Sex vor der Ehe oder das Problem der Jungfernkult Religionen


Danke für die Links Heiko!

Ich lerne immer wieder weiter! Kann ich gut gebrauchen, um mein Verständnis innerhalb der Religion neu zu überdenken.

2:32 "Gepriesen seist Du. Wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast; wahrlich, Du bist der Allwissende, der Allweise."

Gepriesen sei Gott.
Hallo Zaf-ad,

freut mich das du es so siehst! Bin mal auf das Ergebniss gespannt!

Ich hab mein Weltbild auch wieder mal etwas korrigieren müßen!

unter anderem habe ich das hier:
Zitat:

Viele glauben, Missbraucher könnten ihre (gesteigerten) Sexualtriebe nicht unter Kontrolle bringen und seien diesen Affekten hilflos ausgeliefert
auch geglaubt! Ist falsch! Nun gut, muß ich einige darauf basierende Schlußfolgerungen neu durchdenken.

Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
Hallo ihr Lieben,

einige werden sich ja noch erinnern, das die US Gesetzen zur Vermeidung von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz, mit der üblichen Verspätung auch in EU-Land einzug hielten. Ich denke das war ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung!
Zitat:
Schließlich definiert das Gesetz auch das "zeigen und sichtbare Anbringen von pornografischen Darstellungen" als sexuelle Belästigung.
http://www.ra-kassing.de/arbeit/belaest/sexdef.htm

Ob auch die Bildzeitung irgendwann einmal verstehen wird, das nackte Frauen in einer Tageszeitung nichts zu suchen haben!

Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
(102) Jesus sprach: Wehe den Pharisäern, denn sie gleichen einem Hund, der in dem Trog der Rinder liegt; denn er frisst nicht, noch lässt er die Rinder fressen.
(Thomas Evangelium)
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
Hallo Ihr Lieben,

hier noch ein Beitrag zum Thema:

FRAGE:
Ist Sex vor der Ehe erlaubt?
ANTWORT:
„Wahre Liebe wartet“ — unter dieser Parole kämpfen christliche Zensur und Twens in Amerika und Europa gegen die eigene Lust auf Sex vor der Ehe. Sie geloben feierlich: „Durch die Gnade Gottes verpflichte ich mich ab heute vor Gott, vor mir selbst, meiner Familie, meinen Freunden und meinem zukünftigen Ehepartner, bis zum Tag meiner Heirat sexuell rein zu bleiben!“ Manche tun’s öffentlich, heften unterschriebene Karten mit diesem Text an Pinnwände. Andere dieser Zeitgeist-Verweigerer haben nur einen Adressaten für ihre Aktion: sich selbst, sie stecken die Karte in die Schublade, vertrauen ihren Schwur höchstens dem Tagebuch an. Einige kirchliche Jugendorganisationen unterstützen die Kartenaktion.

Junge Liebe ohne Sex — warum? Die Jugendlichen verweisen auf die Bibel. Aber die gibt an Begründungen für strenge Enthaltsamkeit wenig her. Sex im heutigen Sinne war für die Altvorderen kein Thema. Der Kult um die lustvolle, selbstbestimmte körperliche Begegnung zweier erwachsener Menschen interessierte die biblischen Erzähler nur am Rande. Nämlich dann, wenn jemand aus Lust die für das Zusammenleben der Sippe wichtigen Regeln verletzte.

So heißt es im zweiten Buch Mose sinngemäß: Wenn jemand eine Jungfrau, die noch nicht verlobt ist, verführt und mit ihr Geschlechtsverkehr hat, so soll er den Brautpreis zahlen und sie heiraten. Falls der Vater der Frau ihn aber als Schwiegersohn ablehnt, hat er den Brautpreis abzuliefern und die Sache ist erledigt.

Es ging im alten Israel also nicht um Gefühle und Anstand und „Moral“, sondern um eine wirtschaftliche Angelegenheit. Die entjungferte Braut hatte auf dem Heiratsmarkt keine Chancen mehr. Dafür musste die Familie finanziell entschädigt werden.

