|
|
|
Ich finde es immerwieder erschreckend, wie eine Religion, ein Glauben so missbraucht werden kann.
Und erst recht, wie man mit solch einer Angstmacherei leben kann.
Ich höre immerwieder, grade von solchen Menschen, wie "Das Wort", wie fröhlich und glücklich sie doch sind...
Aber bei all dieser Angst kann ich mir das nicht vorstellen.
Und ich weiss es von mir selbst, wie sehr ich immer in Angst gelebt habe.
Immer in dieser Angst, nicht gut genug für Gott (den "Vater") zu sein, ihm nie etwas recht machen zu können.
Immer in der Angst: "Was passiert, wenn ich nicht "genug" glaube?"
*grusel*
Und immer die Gewissheit: "Egal was ich tue, ich bin Gott und seinem Erbarmen eh ausgeliefert, egal, was wie sehr ich mich auch anstrenge!"
Mich hat diese Art des Glaubens psychisch krank gemacht.
Ich bin seit meinem 9. Lebensjahr schwerst depressiv und seit einigen Jahren in Behandlung.
Und ich kenne etliche, denen es auch so geht.
Glücklicher Weise habe ich diese Angst vor Gott mittlerweile verloren, da ich das Göttliche anders kennen gelernt habe, als es immer Gepredigt wurde.
Diese Angst wird nämlich nicht durch das Göttliche erzeugt, sondern durch Menschen, die sich für ein Sprachrohr Gottes halten.
Menschen, so wie "Das Wort".
Ich finde es traurig.
Denn das Göttliche hat so unwahrscheinlich viele Erscheinungen!
Und der Mensch, vorzugsweise die monotheistischen Religionen (und dadurch zum Teil auch die Gläubigen), machen diese unsagbare Größe soetwas von klein und "mickrig".
Ich habe mittlerweile meinen eigenen Weg gefunden.
Und gehe frei von Angst MIT dem Göttlichen.
Ich erfahre es immer und immerwieder in mir, in meinem Nächsten, ja auch in meiner Umwelt, der Natur... Dem Leben, und der alles umwirkenden und durchdringenden, reinen Liebe...
Es ist einfach... WOW!
Und das, obwohl ich frei heraus sage: "Ich bin keine Christin (mehr)! Ich bin Paganistin!"
Und bevor diese Frage wieder kommt, was ich denn mache, wenn ich doch erkennen muss, dass die Christen Recht haben.
Dass es doch ein "Jüngstes Gericht" gibt und was ich dann machen würde...
Auch nicht viel anderes als jetzt.
Ich versuche (wie jeder Mensch) meine Leben in Einklang mit meinem Gewissen, in Liebe und Mitgefühl zu gehen.
Und sollte der "liebende Vater" mich deswegen in die Hölle schicken, weil ich nur eine andere "falsche" Religion und Lehre habe, aber mein Wirken, Leben und die Kernaussagen meines Glaubens nicht anders als das eines Christen ist... Bitte, kann ich nichts gegen machen.
Allerdings glaube ich nicht, dass Gott so "kleinkariert" ist
Das ist nur menschliches (Wunsch?)Denken, um eine Religion zu legitimieren und die Schäfchen an der langen Leine zu halten.
Traurig eigentlich...
Liebe Grüße
Feuerblitz
|
|
|