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Hallo Martin
Es gibt, Berichten zufolge, Truhen voll von Dokumenten, Schriftrollen mit aramäischen u. hebräischen Texten vom Toten Meer, die möglicherweise wichtiges Material beinhalten, doch zugleich außer Reichweite zu sein scheint und die der Wissenschaft nicht zugänglich sind.
Dokumente, die in Millionen von Dollars gehandelt werden u. dem Tauziehen zw. Wissenschaftlern, Händlern u. Sammlern ausgesetzt sind.
Wer hat Interesse diese Schriftrollen der Öffentlichkeit nicht zugänglich zu machen?
Die Verkäufer einerseits, die nur das Materielle interessiert u. die gefundenen Texte zerschnippeln, um einen höheren Preis zu erzielen wie der Kirche andererseits.
Auch sind politische Gründe ebenso von Relevanz, denn diese wollen jegliches Indiz für eine einstige jüdische Präsenz in diesen Ländern beseitigen.
Was wäre denn ein unwiderlegbarer Beweis dafür, dass Jesus überlebte, u. zwar noch lange nach der Kreuzigung? Od. das MM seine Frau war.
Was ist überhaupt ein unwiderlegbarer Beweis in d. Geschichte? Dokumente vermutlich; aber welche Art von Dokumenten unterliegen keinem Zweifel?
Historische Ereignisse werden in Hochglanzverpackung präsentiert u. verfälscht sie bewusst im Namen rein theologischer Zielsetzungen, die bis zum heutigen Tag mit einer Reihe äußerst seltsamer u. exzentrischer Vorstellung verbunden ist.
Mir ist kein Beweis bekannt das Jesus am Kreuz starb.
Es gibt auch keine Beweise dafür, das Jesus plante, eine Religion zu begründen, geschweige denn auf andere einzuwirken, damit sie seine Worte niederschreiben u. zu einer offiziellen Sammlung von Aussprüchen zusammenstellten.
Aber es gibt hinreichend Belege das sich Geschichte formen lässt.
Geschichte ist stets ein Mythos, der geschaffen wird, um den wenigen Ereignissen, die wir kennen können, einen Sinn zu verleihen.
Die Vergangenheit ist eine Hypothese zur Erklärung u. Rechtfertigung der Gegenwart.
Mythen existieren, um einen Sinn, nicht um geschichtliche Fakten zu vermitteln.
Wenn wir die Annäherung an die Wahrheit im wissenschaftlichen Zeitalter außer acht lassen, ist dem Humbug Tür u. Tor geöffnet.
Wir wollen jede Menge wissen, u. was fangen wir mit dem Glauben daran an, das Jesus am Wasser wandelte? Auferstanden von den Toten? Gabriel der Einflüsterer Mohammeds?
Nichts davon ist einleuchtend u. es gibt keinen zwingenden Grund dafür, dass irgendetwas davon wahr ist.
Ungeachtet dessen werden Behauptungen von vielen als wahr gehalten.
Der Planet wird dominiert von drei großen Glaubendströmen. Sie alle beziehen ihre Wahrheit aus der Schrift u. gerade diese sind labil für Deutungen unterschiedlichster Kategorien od. für bizarr entgleiste sakrale Postulate.
Hier wird eine rigorose riskante Abhängigkeit vom Glauben gefördert (gefordert) als vom Wissen selbst.
Natürlich habe ich keine Beweise Martin.
Hätte ich Beweise, würde ich sofort den beweisträchtigen Glauben annehmen.
Aber es könnte doch auch sein, dass Jesus bewusstlos vom Kreuz genommen wurde.
Die Kreuzigung war weniger eine Exekution als eine Todesfolter.
Beispielsweise berichtet Johannes im Neuen Testament, die Kriegsknechte hätten die Beine der beiden neben Jesus gekreuzigten Zeloten gebrochen, doch als sie ihn erreichten, „sahen [sie], dass er schon gestorben war“ (Johannes 19,31-33).
Im Koran steht, „Sie kreuzigten ihn nicht“ könnte genauso gut übersetzt werden mit „Sie verursachten nicht seinen Tod am Kreuz“.“ Der Vers in Sure 4,157-158 ist jedoch im Arabischen so vieldeutig das es die unterschiedlichsten Auslegungen gibt.
Dr. Hugh Schonfield führt in seinem Buch „Planziel Golgtha“ aus, Jesus sei am Kreuz betäubt worden, sodass er den Anschein erweckte, tot zu sein, doch wieder belebt werden konnte, nachdem man ihn heruntergenommen hatte.
Professorin Elaine Pagels bezog sich in einer Fernsehsendung mit dem Titel „Did Jesus Die?“ welche die BBC im Jahr 2004 ausstrahlte, auf Schonfield Buch. Sie schloss:“Das ist fraglos eine Möglichkeit.“ (produziert von Richard Denton, Planet Wild Productions)
In den Evangelien wird ein seltsamer Vorfall beschrieben, mit dem sich diese Hypothese stützen ließe: Jesus beklagt sich am Kreuz, er sei durstig. Ein mit Essigwasser getränkter Schwamm wird an einen Stab gesteckt u. an seinen Mund gehalten. Aber nachdem Jesus von diesem Schwamm getrunken hat, kommt er keineswegs zu Kräften, sondern scheint zu sterben.
