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Hallo Ihr Lieben,
vor zwei Wochen wurden hier auf einem Campingplatz im Nachbarort zwei neunjährige Jungs sexuell mißbraucht/vergewaltigt! Der Täter - ein Bekannter! Statistisch wird jedes dritte Mädchen und jeder sechste Junge in Deutschland sexuell mißbraucht. Die Täter sind in der mehrzahl Familienangehörige oder Bekannte!
http://www.praevention.org/taeter.htm
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Wer sind die Täter und wie werden sie dazu?
In der Öffentlichkeit besteht eine weit verbreitete, aber falsche Vorstellung vom sogenannten ‘Sexualstraftäter’ oder 'Triebtäter’. Oft werden sie als unattraktiv, pervers oder krank wahrgenommen und/oder dargestellt. Viele glauben, Missbraucher könnten ihre (gesteigerten) Sexualtriebe nicht unter Kontrolle bringen und seien diesen Affekten hilflos ausgeliefert oder aber sie seien einfach psychisch ‘krank’. Dieser Auffassung stehen Untersuchungen entgegen, die belegen, dass Missbrauchstäter ganz normale Männer sind, ohne psychisch krankhafte Befunde, die sehr genau wissen, was sie tun. Denn sie planen ihre sexuell motivierten Gewalttaten sorgfältig, um nicht "erwischt" zu werden. Missbraucher werden deshalb selten in Verbindung gebracht mit Erfolg, Ansehen und Beliebtheit und sind deshalb auch nicht im eigenen Bekanntenkreis oder in der Verwandtschaft anzutreffen. Dennoch wird immer wieder versucht, sie als "krank" darzustellen. Diese Versuche zeigen nur das Bestreben, das "Schreckliche" zu verleugnen und sich selbst davon zu distanzieren. Die immer noch weit verbreitete Annahme, die Täter seien ‘böse, fremde Männer’, die die Kinder bedrohen und gefährden, ist falsch, denn die Bedrohung geht ja gerade meist von Vertrauenspersonen aus. In den letzten Jahren wurde auch bekannt, dass auch Frauen Sexuellen Missbrauch verüben, manchmal auch gemeinsam mit dem Partner. Ca. 90% der Täter sind jedoch Männer und ca. 10% Frauen. |
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Täterverhalten
Die Entstehung und Ausübung von Täterverhalten wird unterschiedlich interpretiert.
Einerseits wird es als Folge der männlichen Sozialisation und als Teil der männlichen Gesellschaftsordnung gesehen, das von Männern erwartet, über andere Macht auszuüben und sich zu "behaupten". Andererseits wird es verstanden als Ausdrucksmöglichkeit eines machtlosen Menschen, der Sexuellen Missbrauch als Kompensation von Hilflosigkeit und Ohnmacht ausübt. Indem er sexuelle Gewalt anwendet, das Opfer demütigt und ihm demonstriert ein ‘richtiger Kerl’ zu sein, kann er sich beweisen, dass er mächtig und stark ist. Ein weiteres Erklärungsmodell zur Täterentwicklung besteht in der Annahme, dass sich das missbrauchte männliche Kind mit ehemaligen Missbraucher identifiziert und hierin eine Möglichkeit sieht, eigene Opfererfahrungen und Ohnmachtgefühle zu überwinden. Dies erklärt jedoch nicht, warum Mädchen, die ja um ein Vielfaches häufiger Opfer Sexuellen Missbrauchs sind, diese Reaktion sehr viel seltener zeigen. Sehr viele Mädchen stehen sehr wenigen Jungen als Opfer gegenüber, werden aber sehr viel seltener später Täterinnen Sexuellen Missbrauchs. |
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Einige "typische" Merkmale von Tätern
* Sie sind nicht in der Lage, ihre Bedürfnisse von denen des Kindes zu unterscheiden.
* Kindliche Bedürfnisse nach Zuwendung und Zärtlichkeit deuten Täter im eigenen Interesse um als Verlangen des Kindes nach sexuellen Kontakten. Hieraus wird deutlich, dass es sich auf diesem Hintergrund in der Regel nicht um einmalige Taten, sondern um Wiederholungstaten handelt.
* Nur selten sind die Täter männlicher Opfer homosexuelle Männer, sondern überwiegend heterosexuell orientiert. Oft sind sie verheiratet und die meisten von ihnen wären erstaunt, wenn man sie als homosexuell bezeichnen wÜrde.
In den letzten Jahren wurde bekannt, dass 1/3 der Täter Jugendliche (teilweise bis 21 Jahre) sind, 2/3 sind Erwachsene.
über die Vorbeziehung zwischen Opfer und Täter gibt es sehr unterschiedliche Darstellungen. Ging man bis vor einigen Jahren noch davon aus, dass die Täter "Fremde" sind, so ist im Gegensatz hierzu heute bekannt, dass sich Täter und Opfer kennen, ja sogar Verwandt sind. Etwa die Hälfte aller Täter kommt aus der direkten Familie (Vater[-figuren], Bruder, Großvater, Mutter, Schwester, Großmutter). Nur etwa 6% aller Täter sind dem Opfer vorher völlig unbekannt.
* Die Täter sind nicht geisteskrank wie gerne angenommen wird, sondern zeigen im Verhältnis zur "Normalbevölkerung" keine vermehrten psychologischen Störungen; sie sind demnach normal entwickelte Persönlichkeiten.
