Sex vor der Ehe oder das Problem der Jungfernkult Religionen


Hallo ihr Lieben,

@zaf-ad,
in fortführung der Diskussion aus "In Gedenken an 9/11"!
http://www.geistigenahrung.org/viewtopic.php?p=88081#88081

Zitat:
Na, willkommen Sündezeit, sage ich da! Kein Wunder ist die Stunde nahe (54:1), wenn Menschen bereits beginnen in dieser Art zu denken - ohne jegliche Grenzen.
Ich sehe darin keineswegs ein grenzenloses Denken! Im Gegenteil! Die Probleme sind nun einmal da! Pädophilie, sexueller Mißbrauch, sexuelle Nötigung und Vergewalting sind Probleme, die wir beide ja wohl gleichgermaßen bekämpfen möchten. Das geht meines Erachtens nur, wenn wir über das was ist, auch offen reden! Schon der Gedanke, Sex vor der Ehe, also Sex ohne Fortpflanzunsabsicht, als Sünde zu Brandmarken und damit zu Tabuisieren halte ich für kontraproduktiv.

Die eigentliche Frage ist doch, wie bringe ich einem Menschen bei, richtig mit seinen Gefühlen und seiner Sexualität umzugehen! Das geht wie du richtig erkennst nur "ohne Zwang"! Die aktuelle Situation der Jungfernkult Religionen ist aber: "Es kann nicht sein, was nicht sein soll!" oder anders gesagt, mann gibt den jungen Menschen ein Idealbild ohne auch nur im ansatzt zu erklären, warum das Idela sein soll und wie man da hinkommt! Askese ist ja wohl keine Lösung für jedermann (ich kenne durchaus Männer die damit gar keinProblem haben, z.B. Unfallbedingt)! Auch fehlt mir hier der Weg, wie es denn weitergeht!

Nehmen wir doch mal die Situation zweier junger Menschen die das tatsächlich tun und erst Heiraten bevor sie überhaupt Sex hatten (tut ja heute fast keiner, aber mal rein theoretisch)! Da finden sich nun zwei Nichtschwimmer im Pool der Ehe und wollen sich schwimmen beibringen! Wie soll das gehen! Aus Bücher? Mutti anrufen? Allein dieses Beispiel zeigt doch schon das das Jungfernkult Verfahren gar nicht praktikabel ist! Oder sollen sich die beiden etwa damit begügend lediglich zu wissen, wie es geht und nie zu Erfahren, wie es schön ist!

Wenn der eine Erfahren ist und der ander nicht, OK, aber warum sollte das dann immer die Frau sein? Abgesehen davon, das wir dann ja schon wieder außerhalb des angeblich Idealen sind!

Oder ander Lage: Die zwei stellen im Bett fest, das sie allein schon Größenmäßig gar nicht zusammenpassen? Was nun? Scheidung? Ein Leben ohne echten Sex! Ein scheitern der Ehe ist in jedem Fall früher oder später abzusehen.

Es sollte ja auch bekannt sein, das das was Männer (von natur aus) als tollen Sex sehen, nicht das ist, was Frauen (von natur aus) als Erfüllung ihrer Träume wünschen! 43 Prozent aller Frauen hatten noch nie in ihrem Leben einen Orgasmus! 90% aller Frauen haben ihrem Mann schon mal einen Orgasmus vorgespielt!
Quelle: http://www.zeit.de/zeit-wissen/2005/05/Orgasmus.xml
Da stellt sich mir die Frage, können Männer die keinerlei Erfahrung haben außerhalb der vorgespielten Orgasmen ihrer Ehefrau, überhaupt ein gesundes Selbstbewußtsein entwickeln? Kann das denn Liebe sein? Ist das nicht vielmehr ein sexuelles Abhängigkeitsverhältniss! Kann bei einer Jungfernheirat überhaupt etwas anders entstehen, als ein sexuelles Abhängigkeitsverhältniss?

Zitat:
Liebe ist etwas, was Gott zwischen den Männern und Frauen gesetzt hat. Ein Geschenk für die Menschheit. Aber geschlechtlicher Kontakt ist NICHT die Erfüllung der Liebe.
Und da sind wir uns ja auch einig! Ich finde was für die Liebe gilt, gilt auch für den Sex! Und Sex in der Ehe oder in einer gleichwertigen Partnerschaft ist sicher am unproblematichsten! Aber es Leben heutzutage nun mal zwangsläufig nicht alle innerhalb einer Partnerschaft (berufbedingt z.B.)! Was machen denn die, die keinen Sexualpartner haben? Ich schlage vor, da ja wie gesagt nicht jeder zur Askese fähig ist, gelegentlich mal einen Profi aufzusuchen, der das Problem löst! Es gibt da auch genügend Damen die als erfahrene Amateure professionelle Arbeit leisten! Ich sehe darin nichts verwerfliches!

Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
Hallo Ihr Lieben,

ich bin gegen diesen Jungfernkult! Aber auch gegen Sex ohne Liebe!
Auch bin ich dafür, dass das jeder für sich entscheidet!

Sex im Idealfall, ist wenn Beide fähig zur völligen Hingabe aneinander
sind. Leider ist das oftmals nicht der Fall.
Aus eigenem Erleben weiß ich, dass die Bedürfnisse von Partner zu Partner unterschiedlich sind. Wird das nun erst in der Ehe feststellt, führt das auf lange Sicht zu einem Mißverhältnis in der Ehe, wodurch das Scheitern vorprogrammiert ist!

