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Wissenschaftliche Präzision












Hallo Heiko,

Zitat:
Ich liebe deine wissenschaftliche Präzision, mit der du die Dinge immer wieder auf den Punkt bringst. Eine sehr wichtige Eigenschaft, die vielen Gefühlsbetonten abgeht und die Vorraussetzung für eine Analyse ist.

Danke!
Zitat:
Die Frage ist gleichbedeutend mit der Frage "Gibt es Gott?"! Denn wenn es die Seele nicht gibt, dann ist auch Gott überflüssig, dann gibt es auch kein Leben nach dem Tod.


Das sehe ich nicht so.
Die Indikatoren fuer eine, wie auch immer geartete, uebergeordnete Struktur, die man als "Gott" gezeichnen kann, sind erheblich staerker. Und zwar deshalb, weil sie, anders als der Begriff Seele, nicht (vollstaendig) durch rationale Erklaerungen ersetzt werden koennen. Auch der Begriff des Zufalls ist ja hier nur bedingt als Replacement fuer Gott nutzbar.
Anders die Seele, die, wie gezeigt, mittels rationaler Begrifflichkeiten vollstaendig beschrieben werden kann.
Wieder anders der Begriff des Jenseits. Ueber ihn kann ueberhaupt keine Aussage gemacht werden, da hier keinerlei rationale Erklaerung existieren kann.

Also etwa so:
____________________________________________________________________________________
Qualitative Einstufung der Begrifflichkeiten:
Erkenntisth. Beweisbarkeit ---------------------------------> Reine Glaubensaussage
Rationalitaet --------------------------------------------------> Irrationalitaet
--------> Seele (Falzifikation)--------------->Gott ----------------->Jenseits

Zitat:
Zwischen CT und EEG gibt es aber noch weit mehr als die Schulweisheit sich träumen läßt. (Das ist sogar wissenschaftlich belegt!)

Welche Bereiche sprichst du hier an? Psychosomatische Erscheinungen?
Zitat:
Die Präsenz Gottes bzw. der Seele ist nur Gefühl nicht belegbar, nicht Logisch, nicht Präzise, nicht Faßbar. Ich vergesse den Augenblick nie, als ich zum ersten mal in die Augen meines neugeborener Sohnes sah! Ich hatte das Gefühl, als wenn Gott selbst mich anschaut.

Das Gefuehl kenne ich und teile ich absolut! Ich weiss genau was du meinst, denn bei mir ist das ja noch nicht sooo lange her. Insofern erinnere ich mich sehr sehr genau an dieses Gefuehl.
Trotzdem ist es nicht mehr als eine, im Stammhirn verankerten, durch Urinstinkte inspiriertes, elektrochemische Reaktion der Neurotransmitter.
Bei entsprechender Stimulation kan es theoretisch jederzeit durch Drogen oder entsprechende elektrische Reize wiederholt werden. Und zwar gleichartig bei allen maennlichen Menschen. (Und vermutlich auch hoeheren Primaten)

Zitat:
Die Wissenschaft wird das nie beschreiben können! Ob Gott wirklich ein Wesen in unserem Sinne ist? Wer weiß das! Aber das da etwas ist, das wesentlich größer ist als wir selbst, das ist mir jedenfalls völlig klar. Und nur das was wir Gefühl nennen läßt uns an diesem Größeren teilhaben.

Sicherlich. Es stellt sich immer die Frage nach dem "Warum!".
Wir alle sollten uns, was das fragen angeht, mehr an Kindern orientieren.
Kinderfragen sind es haeufig, die die wissenschaft wirklich voran bringen.
So ist doch die eigentlichen Fragen: Warum existieren Gefuehle?->Warum existieren Instinkte? -> Warum existiert Evolution? -> Warum existieren Naturgesetze -> Warum gibt es Gott?
Wird es nicht eng bei den letzten beiden Kinderfragen?

LG
Martin
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


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