bräuchte nochmal jemanden, der mir hilft


Hallo!
da mir hier das letzte mal so toll geholfen wurde, dacht ich, ich frage einfach nochmal... ich hatte vor ungefähr zwei Wochen einen Traum, den ich als etwa 9 jährige schon einige Male gehabt habe...
man sieht während des ganzen Traums keine Gesichter der Personen...

zuerst sehe ich zwei Mädchen, beide so in etwa 16/17 Jahre alt, von einem der Mädchen ist die Mutter dabei. Die drei gehen auf eine Brücke zu, vor der sie allerdings erst unter einer anderen Brücke hindurchlaufen müssen, auf der Autos fahren (dem Verkehr nach könnte die Straße auf dieser Brücke eine Autobahn sein, aber obwohl man die Autos sieht, hört man die ganze Zeit keine Geräusche). Auf der Straße, an der die drei entlanglaufen, fahren seltsamerweise keine Autos, es sind auch keine anderen Menschen in der Nähe, sie sind dort ganz allein. Jedenfalls streitet sich eines der Mädchen mit seiner Mutter, die dann kurz bevor sie unter der Fahrbahn hindurchlaufen die Mädchen warnt, dass die Gegend gefährlich sei, sie wüssten schon warum. Dann verabschiedet sie sich so, als sei nichts gewesen und geht eine andere Straße entlang.
Die beiden Mädchen gehen unter der Fahrbahn hindurch, reden jedoch nicht miteinander. Kurz nachdem sie wieder am Tageslicht sind, also auf der anderen Brücke, die über einen sehr breiten und schnell fließenden Fluss führt, hört man plötzlich Schritte und das Mädchen, das sich mit seiner Mutter gestritten hat, wird von einem dicken Mann am Arm festgehalten (in dem Moment wechselt die Person und ich (bis jetzt nur Beobachterin) bin plötzlich dieses Mädchen) und versucht sich loszureißen. Man hört plötzlich Motorengeräusche, die Freundin flüchtet sich zurück unter die Brücke mit den Autos, während sie zurückrennt wechselt wieder die Person und ich bin plötzlich die Freundin. Ich sehe, wie neben mir ein LKW angeschossen kommt und den Mann umfährt. Der Arm, mit dem er das Mädchen festgehalten hat, reist allerdings ab und hält das Mädchen weiter fest (man sieht viel Blut). Das Mädchen springt entsetzt zur Seite, als es den Arm bemerkt und wird plötzlich von einem Auto überfahren. Auf der Straße ist plötzlich kein Blut mehr und es sind auch keine Leichen zu sehen. Dann stehe ich, immer noch als dieses Mädchen, dann plötzlich als ich selbst auf der Brücke, die über den Fluss führt, dabei ist weiterhin alles still, man hört kein Wasserrauschen. Dann höre ich plötzlich ein Tropfgeräusch und sehe nach oben. Da, wo gerade noch blauer Himmel war, sind plötzlich dunkle Holzbretter mit einigen Löchern, aus denen Blut nach unten in eine Pfütze, die plötzlich da ist, tropft. Dann sehe ich, wie über der Betonbrücke, auf der ich stehe noch eine Holzbrücke ist, auf der ein Mädchen in einem blau-schwarzen Badeanzug steht, das sehr stark zwischen den Beinen blutet, ihr Blut tropft durch die Bretter nach unten. Dann sehe ich, wie sie zum Sprung ansetzt und einen Kopfsprung ins den plötzlich ruhig fließenden Fluss macht. Während sie springt, wechselt wieder die Person und ich bin das Mädchen, das ins Wasser spring. Kurz nachdem ich im Wasser gelandet bin, bin ich wieder ich selbst und sehe von unten (in etwa 20m Tiefe) wie das Mädchen,als schwarzer Schatten über mich hinwegschwimmt, sie verliert aber kein Blut mehr und obwohl ich nur ihren Schatten sehe, sehe/weis ich, dass sie nackt ist. Dann sehe ich nach rechts (immer noch unter wasser) und sehe eine Filmkamera. Dann sehe ich wieder nach links in Richtung des Mädchens. Da, wo eigentlich das Mädchen sein müsste, treibt ein Netz im Wasser und als ich ein Stück zurückschwimme, um die Kamera und das Netz gleichzeitig im Blickfeld zu haben, sind beide Dinge verschwunden, danach wache ich jedesmal auf...

währe sehr nett, wenn mir jemand sagen könnte, was dieser Traum bedeutet, da ich ihn über Jahre hinweg schon öfters geträumt habe und er mich immer einige Wochen lang beschäftigt hat.
Tut mir leid, dass der Text jetzt doch so lang geworden ist, ich hab versucht mich so kurz wie möglich zu fassen und trotzdem alles reinzubringen...
Hallo Ceres,

In der Tat ist dieser Traum mit dem Umzugstraum sehr verwandt. Du träumst was real geschieht, und erlebst es dann später.