Auch ist die Sicht, Sex nur zum Fortpflanzen falsch! Sex ist genauso ein Grundbedürfnis des Menschen wie Essen, Trinken, Schlafen, Kommunikation. Das ist wissentschaftlich schon längst bewiesen.
Natürlich variiert dieses Bedürfnis von Mensch zu Mensch, genauso wie die anderen Bedürfnisse.
Ein geregeltes Sexualleben ist einfach rundum gesund!

Werden die Grundbedürfnisse des Menschen nicht bedient, leidet die Psyche, später stellen sich körperliche Symptome ein.

Engeljani
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Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. (Goethe)
Friede und Liebe sei mit dir, Heiko!

interessanter Standpunkt aus einer möglichen Sicht: http://www.submission.org/suras/app34.html

Zitat:
Probleme, die wir beide ja wohl gleichgermaßen bekämpfen möchten. Das geht meines Erachtens nur, wenn wir über das was ist, auch offen reden!


Stimmt!

Zitat:
Allein dieses Beispiel zeigt doch schon das das Jungfernkult Verfahren gar nicht praktikabel ist!


Dein Beispiel ist ein wenig zu weit gegriffen!

Genau die gleichen Fragen "Wie soll das gehen! Aus Bücher? Mutti anrufen?" kann man auch beim Beispiel "Sex VOR der Ehe" anwenden! Da hast du also argumentativ eher ein Eigentor geschossen, wenn du damit deinen Standpunkt verteidigen willst.

Die Frage: Die zwei stellen im Bett fest, das sie allein schon Größenmäßig gar nicht zusammenpassen? lässt mich wirklich nachdenken.

Die Frage finde ich ehrlich gesagt gut! Aber die Gegenfrage ist: Wieviele Mal kommt diese Situation schon vor? Das was du als Frage aufgeworfen hast, ist ein Spezialfall der Randgruppe (was natürlich auch behandelt werden sollte).

Die Frage "vorgespielter Orgasmus?" lasse ich ausser Acht, da es m.E. nicht um das eigentliche Thema geht.

Zitat:
Aber es Leben heutzutage nun mal zwangsläufig nicht alle innerhalb einer Partnerschaft (berufbedingt z.B.)! Was machen denn die, die keinen Sexualpartner haben? Ich schlage vor, da ja wie gesagt nicht jeder zur Askese fähig ist, gelegentlich mal einen Profi aufzusuchen, der das Problem löst! Es gibt da auch genügend Damen die als erfahrene Amateure professionelle Arbeit leisten! Ich sehe darin nichts verwerfliches!


Moralisch gesehen ist das eine Prostitution. Ist das wirklich so schwer, seine Jungfräulichkeit für sich zu behalten bis zur Ehe? Meine Mutter hat es geschafft und ist darüber froh. Viele weitere Frauen sind froh, als Jungfrauen in die Ehe eingestiegen zu sein.

Noch als eine Randbitte: Lass bitte die Extremfälle aus, wir versuchen hier über den Normalfall zu sprechen, ok?

Friede und Liebe!
Hallo Zaf-ad,

danke für deine Antwort! Auch heute gehört noch Mut dazu, sich mit diesem Thema zu befassen.

Zitat:
Noch als eine Randbitte: Lass bitte die Extremfälle aus, wir versuchen hier über den Normalfall zu sprechen, ok?


Da müßten wir das Thema ja komplett fallenlassen! Weil eine 18 jährige Jungfrau ist in unserer Deutschen gesellschaft ein Extremfall!

Zitat:
Dein Beispiel ist ein wenig zu weit gegriffen!

Stimmt in diesem Sinne, denn es kommt tatsächlich in unserem Land nicht vor. Schon zu meiner Zeit hatten die Mädchen spätestens mit 16 ihre ersten sexuellen Erfahrungen (vor allem die Katholischen). Das ist ja eben der Punkt. Es wird nicht praktiziert, weil es nicht praktikabel ist! Deswegen ist es Unsinnig diesen Methode "kein Sex vor der Ehe" gegen die Probleme einzusetzen! Es funktioniert nicht, also muß man was anderes tun.

Ich kann zwar einem 15jährigen schwangeren Mädchen sagen "Selbst schuld, hättest du dich mal an den Koran oder die Bibel gehalten..." Aber das löst kein Problem und hilft auch nicht!

Die Jungfrauenkult Religionen produzieren zwei Probleme:
1. Es wird eine Problemlösung in den Raum gestellt, die nicht Praktikabel ist! Dadurch wird die Suche nach anderen praktikablen Lösungen blockiert! Ergebniss: Der junge Mensch entwickelt eigene Methoden und entzieht sich der Führung. Das hat vor allem bei Männern schlimme Folgen. Ich erinnere an die Vergewaltigungen in Köln, wo die Türkischstämmigen mittlerweile die Mehrheit stellen oder die "Tournantes" Problematik in Paris. Kommt alles aus dieser Quelle.

