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Ich habe da noch zwei Geschichten zum Thema Hölle.
In Bengalen gab es mal einen Prediger der auf einen Sünder traf.
"was du trinkst Alkohol? du wirst dafür in die Hölle kommen"
Der Sünder zu seiner Entschuldigung, "mein Vater trinkt auch Alkohol"
Der Prediger, "oh, dann wird auch er in die Hölle kommen!"
Der Sünder, "meine Mutter, mein Bruder und sogar meine Schwester trinken alle Alkohol"
Der Prediger, "dann wirst du mit deiner ganzen Familie zur Hölle fahren"
(inkl. Alkohol)
Der Sünder, "oh, das ist dann doch keine Hölle mehr, das ist doch himmlisch."
Das höllische ist die Ignoranz von Leid. Denn wenn alle in der Hölle sind, wo ist dann die Hölle?
Eine andere Geschichte aus England.
Ein Prediger geht zu den Grubenarbeitern: "wenn ihr Christus nicht verehrt, werdet ihr alle in die Hölle kommen!"
Ein Arbeiter, "wer ist Christus? welche Nummer hat er?"
(die Grubenarbeiter haben alle eine Plakette mit Nummer, man nimmt sie vom Anschlagbrett wenn man nach Unten fährt und wenn man wieder nach Oben kommt hängt man sie wieder auf)
Der Prediger, "oh, Christus ist nicht von dieser Welt, er ist Gottes Sohn"
Ein anderer Arbeiter, " wie sieht dann die Hölle aus?"
Der Prediger, "oh, sie ist dunkel, feucht und heiss"
Die Grubenarbeiter, "pha, dann kennen wir alle die Hölle, ist nichts neues für uns"
Der Prediger denkt für eine Minute nach, "oh, in der Hölle gibt es keine Zeitung!"
Die Arbeiter, "oh, dann wollen wir alle gläubig werden!"
Sein predigen war erfolgreich.
Die Arbeiter waren alle gewöhnt an die Hölle, darum glaubten sie nicht an die Hölle. Aber schlussendlich kann er sie mit dem "Zeitungsargument" überzeugen.
Wir werden in dieser Welt schon mit so viel Leid konfrontiert und doch halten wir es für normal, und wenn wir dieses Leid mit anderen teilen können, halten wir es sogar für schön und angenehm.
Das ist die Logik eines Esels, der mit immer schwereren Lasten beladen wird bis er zusammenbricht.
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