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Die Kraft des Positiven Denkens












http://www.paranormal.de/yoga/beitrag/lichtschatten.htm

Licht und Schatten
Die Wiederkehr des Verdrängten in Psyche und Politik von Dr. Rüdiger Dahlke
Zitat:
Nichts ist uns so zuwider wie Gewalt und Krieg, und trotzdem (oder gerade deswegen) beherrschen beide unsere Nachrichten und damit auch unseren Alltag und unsere Gedanken. Offensichtlich bekommen wir immer gerade das serviert, was wir am wenigsten wollen. Dabei sind wir selbst doch so gute, anständige und friedliebende Menschen! Und die Diskrepanz reicht noch weiter: Sind es doch gerade die Friedenspolitiker, die durch Gewalt umkommen - von Mahatma Gandhi über Dag Hammersköld, John F. Kennedy und sein Bruder Robert, Martin Luther King, Olof Palme, Anwar el Sadat bis zu Itzhak Rabin. Auch John Lennon halfen seine Appelle „All You need is love" und „Give peace a chance" gar nichts - schon der erste Schuss war für ihn tödlich. Steckt dahinter etwa mehr als dummer Zufall?
In all diesen Phänomenen könnte sich der treueste, aber äußerst unliebsame Begleiter der Menschheit manifestiert haben: der Schatten!


Spirituelle Schattenleugnung

Zitat:
In der spirituellen und der alternativen Gesundheitsszene, der sich ja viele von uns zurechnen, hat der Umgang mit dem Schatten noch eine andere, ganz spezielle „Blüte" hervorgebracht. Egal ob Umweltschutzbewegungen oder spirituellen Meditationsgruppen, bei all diesen verschiedenen Gruppierungen des „Neuen Denkens" finden wir schnell eine Gemeinsamkeit zum alten Denken: Häufig wird nämlich unter Umdenken „Positives Denken" verstanden. Die Idee dahinter ist sehr einfach und auf den ersten Blick auch überzeugend: Allem Unangenehmen, Bösen und Negativen in der Umwelt und in einem selbst begegnet man mit positiven Gedanken. Geht es einem schlecht, schwört man sich etwa ein auf den schon klassischen Satz: „Mir geht es von Tag zu Tag immer besser und besser." Affirmationen werden solche positiven Merksätze genannt, und sie werden wie Meditationsmantren benutzt. Durch ständige Wiederholung in Tiefenentspannung oder beim Spazierengehen, von der Meditationskassette oder auswendig gelernt, sollen sie bis ins Unbewusste vordringen und dort ihre wohltuende Wirkung entfalten.
Eines sollte einem allerdings schon durch kritisches Nachdenken klar werden: „Positives Denken" funktioniert zwar in beschränktem Rahmen - aber es funktioniert genau wie die Schulmedizin und alle anderen unterdrückenden Maßnahmen. Es wendet sich GEGEN all das Unglück, das Böse, Lästige, also den Schatten. Insofern müssen wir feststellen: Diese Art „Neuen Denkens" ist alles andere als neu - es ist genau das Denken der etablierten Medizin und Wissenschaft, der Politik und der Medien. Nur das Mäntelchen ist neu und strahlend


Hasset Eure Feinde!?

Zitat:
In der Medizinersprache ausgedrückt, handelt es sich hier eindeutig um Allopathie. Der Feind wird bekämpft - im Falle von Bakterien mit Antibiotika (griech. anti bios = gegen das Leben), im Falle von unangenehmen seelischen Eigenschaften mit Affirmationen, im Fall von Terroristen mit militärischer Gewalt. Leider funktioniert dieses Prinzip trotz eindrucksvoller Anfangserfolge auf die Dauer nicht. Schlimmer noch: im Schutz solcher Abwehrmaßnahmen wächst im Schatten auch der jeweilige Gegner unbemerkt mit.
Das gegenteilige Prinzip ist in der Medizin als Homöopathie bekannt. Diese geht nach dem Grundsatz vor „Ähnliches möge Ähnliches heilen". Diesem Prinzip folgend werden erfrorene Füße nicht heiß gebadet, sondern mit Schnee eingerieben, eine Depression wird nicht mit lichten Affirmationen, sondern eher durch eine Auseinandersetzung mit dem Tod angegangen. Das homöopathische Prinzip führt uns zur spirituellen Philosophie und ihrem grundsätzlich anderen Denken. Hier geht es nicht darum, gegen alle möglichen Feinde zu Felde zu ziehen, sondern im Gegenteil darum, die eigenen Feinde kennen- und akzeptieren zu lernen. Der christliche Auftrag „Liebet eure Feinde!" formuliert das homöopathische Prinzip unübertroffen und meint offenbar, dass wir uns unseren Feinden öffnen sollen, sie annehmen und lieb gewinnen.


Auf ähnliche Weise wird sich auch das „Positive Denken" in immer neuen Gewändern - wie etwa gerade im Wunschdenken des „kosmischen Bestellservices" - weiter verbreiten. Einem Menschen auf dem spirituellen Weg muss jedoch früher oder später klar werden, dass die Schöpfung kein Serviceunternehmen für seine Bedürfnisse, sondern eine Schule für die Seele ist.

Statt den eigenen Schatten zu verdrängen, müssten wir uns ihm positiv widmen und erkennen, dass er die eigene dunkle Seite spiegelt. Nur wer mit dieser bewusst eins wird, kann wirklich seelisch wachsen und gesunden, inneren Frieden finden und auch ausstrahlen.
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