2. Es wird überreagiert und der Mensch derart indoktriniert, das er schließ "Angst vor Sex " hat. Das habe ich in der Tat bei vielen Frauen aus diesen Kreisen festgestellt! Diese Angst verfolgt die ein leben Lang und wirkt auch weit in die Ehe hinein! Das sind dann Therapiefälle oder ein leben lang Missionarsstellung im dunkeln!

Du hast natürlich recht lieber Zaf-ad, das ist in der heutigen Generation zum Glück selten geworden, zumindest bei den Katholischen, der (sunnitische) Islam legt aber diese Problematik neu auf!

Zitat:
Wieviele Mal kommt diese Situation schon vor? Das was du als Frage aufgeworfen hast, ist ein Spezialfall der Randgruppe (was natürlich auch behandelt werden sollte).
Zu Groß, zu Klein - jeder zweite Fall! Zu Groß - es tut weh! Zu Klein - Beide (vor allem der Mann) hat wenig davon (ist als wenn man eine Gurke in den Hausflur wirft - du kennst den Witz)! In der Tat werden diese Probleme selten zum Trennungsgrund, schon bei nicht verheirateten Paaren. Aber es bohrt und man denkt, vielleicht ist ja dieses oder jenes Beziehungsproblem damit verknüpft, unsicherheit, daraus resultierend Eifersucht - ende der Beziehung!
Zitat:

Die Frage "vorgespielter Orgasmus?" lasse ich ausser Acht, da es m.E. nicht um das eigentliche Thema geht.

Ist nur eine Folge, man kommt nicht klar und spielt die heile Welt, statt sie zu leben!

Zitat:
Moralisch gesehen ist das eine Prostitution.

Selbstverständlich! Das älteste Gewerbe der Welt! "Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein" Es war eine Prostituierte die Jesus mit diesem Satz vor dem Tod bewahrte. Prostitution wäre längst nicht das Übel, wenn die Menschen keines daraus machen würden.
Zitat:
Ist das wirklich so schwer, seine Jungfräulichkeit für sich zu behalten bis zur Ehe? Meine Mutter hat es geschafft und ist darüber froh.
Ich dachte dabei auch nicht an die Frauen, sondern in erster Linie an die Männer! Ich kenne ehrlich keinen einzigen Mann, der als "Jungfrau" in die Ehe gegangen wäre.

Was die Frauen angeht...also eine Frau die einen Tampon benutzt, ist doch biologisch keine Jungfrau mehr! Je nachdem wie die Jungfernhaut angelegt ist, deflorieren sich die Mädchen selbst. Benutzen die Muslima kein Tampons?

Solche Extremfälle, wo sich türkische Mädchen die Jungfernhaut operativ wieder herstellen lassen, können wir allerdings wirklich weglassen. Das ist einfach nur krank! Kommt aber auch aus der selben Quelle! Das sind dann die Frauen die froh sind, als Jungfrauen in die Ehe eingestiegen zu sein.

Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
Hallo Ihr Lieben,
interessantes Thema.

Was mir immerwieder auffällt ist, dass immer von Frauen verlangt wird, Jungfrauen zu bleiben, was mich wiederum zu der Frage treibt:"Woran liegt das?"
Liegt es daran, weil die Frau für den Sündenfall verantwortlich gemacht wird, ja zum Teil auch selbst als die personifizierte Sünde angesehen wird?
Wenn man sich die Grundlagen für die Forderung nach Jungfrau sein ansieht, so sind diese meiner Meinung nach in der Bibel (mit dem Koran oder der Thora kenne ich mich nicht aus) ziemlich gut gegeben.
Aber wie steht auch in der Bibel "Prüfet alles, und das Gute behaltet!".


Wie stehe ich zum Sex vor der Ehe?
Ich gehe in vielen Dingen konform mit dem, was Heiko schreibt.
Ich gehe sogar soweit, dass ich sage, dass erst mit der Einführung der monotheistischen Religionen soetwas wie "Untreue" oder dem "Verbot" von Sex ausserhalb der Ehe aufkam.

Liebe und Sex sind für mich zwei verschiedene Dinge.
Es ist möglich mit einem Mann oder einer Frau zu schlafen, selbst wenn keine Liebe mit im Spiel ist-Einfach aus dem "Spaß an der Freude" heraus.
Sex wird aber (nach meiner Erfahrung) schöner, intensiver... oder auch erfüllender, wenn Liebe mit im Spiel ist.

Was ich mich ernsthaft frage ist: "Was macht eine "Jungfrau" so besonders und so "wertvoll"?"
Vor allen Dingen in der Definition, die wir seit der Einführung der monotheistischen Religionen haben.

In alter Zeit bedeutete Jung-Frau zu sein etwas anderes, als es heute gefordert wird.
Da war nichts von wegen: "Du darft keinen Sex vor der Ehe haben!" oder gar: "Du wirst verstoßen, wenn Du Sex vor der Ehe hattest!"
Sex ist, wie hier schon gesagt wurde, ein Grundbedrüfnis des Menschen, ebenso wie Essen und Trinken, das durch Verbot einfach tabuisiert wurde und auch noch heute wird.
Und ich persönlich denke und sehe es immer wieder, was für ein krankes Verhältnis es zur Sexualität in solchen Ländern gibt, in denen Sex ein Tabu-Thema ist.

