Menge Leute, die an Gott glauben


Hallo Benno!

Nur ganz kurz, ich muss gleich weiter, habe heute den ganzen Tag Arbeitseinsatz und nur ganz kurz Pause. Ich werde dir heute abend noch ausführlicher antworten.

Du schreibst:
Zitat:

Das ist vielleicht ein schlechtes Beispiel. Denn ich habe die Möglichkeit, mir dem Kontinent anzusehen, zu beweisen, das er existiert (was unsere heutige Wissenschaft im großen und ganzen ausmacht)


Tut mir leid , mir fällt nichts besseres ein. Du solltest dich ja auch ein paar hundert Jahre zurückdenken, wo es nicht so einfach war um die Welt zu reisen und sich was anzuschauen. Wenn du nun von einem Kontinent hörst, der angeblich auf der anderern Seite des Meeres existiert, dann würdest du wohl nur dahin fahren, wenn du auch irgendwie glaubst, dass er wirklich da ist. Die Reisen mit den Schiffen waren damals ja lang und beschwerlich und manche kamen nie an. Du musst also schon an die daran glauben, dass da ein Kontinent ist.

Fazit: Du kennst den Kontinent nur vom Hören
-wenn du glaubst, dass er existiert, wirst du vielleicht hinfahren und ihn entdecken wollen
-wenn du nicht glaubst, dass er existiert, wirst du dich auch nicht auf die Suche machen.

Bezug zu Gott: du hörst von Gott
- wenn du glaubst, dass er existiert, wirst du ihn suchen
- wenn du nicht an seine Existenz glaubst, wirst du dich auch nicht auf die Suche machen

So, das nur mal kurz hierzu. Rest später, ich muss los.

Gruß
Kiki
Hallo Benno!

Nun, wie versprochen zum zweiten Teil meiner Antwort.

Zitat:
Dann ist Gott zu erfahren wohl mehr ein Leben im Einlang mit der Natur. Die Natur ist etwas schönes, vielschichtiges. Aber brauche ich dann noch einen Gott?
Ich bin offen für Gott. Nur hat er mir bisher noch nichts mitgeteilt... Ich kenne ihn nur durch die Bibel und meine Eltern. Warum spricht er nicht mit mir? Oder spricht er mit mir, ich sehe darin aber weniger eine göttliche Botschaft, sondern vielmehr äußere Einflüsse auf mich, die einfache Gründe haben? Ist das schlecht?


Vielleicht hat Gott dir wirklich schon viel mitgeteilt in deinem Leben und es ist, wie du schreibst, dass du Gott nur nicht dahinter erkennen kannst.

Du fragst ob das schlecht ist. Das kann ich dir nicht eantworten. Ist es schlecht für dich? Wie fühlst du dich dabei? Du musst dich das selbst fragen, denn nur du kannst deinen Weg finden und wissen, ob du damit zuzfrieden bist oder nicht.
Wenn es für dich so ok ist, dann ist es jetzt eben so, vielleicht ist es irgend wann einmal anders. Leben bedeutet ja nicht Stillstand und das was für dich heute richtig ist, kann schon morgen nicht mehr stimmen.

Zitat:
Man sollt niemals eine besondere Erfahrung sofort auf Gott abschieben. Es kann so vielfältige Erklärungen geben.


Da hast du Recht, vor allem mit dem sofort.

Ich mache das auch gar nicht. Ich weiß es aus Erfahrung, wann es so ist, und wann nicht. Alles ist ja auch Ursache und Wirkung.

Deshalb werde ich dir auch keine besondere Erfahrung meinerseits berichten, da halte ich es wie Martin. Meine Erfahrungen würden dir nicht weiterhelfen, denn um daran zu glauben, musst du schon selbst eigene Erfahrungen machen.
Außerdem sind solche Erfahrungen auch etwas sehr Persönliches und ich spreche darüber eigentlich nur mit wenigen, mir sehr vertrauten Menschen. Vielleicht kannst du das ja verstehen.

