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Wer oder was stirbt beim Übergang in die jenseitige Welt ?












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Was geschieht beim Sterben?


INHALT

Was ist der Tod?

Die Sterbestunde

Geistwesen sind beim Sterben behilflich

Empfang durch verstorbene Angehörige und Freunde

Sterben als bedrohliche Situation

Die Seele zieht alle odischen Kräfte an sich

Oft fehlendes Todesbewusstsein

Irdischer und geistiger Körper

Eigenschaften des geistigen Körpers

Aussehen und Bekleidung

Was geschieht beim Sterben?

Begeben wir uns in eine neue, ungewohnte Situation, die wir nicht überblicken können, befällt uns in der Regel Unsicherheit und vielleicht sogar Angst. Um diese Unsicherheit und Angst abzubauen, versuchen wir, über das, was uns erwartet, möglichst viel in Erfahrung zu bringen. So bereiten wir uns beispielsweise vor auf eine Prüfung, auf eine Reise in unbekannte Länder, auf einen neuen Wohnort, auf eine neue Arbeit, auf eine Familiengründung, aufs Alter.

Eine solche ungewohnte Situation ist auch das Sterben und das Leben nach dem Tode. Obwohl es eine Tatsache ist, dass jeder Mensch früher oder später sterben muss und so in eine neue Situation gerät, ist es höchst erstaunlich, wie wenig sich die Menschen damit befassen - dies, obwohl wir heute sowohl über das Sterben als auch über das Jenseits im Rahmen der geistchristlichen Lehre über ein reiches Wissen verfügen. Wir sollten deshalb die Feststellung von Elisabeth Kübler-Ross beherzigen: „Viele fürchten sich vor dem Tod; wir fürchten jedoch nur das, was wir nicht verstehen. Der Menschen hat nur dann Furcht, wenn er unwissend ist.“ (S.230). Auch die Befürchtung, sobald man sich mit dem Tod befasse, ziehe man ihn an, ist nicht haltbar.

So wollen wir als Erstes der Frage nachgehen, was der Tod ist.

Was ist der Tod?
Was der Tod ist, kann mit verschiedenen Bildern und Vergleichen ausgedrückt werden.




Der Tode ist ein Übergang in einen andern Seinszustand

Dazu zwei Beispiele: Wenn wir Eis schmelzen, wird es zu Wasser; kochen wir das Wasser, wird es zu Dampf, der unsichtbar werden kann. Eis, Wasser und Dampf sind im Grunde dasselbe. Was sich geändert hat, ist lediglich ihre molekulare Schwingungsebene, ihre Erscheinungsform. Oder aus einer Raupe wird eine Puppe und aus dieser ein Schmetterling – das Wesen bleibt immer dasselbe.



Der Tod ist eine Verwandlung und niemals eine Vernichtung


Die Natur kennt keine Vernichtung, sondern nur Verwandlung. So hört etwas nicht auf zu existieren, wenn es für unsere irdischen Augen unsichtbar wird (vgl. das Beispiel vom Wasser, dem sichtbaren Dampf, der unsichtbaren Verdunstung und der erneuten Entstehung von Wasser durch Abkühlung).

Der Tod ist eine Trennung von geistigem und materiellem Körper

Beim Tod geht der Geist in seine geistige Sphäre (Jenseits) ein, während der irdische Körper in seine materielle Welt zurückkehrt, d.h. er verfällt wieder in die materiellen Ursubstanzen. Dethlefsen (1979) bietet dazu ein einleuchtendes Beispiel an: Wein besteht aus einer spezifischen Einheit von Fruchtsaft und Alkohol. Trennen wir durch Destillation den Alkohol vom Wein, so „stirbt“ gleichsam der Wein; doch die beiden Komponenten Fruchtsaft und Alkohol bleiben erhalten. Ähnliches geschieht beim Tode eines Menschen:

Das, was seinen irdischen Körper (die Summe der Chemikalien) zusammengehalten und koordiniert hat, ist entschwunden. Die Folge davon ist, dass die Körperteile nicht mehr der vorher noch vorhandenen gemeinsamen Idee gehorchen bzw. nicht mehr dem Grundkonzept „Mensch“ dienen, sondern sie erlahmen, zerfallen, d.h. der Körper zerfällt und verwest (Dethlefsen, 1979, S.34 f.).

„Sterben bedeutet nur, dass wir unseren Körper ablegen, wie wir einen alten, abgetragenen Mantel ablegen oder von einem Zimmer in ein anderes hinübergehen.“ (Kübler-Ross, 1984, S.230)



Der Tod ist das Zerreissen der „silbernen Schnur


Die silberne Schnur ist ein feinstoffliches Band, das den geistigen Körper mit dem irdischen Körper verbindet. Sobald das silberne Band zerreisst, tritt im selben Moment der Tod ein (bei den sogenannt „klinisch“ Toten ist dieses Band noch nicht zerrissen!). Es ist jenes Band, das uns durch das Wort Salomons bekannt ist, das da heisst „...ehe denn die silberne Schnur zerreisst...“ (Pred./Koh. 12,6). Man spricht auch vom Odband oder dem Lebensfaden („Od“: Energie, Lebensenergie, Lebenskraft; „odisch“: energetisch).

Durch dieses silberne Band fliesst „feinodische“ Kraft vom Geistkörper zum irdischen Körper; das Band wird von dieser Kraft für das menschliche Blut durchpulst. Das menschliche Blut ist mit feinstofflicher, odischer Materie verbunden.

Und so ist es auch bei den „klinisch Toten“. Wohl haben sie ihr menschliches Bewusstsein verloren, weil die odischen Kräfte nicht mehr imstande sind, ihren ganzen Körper zu durchströmen und die verletzten Organe funktionsfähig zu erhalten. Ihr geistiger Körper aber bleibt durch diese odischen Kräfte voll funktionsfähig. Der Geist dieser Menschen kann deshalb weiterhin denken, reden und handeln. Und das ist auch der Fall, wenn der Geist eines Menschen endgültig vom irdischen Körper losgelöst ist. Dies trifft dann zu, sobald das odische Band durchschnitten oder zerrissen wird; der Tod ist unwiderruflich eingetreten.

