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selam zusammen!
hier ein gedicht von wolfgang goethe:
«Jesus fühlte rein und dachte
Nur den Einen Gott im Stillen;
Wer ihn selbst zum Gotte machte
Kränkte seinen heil'gen Willen.
Und so muß das Rechte scheinen
Was auch Mahomet gelungen;
Nur durch den Begriff des Einen
Hat er alle Welt bezwungen.»
(WA I, 6, 288 ff)
und weiter...
«Ob der Koran von Ewigkeit sei?
Darnach frag' ich nicht ! ...
Daß er das Buch der Bücher sei
Glaub' ich aus Mosleminen-Pflicht»
(WA I, 6, 203)
«Närrisch, daß jeder in seinem Falle
Seine besondere Meinung preist!
Wenn Islam Gott ergeben heißt,
In Islam leben und sterben wir alle.»
(WA I, 6, 128)
„Gottes ist der Orient!
Gottes ist der Occident!
Nord- und südliches Gelände
Ruht im Frieden seiner Hände!
Er, der EINZIGE Gerechte,
Will für jedermann das Rechte.
Sei von seinen hundert Namen
DIESER HOHGELOBT! Amen.“
-wolfgang goethe,west östliche divan-
selam
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Hallo Parazone,
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| Es gibt natürlich auch eine radikale Provokation: Jesus habe überhaupt nicht existiert! |
Diese Theorie ist mir gut bekannt und sie ist gar nicht so unwahrscheinlich.
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| Die über ihn erzählten Geschichten basierten auf einer Ansammlung von Berichten über verschiedene messianische Führer, die man später zusammengestellt habe, um zuerst eine paulinische Position u. später eine von Rom beeinflusste Tradition zu rechtfertigen. |
Vergl. dazu auch die Entstehungsgeschichte des Korans.
| Zitat: |
Dazu habe man den jüdischen Messias in eine vergöttlichte Kaisergestalt, so etwas wie einen königlichen Engel, verwandelt.
Dr. William Horbury, Dozent für jüdische u. frühchristliche Studien an d. Universität Cambridge, bemerkte unlängst: „Ein Engelskult … begleitete die Entwicklung des Christuskults.“ (Horbury, Jewish Messianism and the Cult of Christ, S.121f. |
Da gehe ich weiter und sage:„Ein Engelskult … begleitete die Entwicklung des juedischen-, des Christus-, des islamischen Kults.“
| Zitat: |
Können wir wirklich sicher sein, dass Jesus existierte? Gibt es einen Beweis für seine Realität Jenseits des Neuen Testaments?
Wenn dem nicht so ist u. das Neue Testament erst lange nach seinen Lebzeiten verfasst wurde, wie können wir dann wissen, ob das gesamte Konzept Jesu Christi nicht bloß ein alter Mythos in einem neuen Gewand ist? |
In der Tat ist die wissenschaftliche Beweislage fuer die Existens Jesus mehr als duerftig.
| Zitat: |
Vielleicht handelt es sich um eine Neuauflage des Adonis - od. des Osiris - od. des Mithras – Mythos.
Alle drei wurden von einer Jungfrau zur Welt gebracht u. standen von den Toten auf – ein den Christen vertrautes Muster. |
Das ist interessant und wusste ich noch nicht. Ein wichtiger Faktor zur einschaetzung der christlichen Religion.
LG
Martin
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Hallo Ihr Lieben,
@Parazone und Martin
Hat Jesus wirklich gelebt!
Sind die amerikaner zum Mond geflogen!
Hat sich ja keine Mensch, der in dieser Zeit lebte je vorstellen können, das da mal jemand dran zweifelt! Sonst gäb es sicherlich mehr Beweise, aber ich glaub das würde auch nichts nützen!
Viele interessanter finde ich da schon die Erkenntnisse und Theorien über den historischen Jesus! Jesus als wirklich menschliches Vorbild, für ein neues Denken, wie es Franz Alt oder Messadie beschreibt.
@Hauptsache
Das ist ein schönes Gedicht, dazu muß man wissen, das Goethe Freimaurer war! http://www.internetloge.de/arst/goethe.htm Im freimaurerischen Toleranzgedanken erhält das Gedicht seinen Sinn.
Gruß Heiko
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Hallo Heiko,
Einige jüdische, römische und griechische Geschichtsschreiber der Antike erwähnen Jesus, jedoch fast nur seine Hinrichtung, nicht sein Wirken und seine Lehre. Diese seltenen Notizen sind zudem quellenkritisch umstritten.
Nimmt man die von Parazone gepostete grundsaetzliche Kritik an der Kreuzigungstheorie hinzum, bleibt noch weniger.
