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Erzählungen der Bibel im Bild - das Abendmahl












http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Abendmahl

Wer waren die Menschen, die die Maler der Bibelgeschichten als Vorlage benutzten - welche Kenntnisse hatten die Maler der damaligen Zeit von den Menschen und den Sitten der Zeit im antiken Judentum ?

Was ist wahr und was Fantasie ?

Zitat:
In sorgfältigen Einzelstudien, die sich heute in Schloss Windsor befinden, bereitete Leonardo die Apostelköpfe vor und suchte nach einem geeigneten Modell für Jesus.


Ludovico Sforza betrachtet Leonardos AbendmahlVon der Ungeduld des Priors erzählt Vasari folgende Anekdote:

Man sagt, der Prior des Klosters habe Lionardo sehr ungestüm angetrieben, das Werk zu vollenden: ihm schien es seltsam, Lionardo bisweilen einen halben Tag in Nachdenken verloren zu sehen; es wäre ihm lieber gewesen, wenn er gleich Arbeitern, die den Garten umhacken, den Pinsel niemals aus der Hand gelegt hätte. Da ihm nicht Genüge geleistet wurde, beschwerte er sich vor dem Herzog und drängte ihn so lange, bis dieser sich gezwungen sah, Lionardo rufen zu lassen, und ihn freundlich zur Arbeit bewegte, wobei er versicherte, er tue dies nur auf die Zudringlichkeit des Priors hin.
Lionardo kannte den klaren Verstand und den Takt des Fürsten, und deshalb entschloß er sich, mit ihm über die Sache ausführlich zu reden, was er mit dem Prior nie getan hatte. Er äußerte sich weitläufig über die Kunst und machte anschaulich, daß erhabene Geister bisweilen am meisten schaffen, wenn sie am wenigsten arbeiten, nämlich wenn sie erfinden und vollkommene Ideen ausbilden, die die Hände ausdrücken und darstellen nach jenen, die schon im Geiste konzipiert sind. Zwei Köpfe, so fügte er hinzu, wären es, die ihm noch fehlten, der von Christus, nach welchem er nicht auf Erden suchen wolle, und von dem er nicht glaube, daß seiner Einbildungskraft jene Schönheit und himmlische Anmut vorschweben könne, die der menschgewordenen Gottheit gezieme; der andere sei der des Judas, über den er nachdenke. Ihm scheine es unmöglich, passende Gesichtszüge für jenen zu erfinden, dessen trotziger Geist nach so vielfach empfangenen Wohltaten des Entschlusses fähig gewesen wäre, seinen Meister, den Erretter der Welt, zu verraten; nach diesem letzteren indes wolle er suchen, und finde er nichts Besseres, so bliebe ihm der des lästigen und taktlosen Priors gewiß.
Dies brachte den Herzog sehr zum Lachen und er gab Lionardo tausendmal recht. Der arme Prior, in Verwirrung geraten, befleißigte sich, die Arbeiten im Garten zu betreiben, Lionardo aber ließ er in Frieden; dieser führte den Kopf des Judas so trefflich zu Ende, daß er das wahre Bild des Verrates und der Unmenschlichkeit ist; das Haupt Christi dagegen blieb unvollendet ... [3]
Womit ich so meine Schwierigkeiten habe, ist, daß man Jesus immer wieder eine andere Gestalt auf allen Bildern gibt - es gibt keine Einheitlichkeit, weil in der Bibel von Jesus Aussehen keine Beschreibung enthalten ist.

In der Esoterikwelle wurde ein süßlicher, eher verkitscht aussehender Mann als Jesus gemalt, dessen Bild auf allen Esoterik-Messen gekauft werden konnte.

Es gab eine lange Zeit, in der ich mich innerlich mit Jesus unterhalten habe - als Mensch - indem ich sagte: wer bist du, du spukst in allen Köpfen herum und keiner weiß, wer du wirklich bist - alle lassen ihrer Fantasie den Lauf - und doch: es gibt kein Bildnis - und der Streit oder die Auseinandersetzung darum zieht sich schon geraume Zeit hin - man kann es überall finden.

Diese Uneinigkeit läßt mich ins Grübeln kommen.

http://www.gcjz-pfalz.de/index.htm?html/fenske.htm
Wie Jesus zum ›Arier‹ gemacht wurde

Wobei mich das Wort "Arier" immer abstößt - denn Arier sind nun mal etwas anderes, als man es im Wortgebrauch in Benutzung hatte.

