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Viel zu spät komme ich dazu, in diesem Thread zu schreiben, der doch sozusagen für mich eröffnet wurde.
Entschuldige, Zaf-ad.
Und dann gehe ich noch nichtmal auf die Honigbienen ein.
Nachdem ich vorgestern über 60 Besonderheiten im Koran zusammengetragen habe, nämlich Rechenregeln für die 19 und andere numerische Regelmäßigkeiten, verstehe ich, warum Zaf-ad sagt, kein Mensch könne das ohne Computer konstruiert haben.
Ich dachte bei meiner Vermutung, die Regelmäßigkeiten seien Menschenwerk, auch eher an die einfachen Regeln: Anzahl Suren = 6*19; 19 Wörter in der Basmallah; gerade/ungerade Versanzahlen sind über gerade/ungerade Suren gleichmäßig verteilt.
Auch die Erklärung der Initiale an 29 Surenanfängen mit durch 19 teilbaren Buchstabenanzahlen gefällt mir gut.
Die komplizierteren Regeln hingegen sind nur eine passende Auswahl aus der riesigen Menge möglicher Rechenoperationen.
Man führt uns eben nur diejenigen vor, bei denen 19 rauskommt.
Wie kompliziert es wird:
| http://www.submission.org/german/g_app1.html hat folgendes geschrieben: |
| Tabelle 11 zeigt, dass die Summe der Surenummern und der Versnummern der Verse, wo die Initiale angegeben sind, mit der Anzahl der Vorkommnisse des Initials in der Sure, mit der Surenummer der Sure, in der das Initial zum ersten Mal vorkommt und mit der Surenummer der Sure, in der das Initial zum letzten Mal vorkommt eine Gesamtsumme von 44232 oder 19.2348 ergibt. |
Wie viele solcher Berechnungen kann man anstellen? 1000, 10000, eine Million?
Anstatt immer neue 19er-Regeln zu finden, sollten die Anhänger der Theorie mal eine Aufstellung der benutzten Rechenoperationen machen, und dann, nach Komplexität sortiert, die Anzahlen aller möglichen Ergebnisse mit den Anzahlen der durch 19 teilbaren Ergebnisse vergleichen.
Ein Beweis sieht in der Mathematik ja so aus:
Erst die zu beweisende Aussage klar formulieren und sich dann von bekannten Tatsachen ausgehend in elementaren (oder wenigstens für Mathematiker nachvollziehbaren) Schritten bis zur Behauptung durcharbeiten.
In den 19er-Webseiten sehe ich stattdessen immer nur ein Phänomen nach der anderen.
Zu beachten ist, dass Khalifa einen Idealkoran konstruierte, bei dem er nicht nur zwei Verse wegließ, sondern auch von verschiedenen Koranversionen jeweils das übernahm, was ihm am besten passte.
Andere Verfahren, den Text passend zu machen:
- Spielraum beim Setzen der Wortgrenzen im Arabischen
- Initiale als Wort mitzählen oder nicht
- Mitzählen oder Weglassen der Basmalah
- Bedeutungen zählen anstatt Wörter ("ein anderer Koran" weglassen, wenn "Koran" gezählt wird)
Schon allein dadurch ist zu erwarten, dass die Regeln öfter greifen als im statistischen Mittel.
Die Initiale (Muqatta'at)
In den kritischen Artikeln zum 19er Code wird nicht wirklich angezweifelt, dass die Initiale in den dazugehörigen Suren in Vielfachen von 19 vorkommen (habe was übersehen? Gibt es weitere kritische Artikel?). Allerdings ist es nicht ganz konsistent, welche die zu durchzuzählenden Suren sind und welche Buchstaben gemeinsam zu zählen sind.
Dieses System kann ich mir gut als bewusst konstruiert vorstellen. Natürlich müsste man dazu eine geeignete Reihenfolge wählen: erst den Text schreiben, dann die Buchstaben zählen und den Suren zuordnen, dabei den Text eventuell noch bearbeiten, dann die Suren so sortieren, dass gleiche Buchstabenkombinationen an aufeinanderfolgenden Suren stehen. Die absichtlichen(?) Schreibfehler (z.B. 7:69, sin anstatt sad in "bastatan") und die Vermeidung des Wortes "Qaum" wo ein "Q" zuviel wäre, sehen ganz nach Menschenwerk aus.
In diesem Zusammenhang wäre es interessant zu wissen, was über die Initiale in den Hadithen steht. Was sagte Mohammed selbst über die Initiale? Man hat ihn doch bestimmt danach gefragt.
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