Anhand von Berichten von Menschen mit Nah-Todeserfahrungen - sie waren beinahe oder „klinisch“ tot - sowie von Menschen mit der Fähigkeit zu ausserkörperlichen Erfahrungen und anderen Quellen wissen wir, dass sich der geistige Körper vom irdischen Körper auch vorübergehend lösen, sich weit von ihm entfernen und zu jeder Zeit wieder blitzschnell zu ihm zurückkehren kann.

Von diesem silbernen Band berichtet auch Arthur Ford: „Es ist so elastisch, dass Beta [der Geistkörper] das ganze Universum umrunden könnte, ohne von dem physischen Körper getrennt zu werden. Beim Tod des physischen Körpers löst sich dieses Band...“ (S.206)



Die Auferweckung des Lazarus

Dieses silberne Band war damals bei der Auferweckung des Lazarus durch Jesus (vgl. Johannes 11,1-44) noch nicht zerrissen, andernfalls ihn Jesus nicht mehr hätte auferwecken können. Als Jesus die Nachricht bekommen hatte, Lazarus sei schwer krank, er möge doch kommen, um ihn zu heilen, da liess sich Jesus Zeit. Als Jesus erneut angehalten wurde, zu Lazarus zu gehen, sagte er, Lazarus schlafe und er wolle ihn auferwecken. Da meinten die Umstehenden, wenn er schlafe, dann werde er ja wieder gesund werden und er brauche nicht hinzugehen. Jesus aber erwiderte, er müsse hingehen. Denn Lazarus war damals nach dem üblichen menschlichen Verständnis bereits gestorben. Jesus wusste um diesen Tod, hatte sich aber gleichwohl nicht beeilt, Lazarus aufzusuchen und zu heilen.

Später dann im Hause des Lazarus verlangte Jesus, man solle den Stein wegwälzen, worauf der Einwand kam, das sei doch sinnlos, man rieche die Verwesung ja schon. Jesus aber beharrte darauf, und so wälzte man den Stein von der Gruftöffnung weg. Jesus rief dann mit lauter Stimme: „Lazarus, komm heraus!“ Und er kam heraus. Dann wandte sich Jesus zu Gott und dankte ihm, dass er es ermöglicht hatte, Lazarus aufzuerwecken. Gott habe ihn dadurch verherrlicht. Die Auferweckung sei möglich geworden, weil sie als Zeichen vorgesehen gewesen war, mit dem bestätigt werden sollte, dass er - Jesus - der Sohn Gottes sei und Gott ihm Macht und Gewalt verliehen habe. Die Menschen sollten um dieses Einssein mit ihm wissen.

Die Umstehenden waren über diese Worte erstaunt, verstanden ihre Bedeutung aber nicht und richteten ihre Aufmerksamkeit mehr dem wieder ins Leben zurückgekehrten Lazarus zu. Lazarus war aber in Wirklichkeit noch nicht tot gewesen, weil das silberne Band noch fortbestand. Jesus war, als man ihm gemeldet hatte, Lazarus sei sehr schwer krank, absichtlich nicht gleich aufgebrochen, weil er wusste, dass er ihn aus diesem Tode auferwecken kann - dies hatte er im Geiste vorhergesehen und ‑gehört, weil es vorausgeplant worden war. Jesus vernahm im Geiste, er solle mit dem Aufbruch noch zuwarten, er werde auch später Lazarus vom Tode erwecken. Für die Menschen sollte es ein besonderes Wunder sein. Als es gelungen war, dankte Jesus dem Vater.



Was den Verwesungsgeruch betrifft, steht bei Greber folgendes geschrieben: „In allen Fällen, in denen Christus Menschen zum Leben erweckte, handelte es sich um solche, deren Geist zwar vom Körper gelöst war, aber noch durch ein ganz schwaches Odband mit dem materiellen Leib verbunden blieb. Dieses Odband war so schwach, dass der ausgetretene Geist weder aus eigener Kraft noch durch menschliche Wiederbelebungsmittel hätte in den Körper zurückkehren können und infolgedessen der wirkliche Tod durch Zerreissen des Odbandes bald hätte eintreten müssen. Bei Lazarus war dieses Odband so schwach, dass nicht einmal soviel Lebenskraft dem Körper zugeführt werden konnte, als notwendig war, um den Verwesungsprozess zu verhindern. Weder der Verwesungsgeruch noch die so genannten Totenflecken an der Leiche sind also untrügliche Zeichen des wirklichen Todes.“ (S.336)

Die Sterbestunde
Die Stunde des Sterbens ist schicksalsmässig vorherbestimmt, doch kann dieser Zeitpunkt je nach Lebensführung des Menschen vor- oder nachverschoben werden. Durch vernünftige Lebensweise kann der Einzelne sein Erdenleben verlängern, durch Unvernunft kürzen. Wenn jemand durch leichtfertiges Leben und Handeln allzu früh von dieser Welt scheiden muss, darf man nicht sagen, es sei karmisch bestimmt oder von Gott gewollt gewesen.

Die gezeichnete Stunde wird für jene Menschen stimmen, die einigermassen nach den göttlichen Gesetzen leben und die mangels grös­serer Anstrengung in ihrem Leben keine besonderen Verdienste zu erringen vermögen.

Einem Menschen können Jahre dazu gegeben werden, weil er für diese Welt noch wichtig oder weil er voller Güte, Liebe und Hilfsbereitschaft ist und so den Heilsplan auf bedeutsame Weise fördert.

Umgekehrt kann das Leben eines Menschen verkürzt werden, weil er auf Erden keine Fortschritte macht oder sich sogar noch weiter belastet. In diesem Fall sind die Möglichkeiten der Weiterentwicklung in der geistigen Welt besser. Manchmal verkürzt man das Leben auch, um zu vermeiden, dass noch mehr Unheil auf Erden angerichtet wird.



Inwieweit weiss der innere Mensch um seine Todesstunde?

Der Geist des Menschen weiss um seine Todesstunde. Er weiss mehr, als dem Menschen bewusst ist. Der Geist versucht sich mitzuteilen, vermag aber mit diesem Wissen nur selten durchzudringen, so dass der Mensch höchstens eine vage Ahnung vom zukünftigen Geschehen haben kann.



