Foren-Übersicht
Impressum | Login | Registrieren | Forum | Suche

Christliche Mystiker












Hallo Phan,

Zitat:
ich kenne christliche Mystiker die Kontakte zu indischen Meistern haben die christliche Theologie sieht es wie die Indische "die Erde ist nicht unsere Heimat" nun dieser Meinung bin ich auch aber ich bin auch für einen unverkrampften Umgang mit der Materie ich halte nichts von der verkrampften Haltung die viele Mystiker haben "Dies ist Geist nur Geist ist gut dies ist Materie Materie ist schlecht"


Die Haltung alles materielle als maya, Illusion, zu betrachten, nennt sich Mayavada-Philosophie. Die Vedanta-Philosophie lehnt dies ab!
Aus folgenden Gründen:
1. die zeitweilige Schöpfung als Illusion (Traumgleich) zurückzuweisen, ist gleichbedeutend Gott, den Ursprung der Schöpfung zurückzuweisen.
2. Nur wenn man sagt Gott hat KEINE Realität kann man auch sagen die Welt hat keine Realität.

Zitat:
die Bibel sagt da etwas anderes "und Gott sah das es gut war" Gott hat die Erde gut erschaffen es gibt also keinen Grund sie abzulehnen man darf lediglich nicht an ihr haften bleiben denn Ablehnung ist auch eine Verhaftung


Ja richtig,
ABER
Gott ist ALLWISSEND und demzufolge auch absolut perfekt und somit ist auch die Schöpfung ABSOLUT MAKELLOS.
ALLES läuft ab wie in einer perfekten Maschine.

Zitat:
ein Brahmane war mit der Waschung im ganges fertig als er nachhause gehen wollte streifte ihn im Getümmel ein Mitglied der Dalit-kaste an der Schulter der Brahmane wurde wütend "Kannst du nicht aufpassen jetzt werde ich mich noch mal waschen müssen weil du mich verunreinigt hast"
da entgegnet der Dalit "ich muss wohl mächtiger sein als der ganze Ganges"


Ja, wenn nur diese Pseudobrahmanen einmal die Vedanta-Philosophie studieren würden ........
Die Veden erklären, das man ein Brahmane ist wenn man das Brahman erkannt hat! (Erkenntnis der Brahma-bhuta-Ebene, damit ist nicht ein theoretisches Verständnis gemeint, sondern eine vollständige Erkenntnis das man qualitativ Brahman ist ---> "aham brahmasmi" = "ich bin brahman" (brahman bedeutet, transzendental, spirituell - nicht Materiell)
(denn wer sich als brahman erkannt hat, kann nicht mehr verunreinigt werden)
Der Körper wird von Shri Krishna im 18 Kapitel der Bhagavad-Gita als yantra, Maschine, bezeichnet. So wie eben ein Autofahrer in ein Auto steigt und eine Zeitlang damit herum fährt bis die Maschine verschlissen ist und dann wieder aussteigt.
Aber der in Illusion lebende, hält dieses "Auto" für lebendig, obwohl es nie wirklich Leben besass. "Lebendig" wird es erst durch den Fahrer.
brahmana zu sein bedeutet zu wissen wer der Fahrer ist und was das Auto.

Wehe du machst mir einen Kratzer in mein "Auto" ..... !
Das ist Illusion.

Zitat:
Zarathustra sagt "bleibt der Erde treu" ich erkenne zwar an dass die Erde nicht unsere eigentliche Heimat ist aber lehne es auch ab ihr entfliehen zu wollen die einzige "Pflicht" die für mich gilt ist es die Persona abzulegen und zum individuellen Sein zu gelangen das ist Aufgabe genug


Bingo,
das falsche Ego, ahankara (die illusorische Identifikation mit dem grob und feinstofflich, materiellen Körper), ablegen um sein wahres ewiges individuelles ICH zu erkennen.
oder mit "christlichen Worten", das niedere "Selbst" aufgeben und das höhere Selbst zu erlangen.
(die Frage bleibt, wie willst du das erreichen?)
Shri Krishna erklärt, das das nur durch den "Kult" des Bhakti-yoga erreichbar ist.

Zitat:
Zitat:
2 Thessalonicher 2,3-4
Laßt euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! Denn zuerst
muß der Abfall von Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit
erscheinen, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über
alles, was Gott oder Heiligtum heißt, so sehr erhebt, daß er sich
sogar in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt.


wichtig ist nur sich von der Persona zu reinigen die im Tempel Gottes sitzt
und auch das sollte in aller Gelassenheit passieren


Wer erklärt das er Gott ist, soll es beweisen, ganz einfach.
Reinigen müssen wir lediglich unser eigenes Bewusstsein/Herz.
Nochmals:
Nicht die Welt muss von uns verändert werden, sondern unser Bewusstsein/Herz mit dem wir die Welt wahr-nehmen.
Ein verunreinigter Spiegel, kann niemals die Realität widerspiegeln.