Ausserdem gehe ich auch so weit, diese Tabuisierung dafür verantwortlich zu machen, dass es soetwas wie Vergewaltigung (innerhalb wie ausserhalb der Ehe und ganz egal, ob davon Frauen oder auch Männer betroffen sind), Kindesmissbrauch oder ähnliches überhaupt gibt.
Und ich persönlich denke auch, dass es viel schlimmer sein würde, wenn es die Damen des "Ältesten Gewerbes der Welt" nicht gäbe.
So verachtet und geächtet sie in der monotheistischen Welt auch (immernoch) sind.

Es wird heute so überrascht getan, dass es in solch einer aufgeklärten Zeit soetwas wie Vergewaltigungen und Kindesmissbrauch gibt, ja auch, dass die Zahlen immer weiter steigen.
Aber woran liegt es denn?
Schlicht und ergreifend daran, dass sich die Leute endlich trauen, darüber zu reden!
Ein Tabu ist, den Göttern sei Dank!, zum Teil zerbrochen, bzw. findet sein Ende.
Ich bin selbst Opfer von Kindesmissbrauchs geworden von Seiten eines Onkels, der sich Christ nennt und auch noch fünf weitere Mädels auf dem "Gewissen" hat.
Daher weiss ich, wie man sich fühlt... insbesondere dann, wenn man in einer sehr streng gläubigen Familie aufwächst...
Ich habe 11 Jahre meines Lebens geschwiegen! Aus Scham!
Und meine Familie verlangt von mir, dass ich die Klappe halte!
Wenn es nach ihnen ginge, so hätte ich meinen Onkel auch gar nicht anzeigen dürfen!-Es ist ja Familie, und das hätte man ja auch Familienintern regeln können.
Man will ja das "heile Familienbild" aufrecht erhalten.
Entschuldigt bitte, aber das finde ich wirklich asozial, unmenschlich und einfach nur widerlich!
Und dann auch noch: "Du musst ihm verzeihen! Dazu bist du verpflichtet!"
*Kopfkratz* Ach ja!



Also worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass eine Jungfrauen-Pflicht, bzw. ein Verbot des Sex vor der Ehe eigentlich eher kontraproduktiv ist.
1. Führt es dazu, dass "es" dann im "Dunkeln" geschieht
2. Führt es dazu, dass Sexualität generell als etwas böses und schlechtes angesehen wird, woraus dann
3. die Tabuisierung des Themas entsteht, woraus wiederum
4. das "Schlechte Gewissen" entsteht, wenn man es doch getan hat, das wiederum
5. zu Folge hat: Es wird verheimlicht und verschwiegen.
Und die Folgen, wenn dann Konsequenzen daraus entstehen, sprich eine Schwangerschaft können dann folgende sein:
6. Mutter wird zur Abtreibung gezwungen
7. Kind wird ausgesetzt
8. Kind wird nach der Geburt getötet
9. Mutter wird von der Familie verstoßen, weil sie die Familienehre befleckt hat
10. Mutter muss im schlimmsten Fall um ihr eigenes Leben fürchten.

Und das ist jetzt einfach mal "überschlagen".

Und es ist nun mal nicht zu übersehen, was für ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität herrscht.
Es wird sooft als etwas "unreines", "sündiges" oder sonst was dargestellt und angesehen, und da soll man dann auch noch Freude und Spaß bei empfinden?

(Achtung, Zynismus)
Ach, da vergass ich ja, dass Sex keine Freude machen darf!
(Achtung, Zynismus)

Ich persönlich denke, dass man nicht einfach sagen kann, auf dieses oder jenes Thema gehe ich nicht ein, weil es mit dem Thema "Sex vor der Ehe" nichts zu tun hat.
Ich persönlich denke, es hat sehr viel damit zu tun, da das eine das andere bedingt.
Sprich, die Einstellung, die man VOR einer Ehe zur Sexualität mitbekommt und sich aneignet prägt auch die Sexualität innerhalb der Ehe.


Und was ist mit Leuten, die sich entscheiden, lieber gar nicht zu heiraten?
Sollen die dann auf ewig keinen Sex haben?
Sollte daraus resultierend die Ehe zur Pflicht werden!



So, aber ich glaube, mein Roman reicht jetzt erst mal


Liebe Grüße
Feuerblitz
_________________
Alle Göttinnen sind EINE Göttin,
alle Götter sind EIN Gott
und zusammen sind sie EINS.
Hallo Feuerblitz,

vielen Dank für deinen Post! Als Betroffene zu diesem Thema beizutragen nötig mir den allergrößten Respekt ab! Hut ab und verbeugung!
Zitat:

Was ich mich ernsthaft frage ist: "Was macht eine "Jungfrau" so besonders und so "wertvoll"?"
Das ist eine Schlüsselfrage! Ich denke das kommt nur aus dem männlichen Besitzdenken! Denn Männer halten sich nie and diese "Jungfräulichkeit" (wozu auch, kann ja keiner Kontrollieren) und somit ist der Mann von vorne herein in der Beziehung der Überlegenen, sogenannte Fachautorität! Wie sagt man doch gleich "Im Reich der Blinden ist der Einäugige König"! Besitzdenken und Pädophilie gehören aber unbedingt zusammen! Was macht denn ein kindliches Mädchen für einen Mann interessant? Die sogenannten sexuellen Reize sind ja noch gar nicht entwickelt! Er ist die absolute Macht darüber! Sein gegenüber hat keine eigenen Wünsche und auch keinen eigenen Willen (der stark genug wäre). Kurz das Opfer wird zum Besitz! Ich bin Überzeugt, wenn wir Pädophilie, Vergewaltigung und sexuellen Mißbrauch bekämpfen wollen, dann geht es im wesentlichen gegen Besitzdenken in der Geschlechterbeziehung!