LG, Kiki
Zitat:
Der Mensch, der das Reich Gottes auf die Erde herabholt, schlichtet durch seine bloße Anweisendheit den Streit und läßt die Destruktivität oder die bloße Dummheit verstummen. Er ist in der Lage, Frieden zu stiften, auch den seelischen Frieden, sogar bei Menschen, die mit sich selbst entzweit sind


Warum muss das alles unbedingt ein Gläubiger machen? Auch "Ungläubige" können all das tun. Kann ich etwa keinen Streit schlichten? Frieden fördern?

Mit der Hilfe eines "Gottes" kann man das alles natürlich tun. Ich finde es aber um einiges bemerkenswerter, wenn man das einfach aus Respekt vor anderen Menschen tut, aus purer Hilfsbereitschaft, und nicht, weil "Gott" mir hilft oder mich belohnt!

Zitat:
Die Reisen mit den Schiffen waren damals ja lang und beschwerlich und manche kamen nie an. Du musst also schon an die daran glauben, dass da ein Kontinent ist.


Ja, die Reisen waren lang, wurden irgendwann aber möglich. Es ist beweisbar, solange man die geeigneten Mittel (hier: bessere Schiffe) findet. Gott ist mit keinem Mittel wirklich beweisbar.


Zitat:
Oder spricht er mit mir, ich sehe darin aber weniger eine göttliche Botschaft, sondern vielmehr äußere Einflüsse auf mich, die einfache Gründe haben? Ist das schlecht?


Damit wollte ich auf eines hindeuten: Es ist doch wohl völlig normal, das man auf ein bestimmtes Ereignis zuerst einmal eine logische Erklärung sucht, bevor man Gott oder etwas ähnliches als Erklärung hinstellt. So hat sich auch die Wissenschaft entwickelt.

Zitat:
Außerdem sind solche Erfahrungen auch etwas sehr Persönliches und ich spreche darüber eigentlich nur mit wenigen, mir sehr vertrauten Menschen. Vielleicht kannst du das ja verstehen.


Es ist natürlich deine Sache, ob du es erzählst oder nicht. Aber ich verstehe nicht ganz, warum so viele da ablehnende Haltung haben. Über das Forum ist es im Grunde ja weiterhin anonym, und was solltest du befürchten? Aber in Ordnung, wenn du es nicht willst...
Zitat:
Außerdem sind solche Erfahrungen auch etwas sehr Persönliches und ich spreche darüber eigentlich nur mit wenigen, mir sehr vertrauten Menschen. Vielleicht kannst du das ja verstehen.


Zitat:
Es ist natürlich deine Sache, ob du es erzählst oder nicht. Aber ich verstehe nicht ganz, warum so viele da ablehnende Haltung haben. Über das Forum ist es im Grunde ja weiterhin anonym, und was solltest du befürchten? Aber in Ordnung, wenn du es nicht willst...


Ganz einfach.
Die Erfahrungen, die man mit Gott macht, die kann man keinem anderen in dieser Art und Weise des Empfangens anderen Menschen vermitteln.

Jeder ist auf der Suche nach Gott und jeder Mensch muß ihn selbst "empfangen".

Man tut sich selbst keinen Gefallen damit, ihn von anderen zerreden zu lassen.

Dazu ist diese Erfahrung zu kostbar.

Liebe Gabriele!

Zitat:
Ganz einfach.
Die Erfahrungen, die man mit Gott macht, die kann man keinem anderen in dieser Art und Weise des Empfangens anderen Menschen vermitteln.

Jeder ist auf der Suche nach Gott und jeder Mensch muß ihn selbst "empfangen".
Man tut sich selbst keinen Gefallen damit, ihn von anderen zerreden zu lassen.
Dazu ist diese Erfahrung zu kostbar.


Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Genau das habe ich gemeint.
Ich hätte es nicht treffender beantworten können.

Und damit haben sich auch schon die anderen Fragen und Einwände von Benno beantwortet.
Gott ist beweisbar - aber nur für jeden selbst.
Man kann ihn den anderen nicht beweisen, da die eigenen Erfahrungen für andere natürlich auch nicht unbedingt ein Beweis sind.
Jeder kann Gott nur selbst erfahren, aber dazu muss man ihn auch erfahren wollen. Sich auf Gott einlassen.


Liebe Grüße
Kiki

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