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Hallo Ihr Lieben,
interessantes Thema.
Was mir immerwieder auffällt ist, dass immer von Frauen verlangt wird, Jungfrauen zu bleiben, was mich wiederum zu der Frage treibt:"Woran liegt das?"
Liegt es daran, weil die Frau für den Sündenfall verantwortlich gemacht wird, ja zum Teil auch selbst als die personifizierte Sünde angesehen wird?
Wenn man sich die Grundlagen für die Forderung nach Jungfrau sein ansieht, so sind diese meiner Meinung nach in der Bibel (mit dem Koran oder der Thora kenne ich mich nicht aus) ziemlich gut gegeben.
Aber wie steht auch in der Bibel "Prüfet alles, und das Gute behaltet!".
Wie stehe ich zum Sex vor der Ehe?
Ich gehe in vielen Dingen konform mit dem, was Heiko schreibt.
Ich gehe sogar soweit, dass ich sage, dass erst mit der Einführung der monotheistischen Religionen soetwas wie "Untreue" oder dem "Verbot" von Sex ausserhalb der Ehe aufkam.
Liebe und Sex sind für mich zwei verschiedene Dinge.
Es ist möglich mit einem Mann oder einer Frau zu schlafen, selbst wenn keine Liebe mit im Spiel ist-Einfach aus dem "Spaß an der Freude" heraus.
Sex wird aber (nach meiner Erfahrung) schöner, intensiver... oder auch erfüllender, wenn Liebe mit im Spiel ist.
Was ich mich ernsthaft frage ist: "Was macht eine "Jungfrau" so besonders und so "wertvoll"?"
Vor allen Dingen in der Definition, die wir seit der Einführung der monotheistischen Religionen haben.
In alter Zeit bedeutete Jung-Frau zu sein etwas anderes, als es heute gefordert wird.
Da war nichts von wegen: "Du darft keinen Sex vor der Ehe haben!" oder gar: "Du wirst verstoßen, wenn Du Sex vor der Ehe hattest!"
Sex ist, wie hier schon gesagt wurde, ein Grundbedrüfnis des Menschen, ebenso wie Essen und Trinken, das durch Verbot einfach tabuisiert wurde und auch noch heute wird.
Und ich persönlich denke und sehe es immer wieder, was für ein krankes Verhältnis es zur Sexualität in solchen Ländern gibt, in denen Sex ein Tabu-Thema ist.
Ausserdem gehe ich auch so weit, diese Tabuisierung dafür verantwortlich zu machen, dass es soetwas wie Vergewaltigung (innerhalb wie ausserhalb der Ehe und ganz egal, ob davon Frauen oder auch Männer betroffen sind), Kindesmissbrauch oder ähnliches überhaupt gibt.
Und ich persönlich denke auch, dass es viel schlimmer sein würde, wenn es die Damen des "Ältesten Gewerbes der Welt" nicht gäbe.
So verachtet und geächtet sie in der monotheistischen Welt auch (immernoch) sind.
Es wird heute so überrascht getan, dass es in solch einer aufgeklärten Zeit soetwas wie Vergewaltigungen und Kindesmissbrauch gibt, ja auch, dass die Zahlen immer weiter steigen.
Aber woran liegt es denn?
Schlicht und ergreifend daran, dass sich die Leute endlich trauen, darüber zu reden!
Ein Tabu ist, den Göttern sei Dank!, zum Teil zerbrochen, bzw. findet sein Ende.
Ich bin selbst Opfer von Kindesmissbrauchs geworden von Seiten eines Onkels, der sich Christ nennt und auch noch fünf weitere Mädels auf dem "Gewissen" hat.
Daher weiss ich, wie man sich fühlt... insbesondere dann, wenn man in einer sehr streng gläubigen Familie aufwächst...
Ich habe 11 Jahre meines Lebens geschwiegen! Aus Scham!
Und meine Familie verlangt von mir, dass ich die Klappe halte!
Wenn es nach ihnen ginge, so hätte ich meinen Onkel auch gar nicht anzeigen dürfen!-Es ist ja Familie, und das hätte man ja auch Familienintern regeln können.
Man will ja das "heile Familienbild" aufrecht erhalten.
Entschuldigt bitte, aber das finde ich wirklich asozial, unmenschlich und einfach nur widerlich!
Und dann auch noch: "Du musst ihm verzeihen! Dazu bist du verpflichtet!"
*Kopfkratz* Ach ja!
Also worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass eine Jungfrauen-Pflicht, bzw. ein Verbot des Sex vor der Ehe eigentlich eher kontraproduktiv ist.
1. Führt es dazu, dass "es" dann im "Dunkeln" geschieht
2. Führt es dazu, dass Sexualität generell als etwas böses und schlechtes angesehen wird, woraus dann
3. die Tabuisierung des Themas entsteht, woraus wiederum
4. das "Schlechte Gewissen" entsteht, wenn man es doch getan hat, das wiederum
5. zu Folge hat: Es wird verheimlicht und verschwiegen.
Und die Folgen, wenn dann Konsequenzen daraus entstehen, sprich eine Schwangerschaft können dann folgende sein:
6. Mutter wird zur Abtreibung gezwungen
7. Kind wird ausgesetzt
8. Kind wird nach der Geburt getötet
9. Mutter wird von der Familie verstoßen, weil sie die Familienehre befleckt hat
10. Mutter muss im schlimmsten Fall um ihr eigenes Leben fürchten.
Und das ist jetzt einfach mal "überschlagen".
Und es ist nun mal nicht zu übersehen, was für ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität herrscht.
Es wird sooft als etwas "unreines", "sündiges" oder sonst was dargestellt und angesehen, und da soll man dann auch noch Freude und Spaß bei empfinden?
(Achtung, Zynismus)
Ach, da vergass ich ja, dass Sex keine Freude machen darf!
(Achtung, Zynismus)
Ich persönlich denke, dass man nicht einfach sagen kann, auf dieses oder jenes Thema gehe ich nicht ein, weil es mit dem Thema "Sex vor der Ehe" nichts zu tun hat.
Ich persönlich denke, es hat sehr viel damit zu tun, da das eine das andere bedingt.
Sprich, die Einstellung, die man VOR einer Ehe zur Sexualität mitbekommt und sich aneignet prägt auch die Sexualität innerhalb der Ehe.
Und was ist mit Leuten, die sich entscheiden, lieber gar nicht zu heiraten?
Sollen die dann auf ewig keinen Sex haben?
Sollte daraus resultierend die Ehe zur Pflicht werden!
So, aber ich glaube, mein Roman reicht jetzt erst mal
Liebe Grüße
Feuerblitz
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