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Hi Interessierte,
Die Juden akzeptieren Jesus nicht als den Messias. Und das Neue Testament hat auch keinen großen Wert im Judentum. Du kannst hier nachlesen, warum sie ihn nicht anerkennen:
http://www.wiederkunft.at/christus.html
Immer wenn ein Prophet (Offenbarer Gottes, Gottesbote) zu den Menschen kommt, sagt er ihnen, dass nach ihm ein anderer kommen wird. Und wenn er dann kommt, wird er genau von diesen Menschen, denen es prophezeit wurde, zurückgewiesen.
| Zitat: |
| Wir gaben Moses fürwahr das Buch und ließen Gesandte folgen in Seinen Fußstapfen; und Jesus, dem Sohn der Maria, gaben Wir offenkundige Zeichen und stärkten Ihn mit dem Heiligen Geist. Wollt ihr denn, jedesmal da ein Bote zu euch kommt mit dem, was ihr selbst nicht wünschet, hoffärtig sein und einige als Lügner behandeln und andere erschlagen? Koran 2:83-87 |
Das Christentum kann man als Abspaltung vom Judentum ansehen, im alten Rom waren die Christen eine "jüdische Sekte". Aber das ist reine Definitionssache, heute betrachtet kein Mensch das Christentum als Sekte. Noch dazu, wo das Christentum selbst wieder in über 20.000 verschiedene Gruppen, Richtungen, Denominationen usw. gespalten ist...
Liebe Grüße, Saed
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Vielen, vielen Dank für deine Hilfe Deas!
Ich wünsch euch allen hier ein wunderschönes Wochenende!
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Salam Interessierte,
um das Ganze noch etwas zu komplizieren, kann ich noch die islamische Perspektive ergänzen:
1. Alle Religionen, die auf Abraham zurückgehen, (Judentum, Christentum, Islam, (+Bahai?) ) haben nicht nur die gleichen Wurzeln, sondern auch weitgehend den gleichen Inhalt.
Gemeinsam ist: der Glaube an einen Gott, der Glaube an ein Leben nach dem Tod, der Glaube an Engel, der Glaube an Propheten...
2. Der "Baumstamm" der monotheistischen Religionen hat allerdings verschiedene "Äste" ausgetrieben.
Die Unterschiede erklären sich mir in der (von mir stark verkürzten und vereinfachten) Entwicklung der Religionen. Denn sie liegen in den Propheten begründet, die sie azeptieren (die Propheten des alten Testaments = Judentum, die "Jüdischen" Propheten + Jesus = Christentum, die "Jüdischen" Propheten + Jesus+ Mohammed = Islam):
Wenn ich mit Abraham beginne geht es zunächst um den Bund, den Gott mit den Menschen schließt.
Die Regeln und Gesetze, die zu dieser Religion gehören, werden durch Moses konkretisiert.
Jesus relativiert die Gesetze (Sabbat-Ruhe wird abgeschafft etc.) und betont die Nächstenliebe, die über allem steht.
Die jüdische "Orthodoxie" hätte mit dem Messias Jesus noch leben können, der "Revoluzer" Jesus, der Gesetze abschaffen will, an den sozialen Hierarchien rüttelt und die Rolle des Tempels, bzw. den Einfluss des Klerus zurückdrängt, muss jedoch bekämpft werden.
Das Christentum entwickelt sich aber nach Jesus noch weiter. Paulus setzt sämtliche "jüdische" Gesetze (bspw. die Beschneidung von Jungen und das Schweinefleischverbot) für die sogenannten Heidenchristen (Christen, die nicht als Juden geboren wurden) außer Kraft.
Durch Paulus wird die "jüdische Sekte" zur neuen Religion (ich sehe daher Jesus nicht als Stifter der neuen Religion, er ist als Jude geboren und hat sich nie vom Judentum an und für sich abgewendet).
Die "neue" Religion wird jedoch nicht ihren hohen Idealen (Gewaltfreiheit, Brüderlichkeit etc.) gerecht. Sie entwickelt einen Klerus, selektiert heilige Schriften (die Bibel ist eine Sammlung von Texten, die erst rund 400 Jahre nach Jesus zusammengestellt wurden) und führt zahlreiche Neuerungen (Marienverehrung etc.) ein.
Der Islam geht daher wieder einen "halben Schritt zurück" und führt die ursprünglichen Regeln (die zur Zeit Jesu gegolten haben) wieder ein. Er versucht gewissermaßen Judentum (Gerechtigkeit) und Christentum (bedingungslose Nächstenliebe) zu vereinen (=gütige Gerechtigkeit).
Mohammed ist außerdem der erste Prophet, der nicht zu einem (auserwählten) Volk, sondern zu allen Menschen spricht.
Habe ich zur Verwirrung beigetragen ??? Ich hoffe vor allem die Christen verzeihen mir meine persönlichen Gedanken.
Juden, Christen und Muslime können sich natürlich reichlich über Unterschiede streiten, im Prinzip glauben aber alle an denselben Gott.
Wassalam,
Muhammad Abduh
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Lieber Muhammad Abduh,
Liebe Interessierte,
auch die Babi und Baha`i sind Zweige des Baumes Abrahams. Der Bab, Stifter einer kürzesten Religionen der Menschheit, nahm 1844 für sich in Anspruch, der "Mahdi" eines Grösseren zu sein. Baha`u`llah bekräftigte diesen Anspruch 1853 und erklärte, er sei "der Verheissene aller Zeiten".
So wie Jesus seine Wurzeln im Judentum hatte, so hatten Bab und Baha`u`llah ihre Wurzeln im Islam.
Der Darstellung, Jeus hätte den Sabbat abgeschafft, muss ich jedoch widersprechen. Jesus sagte zu den Gesetzen, das er nicht gekommen wäre um sie abzuschaffen, sondern sie zu erfüllen. Die Sabbatänderung wurde viel später, zur Zeit der ersten weströmischen Kirche (aus der die Katholiken hervorgingen) bewerkstelligt. Hintergrund war einerseits die Änderung der kalendarischen Schreibweise - vom Mondkalender zum Sonnenkalender, andererseits aber auch die "Anpassung" an im Christentum aufgegangener vorchristlicher Traditionen. Erst die Freikirchen, die sich ab Mitte des 19. Jahrhundert bildeten, haben die ursprüngliche Sabbatregelung wieder aufgegriffen.
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Lieber Thomas,
ich bezog mich auf Matthäus 12, 1-14 (siehe was deine Jünger tun, was man am Sabbat nicht tun darf. ----darum darf man am Sabatt Gutes tun ---darauf gingen die Pharisäer hinaus und hielten Beratung...wie sie ihn umbringen könnten).
Ich gebe zu meine Darstellung ist extrem vereinfacht und deshalb etwas ungenau. Ich halte ja auch Jesus nicht für einen Gründer einer neuen Religion , sondern für einen Propheten, der die ungerechten "Fehlentwicklungen" anprangert. Von daher stimme ich Dir zu, dass er den Sabatt nicht abgeschafft hat. Er hat allerdings das absolute und sinnlose Festhalten an Prinzipien angeprangert, das dazu führt, dass man das Wesentliche (das Wohl der Menschen) aus den Augen verliert.
Salam,
Muhammad Abduh
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