Wenn ein Mensch stirbt, was passiert da? Ist er auf sich selbst angewiesen oder darf er auf Hilfe zählen? Kommt es zu einem Wiedersehen mit bereits früher verstorbenen Angehörigen und Freunden? Welches sind seine Erfahrungen? Auf diese Fragen gehen wir im Folgenden ein.


Geistwesen sind beim Sterben behilflich
In der Regel erfährt der Sterbende, dass er nicht allein stirbt, sondern dass ihm geistige Wesen, so genannte Missionsgeister, bei der Loslösung des geistigen Körpers vom irdischen behilflich sind. So ist es auch bei einem plötzlichen Tod durch einen Unfall:

Die zuständigen geistigen Wesen kennen den Zeitpunkt des plötzlichen Todes grösstenteils vorher. Sie wissen, was der betreffende Mensch unternimmt, und sehen voraus, was kommen wird. Sie stehen dann bereit oder sie gehen, wandern, fahren oder fliegen mit diesem Menschen mit, wenn das bevorstehende Unglück unabänderlich ist. D.h. die Missionsgeister steigen zusammen mit dem Menschen in das Flugzeug, in den Wagen oder was immer es auch sein mag.

Ist dann der Unfall eingetreten, reichen die Missionsgeister dem unverhofft Verunglückten, dessen silbernes Band so plötzlich durchschnitten worden ist, hilfreich die Hand und unterweisen ihn. Es kann sein, dass nebst den Missionsgeistern und dem Schutzgeist auch jenseitige Angehörige anwesend sind, die vorher informiert wurden.

Plötzlich Verstorbene sind auf den Trost und die Hilfe der Missionsgeister angewiesen, denn das plötzliche Abtreten von dieser Welt ist nicht nur für die Hinterbliebenen, sondern auch für die Verstorbenen selbst ein grosser Schmerz. In der Regel sind sie innerlich nicht auf den so plötzlichen Abschied vorbereitet. Daher denken sie jetzt nur an ihre Angehörigen, die sie auf der Erde zurücklassen und denen sie durch ihren Unfalltod so viel Kummer bereiten.

Es gibt Verstorbene, die über die neue Lage, in die sie versetzt wurden, voller Unzufriedenheit und Enttäuschung sind und das Geschehen als schmerzliches Unglück empfinden - sie jammern und schreien. Auch braucht es noch seine Zeit bis sich all das grobstoffliche Od vom Körper gelöst und abgetrennt hat. Es ist daher von Vorteil, wenn sich der Mensch in seinem täglichen Leben innerlich stets für den Eintritt in die Geisteswelt vorbereitet fühlt und ohne Angst davor lebt.

Und wie ist es mit der Hilfe, wenn selbst die Geister Gottes vom Zeitpunkt des Todes überrascht werden? Der Tod kann nämlich auch durch plötzlich eintretende Geschehnisse, die nicht vorbestimmt waren, eintreten. Dies kann durch eine überraschende Willensänderung eines Menschen geschehen, wodurch der geistige Plan durchkreuzt wird. Da sich immer Geister Gottes in Erdnähe aufhalten, um den Menschen behilflich zu sein, sind auch in diesem Fall Missionsgeister rasch zur Stelle.

Auch auf den Tod durch plötzlichen Schlaganfall sind die Jenseitigen vorbereitet! Wohl kommt ein solcher für uns Menschen im Allgemeinen überraschend, weil der betreffende Mensch äus­serlich gesund erscheint. Aber auch hier gibt es ein Vorauswissen der Jenseitigen, so dass sie darauf vorbereitet sind.

Wie der Sterbevorgang vor sich gehen kann, ist schon verschiedentlich von hellsichtigen Menschen beschrieben worden. So schildert auch Joé Snell das Austreten des Geistes beim Tod. Es war der Tod ihrer Jugendfreundin Maggie:

„Gleich nachdem ihr Herz aufgehört hatte zu schlagen, sah ich deutlich etwas wie Rauch oder Dampf, der aus einem kochenden Wasserkessel aufsteigt, aus ihrem Körper aufsteigen. Diese Ausscheidung stieg nur bis zu geringer Höhe auf und nahm da eine Form an, die der meiner eben verstorbenen Freundin entsprach. Diese Form, anfänglich schattenhaft, wurde dann deutlich und war bekleidet mit einem perlweissen, schleierartigen Gewand, das die Körperformen erkennen liess. Das Gesicht war das meiner Freundin, aber mit einem Ausdruck von Seligkeit, in dem nichts hinwies auf das frühere Leiden und den Todeskampf.“ (S.7-

Snell schreibt ferner: „...ob die Todesfälle, welche ich beobachtete, friedvoll oder qualvoll verliefen, ob der Sterbende jemanden aus der anderen Welt bemerkte, immer sah ich sofort nach dem Tode, wie sich über dem toten Körper die Geistform bildete, wie eine verherrlichte Gestalt der körperlichen Erscheinung.“ (S.1

Empfang durch verstorbene Angehörige und Freunde
Manchmal nehmen Sterbende die Anwesenheit von früher verstorbenen Angehörigen wahr, wenn sie noch bei Bewusstsein sind. Wenn dann ein Sterbender plötzlich erwähnt oder vor sich hinmurmelt, dass auch schon die Mutter und der Bruder da sind, die bereits vor Jahren gestorben sind, meinen die ums Bett sitzenden Angehörigen oft fälschlicherweise, jetzt sei der Sterbende von Sinnen und leide an Fieberphantasien.

