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Ostern-Kirchen fordern stärkeren Glauben












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Ostern Kirchen fordern stärkeren Glauben

In ihren Osterpredigten haben die Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche in erster Linie eine stärkere Rückbesinnung auf den Glauben gefordert. Dazu gehöre auch, sich auf den eigentlichen Sinn der Auferstehung Christi zu besinnen, anstatt das Osterfest nur als Frühlingsfest mit gutem Essen zu sehen.

Der Münchner Kardinal Friedrich Wetter sagte in seiner Predigt am Ostersonntag, in einer Welt, in der gestritten, gelitten und gestorben werde, bezeuge die Osterbotschaft von der Auferstehung Jesu die verwandelnde Kraft der Liebe Gottes. Der Augsburger Bischof Walter Mixa rief die Gläubigen auf, ihr Christsein wörtlich zu nehmen: "Stellen Sie sich vor, was es bedeuten würde, wenn 60 Millionen Christen in diesem Land ihre Taufe und ihren christlichen Glauben mindestens ebenso wichtig nehmen würden.


Tote Beziehungen wiederbeleben
Die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler betonte in ihrer Osterpredigt in der Münchner St. Lukas Kirche, Ostern biete die Gelegenheit, auch tote Beziehungen und Freundschaften wieder zum Leben zu erwecken. Wenn es glücke, andere nicht abzuschreiben und zu sagen, "die sind für mich gestorben", wäre es öfter als einmal im Jahr Ostern, sagte sie.
Friedrich gegen "weich gespülten" Glauben

Landesbischof Johannes Friedrich
Der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich warnte bereits am Karfreitag in seiner Predigt in der Münchner St. Matthäuskirche vor einem "weich gespülten" Jesusbild, das ohne Kreuzestheologie auszukommen meint. "Eine Kreuzesdeutung ohne Kreuz bleibt in fataler Weise an der Oberfläche des Menschseins hängen und verdunkelt das wahre Wesen Gottes als Liebe."

Aufruf zu weltweiter Solidarität

Bambergs Erzbischof Ludwig Schick rief in seiner Osterpredigt zum Einsatz für weltweite Gerechtigkeit und Solidarität auf. Ostern müsse zu einer Initialzündung für eine neue Welt werden, so der Bamberger Oberhirte. Jesus sei von den Toten auferstanden, um alle Menschen, selbst seine ehemaligen Gegner und Henker zu Gewinnern zu machen. Mit dem auferstandenen Jesus seien die Menschen zu Engagement für Gerechtigkeit und Frieden, weltweite Solidarität und für das Lebensrecht aller Menschen aufgerufen. Der Erzbischof bedauerte, dass immer weniger Menschen der eigentliche Sinn der Auferstehung Christi bewusst sei. Für viele sei Ostern nur ein Familien- oder Frühlingsfest mit Ostereiern, Ausflug, Urlaub und gutem Essen.

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Der Mythos Hase


Wo das Wissen versagt, blühen die Mythen. Der Mythos vom Hasen beispielsweise, der schon im alten Griechenland der Liebesgöttin Aphrodite zugeordnet war - eben weil das Langohr so ungeheuer zeugungskräftig ist und besonders gut zum Frühling paßt. Bis zu 20 Junge im Jahr wirft es. Oder der Mythos vom Hasen, der in der byzantinischen Bildersprache ein Symbol für Christus war, der im Tod das Leben gebracht hat. Denn der Hase schläft, weil er keine Augenlider hat, mit offenen Augen.
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