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Die Kraft des Positiven Denkens












Nehmen wir es mal so:

"Die Freiheit des Menschen im Kampf gegen den Willen Gottes: Es ist ein Schauspiel in einer Kampfarena, die jeder Mensch früher oder später betritt. Die Arena ist im Menschen selbst errichtet und der Kampf in ihr gehört zu seiner Entwicklung.
Er gehört zum Menschen, weil der Mensch erfahren muss, was Freiheit überhaupt ist, und erfahren muß, was der Wille Gottes ist. Er kann beides, die eigene Freiheit und Gottes Willen, ausschließlich an sich selber, am "eigenen Leib" erfahren, und das geschieht, indem er sich in Konfliktsituationen hineinmanövriert. Damit hat er die Arena schon betreten. Hat er sie einmal betreten, so wird er sich längere Zeit in ihr herumschlagen. Denn nun reiht sich Konflikt an Konflikt, hervorgerufen durch die Fehde zwischen Freiheitsdrang und Freiheitsberaubung. Beraubt wird die Freiheit durch Zwänge , Pflichten und äußeren Situationen, aus denen sich der Mensch nicht befreien kann und welche der Mensch , der an Gott glaubt oder einst geglaubt hat, insgesamt und unbesehen in die sparte "Gottes Wille" einzureihen pflegt.
Wenn er aber diese Kämpfe durchgestanden und die nötigen Erfahrungen durchlitten hat, wird er merken, daß er von Anfang an offene Türen eingerannt hat. Er wird, falls er einsichtig genug geworden ist, auch erkennen können, daß alles, was er tat und was er erlebte, so auch die Kämpfe gegen Gott, immer schon Gottes Wille war. Denn auch diese Befreiungskämpfe gegen Gott gehören wesensmäßig und darum notwendigerweise zur Entwicklung des Menschen und sind von Gott geplant. Erst hinterher wird der Mensch erkennen können, das er ohne Gottes Willen gar nichts tun kann, daß er also gegen Gottes Willen nicht nur nicht anzurennen , sondern überhaußt nichts unternehmen kann. Denn auch das Anrennen gegen Gott ist Gottes Wille.

Ausschnitt aus: Quelle: Vaterunser - Der Wille des Vaters - Im Kampf gegen den Willen des Gottes -


Sie haben vielleicht auch eine Erfahrung gemacht, eine vielleicht sogar bittere Erfahrung, wie Wille auf Wille prallen kann. Sie stehen im Kampf, sind im Begriff, zum letzten Schliff an ihrer mühsam erarbeiteten Individualität anzusetzen, und da können sie neimanden brauchen, der ihre nun endlich eroberte Unabhängigkeit antasten könnte. Sie können sich keinen Gott leisten, der womöglich gerade das Gegenteil von dem für richtig hält, was sie sich vorgenommen haben. Ja, das wissen sie genau, daß Gott ihnen widersprechen würde, denn das hat er lange genug getan, durch die Lehren der Kirchen, deren moralische und ethische Richtlinien ihnen ausreichend Ärger und Verdruss bereitet haben. Und nun sind sie so weit gereift und mündig geworden, um diesen Katalog von Vorstellungen und Forderungen auf die Seite schieben zu können. Zwischen ihre vorwärts eilenden Beine soll niemand mehr einen Knüppel stecken, auch Gott nicht.


Die spirituelle Entwicklung des Menschen - im Lichte der Evangeliums - vor dem Hintergrund der Reinkarnation
http://hugostamm.kaywa.ch/esoterik/.....es-positiven-denkens.html