„Viele Menschen, die im Begriff sind, in die nächste Dimension hinüberzuwechseln, führen lebhafte und liebevolle Gespräche mit Angehörigen, die seit langem hinübergegangen sind. Der Mensch, der im Begriffe steht, den Übergang zu vollziehen, befindet sich in beiden Dimensionen zur gleichen Zeit. Somit sieht und hört er seine Lieben um sich herum. Sie kommen, um ihm den Übergang zu erleichtern, ihm zu helfen, ihn zu segnen und ihn in die vierte Dimension zu geleiten, die diese unsere Ebene durchdringt.“ (Murphy, 1978, S.3

Dass Sterbende mit früher verstorbenen Angehörigen sprechen, wird durch die Alltagserfahrungen immer wieder belegt. Murphy schildert im selben Buch folgende Selbsterfahrung:

„Kürzlich war ich bei einem an Krebs erkrankten Mann, der im Begriffe stand, in die nächste Dimension überzuwechseln. ...Er war, wie man zu sagen pflegt, im vollen Besitz seiner geistigen Kräfte. Diese Feststellung ist wichtig, denn plötzlich begann er mit seinen Eltern zu sprechen, die diese Welt vor vielen Jahren verlassen hatten. Er sagte: ‘Sie sind gekommen, um mich abzuholen und ich gehe jetzt mit ihnen.’ Dann sagte er auf einmal: ‘Da ist ja auch John! Ich wusste gar nicht, dass John auch dort ist!’ Seine gleichfalls am Sterbebett weilende Frau war über die Anwesenheit ebenso erstaunt. Eine Woche später jedoch erhielt sie eine Nachricht aus Indien, wo John (ihr Sohn) stationiert war. John war zu genau dem gleichen Zeitpunkt übergewechselt, als sein Vater diese Bemerkung gemacht hatte.“ (S.90)

Von entsprechenden Erfahrungen berichtet auch Joé Snell (1985, S.32).

Die früher Verstorbenen werden benachrichtigt

Dass Sterbende früher verstorbene Angehörige und Freunde wahrnehmen können, setzt voraus, dass diese von irgend jemandem auf den baldigen Tod des Betreffenden aufmerksam gemacht und herbeigerufen werden, v.a. wenn es sich um einen plötzlichen Tod handelt. Dies geschieht durch höhere geistige Wesen, die eine gewisse Vorschau besitzen. Sie können die im Geistkörper des Menschen enthaltenen Daten (Dauer des Erdenlebens, karmische Schicksale) lesen und so den Zeitpunkt des Todes feststellen. Die „odische Kraft“ enthält nämlich sozusagen die „Fotografie“ von allem.

Aufgrund dieser Vorschau ist es Geistwesen möglich, bereits früher verstorbene Angehörige und Freunde des bald Sterbenden frühzeitig zu benachrichtigen. Das kann einige Tage oder Wochen vorher geschehen; in den meisten Fällen soll es sich um wenige Tage handeln. Die Angehörigen und Freunde halten sich dann in nächster Nähe des Sterbenden auf. Da sie entwicklungsmässig unterschiedlich sind, kommen sie nicht immer aus den gleichen Himmeln. Von daher versteht es sich, dass sie einander viel zu erzählen haben, wie ihre neue Heimat aussieht, was sie arbeiten, wie sie untergebracht sind, ob sie sich glücklich fühlen oder ob sie sich noch in der Läuterungszeit befinden und man es ihnen demnach gestattet hat, zur Begrüssung herzukommen. Sie haben einander viel zu sagen und freuen sich, sich wiederzusehen.

Man möchte dem Heimkehrenden auch eine Freude bereiten, wenn es die Umstände erlauben. Das kann beispielsweise mit Blumen geschehen, und man ist bemüht, sich solche zu verschaffen. Es kann aber auch sein, dass man versucht, den Heimkehrenden mit Musik oder einem Lied zu beglücken und zu begrüssen. Was möglich ist, hängt von den jeweiligen Umständen ab.

Kehrt jemand mit grossen geistigen Verdiensten zurück, wird zu seiner Freude auch sein Empfang dementsprechend vorbereitet. Man begnügt sich dabei nicht mit einigen lobenden Worten an den Heimgekehrten. Denn der Himmel ist voll von Freuden und von Seligkeiten für jene, die würdig sind, da einzuziehen. Ein festlicher Empfang wurde beispielsweise dem 1965 verstorbenen Albert Schweitzer bereitet, wie uns berichtet worden ist.

Anders steht es mit Ungläubigen; sie haben sich durch ihren Unglauben belastet: Sie können zwar mitunter von bereits verstorbenen Bekannten abgeholt werden, mit denen sie auf Erden zusammen lebten. Jedoch nehmen sie sich der Neuankömmlinge nicht besonders an. Sie zeigen ihnen keine besondere Freude über ihr Kommen und bereiten ihnen auch keine angenehmen Überraschungen. Sie klären sie wohl auf, verhalten sich ihnen gegenüber aber etwas kühl. Trotzdem bedeutet dies für die Verstorbenen schon eine Hilfe, denn für sie ist die neue Welt ungewohnt und überraschend.

Wer der Geisteswelt Gottes zeitlebens fremd gegenüberstand oder sie leugnete, darf nicht annehmen, die Gotteswelt werde ihm einen festlichen Empfang bereiten. Diese werden eine lange Zeit auf die Freundschaft der himmlischen Wesen warten müssen und sich etwas verloren fühlen.



Nicht ein jeder darf beim Empfang dabei sein


Ist der Mensch gestorben und in die Jenseitswelt übergetreten, mag er vielleicht diesen oder jenen früher verstorbenen Angehörigen oder Freund beim Empfang vermissen, mit dem er sich im Erdenleben so gut verstanden hatte. Denn es wird nicht einem jeden Geistwesen erlaubt, den Rückkehrenden in Empfang zu nehmen. Es kommt nämlich darauf an, welche Beziehung dieser als Mensch zum Göttlichen gehabt hat.

Wesen, die sich noch in tiefen Ebenen in der Läuterung befinden, wird nicht unbedingt mitgeteilt, ein Verwandtes treffe in der Jenseitswelt ein und sie sollten zum Empfang mitkommen. Es wird ihnen nur selten erlaubt. Zudem ist es ein geistiges Gesetz, dass wohl Wesen aus ihrer Ebene in eine tiefere hinuntersteigen können, nicht aber von sich aus auf eine höhere Stufe zu gelangen vermögen, um jemanden abzuholen, der geistig bereits in eine höhere Stufe eingereiht ist. Weil dem so ist, findet der Empfang in einer Zwischensphäre statt, damit auch tiefer stehende Angehörige daran teilnehmen können. Handelt es sich beim Heimkehrenden um ein höher stehendes Wesen, gibt es zusätzlich zu diesem noch einen schöneren Empfang in jener höheren geistigen Ebene, woran nur jene Wesen teilnehmen können, die in dieser oder in einer höheren Ebene wohnen.


