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Reformislam












Salam,

also ich habe den von Zaf-Ad verlinkten Text gelesen und sehe, das hier eine Menge Forderungen und Wuensche formuliert werden.
Jedoch wird wenig ueber die eigentliche Begruendung des Reformislams geschrieben.
Nichts ueber die Notwendigkeit einer Sunna, nichts ueber die Notwendigkeit einer Bezugsperson.
Es wird nichts geschrieben ueber die notwendigen psychologischen Methoden um aus einem, im Text bejammerten, Schattendasein eine kraftvolle Religionsvariante zu entablieren.

Die unbeantwortete Kernfrage bleibt:
Wer ist das Idol, zu dem der Glaeubige aufblicken kann, das er sich als Vorbild nehmen kann, dem er folgen kann, wenn nicht dem Propheten Mohammed? (Ein Weglassen einer solchen Galeonsfigur ist nicht moeglich)
Wenn ich jedoch dies tue, so sagt der reformierte islam, muss seine Lebensweise in die jetzige Zeit portiert werden.
Aber die Portierung wiederum ist hoechst spekulativ.
Denn mit gleichem Recht kann ich aus ihm so einen faschistischen und grausamen Feldherrn basteln wie einen innovativen Reformer, der ethische Werte in politische Realitaeten umsezt(e). Beide Gestalten lassen sich problemlos aus Quran und Sunna herleiten.

Insgesammt halte ich den Text deshalb fuer inkonsequent und oberflaechlich.

LG
Martin
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


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