Die Bahai haben da einen wunderschönen Denkansatz: Mann und Frau sind wie die Schwingen eines Vogels, nur wenn beide gleich stark sind, kann der Vogel fliegen!

In den Jungfrauenkult Religionen aber ist die Frau von vorneherein, systembedingt Unterlegen. Zum sklavischen Besitz ist es dann nur noch ein kleiner Schritt! Und der nächste Schritte ist dann Vergewaltigung und sexueller Mißbrauch.
Zitat:

Ausserdem gehe ich auch so weit, diese Tabuisierung dafür verantwortlich zu machen, dass es soetwas wie Vergewaltigung (innerhalb wie ausserhalb der Ehe und ganz egal, ob davon Frauen oder auch Männer betroffen sind), Kindesmissbrauch oder ähnliches überhaupt gibt.
Das möchte ich besonders unterstreichen! In einer Welt in der man darüber nicht redet, haben die Täter leichtes Spiel. Und da sind wir beim Hauptproblem der islamischen Kultur! Hier geht man ja so weit "nicht mehr Jungfrauen" zu bestrafen, in der Türkei durch Familie und Gesellschaft in den Scharia Staaten sogar per Gesetzt. Das hat zur Folge, das Vergewaltigungen nicht mehr angezeigt werden (sieht natürlich in den offiziellen Statistiken toll aus: Fast keine Vergewaltigungen im Iran). Als Alibi werden dann noch gegen Vergewaltiger drakonische Strafen verhängt (Todesstrafe). Aber da es ja keine Vergewaltiger gibt.....

Zitat:
Und ich persönlich denke auch, dass es viel schlimmer sein würde, wenn es die Damen des "Ältesten Gewerbes der Welt" nicht gäbe.
In der Tat! Auch wenn bei der Miete theoretisch ja auch ein vorübergehendes Besitzverhältniss zustande kommt. Welches allerdings ordentlich Vertraglich geregelt ist (die AGB´s sind jedem Freier geläufig)! Aber wirklich nur theoretisch, praktisch funktioniert Prostitution nur dann im moralisch vertretbaren Rahmen, solange der Auftragnehmer auch wirklich der Auftragnehmer ist und kein Sexsklave! Zwangsprostitution stelle ich mit Pädophilie auf eine Stufe. Ist aber völlig Unnötig, denn Personalmangel besteht in diesem Gewerbe nicht! Wenn es nicht so verrufen wäre, würden sich auch die vielen Amateure ein Geschäftsschild an die Tür hängen. Monatseinkommen von 10000 bis 20000 Euro korrumpieren nun mal! Besonders Frauen die gelernt haben, das Sex gefälligst keine Freude zu bereiten hat (sondern Arbeit ist!) Und da haben wir den Zusammenhang: Jungfernkult Religionen stehen der Prostitution nicht entgegen, sie verursachen sie!

Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
Hallo ihr Lieben,

eine Meldung zum Thema:

Die staatlich iranische Nachrichtenagentur ILNA berichtet im Juli das im Iran so um die 300.000 Frauen und Mädchen von zuhause weggelaufen sind und auf der Straße leben. Meistens nach einer Vergewaltigung, werden sie von ihrer eigenen Familie verstoßen. Unter diesen sind zum Teil neunjährige Mädchen. Statistiken zeigen, dass es im Iran mit die höchste Zahl von zu Hause geflüchteter und vertriebener Frauen gibt, speziell in der Gegend um die heiligen Städte Qom und Mashad.

Quelle: http://www.iranfocus.com/modules/news/article.php?storyid=9002
Zitat:
The state-run news agency ILNA reported in July that there were some 300,000 run-away women and girls in Iran and that 86 percent of girls who ran away from their homes for the * time were raped. The majority of such victims are rejected by their families if they choose to return after having been raped.


Jungfernkult Religionen stehen dem Sexuellen Mißbrauch nicht entgegen, sie verursachen ihn!

Wie werden die wohl ihren Lebensunterhalt bestreiten?

Gruß Heiko
_________________
Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
Hallo Heiko,
danke
Ich kann und will einfach nicht wegsehen oder weghören.
Und ich persönlich finde es einfach nur übel und feige, dass Religionsangehörige, egal welcher Glaubensrichtung, die "Schuld" immer bei den Gläubigen suchen und nicht in ihrem eigenen System.
Aber es ist ja einfacher die Verantwortung auf andere abzuwälzen, als die Verantwortung zu übernehmen...
*Kopfschüttel*


Zitat:
Ich denke das kommt nur aus dem männlichen Besitzdenken! Denn Männer halten sich nie and diese "Jungfräulichkeit" (wozu auch, kann ja keiner Kontrollieren) und somit ist der Mann von vorne herein in der Beziehung der Überlegenen, sogenannte Fachautorität! Wie sagt man doch gleich "Im Reich der Blinden ist der Einäugige König"!


