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Ethische Hochreligion












Der Friede sei mit denen, die der Leitung Gottes folgen.

Prof. Dr. Hans Küng, schweizer Theologe, schreibt über den Islam:

Zitat:
Eine Ethische Hochreligion

Es wäre falsch, den Islam als eine Religion von Feuer und Schwert zu disqualifizieren und nicht die religiöse Substanz zu sehen. Denn darüber besteht kein Zweifel: Durch den Propheten Muhammad sind die Araber auf die Ebene einer ethischen Hochreligion gehoben worden, die gegründet ist im Glauben an den einen Gott und in einem Grundethos der Humanität mit klaren Imperativen zu mehr Menschlichkeit und mehr Gerechtigkeit. Vom Ursprung her war der Islam weniger eine Religion des Gesetzes als des Ethos. Und so etwas wie Zehn Gebote, Grundstock eines gemeinsamen Menschheitsethos, gibt es auch im Islam.
Kein Zweifel: Muhammad war ein echter Prophet, in vielem nicht unähnlich den Propheten Israels. Doch darauf legen die Muslime grösstes Gewicht: Der Prophet Muhammad steht im Islam nicht so im Zentrum, wie Jesus Christus im Zentrum des Christentums steht. Denn Gottes Wort ist für die Muslime nicht Mensch geworden, sondern ist Buch geworden. Und es ist der Koran, der in seiner Urfassung bei Gott selber liegt, der das Zentrum des Islam ausmacht.
Und so ist denn der Islam eine Buchreligion par excellence! Der Koran vollendet und ersetzt die Tora der Juden und das Evangelium der Christen. Er ist für die Muslime unüberbietbar, vollkommen, absolut zuverlässig. Und so wird er denn auch feierlich rezitiert und vor allem auch von den Kundigen auswendig gelernt.


Hans Küng – Spurensuche
Die Weltreligionen auf dem Weg 2: Judentum, Christentum, Islam, S.161
Ungekürzte Taschenbuchausgabe, November 2005, © 1999 Piper Verlag GmbH, München


Siehe: Anweisungen IM Krieg

Friede sei mit allen.
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