Zitat:
Die esoterische Weltsicht basiert über weite Teile auf den Vorstellungen des „positiven Denkens“. Was die wenigsten wissen, die den Begriff in harmloser Weise als durchaus sinnvolle Aufmunterung brauchen: Hinter dem unscheinbaren Allerweltsbegriff versteckt sich ein komplettes spirituelles Konzept, das sich optimal an die wirtschaftlichen und sozialen Ziele unserer Gesellschaft anpasst: Wie in unserem Alltag sind auch beim positiven Denken Effizienz, Erfolg und Egozentrik die zentralen Werte. Die Suggestivmethode erweist sich als angeblicher Zauberstab, mit dem sich auf „geistigem Weg“ und ohne Anstrengung angeblich alles auf der spirituellen und vor allem materiellen Ebene erreichen lässt. Es geht also beim eigentlichen positiven Denken nicht darum, mit Optimismus den Alltag zu bewältigen, sondern es beinhaltet ein Heilsystem, mit dem sich utopische Wunschvorstellungen vermeintlich mühelos realisieren lassen.
Beim positiven Denken geht es darum, unser Bewusstsein mit suggestiven Kräften zu programmieren. Das Credo: Wir sind, was wir denken, und die Welt lässt sich mit der geistigen Kraft des positiven Denkens beliebig bewegen. Wenn ich im Geist eine positive Welt kreiere, dann wird sich mir diese genau so manifestieren.
Für positive Denker funktioniert die Psyche wie ein Computer, den man programmieren kann. Doch das Unbewusste löscht keine Eindrücke, auch wenn man tausendmal die Delete-Taste drückt.
Vater des positiven Denkens ist der Amerikaner Joseph Murphy. Er hat unzählige Bücher dazu geschrieben. Er behauptet, die suggestive Methode garantiere Reichtum und Wohlstand. Alles, was wir in Gedanken visualisierten, verwirkliche sich in der materiellen Welt. Autos, Häuser und Wolkenkratzer waren laut Murphy einst lediglich Ideen oder Gedankenimpressionen im Geist eines Menschen, die ins Unterbewusstsein gesickert und später realisiert worden seien. Für ihn ist „Wohlstand eine Geisteshaltung“. Beim positiven Denken werde das Wachbewusstsein des Menschen von seinem Unterbewusstsein aktiviert, und „das Gesetz der Anziehung setzt Reichtümer zu ihm in Bewegung – aussersinnlich, geistig und materiell“, behauptet Murphy, ohne das Phänomen näher zu erklären.
Um reich zu werden, muss man sich laut Murphy nicht anstrengen, alles lässt sich im Schlaf erreichen. Beim Hinübergleiten soll ein Wort „festgehalten“ und wiederholt werden, nämlich der Begriff „Wohlstand“. „Reichtum ist eine gute Gewohnheit, Armut dagegen eine schlechte – das ist der ganze Unterschied zwischen Reichtum und Armut“, schreibt der Millionär Murphy in einem Anfall von Zynismus. Und er erklärt die Armut für eine geistige Krankheit.

Der Vater des positiven Denkens übergiesst alle Menschen mit Hohn und Verachtung, die ihren Lebensunterhalt mit ehrlicher Arbeit verdienen. Der Guru des positiven Denkens behauptet, im Schweisse des Angesichts zu Reichtum zu kommen sei lediglich eine zuverlässige Methode, früh auf dem Friedhof zu landen. Es sei völlig unnötig, seine Kräfte auf diese Weise zu verschwenden. "Wer sich reich fühlt, wird reich."
Das positive Denken ist eine geistige Zwangsmethode. Die propagierten Effekte wie ein vollkommen angstfreies Leben, ewige Harmonie, absolute Gesundheit und Reichtum sind unreife Ziele und widersprechen allen Lebenserfahrungen. Hier werden kindliche Paradiesvisionen gezüchtet. Positive Denker können eine emotionale Regression erleiden. Es führt letztlich zu Narzissmus, Egoismus und zu einer Selbstvergottung.
Der Schweizer René Egli bringt es in seinem Buch „Das Lola-Prinzip“ auf den Punkt. Er schreibt: "Wir sind eins mit Gott. (...) Also: wir werden nicht sein wie Gott, wir sind Gott! (...) Entweder wir sind hier und jetzt Gott – oder wir werden es niemals sein. Wir sind Gott. Jetzt. Wir haben lediglich vergessen, dass wir Gott sind." Die Geschichte lehrt uns aber, dass Menschen, die sich göttliche Fähigkeiten zugemessen haben, kein Segen für die Menschheit waren.



http://www.infosekta.ch/is5/themen/positiv_scheich1999.html

Positiv-Denker behaupten, Denken und Geist seien alles. Die Seele ist jedoch ein sehr komplexes Gebilde, das Denken nur eine Nussschale auf unserer Seele. Denken unterliegt einer Reihe von Bedingungen. Ein Mensch kann sich nicht einfach sagen: "Ich denke jetzt etwas herbei", wenn es seine Psyche nicht zulässt. Denken kann Erfahrungen, Lernprozesse oder Konfrontationen nicht ersetzen, sondern baut auf dieser seelischen Vielfalt auf. Sicherlich kennen Sie Menschen, die das genaue Gegenteil von dem tun, was sie sagen. Daraus wird ersichtlich, wie wenig das Danken das menschliche Verhalten beeinflusst. Ängstliche Menschen können zwar rational zum Schluss kommen, dass ihre Angst nicht adäquat ist, können sich in der konkreten Situation ihre Angst jedoch nicht "wegdenken".


