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Gottesbilder












Hallo Benno!

Zitat:
Ich denke, niemand kann behaupten, dass er auf einen Gott gekommen wäre, wie wir in sehen (und überhaupt einen), hätte er niemals in seinem Leben davon etwas gehört. Der allergrößte Teil unserer Gottesbilder stammt nun halt man aus religiösen Schriften, aus unserer Kultur und Erziehung.


Ja, das ist schon klar, dass wir von unsrere Kultur, Erziehung etc. geprägt sind. Und trotzdem gibt es Menschen die glauben und solche, die nicht glauben, auch wenn sie die gleiche Erziehung hatten.

Beispiel: Versetze dich mal lange Zeit zurück, als es noch keinen Ferneseher etc. gab. Dann lernst du z.B., dass es jenseits des Meeres noch einen Kontinent gibt. Das weißt du also nur, weil du es so gelernt hast. Nun kannst du sagen - ne glaube ich nicht, kann ich mir nicht vorstellen, dass da noch was ist und wirst somit auch nie aufbrechen um danach zu suchen. Oder du glaubst es und brichst auf um den anderen Kontinent zu suchen und kannst ihn dann vielleicht auch finden.

Das meinet ich, als ich schrieb, man muss dafür auch offen sein. Wenn ich etwas von vornherein als nicht Wahr beurteile, werde ich es natürlich auch nie versuchen zu finden. Wenn ich beispielsweise der Meinung bin, es gibt keine Bäume, dann könnte ich direkt vor einem stehen und trotzdem nicht erkennen.
Wenn ich offen bin für die Möglichkeit, dass etwas wahr sein könnte und danach schaue, kann ich es vielleicht auch entdecken.

Es ist einfach so, dass ich dir Gott nicht beweisen kann. Ich kann nur aus meiner Erfahrung heraus sagen - Ja es gibt Gott! Ich konnte ihn schon mehrmals erfahren.

Aber du wirst es mir dann wohl auch nicht glauben, weil du ja diese Erfahrung eventuell noch nicht gemacht hast.

Vielleicht kann man es auch noch so beschreiben:
Du möchtest über eine Brücke gehen, dei aber schon etwas mitgenommen aussieht. Ich sage dir nun: "Du kannst rüber gehen, sie hält, ich bin gestern auch über die Brücke gegangen". Du meinst aber eher, dass die Brücke nicht hält. Was wirst du tun? Du kannst nun vertrauen und über die Brücke gehen und die eigene Erfahrung machen, um zu wissen, ob sie hält, oder aber du gehst nicht, wirst aber nie wirklich wissen, ob sie gehalten hätte oder nicht.

Zitat:
OK, dann habe ich noch ein Frage: Gott hat sich früher viel häufiger offen gezeigt, als heute. Warum? Die Schilderungen zB in der Bibel sind sehr eindrucksvoll. Warum sehen wir nicht Gott so, wie es die Menschen früher getan haben. Warum versteckt sich Gott, obwohl er früher so offen und erscheinungsfreudig war?


Gott versteckt sich nicht
Vielleicht liegt es einfach an uns, dass wir ihn nicht mehr so häufig wahrnehmen. Wir sind durch so vieles abgelenkt, die Veränderungen gehen heutzutage so schnell vor sich, alles ist laut und unruhig - wo haben wir denn heute noch die Ruhe oder nehmen uns die Zeit, Gott zu erfahren. Gott könnte heutzutage wohl ganz laut zu uns reden und wir würden es oft nicht hören, weil wir zu sehr abgelenkt sind. (Arbeit, Radio, Fernsehen, Computer, Disco, Eile, Freizeitstress,...) Die Menschen in früheren zeiten hatte noch mehr Stille, waren nicht so abgelenkt vom Wesentlichen und haben auch noch mehr im Einklang mit der Natur gelebt.

Meister Eckhart sagte einmal :

"Nichts in der gesamten Schöpfung ist Gott so nahe wie die Stille."

und auch: "Gott ist in uns daheim - wir sind in der Fremde."

Noch kurz hierzu:
Zitat:
Es wird hier hoffentlich niemand sein, der die Bibel für die 100% Wahrheit hält, für das pure Wort Gottes.


Die Bibel ist nicht das pure Wort Gottes, weil sie ja auch erst lange Zeit nach den Geschnissen geschrieben wurde, von menschlichen Verfassern. Sie wurde öfters übersetzt und der modernen Sprache angepasst.

Aber
- auch wenn die Bibel nicht das pure Wort Gottes ist, so kannst du doch das Wort Gottes in ihr finden. Gottes Wort ist in der Bibel enthalten.

"Suchet so werdet ihr finden..."

LG,
Kiki
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


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