In diesem Traum wechselst du hin und her zwischen den Aspekten deines ichs, schlüpfst in die verschiedensten Rollen. In jeder dieser Rollen findest du Probleme und Schwierigkeiten. Du bist auf der Suche nach dem "ruhenden Pol", deinem "Zuhause in dir selbst".

Bezeichnend ist, daß du am Ende dieses Netz siehst, und die Filmkamera. Du filmst dich quasi selbst in deiner beständigen Suche nach deiner dauernden Identität, und je nach Identität ändern sich die Umstände der Erfahrung. Einmal ist der Fluß schnell fließend, einmal ganz ruhig. Du gehst dir dabei selber (aber nur fast), "ins Netz".

Du hast den Traum schon öfters geträumt, sagst du. Das ist sehr gut nachvollziehbar.

Hier träumst du in Form verschiedener Personen, wenn du dich näher mit einer dieser Personen beschäftigst träumst du vom "Umzug". Es zieht sich meines erachtens ein besonderer Faden durch den Traum: Du suchst die Stärke in der Weiblichkeit, und findest sie, Ansatzweise. Zum einen tropft Blut aus dem Mädchen, aber es macht diesen mutigen Kopfsprung von der oberen Brücke ins Wasser. Es wird zwar "ergriffen", aber der Lastwagen fährt den Angreifer um. Es wird aber auch selbst überfahren.

Die Stärke des Mädchens liegt in der Reinheit des Herzens und in der Nähe zu Gott. Was früher Ursache für seine Erniedrigung war, ist es heute nicht mehr, oder wird immer weniger. Die größe der menschlichen Seele liegt in dieser Zeit der Einheit in der Liebe zu Gott, in der Liebe zur ganzen Menschheit verborgen. Keine Macht auf Erden kann dem einfachen, aus der Liebe Gottes genährten Mädchen wiederstehen. Die Zeiten, wo äußere Stärke und Gewalt das Maß aller Dinge waren, gehen zu Ende.

Es ist die höchste Pflicht eines jeden von euch, für sich selbst zu wählen, was kein anderer beeinträchtigen, keiner ihm entreißen kann. Das aber - und dafür ist der Allmächtige Mein Zeuge - ist die Liebe Gottes, könntet ihr es doch begreifen. Baut euch Häuser, die Regen und Flut niemals zerstören können und die euch vor dem Wechsel und Wandel dieses Lebens beschützen. Dies ist die Weisung Dessen, dem die Welt Unrecht tat und den sie im Stich ließ. (Baha'u'llah, Aehrenlese)

In diesem einfachen Satz liegt die Antwort auf diesen Traum verborgen, und auf den Umzugstraum in einem. Du siehst die Kraft der Weiblichkeit, aber das Licht der Liebe Gottes muß sie beleuchten. Erst wenn du in Seiner Liebe erstrahlst, werden dir die Möglichkeiten offenkundig werden, die darin ruhen. Und dann wirst du diejenige Identität finden, die du so lange schon suchst. Dann wirst du du selbst sein, und, sehend was du da siehst sagen:

"Ich bin wie ich bin und so wie ich bin bin ich gut genug"., denn du weißt Gott hat dich so angenommen wie du bist. Und er wird dich sicher auf all deinen Wegen führen.

Alles Liebe von Yojo
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)
Ui nochmal vielen Dank! Das sind eine ganze Menge Infos auf einmal... wenn ich das alles richtig verstanden habe, dann geht es also hauptsächlich um eine Veränderung bei mir selbst... mich wundert und überrascht das ehrlich gesagt ein bisschen, da für mich weder spürbar noch sichtbar irgendwelche Veränderungen stattgefunden haben oder stattfinden...