Das erstaunliche ist, dass grade die monotheistischen Religionen eigentliche eine Religion der Männer und des "Patriarchats" sind, die ja (eigentlich) für sich in Anspruch nehmen, alles viel besser zu machen und das durch sie das Heil der Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) kommt.
Und Frauen haben da nicht wirklich Platz.
Nicht als eigenständiges Wesen, nicht als Individuum.
Ich gehe hierbei von den Schriften aus, die soetwas eindeutig belegen (ich kann mich aber hier nur auf die Bibel beziehen, weil ich die anderen kaum kenne).
Das manche Menschen dies anders auslegen und anders handhaben (mittlerweile, wohl gemerkt) finde ich persönlich sehr, sehr gut und positiv.

Ich denke, dass Besitzdenken, was Du hier ansprichst hat ganz gewaltig mit den entsprechenden Religionen zu tun.
In welcher Religion kommt es denn vor, dass Männer höher gestellt sind, als Frauen?
Das sie mehr Rechte haben und "wichtiger" sind als diese?
Es ist hauptsächlich ein Merkmal der monotheistischen, patriarchalen Religionen.
Leider.

Und selbst wenn man die Religion mal versucht aussen vor zu lassen (was nicht einfach ist, weil das gesamte Gesellschaftssystem darauf aufgebaut ist) und hinterfragt, warum ein Mann es nötig hat, eine Frau als Besitz oder als Gebrauchsgegenstand zu sehen, den man benutz und dann einfach weglegt...
Das ist für mich einfach unbegreiflich... und abstoßend.

Manche sagen, diese Männer haben selbst unter einer herrschsüchtigen Mutter gelitten und können nur so ihr Selbstbewusstsein aufmöbeln.
Andere sagen, es liegt einfach nur an dem niedrigen Selbstwertgefühl.
Wieder andere sind der Meinung, die Leute sind einfach nur auf Unterdrückung aus, weil es ihnen Spaß macht...

Ich persönlich denke, dass solche Ansichten nur sehr oberflächlich an den eigentlichen Problemen kratzen.
Denn ich denke, das bei vielen Menschen (ob nun Mann oder Frau) schlicht und ergreifend (wie gesagt) das gestörte Verhältnis zur eigenen Sexualität und der Sexualität anderer ein Auslöser für diese Probleme ist.



Zitat:
Ich bin Überzeugt, wenn wir Pädophilie, Vergewaltigung und sexuellen Mißbrauch bekämpfen wollen, dann geht es im wesentlichen gegen Besitzdenken in der Geschlechterbeziehung!


Da sprichst Du ein wahres Wort "gelassen" aus.
Allerdings wird da an den Grundfesten gerüttelt und zwar nicht nur den gesellschaftlichen, sondern auch an den religiösen.
Wie gesagt, ich finde es einerseits äusserst interessant und faszinieren, andererseits bin ich völlig entsetzt darüber, wie sehr die monotheistischen Religionen mit dem Staatsgefüge (auch hier in Deutschland, da brauch man gar nicht so weit in die arabische Welt oder sonst wo hingucken) verwoben sind.

Es geht dann nicht nur um das Besitzdenken in der Geschlechterbeziehung, was die "Unterdrückung" angeht, sondern auch um die Frage der Defintion von Treue oder "Ehebruch" oder ähnliches.
Denn im Prinzip ist das Verlangen von Treue auch nichts anderes als aus dem Besitzdenken entsprungen


Zitat:
Die Bahai haben da einen wunderschönen Denkansatz: Mann und Frau sind wie die Schwingen eines Vogels, nur wenn beide gleich stark sind, kann der Vogel fliegen!


Das kann ich nur unterschreiben.
Eine sehr schöne Erkenntnis in einem sehr passenden Gleichnis dargestellt.


Zitat:
In den Jungfrauenkult Religionen aber ist die Frau von vorneherein, systembedingt Unterlegen. Zum sklavischen Besitz ist es dann nur noch ein kleiner Schritt! Und der nächste Schritte ist dann Vergewaltigung und sexueller Mißbrauch.


*nick*
Genau dass wollte ich mit dem obigen ausdrücken.

Zitat:
Das möchte ich besonders unterstreichen! In einer Welt in der man darüber nicht redet, haben die Täter leichtes Spiel. Und da sind wir beim Hauptproblem der islamischen Kultur!


Nun ja, sich da auf nur eine Kultur zu beschränken (hier auf die islamische) ist sehr einfach.
Man sollte nicht die Augen davor verschließen, was in der eigenen Kultur von Statten geht.
Es ist in manchen Gegenden Deutschlands immernoch so, dass man über Vergewaltigung und Kindesmissbrauch nicht redet.
Es ist einfach ein Tabuthema-und das unter Christen!

Ich habe eine junge, türkische Frau kennengelernt, die mehrfach von ihrem Mann vergewaltigt wurde und die zu ihrer Familie damit gegangen ist.
Und die Familie stand hinter ihr! Da hat ihr Mann tierischen Ärger, sowohl mit der Polizei als auch der Sippe dieser jungen Frau bekommen!
Und was ist hier in Deutschland?
Ich kenne mittlerweile drei Hände voll Mädels, die von Familienmitgliedern vergewaltigt oder missbraucht wurden, sei es Opa, sei es Vater, Bruder oder Onkel.
Und was wird in deutschen Familien gemacht? Weg gesehen!
Und das beste ist, dass einem dann so tolle Bibelsprüche an den Kopf geknallt werden wie: "Richtet nicht, auf das ihr nicht gerichtet werdet!"

