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Meer austrinken












Zitat:
"Bei der Auferstehung geht es um alles oder nichts. Wenn der gekreuzigte Christus nicht aus dem Totenreich herausgerissen wäre, dann wäre alles umsonst. Und wenn wir nicht selbst auf die Überwindung des Todes hofften, dann wäre auch unser Bekenntnis zum auferstandenen Christus leer.
Dann wären Friedrich Nietzsches verzweifelte Fragen neu zu bedenken: Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Weil unser Gott dem Herrn Jesus Christus alle Feinde unter die Füße gelegt hat, können wir voller Zuversicht leben. Gott hat den letzten Feind, den Tod, entmachtet und vernichtet. Wir fallen am Ende unseres Lebens nicht in ein schwarzes Loch der Sinnlosigkeit. Wir gehen vielmehr in der Gewissheit auf unserem Lebensweg, dass wir nicht tiefer als in Gottes offene Arme fallen können. Unsere Hoffnung auf Christus reicht über unser begrenztes Leben hinaus.
Ostern ist das Urereignis, aus dem sich unser Vertrauen zu Gott speist. Aus den Ostergeschehnissen ging letztlich unsere Kirche hervor. Wir fragen heute erneut: Was ist die Hauptaufgabe der Kirchen? Vielleicht kann die Aufgabe so beschrieben werden: Die befreiende, frohe Osterbotschaft von der Auferweckung Jesu Christi zu verkünden."

EKD-Präses Dr. Wolfgang Huber (12. April 2004, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Predigt: Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin)
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