Sterben als bedrohliche Situation
Obwohl Geistwesen beim Sterben behilflich sind und die Menschen sich davor nicht zu fürchten brauchen, kann das Sterben für einzelne Menschen gleichwohl eine bedrohliche Situation sein und ein so genannter Todeskampf unter Umständen einen realen Hintergrund haben, wie uns dies an einem Beispiel aufgezeigt wurde:

Ein Mann hatte seinem Nachbarn aus Eifersucht und Neid sein Haus angezündet, so dass dieser mit Frau und Kindern mittellos und verarmt zurückblieb. Der Brandstifter konnte nicht ausfindig gemacht werden. Der geschädigte Nachbar und seine Frau starben früher als der Brandstifter. Im Jenseits konnten diese beiden erfahren, wer der Brandstifter war. Sie einigten sich nun, an diesem Menschen Rache zu nehmen, obwohl Gottesengel sie davor warnten und ihnen sagten, es wäre ihre Pflicht, ihren Hass zu überwinden und zu verzeihen, andernfalls ihre geistige Entwicklung zum Stillstand komme. Doch die beiden hörten nicht darauf. Sie suchten diesen Brandstifter, der bereits krank ans Bett gebunden war, auf und blieben in seiner Nähe, um ihn auch nach dem Tode zu verfolgen.

Der Sterbende konnte sie schwebend über sich sehen und fühlte sich von ihnen bedroht. Er wehrte sie ab, so gut er noch vermochte, und schrie, man solle sie wegschicken, er wolle mit ihnen nichts zu tun haben. Die um sein Bett stehenden Angehörigen sagten einander, er sei schon von Sinnen und wisse nicht mehr, was er spreche. Denn sie ahnten nicht, dass beim Sterbenden schon eine teilweise Loslösung vom irdischen Körper stattgefunden hatte, seine Augen deshalb das Geistige zu sehen vermochten und er so auch die Wesen ganz real vor sich sah.

Der Sterbende wurde sich seiner Schuld von einst bewusst. Er versuchte, dieses Schuldgefühl abzuschütteln und wollte deshalb die beiden ihm Erschienenen nicht mehr sehen. Doch das ging nicht - sie waren wirklich vor ihm. Sie wichen nicht mehr von ihm, um die Trennung vom irdischen Körper abzuwarten, um sich dann auf ihn zu stürzen. Das gelang ihnen jedoch nicht, denn sobald die Trennung vollzogen war, begab sich ein Geist Gottes dazwischen und entfloh mit dem Verstorbenen ins geistige Reich hinein. Der Geist Gottes wollte nicht, dass die beiden an ihm ihre Rachsucht auslassen konnten. Anderseits aber wurde dieser Schuldige im Reiche Gottes seiner gerechten Strafe zugeführt.

Vorsicht mit dem Urteil „schwerer Todeskampf“!

Man sollte jedoch mit dem Urteil „schwerer Todeskampf“ vorsichtig sein. Was hier wie ein Kampf aussieht, ist - wie uns berichtet wurde - nur für den schwer, der zuschauen muss. Der Geist klammert sich noch an seinen irdischen Körper. Das sieht aus wie ein Ringen mit dem Tod, ist es aber nicht. Der Sterbende selbst spürt davon meistens nicht mehr viel.

Es ist nur noch ein Zurückziehen oder Zurückkehrenwollen in den irdischen Körper - ein Vorgang, wie er auch zwischen dem Schlafen und Wachen auftreten kann: Beim kleinsten Geräusch kehrt bei einem Menschen mit einem empfindlichen Schlaf der ausgetretene Geist, der durch das Odband mit dem Körper verbunden bleibt, zurück. Solange das silberne Band nicht zerrissen ist, wird der Geist ganz gesetzmässig immer wieder in den irdischen Körper zurückgezogen. Mit der höheren oder tieferen Entwicklung des Geistes hat das nichts zu tun.

Die Seele zieht alle odischen Kräfte an sich
Bei der Trennung des geistigen Körpers vom irdischen fliesst das Denken und Wollen des äusseren Menschen in die scheidende Seele hinüber. D.h. die „odischen Kräfte“ werden nun sogleich von der Seele angezogen, aufgesogen. Die Seele nimmt alle Substanzen in sich auf, sie entzieht sie dem irdischen Körper. Der verwesliche Körper besitzt schliesslich nichts mehr von diesen durchdringenden Kräften, welche die Seele zu Lebzeiten auf den ganzen Körper hatte ausfliessen lassen. Die Seele hat alle diese Kräfte wieder in sich hineingenommen.

Da dieses Herausziehen der odischen Kräfte seine Zeit braucht, sollte nach der geistchristlichen Lehre eine Feuerbestattung bei jungen Menschen und plötzlich Verunglückten nicht zu früh erfolgen. Der Grund liegt darin, weil junge Menschen noch im Vollbesitz ihrer Kräfte sind; es ist dann ratsam, sie in der Erde zu bestatten. Wenn hingegen ein Mensch vorher lange krank war, spielt die Bestattungsart keine Rolle mehr, weil sich sein Geist in dieser Zeit schon langsam zurückziehen konnte.

Bei plötzlich Verstorbenen können durch eine zu frühe Verbrennung die Fluide des Geistkörpers mitverletzt werden, weil sich diese noch nicht vollständig lösen konnten. Wird in solchen Fällen mit der Verbrennung „noch einige Tage mehr“ zugewartet, dann haben sich alle Bande gelöst. Im Falle einer Verletzung der Fluide müssen diese in der geistigen Welt zuerst wieder gepflegt werden, was den schnellen geistigen Fortschritt behindert.

Da das Ansichziehen der odischen Kräfte auch seine Zeit braucht und diesbezüglich individuelle Unterschiede bestehen, ist das Erwachen zum geistigen Leben oder das geistige Sehendwerden nach dem Sterben/Tod unterschiedlich. Die einen werden gleich nach Austritt des Geistes aus dem irdischen Körper sehend, während andere wiederum benommen sind oder in einen tiefen Schlaf sinken.