Vertreter des Positiven Denkens versuchen oft, bei ihren Zuhörern und Lesern ein Schwarz-Weiss-Denken zu erzeugen. Sie unterscheiden zwischen dem richtigen/ guten und dem falschen/schlechten Denken. Dass negative Gedanken und Gefühle für die seelische Gesundheit ebenfalls wichtig sind, wird ignoriert. Der Mensch muss Grenzen setzen können, er muss erkennen, dass er etwas zu verlieren hat. Das Leben ist endlich und endet mit dem Tod. Dazwischen gibt es auch noch sehr viel zu verlieren, nicht nur zu gewinnen. Um gesund zu bleiben, braucht die Seele phasenweise auch den Negativismus. Bei Verlusten kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern muss sich damit auseinandersetzen.


Die Umsetzung Positiven Denkens scheitert oft am "Gesetz der entgegengesetzten Wirkung". Was ich krampfhaft anstrebe, wird in der Regel nicht ohne weiteres eintreten. Was ich besonders vermeiden will, tritt hingegen ein. Wenn Sie sich beispielsweise sagen, ich möchte einen Vortrag halten und darf auf keinen Fall stottern oder zittern, dann tritt oft genau dies ein. Ich habe kaum so viele Menschen erlebt, die derart negativ dachten, wie diejenigen, die bewusst versuchten, positiv zu denken. Positiv Denker sind oft geradezu Negativdenker, die sich permanent selbst kontrollieren wollen. Weil sie so negativ denken, müssen sie ständig versuchen, positiv zu denken.


Mit dem Positiven Denken sollen Idealvorstellungen von absoluter Schönheit, Reichtum, Harmonie, Gesundheit und Intellektualität umgesetzt werden. Diese Ziele, hält man sie tatsächlich für machbar, können eigentlich nur frustrieren, weil es immer Ideale bleiben. Je unbeirrter man die angepriesenen Ideale für machbar hält, desto weniger wird man den Unterschied zwischen Soll- und Ist-Zustand akzeptieren können. Wer dem Ideal in der Annahme, es sei verwirklichbar, nachrennt, ist viel schneller frustriert. Im Grunde werden mit dem Positiven Denken unreife Persönlichkeitsbilder und -strukturen vermittelt.
Positives Denken ist eine Verdrängungsmethode. Positiv-Denker sind perfekte Verdränger, weil nicht sein soll, was nicht sein darf. Ganze Lebensinhalte, die zu unserem Leben gehören, werden ausgeblendet. Positives Denken passt in unsere Gesellschaft, weil es nichts hinterfragt und den schönen Schein und die Erfolgsorientierung in den Vordergrund stellt. Die Methoden des Positiven Denkens beschränken sich auf ein einziges Mittel: Autosuggestion. Positiv-Denker merken schon gar nicht mehr, wie einfach das Mittel im Vergleich zum komplexen Ziel - totale Umstrukturierung der Seele, Veränderung der Welt - ist. Meiner Ansicht nach kennen die Anbieter Positiven Denkens keine anderen Methoden, beschränken sich auf diese Vereinfachungen, weil sie eben keine Fachleute sind. Überzeugtes Denken wirklich zu ändern, ist ausserordentlich schwierig, gerade weil das Denken in die gesamte Psyche eingebunden ist.


Positives Denken ist Grenzenlosigkeit, ist radikaler Konstruktivismus. Mit den richtigen Gedanken kannst du deine Welt erschaffen und dich selbst erlösen. Diese Selbsterlösungsbotschaft, die im Grunde gegen unser tradiertes Empfinden geht, wirkt ausgesprochen faszinierend. Der Mensch wird sein eigener Gott. Ausser dem richtigen Denken braucht er nichts und niemanden in der Welt. Diese Sicht führt zu einem extremen Egozentrismus, weil sich jeder eine eigene Welt kreiert. Die Konsequenz dieser Haltung ist eine unkommunikativen Gesellschaft, was besonders die Angehörigen der Positiv-Denker zu spüren bekommen: mit Positiv-Denkern kann man nicht mehr sprechen, sie wissen alles besser. Auf Probleme und Kritik wird mit "Denk positiv!" reagiert, was einer Kommunikationsverweigerung gleichkommt. Die Positiv-Denker schützen auf diese Weise ihre Welt. Mit der Isolation und dem Vermeiden von Lernprozessen und Auseinandersetzung schaden sie sich aber letztendlich selbst. Auch gesellschaftlich betrachtet wirkt sich diese Haltung nachteilig aus, weil sie Kritik untergräbt. Diese antikritische Haltung der Positiv-Denker passt ironischerweise in unsere derzeitige Anpassungsgesellschaft.