Der jüdische Historiker Flavius Josephus* berichtet in den Jahren bis 94 n. Chr. in seinen Antiquitates Judaicae (Ant 20,200) über die Hinrichtung des Jakobus und bezeichnet ihn beiläufig als Bruder Jesu, der Christus genannt wird (Kap. 20,200).
Die Antiquitates Judaicae schildert die Sagen des jüdischen Volkes von der Schöpfung bis zum Ausbruch des Aufstandes im Jahre 66 n. Chr. Dabei hielt er sich weitgehend an die Schilderungen im Alten Testament, soweit diese historisch reichten. Für die Zeit danach, also die Zeit der Makkabäer oder Hasmonäer und vor allem für das 1. Jahrhundert vor und nach Christus, also die Zeit von Herodes dem Großen und seiner Söhne und für das Urchristentum, ist er unsere wichtigste Quelle, da er sich auf andere, uns nicht erhaltene Werke stützt.
Flavius Josephus (* 37/38 als Joseph ben Mathitjahu in Jerusalem, † ca. 100), war ein jüdischer Feldherr und Geschichtsschreiber aus dem 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Er gilt als einer der wichtigsten Autoren des Hellenistischen Judentums.
Insgesammt wie geschrieben, sehr, sehr duerftige Quellen.
Ich denke mal ganz frei und extrapoliere etwas.
Wie ich immer wieder hier in den Foren feststelle, ist der menschliche Trieb zur Personifizierung von abstralten Inhalten ungebrochen.
Noch immer, auch heute im 21. Jahrhundert, koennen sich die meisten Menschen mit einem abstrakten Gottesbebriff nicht anfreunden.
Gott muss Gestalt und Gesicht bekommen, er muss als menschlich personifiziert, menschliche Eigenschaften zugeschrieben bekommen.
Aehnlich verhaelt es sich mit Religionen, als abstrakte geschichtliche Erscheinung sind sie unfassbar fuer den Menschen. Ein personifizierter Religionsstifter muss her, um Religion fassbar zu machen. (Ad absolutum bei den islamischen Sunniten)
Allgemein:
Eine psychologisch notwendige Massnahme scheint es zu sein, abstrakte Systeme in fassbare materielle oder sogar personifizierte Gestalt zu reduzieren.
Vermutlich verbirgt sich dahinter der Instinkt:
"Erkenne deinen Feind um ihm angemessen begegnen zu koennen."
(Vergl. dazu: Man erinnere sich auch an die Kriegs- und unmittelbare Nachkriegszeit als (abstrakte, da inhomogene)Voelker zu Personen reduziert wurden. Da gab es den brutalen Russe, der feigen Englaender usw...)
Extrapoliert auf die Geschichte, bedeutet das nun, das Menschen schon immer abstrakte Inhalte personifiziert wurden.
Typischerweise wurde ja der Donner ja mit dem "zuernenden Gott des Donners" (menschlich) personifiziert und nicht mit dem "Toben eines himmlischen Ozeans"(sachlich) personifiziert .
So wird auch eine abstrakte Sammlung von Glaubensaussagen moeglicherweise (menschlich) personifiziert worden sein.
Findet einmal eine solche Personifizierung statt, so lehrt uns die Massenpsychologie, wird sie in aller Regel von Anhaengern unreflektiert uebernommen.
Ueber einen Jahrhunderte dauernden Zeitraum verfestigen sich natuerlich solche Personifikationen.
LG
Martin
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Hallo Martin,
ich stelle gerade fest, das es definitiv ein paar Dinge gibt, die ich nicht wissen will. Ich sehe wohl, das diese Theorie eine mögliche Wahrheit ist, aber die Gesetze der Wahrscheinlichkeit bevorzugen sie nicht! Und schlußendlich ist mir ein Mensch Jesus, den es wirklich gegeben hat wesentlich nützlicher, weil dann nämlich zumindest einmal in dieser Welt bewiesen wurde, das ein friedliches und ganz und gar liebvolles Leben möglich ist! Wozu soll ein Gott Jesus gut sein und was nützt eine virtueller und damit theoretischer Jesus.
Geist und Wissen sind mächtige Waffen, wer sie besitzt muß auch verantwortungsvoll damit umgehen. Ein Wissen, das mir die Hoffnung raubt, will ich nicht! Denn letztendlich müßen wir mit dem ganzen Wissen auch noch leben und zwar unter Menschen, die keine Ahnung haben. "Was hilft es mir, wenn ich die ganze Welt gewinne und nehme doch Schaden an meiner Seele!"
Gruß Heiko
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