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Hallo Christiane,
deine Geschichte ist ähnlich der meinen. Auch die Gefühle die du beschreibst habe ich. Das Gefühl "nur" zu funktionieren. Morgens aufstehen und arbeiten, abends nach Hause kommen und mit meiner Freundin gespräche führen und Freunde treffen.
Mein Vater hat mit 52 die Diagonese Leberkrebs erhalten. Vier Monate der qualen und der Hoffnung. Dann war es geschafft. Papa war gesund und wir glücklich. Reha etc... doch dann... ungefähr vor einem Jahr... Knochenkrebs. Die Chance auf Heiliung gleich Null! Heute ist mein Papa auf der Palliativstation. Die nächsten Tage wird er sterben. Geweint habe ich viel aber auch geredet.
Genau das ist das was hilft. Reden reden reden. Offen sein und reden... neben all dem scheiß gibt es dann die Stunden und die Minuten wo man sich wohl fühlt. Weißt, seid dem ich viel Rede geht es mir besser. Den umstand, das mein geliebter Papa und bester Freund nun bald stirbt macht mich traurig, aber mein Papa ist ein starker Mensch, der mir viel im Leben gezeigt hat. Er hat mit mir offen über das Thema Tod gesprochen... seine Ängste... wir haben uns in den Armen gelegen und geweint. Die Tatsache über das zur Reden hat mir gut getan. Die ersten sekunden war schrecklich, aber wir haben uns damit mehr gesagt als tausend worten.
ich hab meinen Papa sehr lieb und eigentlich möchte ich Ihn nicht gehen lasse. Er sagt immer, es gibt ein Drehbuch und wir spielen die Hauptrolle. Sein Drehbuch endet hier und unseres geht weiter.
Deswegen lasse ich ihn nun gehen. Ohne Schmerzen und mit der Gewissheit, das ich ihn irgendwie irgendwo, wenn es in meinem Drehbuch stehe, wieder sehe.
Reden Reden reden... rede mit deiner Mutter über die Ängste... ich denke es wird den schmerz ertragbarer machen.
Schöne Grüße
Grimmy
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