|
|
|
@ Phan
| Zitat: |
| Du verfolgst dieses Forum lange genug um meine Beiträge zu lesen |
Ja natürlich, aber das heißt nicht, dass ich verstehe, warum du oft so pauschal urteilst.
| Zitat: |
| Isa kenne ich nicht Zaf-Ad kämpft gegen nichts ausser allem was seiner Meinung nach nicht mit dem Islam zusammenpasst und das ist eine ganze Menge u.A. der größte Teil der Christenheit |
Na ja, immerhin hat Isa ja auch schon mehrere Beiträge (allesamt friedlich und verbindend) geschrieben, du hast ihm ja auch schon geantwortet, solltest eine Einstellung also schon ein bißchen kennen.
Zu zaf-ad kann ich dir auch nicht zustimmen. Ich kenne zaf-ad als durchaus offen für konstruktive Kritik und sehr dialogbereit, der auch immer wieder nach Verbindendem zwischen den Religionen sucht.
Dass man für eine Sache, die man als richtig erkannt hat, auf friedliche Art und Weise "kämpft" ist ja an sich nichts Negatives, so lange es nicht fanatisch wird. Diese Gefahr sehe ich bei zaf-ad nicht.
Du schreibst auch
| Zitat: |
| Das Christentum habe ich jetzt lange genug durch Erklärungen verteidigt mit mäßigem Erfolg im Moment gehe ich dazu über den Islam anzugreifen |
Da kann ich nur sagen: Eine Sache wird nicht dadurch besser, indem man eine andere schlecht macht. So in der Art "wie du mir, so ich dir".
Das bringt nicht weiter.
Nochmal zurück zum Thema:
Dazu einen Auszug aus einer Leseprobe von Hans Küngs Buch über den Islam:
| Zitat: |
»Mit welchen Muslimen wollen Sie denn Dialog führen?«, fragte mich vor einiger Zeit ironisch-überlegen ein hochverdienter Fernsehjournalist, dessen Weltsicht aber allzu sehr von Kriegserfahrungen und Antagonismen der Religionen und Kulturen bestimmt ist und dessen Islambild denn auch von Islamspezialisten heftig kritisiert wird. »Ich führe Dialoge mit Muslimen, zu denen Sie vielfach gar nicht Zugang haben«, war meine Antwort, und ich erinnerte mich an so viele freundliche, wache und wissbegierige Gesichter von islamischen Gottesgelehrten, Professoren, Intellektuellen und Studenten in Islamabad, Lahore und Karachi, in Jerusalem, Kairo, Riad und Teheran, in Algier, Fès, Lagos und Dar-es-Salam – von höchst verständigen muslimischen Gesprächspartnern im deutschen Sprachraum, von Frankreich, England und natürlich auch Amerika ganz zu schweigen. Nein, ich bin nicht bereit, den Unterschied zwischen »dem Westen« und »der« islamischen Welt auf einen »wesentlichen« Dualismus zwischen Rationalität und Glauben, Wissenschaft und Frömmigkeit, Superiorität und Inferiorität, gar Friedfertigkeit und Gewaltbereitschaft zu reduzieren.
Als ob es im »arabischen Orient« nur religiöse Fundamentalisten, demagogische Machthaber und fanatisierte Massen gäbe. Als ob man selbst bei den Fundamentalisten nicht unterscheiden müßte zwischen den gewaltbereiten Verfechtern eines »heiligen Krieges« und jenen Islamisten, denen es um friedliche, religiös-kulturelle Identitätsstiftung geht. Als ob das gewaltsame Aufbegehren von muslimischen Volksgruppen ganz und gar im Wesen des Islam begründet wäre – und nicht zumindest auch in den politischen, sozialen und ökonomischen Mißständen und Frustrationen angesichts von Diktatur und Korruption der vom Westen oft hofierten herrschenden Eliten. Als ob es heutzutage nicht darauf ankäme, effiziente politische, kulturelle und religiöse Alternativprogramme zum militanten Fundamentalismus zu entwickeln: eine Demokratisierung und Modernisierung, eine Form von Säkularisierung, die dennoch die konstruktive Seite von Religion in der Gesellschaft ernst nimmt: das Gegenteil von religionslosem Säkularismus. Global betrachtet stellt ja der europäische Säkularismus in seinen Religion ausgrenzenden Formen einen Sonderweg dar, der gerade in Amerika immer wieder mit (reaktionärer, aber auch innovativer) Religiosität konfrontiert ist.
aus: http://www.3sat.de/3sat.php?http://.....bookmark/72628/index.html
|
Kiki
|
|
|