Oft fehlendes Todesbewusstsein
So komisch es klingen mag - es gibt Verstorbene, die sich in der ersten Zeit ihres Jenseitsaufenthaltes gar nicht bewusst sind, dass sie gestorben sind. Dies betrifft vor allem Menschen, die Gott abgelehnt hatten. So sind sie auch in der anderen Welt nicht so schnell bereit, die neue Situation und Umgebung zu bejahen. Hinzukommt, dass ihr Aussehen in vielem noch menschlich ist, bedingt durch den Umstand, dass sich das dichte Od des Erdenkörpers beim Sterben in das Inwendige, die Seele zurückgezogen hat. Betrachten sie ihre Hände, stellen sie fest, dass dies ja genau ihre menschlichen Hände sind. Sogar irgendwelche Narben auf dem Handrücken oder andere Kennzeichen sind vorhanden. Folglich ist es für sie dieselbe Hand, die sie als Mensch gehabt hatten.

Solche Verstorbene sind auf die Aufklärung durch andere angewiesen. Bleiben sie sich selber überlassen, meinen sie, einen Traum zu erleben. Sie kehren meist wieder in die Erdenwelt zurück, an den Ort, wo sie gelebt haben. Dort können sie durch irdische Materie und Wände hindurch gehen. Wenn sie dann jedoch auf ihre Angehörigen einreden und diese sich so verhalten als sähen und kennten sie sie nicht, machen sie sich mit der Zeit ihre Gedanken. Es ist auch eine Frage der Entwicklung, wie schnell die Betreffenden die Wahrheit einsehen wollen.

Das fehlende Todesbewusstsein hat bei manchen zur Folge, dass sie wieder in ihren irdischen Körper zurückwollen.

Mögliche Gründe für das fehlende Todesbewusstsein sind:

die Erdähnlichkeit der Jenseitswelt;

der Verstorbene fühlt sich noch wie ein Mensch: Er fühlt, spricht und sieht wie ein Mensch;
nach wie vor erkennt er an sich allfällige körperliche Merkmale wie beispielsweise Narben;

wohl der Hauptgrund für das fehlende Todesbewusstsein sind falsche Vorstellungen bezüglich Sterben, Jenseitswelt, Gott usw.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass sich vor allem Verstorbene ohne Glauben an Gott und an ein Weiterleben diesbezüglich schwer tun.

Irdischer und geistiger Körper
Der Mensch - wie auch jedes andere irdische Geschöpf - hat zwei Körper:

einen physischen, irdischen, grobstofflichen, den wir sehen und berühren können, und

einen geistigen, himmlischen, feinstofflichen, den wir mit unseren irdischen Sinnesorganen nicht wahrnehmen können. Zu ihm gehören Seele und Geist.

Das Wesentliche ist bei uns nicht der irdische Körper, mit dem wir uns immer wieder identifizieren (gleichsetzen), sondern der geistige. Dieser ist der bleibende, dauernde und wirkliche Körper, der den indischen Tod überlebt. Der irdische Körper hingegen löst sich nach dem Tod völlig auf und zerfällt in Staub. Zu Lebzeiten durchdringt der geistige Körper den irdischen und hält ihn zusammen.

Auch aus der Bibel geht deutlich hervor, dass der Mensch nebst dem irdischen auch einen geistigen Körper hat. Paulus schreibt im 1. Brief an die Korinther folgendes:

„Auch gibt es himmlische Körper/Leiber und irdische; aber anders ist der Glanz (die Ausstrahlung) der himmlischen, anders der der irdischen.“ (15,40)

„Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein geistiger Leib. Wenn es einen irdischen Leib gibt, gibt es auch einen geistigen.“ (15,44)

n diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass unser irdischer bzw. grobstofflicher Körper eine Folge des einstigen Abfalls ist und viel später zum geistigen Körper hinzukam (auf den Abfall wir in einer späteren Nummer eingegangen). Der eigentliche und wahre Körper ist nach wie vor der geistige, während der irdische lediglich zum Funktionieren hier auf Erden nötig ist. Als nämlich einst die Erde geschaffen war, musste der geistige Körper all jener Wesen, die auf Erden inkarniert wurden, weiter verdichtet werden, bis er der Materie der Erde angepasst war. Und da die Materie der Erde vergänglich ist, ist auch der irdische Körper der Menschen der Vergänglichkeit unterworfen.

Aus geistiger Sicht ist der menschliche Geist wie in einem Gefängnis eingemauert, solange er sich im irdischen Körper befindet. Von hier aus ist ihm nur ein kleiner Ausblick möglich; seine Sicht ist äusserst beschränkt, er sieht nur die allernächste Umgebung.

Eigenschaften des geistigen Körpers
Einen guten Überblick über die Eigenschaften des geistigen Körpers vermittelt - neben der geistchristlichen Literatur - Arthur Findlay in seinem Buch „Beweise für ein Leben nach dem Tod“. Der geistige Körper hat nach diesen Quellen folgende Eigenschaften:

Er hat die gleiche Gestalt wie der irdische Körper und ist sein genaues Abbild mit Händen, Beinen, Füssen usw. Jedoch ist er leicht grös­ser als der irdische Körper, d.h. er reicht leicht über diesen hinaus, man spricht von einer Aura. Das ist beim Kind so, beim Heranwachsenden wie auch beim älteren Menschen, aber auch bei Pflanzen und Tieren.

Er wächst mit dem irdischen Körper mit. Wer als Kind stirbt, dessen Körper wächst auch in der jenseitigen Welt entsprechend weiter.

Er bleibt unbeschädigt, auch dann, wenn der irdische Körper noch so zerschlagen ist. Wer z.B. als Mensch Arme und Beine verloren hatte, wird sie in der Jenseitswelt wieder haben, denn der geistige Körper verfügt über vollständige Gliedmassen.

Wer blind war, kann nach dem Tod wieder sehen. Wer im Greisenalter als schwacher, gebrechlicher Mensch stirbt, verfügt wieder über einen gesunden Körper, sobald er von seiner äusseren physischen Fessel befreit ist. Was ihm anfänglich noch im Wege steht, ist sein Denken bzw. seine Identifikation mit Gebrechlichkeit.

Wer infolge Krankheit jahrzehntelang bettlägerig war, dessen Gefühle verändern sich nicht plötzlich. Er fühlt noch eine Zeitlang seine Schmerzen. Denn je mehr sich ein Mensch in seine Krankheit „hineingelebt“ hat, um so mehr hat er in seinem Denken und Fühlen davon aufgenommen, was nun beim Sterben auf seinen Geistkörper übertragen wird.