Sorry, aber so pauschalisieren kann man es nicht.
Die christliche Kultur ist um keinen Deut besser, als die islamische oder die jüdische oder eine andere patriarchal-orientierte Relgion/Kultur.

Zitat:
Und da haben wir den Zusammenhang: Jungfernkult Religionen stehen der Prostitution nicht entgegen, sie verursachen sie!


Hmmm... nun jaaaa... ich sehe das ganze etwas anders.
Ich denke nicht, dass Prostitution und Jungfernkult Religionen in einem direkten Zusammenhang stehen, geschweige denn, das sie sich bedingen.

Es steht schon dem entgegen, dass dieses "Gewerbe" älter ist, als die monotheistischen Religionen.




Liebe Grüße
Feuerblitz
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Alle Göttinnen sind EINE Göttin,
alle Götter sind EIN Gott
und zusammen sind sie EINS.
Hallo Ihr Lieben,

vor zwei Wochen wurden hier auf einem Campingplatz im Nachbarort zwei neunjährige Jungs sexuell mißbraucht/vergewaltigt! Der Täter - ein Bekannter! Statistisch wird jedes dritte Mädchen und jeder sechste Junge in Deutschland sexuell mißbraucht. Die Täter sind in der mehrzahl Familienangehörige oder Bekannte!

http://www.praevention.org/taeter.htm
Zitat:
Wer sind die Täter und wie werden sie dazu?

In der Öffentlichkeit besteht eine weit verbreitete, aber falsche Vorstellung vom sogenannten ‘Sexualstraftäter’ oder 'Triebtäter’. Oft werden sie als unattraktiv, pervers oder krank wahrgenommen und/oder dargestellt. Viele glauben, Missbraucher könnten ihre (gesteigerten) Sexualtriebe nicht unter Kontrolle bringen und seien diesen Affekten hilflos ausgeliefert oder aber sie seien einfach psychisch ‘krank’. Dieser Auffassung stehen Untersuchungen entgegen, die belegen, dass Missbrauchstäter ganz normale Männer sind, ohne psychisch krankhafte Befunde, die sehr genau wissen, was sie tun. Denn sie planen ihre sexuell motivierten Gewalttaten sorgfältig, um nicht "erwischt" zu werden. Missbraucher werden deshalb selten in Verbindung gebracht mit Erfolg, Ansehen und Beliebtheit und sind deshalb auch nicht im eigenen Bekanntenkreis oder in der Verwandtschaft anzutreffen. Dennoch wird immer wieder versucht, sie als "krank" darzustellen. Diese Versuche zeigen nur das Bestreben, das "Schreckliche" zu verleugnen und sich selbst davon zu distanzieren. Die immer noch weit verbreitete Annahme, die Täter seien ‘böse, fremde Männer’, die die Kinder bedrohen und gefährden, ist falsch, denn die Bedrohung geht ja gerade meist von Vertrauenspersonen aus. In den letzten Jahren wurde auch bekannt, dass auch Frauen Sexuellen Missbrauch verüben, manchmal auch gemeinsam mit dem Partner. Ca. 90% der Täter sind jedoch Männer und ca. 10% Frauen.
Zitat:
Täterverhalten

Die Entstehung und Ausübung von Täterverhalten wird unterschiedlich interpretiert.

Einerseits wird es als Folge der männlichen Sozialisation und als Teil der männlichen Gesellschaftsordnung gesehen, das von Männern erwartet, über andere Macht auszuüben und sich zu "behaupten". Andererseits wird es verstanden als Ausdrucksmöglichkeit eines machtlosen Menschen, der Sexuellen Missbrauch als Kompensation von Hilflosigkeit und Ohnmacht ausübt. Indem er sexuelle Gewalt anwendet, das Opfer demütigt und ihm demonstriert ein ‘richtiger Kerl’ zu sein, kann er sich beweisen, dass er mächtig und stark ist. Ein weiteres Erklärungsmodell zur Täterentwicklung besteht in der Annahme, dass sich das missbrauchte männliche Kind mit ehemaligen Missbraucher identifiziert und hierin eine Möglichkeit sieht, eigene Opfererfahrungen und Ohnmachtgefühle zu überwinden. Dies erklärt jedoch nicht, warum Mädchen, die ja um ein Vielfaches häufiger Opfer Sexuellen Missbrauchs sind, diese Reaktion sehr viel seltener zeigen. Sehr viele Mädchen stehen sehr wenigen Jungen als Opfer gegenüber, werden aber sehr viel seltener später Täterinnen Sexuellen Missbrauchs.

Zitat:
Einige "typische" Merkmale von Tätern

* Sie sind nicht in der Lage, ihre Bedürfnisse von denen des Kindes zu unterscheiden.
* Kindliche Bedürfnisse nach Zuwendung und Zärtlichkeit deuten Täter im eigenen Interesse um als Verlangen des Kindes nach sexuellen Kontakten. Hieraus wird deutlich, dass es sich auf diesem Hintergrund in der Regel nicht um einmalige Taten, sondern um Wiederholungstaten handelt.
* Nur selten sind die Täter männlicher Opfer homosexuelle Männer, sondern überwiegend heterosexuell orientiert. Oft sind sie verheiratet und die meisten von ihnen wären erstaunt, wenn man sie als homosexuell bezeichnen wÜrde.

