Die Evolutionstheorie untergräbt den Glauben an den allmächtigen und einzigen Schöpfergott – nicht nur Christen, auch fundamentalistische Muslims versuchen daher, deren Wissenschaftlichkeit zugunsten der Heiligen Schrift zu bestreiten
Nicht nur konservative, bibeltreue Christen, auch Muslims und Juden kämpfen um die richtige Weltsicht und gegen die Evolution. Es liegt auf der Hand, dass man dann, wenn man einer monotheistischen Religion mit einem allmächtigen Schöpfergott anhängt, eigentlich aus Konsistenzgründen die Evolutionstheorie und damit den Einfluss des Zufalls auf die Ausbildung des Lebens oder den Gedanken einer ungerichteten, offenen Entwicklung ablehnen muss. Dabei geht es um das Prinzip, nicht um Details der Evolutionstheorie. Bekannt ist hier vor allem der Kampf der fundamentalistischen Christen in den USA geworden, die es teilweise bereits erfolgreich geschafft haben, dass die Lehre vom Kreationismus oder die etwas geschickter aufbereitete Lehre vom Intelligent Design ([local] Und die Erde ist doch eine Scheibe) im Biologieunterrichtet als gleichberechtigt zur Evolutionstheorie behandelt werden muss. Die Anhänger der biblischen Schöpfung meinen allerdings natürlich, dass die Evolutionstheorie falsch ist und würden sie am liebsten verbannen, trägt sie doch bei zum Werteverfall und öffnet die Tür für den Nihilismus und das Böse.
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