Wer an schweren Verletzungen stirbt, hat als Verstorbener noch das Empfinden des Verletztseins, weil er dieses Empfinden mit ins geistige Dasein mitgenommen hat. Sein geistiger Körper ist aber in Wirklichkeit nicht verletzt. Hat er die entsprechenden geistigen Erkenntnisse, wird er sich von dieser noch anhaftenden Vorstellung des Noch-Verletztseins und des Schmerzes selbst befreien können. Ansonsten bedarf es einer speziellen Therapie in jenseitigen Krankenhäusern oder Sanatorien.

Der geistige Körper altert nicht. „Der Geist altert nie, nur das Gehirn - das Werkzeug des Geistes -, welches mit dem Altern des physischen Körpers schwächer wird.“ (Findlay S.249). Und wer infolge des hohen Alters an Senilität zugrunde gegangen ist? Er ist als Geistwesen nicht mehr alt in unserem Sinne. Wer sich durch ein gottgefälliges Leben eine gewisse geistige Reife erworben hat, wird, nachdem der Anpassungsschlaf in der Geisteswelt vorüber ist, ein schönes und junges Aussehen haben. Wer sich hingegen im Leben belastet hat, hat etwas Belastendes und Müdes an sich.

Er kann sich schneller fortbewegen, fast blitzartig, sofern er nicht für die Läuterung an irgendeine Örtlichkeit gebunden bzw. gebannt oder sonst durch Schuld belastet ist. Bereits durch den blossen Willen zur Ortsveränderung kann das Geistwesen sehr grosse Entfernung mit Gedankenschnelle überwinden. Es kann sich aber auch mit seinen Füs­sen auf anscheinend festem Grund und Boden fortbewegen; auch kann es, ohne dass die Füsse den Boden berühren, durch die Luft gleiten (Mattiesen, 1939).

Er ist praktisch schwerelos, hat aber dennoch ein feststellbares Gewicht. Die beiden Psychologieprofessoren William MacDougall und J.B.Rhine haben am Parapsychologischen Institut der Duke-Universität in Durham (USA) Krankenbetten mit präzise funktionierenden Waagen konstruieren lassen, die genau auf Gramm und Milligramm das Körpergewicht des Patienten aufzeichneten. Ihre Feststellung war, dass die Waage im Augenblick des Todes plötzlich und sekundenschnell einen Gewichtsverlust von 8 (acht) Gramm zeigte, dies gleichermassen bei allen Patienten im Moment des Exitus (Esotera, 1986, S.4).

Er kann durch irdische Materie hindurchgehen, d.h. durch geschlossene Türen oder Mauern. „Was für uns auf Erden als feste Wände erscheint, ist einem geistigen Körper bei der Annäherung wie eine Nebelwand. Für Geister haben sie keine Dichte. ...und ich fand, dass die Gebäude wie durchsichtig waren; ich konnte durch die Wände sehen und alles, was darin war. ...Manches, was dem menschlichen Verstand als unlösbares Mysterium erscheint, ist wenn man im Geistkörper ist, nicht geheimnisvoller als für uns die üblichen Vorgänge des täglichen Lebens. Wir empfinden es nicht als eine Überraschung, wenn wir von einer Steinmauer aufgehalten werden; und so ist es für jemand im Geistkörper keine Überraschung, wenn er auf seinem Weg nicht durch sie aufgehalten wird.“ (Snell, 1985, S.55)

Er kann irdische Gegenstände und Menschen nicht ergreifen, weil er durch sie hindurchgeht. Denn nur Grobstoffliches kann Grobstoffliches wahrnehmen und betasten, und so ist auch nur Feinstoffliches für Feinstoffliches empfänglich. Weil der Mensch eine grobstoffliche Masse ist, kann er das Grobstoffliche auch fühlen. Der geistige Körper hingegen ist von feinstofflicher Art und fühlt deshalb das Geistige, das Feinstoffliche.

Er kann sich den Menschen nicht direkt verständlich machen; kein Mensch hört und sieht ihn, ausser er vermag sich zu materialisieren (vgl. Poltergeister!).

Er verfügt über klarere Fähigkeiten, wenn er nicht belastet ist: Er denkt klarer und rascher, er sieht klarer und weiter, nachdem er nicht mehr durch das Grobstoffliche eingeengt ist. Geistesschwache können nach ihrem Ableben normal denken, nachdem ihre Denkfähigkeit für das soeben abgelaufene Erdenleben von der Gotteswelt unterbunden worden war.

Was er fühlt, kommt direkt zum Ausdruck: Der geistige Körper bringt jedes Gefühl direkt zum Ausdruck - über Färbung und Ausstrahlung. Diese Ausstrahlung ist für die Anwesenden direkt spürbar. So kann man nicht die leiseste Stimmungsänderung verbergen - sie drückt sich gleich aus. Ungeduld und Ärger wirken z.B. auf die Anwesenden auf eine widerliche Art; es ist eine negative Ausstrahlung, die die Anwesenden verletzt und verwundet.

Bei uns auf Erden kann fehlende Sympathie durch Worte oder höfliches Verhalten übertüncht werden. Doch im Jenseits gilt das nicht mehr. Man kann seine Gefühle nicht verleugnen. Dort gilt es, seine verklemmten, negativen Gefühle abzulegen, weil man erst dann keine abstossenden und schädlichen Ausstrahlungen mehr aussendet, andernfalls die Beziehung zu anderen stark belastet wird. Es gilt also, innere Aufrichtigkeit zu lernen und seine Gefühle im Gleichgewicht zu halten. Der Selbstbeherrschung kommt dabei eine grosse Bedeutung zu (vgl. Erlebnisbericht von Thomas Eduard Lawrence. Sherwood, 1964; zit. nach Hinz, 1977, S.234-235).


Er spiegelt seinen individuellen Entwicklungsstand wider über die Qualität seiner Licht- und Geruchsausstrahlung. Die Geistwesen unterscheiden sich einerseits durch ihre Lichtausstrahlung, andererseits aber auch durch ihren Geruch. Wer mehrmals mit einem anderen Geistwesen zusammen war, nimmt es schon von weitem wieder an seinem Geruch wahr und erkennt es. Denn die geistigen Wesen sind überaus empfindsam für Gerüche. Und je höher ein Geistwesen entwickelt ist, desto feiner ist auch seine Lebensenergie und somit auch seine Ausstrahlung.

