung zugeschrieben hätte. Der Jesuit reduziert den Kreuzestod auf ein moralisches Vorbild einer Treue bis zuletzt.


http://www.stern.de/forum/showflat......;sb=5&o=&fpart=11


http://hugostamm.kaywa.ch/allgemeines/ohne-angst-kein-gott.html

Zitat:
Ohne Angst kein Gott


suche: Jon Sobrino wird mißverstanden
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