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Die neue Ausgabe des Focus beschäftigt sich mit Machiavelli - irgendwann hatten wir schon einmal die Erwähnung besagten Namens. Wer also ist dieser Mann und was hat er getan für Europa oder in der Geschichte überhaupt.
Welchen Bezug haben wir heute noch zu seinen Thesen und weshalb gerade jetzt, in dieser Zeit, taucht sein Name wieder häufig auf.
http://members.surfeu.at/patrick.horvath/machiavelli.htm
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Vorwort
Bei meiner Lektüre philosophischer Klassiker verspürte ich schon immer eine Vorliebe für die Beschäftigung mit den wirklichen oder vermeintlichen "Bösewichtern" der Geistesgeschichte. Gründe dafür existieren genug. Zunächst gibt es wahrscheinlich keine langweiligere Beschäftigung als das Studium der "braven", der angepaßten, der konventionellen Denker - so es sich hierbei überhaupt um Denker handelt. Und daß ich danach strebe, Langeweile nach Möglichkeit aus meinem Leben zu verbannen, wird man besonders in einer Gesellschaft verstehen, in der die Unterhaltung nicht nur zum zentralen Lebensinhalt der meisten Menschen und zum fast ausschließlichen Angebot der Massenmedien, sondern in der bewährten, römischen Form von "Brot und Spielen" auch zur scheinbaren Hauptaufgabe der Politik geworden ist.
Darüber hinaus habe ich die Erfahrung gemacht, daß viele Denker zu Unrecht als "böse" gelten - oftmals ist dies nur der Fall, weil sie auf unliebsame Wahrheiten hinweisen, die niemand so gerne hören will; oder weil sie eine Perspektive einnehmen, von der aus sie sehen, was nach Meinung einiger selbstberufener Zensoren offenbar niemand sehen sollte. Ein wahrheitssuchender Geist darf sich meiner Meinung nach aber davon nicht abschrecken lassen. Oftmals werden die sogenannten "bösen" Philosophen auch einfach nur falsch verstanden. |
FOCUS-Titel
Männer, Macht und Machiavelli
Die Betriebsanleitung für Angriff und Verteidigung im Job: Durchschauen Sie die wichtigsten Mechanismen. Der neue FOCUS-Titel schon jetzt auf FOCUS Online. weiter
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Fortsetzung:
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| In der weiteren Folge geht es mir darum, Hobbes’ Grundgedanken herauszuarbeiten, um danach den Versuch der Beantwortung der Frage folgen zu lassen, ob und inwieweit Machiavelli als sein Vorläufer betrachtet werden kann. |
Nur für Interessierte
Das Menschenbild von Hobbes und Marchiavelli - welche Ähnlichkeiten gibt es ?
Hobbes' negatives Menschenbild
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"Homo homini lupus", lautet des Thomas Hobbes berühmtester Ausspruch, der sein negatives Menschenbild in eine einprägsame Formel bringt.
Man könnte heute mit einem Augenzwinkern sagen, daß dieser Ausspruch mißglückt ist, weil er den Wolf beleidigt; dieser ist sicher bei weitem nicht so grausam wie der Mensch es oftmals sein kann.
Doch sieht man von dieser eher zynischen Feststellung ab, können wir das, was Hobbes tatsächlich meint, mit anderen Worten etwa so wiedergeben: Der Mensch ist von Natur aus grausam, habgierig, egoistisch etc.; ein Raubtier voller Bosheit und dazu des Menschen größter Feind.
Hobbes' Ausspruch markiert auch seine Distanz zur "Politik" des Aristoteles. Dieser sieht den Menschen als "politisches Tier", dessen Fähigkeit zur Gemeinschafts- und Staatenbildung eine natürliche Veranlagung darstellt. Aristoteles vergleicht den Menschen in dieser Hinsicht auch mehrmals mit den Bienen und den Ameisen. |
Es scheint einige Menschen in der Zeitgeschichte zu geben, die im Menschen nur das Böse sahen - aber wie man sieht man das selbst ?
Als Mensch zur Menschengruppe gehörend, kann man beide nehmen - Taten, die man als "böse" einstuft, machen verzweifelt, Taten, die als "gut" wahr genommen werden, erfreuen den Menschen und seine Hoffnung, daß doch nicht alles so schlimm ist - bis auf ein nächstes Mal - bekommt wie ein kleines Feuer wieder einen großen Schub - es flattert auf - als hätte man einen Blasebalg in Aktion gesetzt.
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Was nun aus der Schlechtigkeit des Menschen einerseits und der Gleichheit der menschlichen Kräfte andererseits im Naturzustand (also bei Fehlen einer staatlichen Zwangsmacht) logisch folgt, ist der sogenannte "bellum omnium contra omnes". Jeder kämpft gegen jeden; dieser Krieg ist ein furchtbares Chaos von Blut und Gewalt. Das schreibt Hobbes u.a. im dreizehnten Kapitel des "Leviathan", wenn er meint:
"Hieraus ergibt sich, daß ohne eine einschränkende Macht der Zustand der Menschen ein solcher sei, wie er zuvor beschrieben wurde, nämlich ein Krieg aller gegen alle."
Der Krieg aller gegen alle |
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