Eine Vermutung beruht darauf, dass der Schwamm mit einem Betäubungsmittel getränkt war.
Solche Betäubungsmittel waren im Nahen Osten weit verbreitet. Man wusste, dass ein Schwamm, der mit einer Mischung aus Opium u. anderen Substanzen wie Tollkirsche u. Haschisch getränkt war, als Anästhetikum dienen konnte, um den Bewusstlosen für eine Operation vorzubereiten.
Johannes erwähnt, einer d. Kriegsknechte habe Jesus einen Speer in die Seite gestoßen, worauf Blut hervorquoll. Daraus können wir zwei Schlüsse ziehen: Erstens wurde die Spitze des Speeres nicht ins Gehirn od. ins Herz gestoßen; zweitens zeigte der Blutfluss, dass Jesus noch am Leben war.
Danach bracht Jesus, scheinbar tot, aber in Wirklichkeit bewusstlos, nur noch vom Kreuz genommen u. in ein privates Grab gebracht zu werden, wo man ihm mit Arzneien wieder beleben konnte. Dann konnte man ihn von der Bühne verschwinden lassen.
Und genau das wird in den Evangelien beschrieben: Lukas und Johannes berichteten, Jesus sei in ein Grab in d. Nähe gelegt worden. Matthäus fügt hinzu, das Grab habe dem vermögenden u. einflussreichen Joseph von Arimathia gehört. Johannes, der im Allgemeinen so viel zusätzliche Details liefert, berichtet, das Grab sei von einem Garten umgeben gewesen (Johannes 19,41-42;. Markus 15,46; Lukas 23,53.), was vermuten lässt, dass sich das Gelände auch in Privatbesitz befand; vermutlich gehörte es ebenfalls Joseph von Arimathia.
Johannes betont, dass man Jesus rasch vom Kreuz nahm u. in dieses neue Grab legte. Danach berichtet er seltsamerweise, dass Joseph von Arimathia u. dessen Gefährte Nikodemus eine Menge „Spezereien“, nämlich Myrrhe u. Aloe, mitbrachten (Johannes 19,39.)
Beide Pflanzen werden medizinisch genutzt; zum Beispiel wirkt Myrrhe blutstillend. Keine von beiden dient zur Einbalsamierung von Leichen. Auch Markus u. Lukas berühren dieses Thema indirekt, wenn sie schreiben, dass die Frauen - „Maria Magdalena u. Maria, des Jakobus Mutter“ – nach dem Sabbat mit „Spezerei u. Salben“ zum Grab gekommen seinen (Markus16, 1; Lukas 23,56.)
Erstaunlich ist auch, dass Jesus zufällig in d. Nähe eines Gartens u. eines Grabs gekreuzigt wurde, von denen zumindest Letzteres Joseph von Arimathia gehörte. Das war, gelinde gesagt, sehr praktisch. Könnte auch die Kreuzigung selbst ein privates Ereignis gewesen sein, vielleicht um die Zahl d. Zeugen zu begrenzen? Lukas teilt uns mit, die Menge habe aus einiger Entfernung zugesehen (Lukas23,49.). Wurde sie vielleicht auf Distanz gehalten?
Die Beschreibung d. Geschehnisse auf Golgatha lässt vermuten, dass sich die Kreuzigungsstätte in Wirklichkeit im Kidrontal befand.
Im Markusevangelium heißt es, Joseph von Arimathia habe Pilatus aufgesucht u. die Leiche Jesu erbeten. Pilatus ist verwundert5 darüber, dass Jesus so rasch gestorben ist, doch er überlässt Joseph den Leichnam. Im ursprünglichen griech9schen Text finden wir eine wichtige Unterscheidung: Als Joseph den Statthalter um den Körper bittet, benutzt er das Wort „soma“, das einen lebendigen Körper bezeichnet. Doch als Pilatus Joseph erlaubt, Jesus vom Kreuz zu nehmen, verwendet er das Wort „ptoma“(Markus15, 43-45.), womit eine Leiche od. ein Kadaver gemeint ist. Mit anderen Worten, im griechischen Text des Markusevangeliums wird deutlich, dass Joseph von dem lebendigen Jesus spricht, während Pilatus ihm eine Leiche zuerkennt. Jesu Überleben wird hier, in der Darstellung des Evangeliums, enthüllt.
Hätte d. Autor des Evangeliums diese Tatsache verbergen wollen, wäre es kein Problem gewesen, sowohl Joseph als auch Pilatus von ptoma, der Leiche, sprechen zu lassen. Aber d. Verfasser verzichtete auf eine einheitliche Wortwahl. Waren die Umstände vielleicht so gut bekannt, dass er sich keine Manipulation leisten konnte?
Dazu kam es erst bei der Übersetzung des Neuen Testaments aus dem Griechischen ins Lateinische: In d. lateinischen Bibel, der Vulgata, verwendet Pilatus genau wie Joseph von Arimathia das Wort corpus, das sowohl „Körper“ als auch „Leiche“ bedeuten kann. Damit wird das Geheimnis der Kreuzigung verborgen.
Wiederum braucht man seine Perspektive nur ein wenig zu ändern u. sich vom theologischen Dogma zu trennen, um die Kreuzigung neu einzuschätzen u. das Überleben Jesu in Betracht zu ziehen.
Über MM etwas später, obwohl OT
LG
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