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Karma bedeutet Ursache und Wirkung - NICHT Schicksal.
(Beitrag aus der Sicht des Vajrayana)
Durch Worte, Taten und Gedanken erschaffen wir in jedem Moment unsere Zukunft selbst. Was jetzt gerade erlebt wird hat seine Ursachen in der Vergangenheit.
Durch Meditation und bewusste Sichtweise lernt man den Erleber zu sehen, dass was durch unsere Augen schaut, die Ohren hört. Das was hinter den Gedanken steckt. Das klare Licht unseres Geistes. Der untrainierte Geist ist wie ein Auge... es sieht alles, aber kann sich selbst nicht sehen. Weil wir uns getrennt fühlen und erst durch Meditation lernen, dass Subjekt, Objekt und Tat teil derselben Ganzheit sind, denken & sagen & tun wir oft Dinge die schwierige Eindrücke im Geist hinterlassen. Statt Glück erleben wir Leid. Es lohnt es sich also sich damit professionell auseinander zu setzen und so zu dauerhaftem Glück zu gelangen.
Somit ist es nicht notwendig die Verantwortung für seine Ignoranz
(Ignoranz = kein Vertrauen in Ursache und Wirkung) an einen Gott oder Schöpfer abzugeben. Wenn wir anfangen die Verantwortung für unser Leben zu übernehmen, werden wir sehen, dass alles viel weniger solide und fest ist als es scheint.
In seiner Essenz ist alles was wir erleben Raum und Freude, jeder Gedanke ist Weisheit, alle Wesen haben dasselbe Potential für Erleuchtung und alles ist an sich strahlend weil es geschieht.
Was gibt es zu lernen? Es gilt zu lernen was Glück bringende Handlungen sind (6 Paramitas) und was uns und anderen Leid zufügt.
Und wir sollten verstehen, dass alle Glück haben und Leid vermeiden wollen, aber aus Unwissenheit meist genau das tun, was zu Leid statt Glück führt. Das zu verstehen ist gleichzeitig die Grundlage für Mitgefühl.
Zurück zu Karma - Ursache und Wirkung. Wenn wir bewusst damit arbeiten, sehen wir sehr schnell Resultate. Achtsamer zu werden kann ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen.
Was unterscheidet Buddhismus von anderen Religionen?
Im Buddhismus ist Buddha nicht getrennt, kein Gott. Er lehrte unter anderem Götter wie z.B. Brahma und Indra.
Buddha ist einfach ein Spiegel, ein Energiefeld, er zeigt uns unsere Möglichkeiten. Buddhismus ist eine Erfahrensreligion weil wir zu dem werden, vorauf wir uns einstellen. Das Ziel ist die volle menschliche Entwicklung. Alle Fähigkeiten sind schon da, nichts muss verbessert oder hinzugefügt werden, wir haben es nur noch nicht erkannt.
Wie gehen wir vor? Buddha gab Mittel und Sichtweise. Man sollte kritisch die verschiedenen Möglichkeiten prüfen und für sich raus finden, was zu einem passt.
Und da Erleuchtung in jedem Moment da ist und was wir erleben letztendlich einfach nur eine Illusion (Projektion des eigenen Geistes), wird Erleuchtung früher oder später erfahren. Dazu sät man Glück bringende Eindrücke im Geist, macht Wünsche, dass es allen so gut gehen möge und meditiert. Nach und nach verschwinden die Schleier aus unserem Geist.
Links:
www.buddhismus.de
www.dharma.de/dbu/frameset.php
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Liebe Bianca, erstmal: HERZLICH WILLKOMMEN:
Könntest Du uns Suchenden vielleicht mal einen Internet-Link angeben, damit wir unsere Kenntnisse erweitern können?
Liebe Grüsse -Thomas-
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Lieber Thomas,
www.buddhismus.de
scheint mir recht informativ zu sein. Viel Glück, Bianca
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Hallo Bianca!
Willkommen auch, und danke für die kraftvolle Meldung hier, der ich z.T. gern zustimme - aber einige Dinge möchte ich doch ein wenig relativieren:
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| Durch Meditation und bewusste Sichtweise lernt man den Erleber zu sehen, dass was durch unsere Augen schaut, die Ohren hört. Das was hinter den Gedanken steckt. |
Die ursprüngliche Lehre des Buddha ist, dass dieser Erleber nicht existiert, und dass es das ist, was in der Meditation letztlich erfahren wird.
| Zitat: |
| Statt Glück erleben wir Leid. Es lohnt es sich also sich damit professionell auseinander zu setzen und so zu dauerhaftem Glück zu gelangen. |
Die ursprüngliche Lehre des Buddha ist, dass jedes Glück an sich schon leidbehaftet ist.
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Wenn wir anfangen die Verantwortung für unser Leben zu übernehmen, werden wir sehen, dass alles viel weniger solide und fest ist als es scheint.
In seiner Essenz ist alles was wir erleben Raum und Freude, jeder Gedanke ist Weisheit, alle Wesen haben dasselbe Potential für Erleuchtung und alles ist an sich strahlend weil es geschieht. |
Die ursprüngliche Lehre des Buddha ist, dass alles was wir erleben dukkha ist, 'ungenügend' (meist etwas sinnstörend mit 'Leiden' übersetzt). Wie kann die Essenz von dukkha dann Glück sein? Aus dem Dharma scheint sich eher der umgekehrte Schluss ziehen zu lassen. Dass alles viel weniger solide und fest ist als es scheint, ist ja die Grundlage von dukkha...
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Es gilt zu lernen was Glück bringende Handlungen sind (6 Paramitas) und was uns und anderen Leid zufügt.
Und wir sollten verstehen, dass alle Glück haben und Leid vermeiden wollen, aber aus Unwissenheit meist genau das tun, was zu Leid statt Glück führt. Das zu verstehen ist gleichzeitig die Grundlage für Mitgefühl. |
Die sechs paramita sind die Fahrzeuge, die uns zum anderen Ufer bringen sollen, das jenseits von Glück und Leid ist; und das Mitgefühl jenen gelten, die in deren Kreislauf gefangen sind. Glück haben und Leid vermeiden zu wollen ist Unwissenheit.
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Viel Spaß all den Bodhisattvas (Erleuchtungsmutigen) unter euch  |
Wenn man durch den Mut zu Erleuchtung schon zum Bodhisattva würde, dann gäb's viiiele davon...
www.buddhismus.de ist nicht die website der Dachorganisation der Deutschen Buddhistischen Union, sondern des 'Diamantweg-Buddhismus' von Ole Nydahl, einer westlichen Ausformung der Kagyü-Schule des Tibetischen Buddhismus. Diese Organisation versucht aber häufig den ganzen Buddhismus für sich zu reklamieren... Ich hatte öfters mal Kontakt mit 'Diamantlern', habe auch Ole einmal persönlich kennengelernt - besonders überzeugend hab' ich's aber nicht gefunden
Thich Nhat Hanh [Zen] andererseits ist einer der weltweit anerkannten buddhistischen Meister - auch von den anderen Schulen. Er hat, gemeinsam mit dem Dalai Lama [Vajrayana] und Sulak Sivaraksa [Theravada] die Schirmherrschaft über den \'engagierten Buddhismus\' übernommen.
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