* Sexueller Missbrauch ist in allen Gesellschaftsschichten vertreten und es lässt sich keine spezielle soziale Herkunft feststellen. Es handelt sich keinesfalls um ein Problem der sozial Schwachen oder geringer Gebildeten.
* Untersuchungen haben gezeigt, dass sie keine einheitliche, typische Täterpersönlichkeit zeigen. Sie sind weder psychisch, noch im Sozialverhalten in irgendeiner Weise auffällig, im Gegenteil, sie sind eher unauffällig und den herrschenden Normen angepasst, was Für sie der wirksamste Schutz gegenüber Anschuldigungen und Verdächtigungen ist.
* Auffällig ist jedoch ihre ausgeprägte, sexistische Grundhaltung und ihr Anspruch auf Höherwertigkeit und Vormachtstellung von Männern gegenüber Frauen. |
Es lohn sich die ganze Seite zu lesen, ist für alle Eltern pflicht:
http://www.praevention.org/taeter.htm
Gruß Heiko
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Und das hier ist noch ganz besonders wichtig!
http://www.praevention.org/taeter.htm
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Welche Faktoren tragen dazu bei, dass ein Mann sich zum Täter entwickeln kann?
Gesellschaftsbedingte Faktoren:
- Patriarchale Ideologie von männlicher Verfügungsgewalt Gegenüber Frau und Kind.
- Machtungleichheit zwischen Erwachsenen und Kindern.
- Die männliche Tendenz, emotionale Bedürfnisse (z.B. nach Zuwendung, Zärtlichkeit) zu sexualisieren.
- Kulturelle Darstellung der (weiblichen) Sexualität als Ware (Werbung, Pronographie).
- Gesellschaftliche Akzeptanz und Unterstützung aggressiven Sexualverhaltens von Männern.
- Erotisierung von Kinderdarstellungen in der Werbung und In Filmen, Zunahme der Kinderpornographie.
- Gesellschaftliche Toleranz gegenüber sexuellem Interesse an Mädchen (Lolita-Mythos, Pädosexualität).
- Männliche Sozialisation zu Machtausübung und Dominanz gegenüber Schwächeren.
- Geringfügiges Strafverfolgungsrisiko.
- Soziale Toleranz gegenüber abweichendem Verhalten unter Alkoholeinfluß.
Persönlichkeitsbedingte Faktoren:
- Emotionale Unreife.
- Flucht in sexuelle Kontakte zum Kind. Diese werden als emotional bereichernd erlebt.
- Emotionale Identifikation mit dem Kind.
- Hemmung oder Weigerung, eine altersangemessene und partnerschaftliche Beziehung zu einer erwachsenen Partnerin einzugehen.
- Sexuelle Versagensangst und unzureichende soziale Kompetenzen (Konflikte, Frustrationstoleranz).
- Kompensation eigener Opfererfahrungen oder "Rache".
- Geringes Selbstwertgefühl.
- Repressive Normen bezüglich Masturbation und außerehelichen Beziehungen.
- Einfluss von Alkohol.
- Verharmlosung des verursachten Schadens.
Familien- und beziehungsbedingte Faktoren:
- Die sozialen Regeln (Inzesttabu) verlieren ihre enthemmende Wirkung.
- Mangelnde "inzestvermeidende" Mechanismen (falsches Rollenverständnis von Kindern, z.B. PartnerInnenersatz, fehlende Intimität)
- Keine direkte (leibliche) Verwandtschaft zum Kind.
- Das Kind ist emotional und sozial vernachlässigt.
- Das Kind ist isoliert. |
Ihr seht, da ist für alle Religionen, gesellschaftlichen Gruppen und Vereine was dabei, was sie in Zukunft besser machen können und dringend müßen!
Die Informationen stammen von der Internetpräsenz der Bundesarbeitsgemeinschaft Prävention & Prophylaxe e.V.! Sie sind sehr professionel Erarbeitet, sorgfältig zusammengestellt und entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand!
Gruß Heiko
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Danke für die Links Heiko!
Ich lerne immer wieder weiter! Kann ich gut gebrauchen, um mein Verständnis innerhalb der Religion neu zu überdenken.
2:32 "Gepriesen seist Du. Wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast; wahrlich, Du bist der Allwissende, der Allweise."
Gepriesen sei Gott.
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Hallo Zaf-ad,
freut mich das du es so siehst! Bin mal auf das Ergebniss gespannt!
Ich hab mein Weltbild auch wieder mal etwas korrigieren müßen!
unter anderem habe ich das hier:
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Viele glauben, Missbraucher könnten ihre (gesteigerten) Sexualtriebe nicht unter Kontrolle bringen und seien diesen Affekten hilflos ausgeliefert |
auch geglaubt! Ist falsch! Nun gut, muß ich einige darauf basierende Schlußfolgerungen neu durchdenken.
Gruß Heiko
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Hallo ihr Lieben,
einige werden sich ja noch erinnern, das die US Gesetzen zur Vermeidung von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz, mit der üblichen Verspätung auch in EU-Land einzug hielten. Ich denke das war ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung!
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| Schließlich definiert das Gesetz auch das "zeigen und sichtbare Anbringen von pornografischen Darstellungen" als sexuelle Belästigung. |
http://www.ra-kassing.de/arbeit/belaest/sexdef.htm
Ob auch die Bildzeitung irgendwann einmal verstehen wird, das nackte Frauen in einer Tageszeitung nichts zu suchen haben!
Gruß Heiko
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