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Gedanken zur Materie












Liebe Kiki!

Allgemein halte ich Free-minds.org eher für "merkwürdig", doch es gibt einige, wirklich gute Sachen (wie z.B. ein Artikel zum Begriff "ma malakat aymanukum")! Vorsicht wäre geboten und immer eigene Gedanken zur Materie machen!

Zu 1) Schwierigkeit der Sprache:

41:44 Hätten Wir ihn als einen Koran in einer fremden Sprache (A’cemi) abgefasst, hätten sie gesagt: „Hätten seine Verse nicht erklärt werden müssen?“ Sei er A’cemi (fremdsprachig) oder Arabi (arabisch); Sprich: “Er ist eine Führung und eine Heilung für die Gläubigen. Die Ungläubigen aber sind schwerhörig in ihren Ohren und er (der Koran) ist für sie unzugänglich. Sie sind so, als rufe man ihnen etwas aus großer Entfernung zu.

Der Koran ist anders als die restlichen Bücher. Die erste Voraussetzung, um ihn zu verstehen ist eine rechte und ehrliche Absicht. Sei es sogar der beste Arabischkenner der Welt, wenn diese Eigenschaft nicht vorhanden ist, so kann der Koran nicht recht verstanden werden. Der Koran spricht nicht mit “O ihr arabisch Wissenden” an, sondern mit “O ihr Gläubigen!” Der Lehrer des Korans ist Gott persönlich (55:2). Nur die Gläubigen, die ihren Verstand dabei gebrauchen (10:100), die ihre vergangenen Ahnen und die Religionsgelehrten nicht idolisieren (2:170; 5:104), die nicht von Annahmen/Vermutungen abhängen (10:36), die nicht etwas verfolgen, worüber sie kein Wissen haben (17:36; 6:115) und die ihre Religion allein (was so bei ziemlich 99% der Gläubigen der Fall nicht ist!) Gott widmen verstehen die Botschaft des Korans. Gott lehrt ihnen den Koran. Er kann die Geschehnisse so einleiten, dass sie zu recht den Koran lernen.


Jene, die ihren Verstand nicht gebrauchen und ihren eigenen Gelüsten und Neigungen folgen, die ihre Ahnen idolisieren, die Vermutungen und Spekulationen zu ihrer Religion machen und jene, die in der Religion andere Gesetzesgeber zu Gott beigesellen (z.B. Bukhary) könnten ihr Leben lang versuchen, den Koran zu verstehen, doch ihnen ist es verwehrt.

Der Bereich “Sei er fremdsprachig oder arabisch” in Vers 41:44 werden in den meisten Übersetzungen wie folgt geschrieben: "Eine fremdsprachiges Buch für einen Araber?"

Man vergleiche unsere Bedeutung damit. Wir glauben, dass wenn der Koran vernünftig in andere Sprachen übersetzt wird, seine Eigenschaft der Heilung und der Rechtleitung nicht verliert. Wenn der Einwand der arabisch Sprechenden "Ein fremdsprachiges Buch für einen Araber?" als folgerichtig angesehen wird, so muss man auch einräumen, dass der Einwand von Milliarden von Nichtarabern “ein arabisches Buch für Fremde?” auch berechtigt ist. Bei einer falschen Übersetzung wird dieses Recht den Nichtarabern regelrecht gegeben.

Was will der Vers aussagen? Wenn man die Antwort auf diese Frage in Gedanken hält und den jeweiligen Vers einige Male aufmerksam liest, so wird man treffender in der Auswahl über die richtige Übersetzung sein.

Ausserdem verwendet der Koran für die Araber das Wort, welches in der Mehrzahlform steht, "A'rab" (9:97-98,101,120; 33:20; 48:11,16; 49:14). Für die Nichtaraber hingegen verwendet er die Mehrzahl des Wortes "A'cem", also "A'cemin" (26:198).

Acemi (Acemiy) und Arabi (Arabiy) werden hingegen stets als für Sprachbezeichnungen verwendet. Der Buchstabe "i", welcher an das Ende der Wörter Arap und Acem hinzugefügt wird, setzt die Bedeutung dieser Wörter auf arabisch und "acemisch". Denn, wenn wir in alle Verse schauen, wo das Wort Arabi vorkommt, so werden Sie sehen, dass alle auf die Bedeutung arabisch hinauslaufen (12:2; 13:37; 16:103; 30:113; 26:195; 39:28; 41:3,44; 43:3; 46:12). In gleicher Weise verhält es sich mit dem Wort Acemi, welches die Bedeutung „fremdsprachig“ erhält (16:103; 41:44).

kurz gesagt: Es gibt also zwei Punkte, die erfüllt sein sollten:

a. ehrliches Herz (Absicht, Wille etc.)
b. vernünftige Übersetzung (auch wenn einiges schwer zu übersetzen ist)

Ich will nicht eingebildet wirken, aber ich fühle mich selber als bestes Beispiel:

Obwohl ich arabisch nicht besonders beherrsche, gar noch grosse Mühen habe, so erkenne und lerne ich den Koran doch besser als so einige der arabischen "Gelehrten".

Zugegeben, die deutschen Übersetzungen sind schlecht, dennoch denke ich, dass es möglich ist, auf den rechten Weg zu gelangen, wenn der Koran auf Deutsch gelesen wird!

und man vergessie natürlich nie: Oh mein Herr, mehre mein Wissen! (20:114)

2.) Wenn Wort für Wort so zu verstehen ist, wie es im Koran steht, dürfte man sich doch eigentlich auch keine eigene Gedanken dazu machen, oder?

Also da ich nicht denke, dass die Geschwister bei Free-minds.org fundamentalistisch veranlagt sind, so gehe ich davon aus, dass sie damit die "NICHT-Bevormundung" meinen. Wort für Wort Gottes Wort zu befolgen. So z.B. 17:36 wäre in dieser Hinsicht zu verstehen.

Denn Gottes Wort ist nicht wie ein Gesetzbuch zu verstehen, sondern ist Gottes Wort mit Inhalt und Fülle!

Da ich aber leider die Seite nicht genau kenne, will ich auch keine Vermutungen anstellen!

Frieden!
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


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