Unsere moderne Ehe kennt das Alte Testament nicht. Zwar heißt es im sechsten Gebot in der deutschen Übersetzung: „Du sollst nicht ehebrechen.“ Aber wo in der Bibel heute „Ehe“ steht, geht es in der Sache vor allem um „Familie“ oder „Haus“. Und an der Spitze des Hauses stand der Mann. Töchter und Ehefrauen waren sein Eigentum.

Als lebenslange, verlässliche Beziehung gewinnt die Ehe erst im Neuen Testament Gestalt. Am stärksten wirkt bis heute das im Matthäusevangelium überlieferte Wort Jesu gegen die Ehescheidung: „Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden“ (19,6). Der Apostel Paulus vergleicht die Ehe im Brief an die Epheser mit der Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde (5,32). Damit erhielt sie den hohen Stellenwert, der sie für die römisch-katholische Kirche zum Sakrament macht. Dem Reformator Martin Luther erschien die Ehe als „weltlich Ding“. Zugleich bleibt sie auch für Protestanten klares Leitbild für partnerschaftliche Beziehungen.

Für das gängige Bild von sündigem Sex und Fleischeslust hat vor allem der antike Kirchenlehrer Augustin (354–430) gesorgt. Augustin meinte, dass die „Ursünde“ von Adam und Eva durch den Geschlechtsakt von Generation auf Generation vererbt werde. Daraus entwickelte sich die Auffassung, dass körperliche Lust keinen Wert habe. Sie könne allenfalls in der Ehe als Mittel zum Zwecke der Fortpflanzung geduldet werden.

Für die zentrale Veränderung im Umgang mit Sex sorgte die Pille in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. In der damit einhergehenden „sexuellen Revolution“ konnte sich die Lust zweier Menschen vom Gedanken der Fortpflanzung vollständig lösen. Dass sexuelle Freiheit nie risikolos ist, wurde der westlichen Welt unter dem Schock von Aids seit Mitte der 80er Jahre auf neue Weise bewusst.

Waren die Erfahrungen mit Aids zentraler Auslöser für die Kampagne „Wahre Liebe wartet“? Schon möglich. Die von jungen Gläubigen der konservativen Southern Baptist Church in den USA gegründete Bewegung versteht sich jedoch in erster Linie als Aktion der moralischen Erneuerung aus einem christlichen Impuls heraus. Und auch wenn sich in der Bibel nur schwer Belege für ein striktes Nein zu vorehelichem Sex heute finden lassen, verdient die Aktion Respekt. Denn Jugendpsychiater haben festgestellt: Die in der Konsumgesellschaft propagierte grenzenlose sexuelle Freiheit ist für viele Jugendliche mehr Last als Lust und setzt sie unter großen Druck.

Christen bleiben gerade angesichts dieser Freiheit dem verantwortungsbewussten und aufrichtigen Umgang mit der Gottesgabe der Lust verpflichtet. Und vor allem gilt: Niemand darf andere zu Objekten seiner Triebe machen, darf sie ihrer Würde berauben, sie demütigen und zu sexuellen Handlungen zwingen oder sie körperlicher und psychischer Gefahr aussetzen. Sex als freiwillige, respektvolle Begegnung zweier Menschen — das ist für Christinnen und Christen eine unaufgebbare Konsequenz der Vorstellung, dass wir Gottes Ebenbilder sind (1. Mose 1,27).

REINHARD MAWICK

chrismon LEXIKALISCH

Engeljani
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Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. (Goethe)
Hallo Engeljani,

vielen Dank für diesen sehr aufschlußreichen Text! Der kommt mir gerade sehr zupass, weil ich ohnehin in dieser Richtung nachdenke! Es ist alles ein sehr Komplexes Thema mit sehr vielen Verknüpfungen von Ursache und Wirkung! Ein Zentrales Thema ist sowohl in der sexuellen Enthaltsamkeit vor der Ehe, als auch beim Sex ohne Liebe der Trennungsschmerz!

Ein sehr interessanter Lösungsansatz ist Tatsächlich die Bahai Ehe!

Aber dazu später mehr!

Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
Hallo Heiko,

vielen Dank für die Blumen , gern geschehen!


Zitat:
Ein sehr interessanter Lösungsansatz ist Tatsächlich die Bahai Ehe!

Aber dazu später mehr!


Engeljani
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Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. (Goethe)