Zitat:
Zitat:
EWIG sind und diese Welt ewig zeitweilig bleibt, können wir hier nicht glücklich werden - die Welt ist nicht dafür da, das wir sie verändern, sondern das sie uns verändert.
Wenn wir zum Punkt kommen wie Zarathustra; "geben ist seliger denn nehmen", müssen wir konsequenter weise erkennen, das wir Demjenigen ALLES zurückgeben von dem ALLES kommt.



ich weiss nicht ob wir das erkennen müssen ...
auf jeden fall halte ich Nietzsches Schritt den gemachten Gott der dies und das von uns fordert für tot zu erklären für sehr klug weil er dem Menschen damit die Freiheit zurückgibt ...


ER tut dies nicht direkt, da geb ich Nietzsche recht,
ABER
doch tut ER es, indem ER uns die Reaktionen unserer vergangenen Handlungen zukommen lässt. (wir sind dem Naturgesetz von Aktion und Reaktion unterstellt, ob wir nun an Gott glauben oder nicht spielt dabei keine Rolle)

Zitat:
fakt ist wwir wissen nicht was Gott von uns fordert die Veden sind wie alle anderen Bücher Menschenwerk


Was für eine kühne Behauptung,

hast du die Veden denn studiert und gleichzeitig die darin beschriebene yoga-praxis praktiziert?
Ich erinnere dich nochmals an das Beispiel des verschlossenen Honigglases.
Zu sagen es gäbe keinen vollkommenen Weg zur Erlösung, ist gleichbedeutend, zu sagen es gäbe keinen Gott mit Wille und Bewusstsein.
(die Veden sind nach eigenen Angaben, "die Gebrauchsanweisung" der materiellen, zeitweiligen Schöpfung, weil sie von Dem verfasst wurde, der die Welt erschuf)
Aber das lässt sich halt nur erfahren, wenn man das "Honigglas" öffnet.

Zitat:
..... ich ziehe den individuellen Weg vor ich weiss nicht was ich erkennen muss ich weiss nicht mal ob ich mich auf das von mir erkannte wirklich verlassen kann wie soll ich also wissen was ich wann wo erkennen muss? Gelassenheit


Das nennst du Gelassenheit?

Wenn man einer Ziege einen Grasbüschel zum fressen hinstreckt, kann man neben ihr eine andere Ziege die Kehle durchschneiden und schlachten ohne das sie sich wehrt.
Das ist auf ihre Ignoranz zurückzuführen.

Ein Mensch würde kämpfen, wenn nicht für das Opfer, doch wenigstens für sich selbst.
(bitte nicht persönlich nehmen )

Gelassen ist der Erleuchtete,
die anderen müssen kämpfen.
Und selbst der Erleuchtete wird kämpfen, um das Licht zu denen in der Unwissenheit lebenden zu bringen. (siehe Christus)

Zitat:
Zitat:
Das Wesen des individuellen Lebewesens ist es dem grössten und höchsten Lebewesen, Gott, zu dienen - dann wird es automatisch mit allem Notwendigen versorgt.


Non serviam!

Dienen wäre eine Trennung zwischen meinem Willen und dem Willen Gottes zu machen mein Ziel ist
über die Individualisierung als Brücke eine Übereinstimmung zu erlangen Dienen ... ein schmutziges Wort (ich weiss ich weiss mein Ego nee nee ist alles gut durchdacht)


Ja, das transzendentale Wesen des Gott-Dienens ist nicht leicht zu verstehen.
Das Shrimad-Bahgavatam erklärt, das Gott unbesiegbar ist - aber für denjenigen der sich Ihm vollständig ergibt, in dem Er nach Seinen Wünschen handelt, schenkt Er sich selbst.
Zu glauben das der freie Wille aufhört wenn wir anfangen nach den Wünschen Gottes zu handeln ist dualistisch = das gehört mir und das gehört Gott.
NEIN,
Gott gehört ALLES, und wir dürfen alles in Seinen Dienst stellen, das ist vollkommene Harmonie, denn Er schenkt alles wieder im tausendfachen Überfluss zurück.

Gruss

Liess das Shrimad-Bhagavatam, ... großartige Lektüre ...
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


Ähnliche Themen
Meister Eckhart. Fragen zum Mystiker
Der Mord an einem Mystiker... Mansur al Halladsch
Jesus junge Garde.- Die christliche Rechte & Rekruten
Christliche Konvertiten dürfen Islam wieder verlassen
Christliche Märtyrer der Gegenwart-Verfolgte Christen heute
Christliche Freakshow
Christliche Ärzte, Rechtsanwälte und Juristen
Christliche Mythologie
Schwäbische Mystiker
Christliche Beziehung