In den letzten Jahren wurde bekannt, dass 1/3 der Täter Jugendliche (teilweise bis 21 Jahre) sind, 2/3 sind Erwachsene.

über die Vorbeziehung zwischen Opfer und Täter gibt es sehr unterschiedliche Darstellungen. Ging man bis vor einigen Jahren noch davon aus, dass die Täter "Fremde" sind, so ist im Gegensatz hierzu heute bekannt, dass sich Täter und Opfer kennen, ja sogar Verwandt sind. Etwa die Hälfte aller Täter kommt aus der direkten Familie (Vater[-figuren], Bruder, Großvater, Mutter, Schwester, Großmutter). Nur etwa 6% aller Täter sind dem Opfer vorher völlig unbekannt.

* Die Täter sind nicht geisteskrank wie gerne angenommen wird, sondern zeigen im Verhältnis zur "Normalbevölkerung" keine vermehrten psychologischen Störungen; sie sind demnach normal entwickelte Persönlichkeiten.
* Sexueller Missbrauch ist in allen Gesellschaftsschichten vertreten und es lässt sich keine spezielle soziale Herkunft feststellen. Es handelt sich keinesfalls um ein Problem der sozial Schwachen oder geringer Gebildeten.
* Untersuchungen haben gezeigt, dass sie keine einheitliche, typische Täterpersönlichkeit zeigen. Sie sind weder psychisch, noch im Sozialverhalten in irgendeiner Weise auffällig, im Gegenteil, sie sind eher unauffällig und den herrschenden Normen angepasst, was Für sie der wirksamste Schutz gegenüber Anschuldigungen und Verdächtigungen ist.
* Auffällig ist jedoch ihre ausgeprägte, sexistische Grundhaltung und ihr Anspruch auf Höherwertigkeit und Vormachtstellung von Männern gegenüber Frauen.


Es lohn sich die ganze Seite zu lesen, ist für alle Eltern pflicht:
http://www.praevention.org/taeter.htm

Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
Und das hier ist noch ganz besonders wichtig!

http://www.praevention.org/taeter.htm
Zitat:
Welche Faktoren tragen dazu bei, dass ein Mann sich zum Täter entwickeln kann?

Gesellschaftsbedingte Faktoren:
- Patriarchale Ideologie von männlicher Verfügungsgewalt Gegenüber Frau und Kind.
- Machtungleichheit zwischen Erwachsenen und Kindern.
- Die männliche Tendenz, emotionale Bedürfnisse (z.B. nach Zuwendung, Zärtlichkeit) zu sexualisieren.
- Kulturelle Darstellung der (weiblichen) Sexualität als Ware (Werbung, Pronographie).
- Gesellschaftliche Akzeptanz und Unterstützung aggressiven Sexualverhaltens von Männern.
- Erotisierung von Kinderdarstellungen in der Werbung und In Filmen, Zunahme der Kinderpornographie.
- Gesellschaftliche Toleranz gegenüber sexuellem Interesse an Mädchen (Lolita-Mythos, Pädosexualität).
- Männliche Sozialisation zu Machtausübung und Dominanz gegenüber Schwächeren.
- Geringfügiges Strafverfolgungsrisiko.
- Soziale Toleranz gegenüber abweichendem Verhalten unter Alkoholeinfluß.

Persönlichkeitsbedingte Faktoren:
- Emotionale Unreife.
- Flucht in sexuelle Kontakte zum Kind. Diese werden als emotional bereichernd erlebt.
- Emotionale Identifikation mit dem Kind.
- Hemmung oder Weigerung, eine altersangemessene und partnerschaftliche Beziehung zu einer erwachsenen Partnerin einzugehen.
- Sexuelle Versagensangst und unzureichende soziale Kompetenzen (Konflikte, Frustrationstoleranz).
- Kompensation eigener Opfererfahrungen oder "Rache".
- Geringes Selbstwertgefühl.
- Repressive Normen bezüglich Masturbation und außerehelichen Beziehungen.
- Einfluss von Alkohol.
- Verharmlosung des verursachten Schadens.

Familien- und beziehungsbedingte Faktoren:
- Die sozialen Regeln (Inzesttabu) verlieren ihre enthemmende Wirkung.
- Mangelnde "inzestvermeidende" Mechanismen (falsches Rollenverständnis von Kindern, z.B. PartnerInnenersatz, fehlende Intimität)
- Keine direkte (leibliche) Verwandtschaft zum Kind.
- Das Kind ist emotional und sozial vernachlässigt.
- Das Kind ist isoliert.


Ihr seht, da ist für alle Religionen, gesellschaftlichen Gruppen und Vereine was dabei, was sie in Zukunft besser machen können und dringend müßen!

Die Informationen stammen von der Internetpräsenz der Bundesarbeitsgemeinschaft Prävention & Prophylaxe e.V.! Sie sind sehr professionel Erarbeitet, sorgfältig zusammengestellt und entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand!

Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!