Wir werden wohl immer über einen Körper irgendeiner Art verfügen, ganz gleich, ob wir als Erdenmenschen leben oder als Verstorbene, losgelöst vom irdischen Körper. Denn unser Körper ist ein Instrument oder Vehikel, durch das unser Geist (Lebensprinzip) erst seinen Ausdruck findet.

Damit sich etwas ausdrücken kann, braucht es immer eine Form. Dabei ist aber die Form nicht wesentlich, da das gleiche Prinzip sich durch eine Vielfalt an Formen ausdrücken kann. So wirkt z.B. die Elektrizität durch eine Lampe oder durch eine Lokomotive, ohne damit ihre eigentliche Natur zu verändern. Ebenso braucht unser Geist (Lebensprinzip) einen Körper, durch den er wirken kann - im Jenseits ist es ein feinstofflicher, im Diesseits ein grobstofflicher Körper. Dass alles Geistige seine Form hat, ist ein Bestandteil der geistchristlichen Lehre.



Aussehen und Bekleidung

Der Verstorbene hat in der Anfangszeit noch dieselbe Form und Gestalt wie als Mensch. Besass er als Mensch schöne, gepflegte Hände, hat er auch in der jenseitigen Welt gepflegte Hände. Hatte er einen wuchtigen Haarschopf, hat er ihn auch im Jenseits. Wie wir erfahren haben, fängt eine langsame Veränderung etwa nach zwei bis drei Wochen an, wobei diese vom Geisteszustand des Verstorbenen abhängig ist.

Bei einem Verstorbenen mit einem hoch entwickelten Geist ist auch sein Aussehen im Jenseits edel und fein; seine ganze Gestalt und seine Hände sind von edler Art. Handelt es sich hingegen beim Verstorbenen um ein unentwickeltes, niederes Geistwesen, dann verändert sich nach dem Tode allmählich seine ganze Gestalt zur Missgestalt, und die Hände „verkrümmen oder verkrüppeln“ sich allmählich. Es ist ein geistiges Gesetz, wonach in der anderen Welt die äus­sere Form des Geistwesens seine wahre, innere Geisteshaltung widerspiegelt.



Überraschungen bei der Bekleidung


Wer als Verstorbener im geistigen Reich als Geist erwacht, ist bekleidet. Mit welchen Kleidern jemand in der geistigen Welt erscheint, hängt nun aber ab von seiner Gesinnung und seiner Lebensweise auf Erden.

Ein Mensch mit guten Taten webt und gestaltet sich schon während seines Erdenlebens ein geistig schönes Kleid, mit dem er dann in die geistige Welt eintritt.

Wer hingegen ein verwerfliches Erdenleben führte, hat in der geistigen Welt ein unschönes Aussehen; er gleicht einem Menschen mit schmutzigen Kleidern, mit denen er sich auch nicht in gute Gesellschaft begeben kann. Es ist eine Folge seiner Lebensweise auf Erden, denn kein Gedanke, kein gesprochenes Wort, keine getane Handlung gehen verloren. Mit seinem Denken und Handeln webt sich jeder Mensch selber sein geistiges Gewand, das er einst tragen wird. Während edles Denken, Wollen und Tun eines Menschen golden leuchtende Fäden bilden, bewirken anderseits ungute Gedanken und verwerfliches Wollen und Handeln im Geistigen Schmutz, der am geistigen Gewand des Verstorbenen haften bleibt.

So ist in der geistigen Welt gar mancher von seinem Aussehen sehr enttäuscht. Er möchte seine beschmutzten Schuhe ausziehen, aber es geht nicht, weil sie an seinen Füssen wie festgewachsen sind, und auch den Schmutz bringt er nicht von ihnen weg. Der Betreffende muss dann aufgeklärt werden.

Nachdem das eigene Od bzw. die persönliche Ausstrahlung Aussehen, Form und Gestalt eines Wesens bestimmt, nützt es einem Verstorbenen auch nichts, seine schmutzige Kleidung mit Kleidern von anderen zu überdecken oder sich damit Wärme verschaffen zu wollen.


Verstorbene erscheinen im Jenseits oft in ihrem Sterbekleid oder Sterbehemd. D.h. ihr geistiger Körper ist noch mit einem Kleid gewandet, das sie aus der irdischen Welt in seiner Geistform mitgebracht haben. Dieses Kleid tragen sie in der ersten Zeit. Diese „erste Zeit“ kann sich jedoch durch einige Jahrzehnte hindurchziehen. Andere wieder, die noch stark an ihre Lebensgewohnheiten und mit dem Irdischen verbunden sind, erscheinen in der Geisteswelt mit einem Kleid, an das sie sich im Leben gewöhnt hatten oder das ihnen am besten gefiel.

Ausblick

Diese Hinweise zu den Geschehnissen beim Sterben konnten nur die wichtigsten Aspekte beleuchten. Zwei wichtige Konsequenzen sollten daraus gezogen werden: Einerseits ist der Sterbevorgang nicht so grausam und schmerzlich, wie viele Menschen fürchten. Andererseits kommen die Verstorbenen in eine neue Welt, an die sie sich erst noch anpassen müssen. Sie ist zwar in vielem ähnlich wie die irdische Welt, aber doch anders, klarer, offener und liebevoller, möglicherweise aber auch strenger.

Wer sich bereits hier auf Erden mit dem jenseitigen Leben angefreundet hat, dem wird der Übergang in die andere Welt und die erste Eingewöhnung leichter fallen.



AD
Das ewige Für und Wider, Pro und contra der Meinungen.

http://www.astrologix.de/forum/ForumID55/1172.html

Zitat:
Denn, so Drewermann, die unsterbliche Seele gibt´s wohl doch nicht.

Das jedenfalls kann man den Erkenntnissen seines neuen Buches "Atem des lebens" entnehmen. Da macht er sich auf die Spur der Gehirnforscher und Psychologen, und er empfiehlt auch der Kirche dringend eine Justierung in Seelenfragen:

Keine unsterbliche Seele, kein ewiges Leben. Kein Himmel, keine Hölle. Keine Wiedergeburt, kein Karma. Der Tod ist das Ende. Mit den Neuronen im Gehirn stirbt auch die Seele.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


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