Die Wirksamkeit Positiven Denkens ist mehr als fraglich. In keinem Land machen so viele Menschen Psychotherapie wie in Amerika, wo das Positive Denken seine Wurzeln hat. Die Väter des Positiven Denkens - Carnegie, Peale, Murphy - stammen aus Amerika. In wenigen Ländern ist das Gefälle reich-arm so extrem wie in den Staaten, ein Land, das Bücher wie "Denke nach und werde reich" hervorbringt. Das Elend ist immer noch sehr gross, auch in den reichen Ländern. Ein Beispiel für fehlgeschlagene Wirksamkeit sind die Erfahrungen des bereits erwähnten Martin Lell im Seminar von Landmark Education, die Positives Denken ebenfalls als einen Aspekt propagiert. Beim Versuch, totale Kontrolle über sich auszuüben, büsst Martin Lell massiv an Vitalität ein. Positives Denken ist auch die falsche Methode zum Umgang mit chronischen psychischen Problemen wie z.B. Angststörungen. Psychotherapeutische Forschung hat festgestellt, dass viele Ängste durch die Konfrontation mit der Situation effizient behandelt werden können. Menschen mit Höhenangst begeben sich unter Anleitung auf einen Turm, Menschen mit Fahrstuhlängsten fahren unter Anleitung Lift. Positives Denken ist fehl am Platze oder reicht zumindest nicht aus.



Haben die Kritiker Recht oder wollen sie alles schwarz sehen ?

suchwort: schattenseiten des positiven denkens
http://foren.monster.de/viewmessage.asp?messageid=4266161

3. Die Wirklichkeit des Positiven Denkens sieht oft anders aus
Die Beispiele, die zur Bestätigung der Richtigkeit Positiven Denkens angeführt werden, sind einseitig ausgewählt: es gibt keinen Misserfolg. Das kann ich mit den Beispielen aus meiner Berufstätigkeit nicht vereinbaren. Bei einer Patientin, die wegen einer schweren Depression zu mir kam, stellte sich im Laufe der Therapie heraus, dass sie einen ganzen Bücherschrank voller Bücher zum Positiven Denken besass, darunter Werke wie 'Denke nach und werde reich', 'Die Kunst, ein Egoist zu sein', die ihr schlussendlich nicht helfen konnten. Die Frau verhielt sich stets sehr korrekt, kümmerte sich um alles. Sie war allzeit bereit, die Schattenseiten des Lebens zu verneinen. Zum Schluss brach sie zusammen und war jahrelang eine schwer depressive Frau, die selbst dann nicht erkennen konnte, dass sie viele für die Selbstbehauptung wichtige Gefühle wie Aggression unterdrückte. Letztlich verlor sie auch ihre Menschlichkeit, da sie auf andere Menschen sehr maskenhaft und oberflächlich wirkte. Die anschliessende Behandlung dauerte Jahre.

Zitat:
4. Warum die Umsetzung des Positiven Denkens nicht ohne weiteres möglich ist - eine Argumentationshilfe für die Kritik am Positiven Denken
Positiv-Denker behaupten, Denken und Geist seien alles. Die Seele ist jedoch ein sehr komplexes Gebilde, das Denken nur eine Nussschale auf unserer Seele. Denken unterliegt einer Reihe von Bedingungen. Ein Mensch kann sich nicht einfach sagen: "Ich denke jetzt etwas herbei", wenn es seine Psyche nicht zulässt. Denken kann Erfahrungen, Lernprozesse oder Konfrontationen nicht ersetzen, sondern baut auf dieser seelischen Vielfalt auf. Sicherlich kennen Sie Menschen, die das genaue Gegenteil von dem tun, was sie sagen. Daraus wird ersichtlich, wie wenig das Danken das menschliche Verhalten beeinflusst. Ängstliche Menschen können zwar rational zum Schluss kommen, dass ihre Angst nicht adäquat ist, können sich in der konkreten Situation ihre Angst jedoch nicht "wegdenken".


Vertreter des Positiven Denkens versuchen oft, bei ihren Zuhörern und Lesern ein Schwarz-Weiss-Denken zu erzeugen. Sie unterscheiden zwischen dem richtigen/ guten und dem falschen/schlechten Denken. Dass negative Gedanken und Gefühle für die seelische Gesundheit ebenfalls wichtig sind, wird ignoriert.
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