Zitat:
Das heißt: Jesus von Nazareth ist von Gott auferweckt worden. Er ist der Christus. Der Christus ist niemand anders als der Mensch Jesus. Beide Aussagen interpretierten einander. Der Christus ist nicht ohne den Menschen Jesus – der Mensch Jesus nicht ohne den auferstandenen Christus zu denken. Die Christologie wurde auch durch unsere Ideologen beiseite gedrängt und der Mensch Jesus wurde fokussiert. Die Christologie musste – wie die Bibel – von ihnen beiseite gedrängt werden. Denn sie verhindert es, dass wir Gott nach unserem eigenen Bild gestalten können. Wenn Jesus Christus der Maßstab dafür ist, Gott zu verstehen, dann kann mein Bild, das ich mir von Gott zurechtgebastelt habe, nicht mehr richtig sein. Als Lehrer konnten sie Jesus akzeptieren. Denn wenn er nur Lehrer ist, dann kann seine Lehre auch kritisiert und abgelehnt werden. Ist er aber Gottes Sohn, der Christus, dann ist seine Lehre Wahrheit und sie ist ohne wenn und aber zu akzeptieren. Da man das jedoch nicht akzeptieren wollte, musste Jesus als Christus destruiert werden. Diese Vorgehensweise kann man heute auch noch in anderen Kontexten, so bei pluralistischen Religionstheologen, wieder finden (Hick).
Aber Jesus als Christus zu akzeptieren, schützte auch nicht davor, antisemitisch zu argumentieren. Denn wird Jesus als Christus angesehen, dann kann sein Menschsein ganz in den Hintergrund gedrängt werden. Da spielt es dann keine Rolle mehr, ob er Jude war oder nicht. Jesus konnte zum wahren Gott werden, der die Synagoge bekämpfte (Lorber) oder Gott selbst handelte durch die Auferweckung Jesu antijüdisch (Künneth).


http://www.tolos.de/jesus.html
http://www.kath.ch/aktuell_thema.php?thid=118

Zitat:
Den ersten Fragen stimme ich voll und ganz zu. Gott hat sich in Jesus Christus als seinem vollkommenen Ebenbild abgebildet, der ” die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens” ist (Hebr 1,3; vgl. Kol 2,9). Doch der zweiten Frage (ob wir deshalb nicht auch Jesus abbilden dürfen) möchte ich entschieden wiedersprechen. Ich glaube auch keineswegs, dass ein Verbot von Jesusbildern einem versteckten Doketismus gleichkommt. Und dies möchte ich im Folgenden begründen.

http://www.lebensquellen.de/?p=267
Zitat:
Hier sind wir also am Kern des Problems: wer oder was wird in einem zeitgenössischen Jesusbild dargestellt?


Zitat:
Für die Christen späterer Zeiten war das Aussehen Christi durchaus eine Frage wert. Sie hat die westliche Kunst durch die Jahrhunderte begleitet. Kein Bilderverbot hat verhindert, dass seine Gestalt immer wieder neu entworfen wurde. Die Gestalt Christi darzustellen, seine Geschichte der Nachwelt in Bildern zu erzählen heisst notwendig, das Neue Testament zu interpretieren - jeweils unter den eigenen historischen Bedingungen.

http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b.....20-b748-07baf7e22cd0.aspx

Zitat:
Die arischen oder indoeuropäischen Neuankömmlinge waren ein großes, hellhäutiges Volk, das vermutlich um 2000 v. Chr. aus Zentralasien ausgewandert ist. Eine Gruppe siedelte sich in Nordgriechenland an, eine andere im Iran (dessen Name von »Arier« abgeleitet ist). Diejenigen, die schließlich Indien betraten, spalteten sich wahrscheinlich vom iranischen Zweig ab. Das Wissen über die Arier stammt meist aus dem Erbe ihrer heiligen Literatur, den Veden, vor allem dem RigVeda, einer Hymnensammlung.

quelle: die geschichte der arier

Es ist schon seltsam, wie Worte und Symbole auch mißbraucht werden können und ihre negative Anhaftung für Jahrhunderte behalten.
ich hörte einmal in einem Bericht über das Bild des letzten Abendmahl das sich der Zeichner Leonardo da Vinci als zweite person von rechts gesehen selbst porträtiert hat.
Das hat er in vielen seiner Bilder getan.
Stimmt, das habe ich letztens bei Galileo Sakrileg gesehen.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


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