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Hallo Phan,
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| Du siehst also einen Zusammenhang zwischen der materiellen Gier nach Gold und den Eigenschaften des Goldes die der höchsten Tugend gleichen? |
Der vermeintlichen höchsten Tugend!
Wir suchen die Tugend auf der materiellen Ebene, was Illusion ist.
Da wir spirituelle ewige individuelle Lebewesen sind, können wir in einer zeitweiligen, materiellen Atmosphäre niemals glücklich werden.
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| Oder bist du der Meinung Nietzsche hätte Gier nach Gold Propagiert? |
sicher nicht !
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Für Zarathustra ist Gott ein aus seinem Überfluss schnekendes Prinzip womit der z.B. Mit Meister Eckhart übereinstimmt
diese "Schenkende Tugend" soll auch der Mensch verwirklichen in dem er seine individuelle Seele findet und aus diesem Überfluss heraus schenkt daher auch das Gleichnis des Goldes bei den Inkas war Gold dem Sonnengott zugeordnet und Sonne und Gold haben die gleichen Eigenschaften die Sonne verausgabt sich ohne Eigennutz sie tuts einfach weil es ihrer Natur entspricht ohne an die Konsequenz zu denken dass sie dadurch zwangsläufig verlöschen wird |
In gewisser weise kann die Sonne als Gleichnis für Gott genommen werden.
Sie steht am Horizont und alles dreht sich um sie, obwohl es so aussehen mag als würde sie jeden Morgen aufgehen. ---> es ist jedoch nur unsere begrenzte Sichtweise die sie auf- und untergehen lässt.
Srila Viasadeva der Verfasser des Vedanta-sutra erklärt im Shrimad Bhagavatam, dem natürlichen Kommentar zum Vedanta-sutra, dass alle kosmischen Manifestationen aus Umwandlungen verschiedener Energien des Höchsten Herrn entstehen. ---> Schöpfung - Erhaltung - Vernichtung
Worauf ich hinaus will ist - Gott ist nicht Materie, Materie ist eine Energie Gottes. (aber da kommen wir wohl etwas vom Thema ab)
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| ich glaube in Indien muss man den Bettelmönchen sogar dankbar sein dass man ihnen etwas schenken durfte |
Ja das ist tatsächlich so, ABER
das Motiv spielt eine grosse Rolle.
UND
man hat damit nicht einfach "positives Karma" produziert = viel Genuss und Glück in der Zukunft, SONDERN man bekommt in der Zukunft die Möglichkeit auf dem Weg der Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod Fortschritt zu machen.
Ein ECHTER Bettelmönch geht nicht zu den Leuten um seinen Magen zu füllen (denn er sieht sich vollkommen abhängig vom Höchsten Herrn), sondern er geht zu den Leuten um sie über das wahre Ziel der menschlichen Lebensform zu informieren. Er ist also aus Gründen einer höheren Mission unterwegs.
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Zitat:
Du grosses Gestirn! Was wäre dein Glück, wenn du nicht Die hättest, welchen du leuchtest!
Ein weiterer hoch interessanter Punkt ist dieser Teil
Wenn Gott ein sich schenkendes Prinzip ist was wäre er ohne die die er beschenken kann? |
Ja, jetzt wirt es schon interessanter.
Es findet also ein Austausch statt.
Aber für diejenigen die Gott als LIEFERANTEN betrachten, auf das wir diese Welt kräftig geniessen können, ist Hopfen und Malz verloren.Denn weil wir EWIG sind und diese Welt ewig zeitweilig bleibt, können wir hier nicht glücklich werden - die Welt ist nicht dafür da, das wir sie verändern, sondern das sie uns verändert.
Wenn wir zum Punkt kommen wie Zarathustra; "geben ist seliger denn nehmen", müssen wir konsequenter weise erkennen, das wir Demjenigen ALLES zurückgeben von dem ALLES kommt.
Wir sind wie Blätter an einem Baum, die versuchen sich gegenseitig zu bewässern - aber da die einzelnen Blätter nicht alle Blätter des Baumes erreichen können (Grenzen ziehen zwischen Familie, Land, Sprache Kultur, Rasse, Religion, ja sogar Planet etc.) und auch keine Ahnung haben wie wir das "Wasser" in die Blätter hinein bringen - ist die ganze "Übung" zum scheitern verurteilt.
Erst wenn ALLE Blätter anfangen die Wurzel des Baumes - die Höchste Persönlichkeit Gottes - zu "bewässern", werden ALLE Blätter automatisch versorgt.
Denn der Höchste Herr wartet nur darauf, das wir anfangen wieder eine Beziehung, einen liebenden dienenden Austausch, mit Ihm aufzunehmen.
Der Versuch den "Wohltäter" in dieser Welt zu spielen, in dem man Nahrung verteilt, Brunnen bohrt, Krankenhäuser baut etc. - ist Illusion.
All das Leid in dieser Welt entsteht nur weil jeder glaubt er könne der Kontrollierende sein.
Das Wesen des individuellen Lebewesens ist es dem grössten und höchsten Lebewesen, Gott, zu dienen - dann wird es automatisch mit allem Notwendigen versorgt.
Je mehr der Mensch versucht der Kontrollierende zu sein, je mehr wird er zum Sklaven seines eigenen Systems.
Laut Vedanta, ist der einzige Aus-Weg aus diesem Labyrinth, der Prozess des Bhakti-yoga,
so wie ihn Shri Krishna in der Bhagavad-gita erklärt:
http://www.amazon.de/Bhagavad-Gita-.....8-1025633-9952566?ie=UTF8
Das ist die vollkommene Vedanta-Philosophie
Gruss
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