Die Allaussöhnung ist aufgrund der biblischen Basis eine spezifisch christliche Sicht, die es so in anderen Religionen oder Philosophien nicht gibt. Fälschlich wird sie aber manchmal mit folgenden Lehren in Verbindung gebracht:
· Im Neuplatonismus gab es Lehren, dass der Tod für die menschliche Seele die Befreiung von der negativ gesehenen Materie ist und die Totenwelt daher ein Ort der Freiheit, nichts Negatives, wobei dieser Zustand oft durch viele Reinkarnationen erarbeitet werden muss.
· Auch der Mahayana-Buddhismus geht davon aus, dass die Erlösung für alle Menschen zu erreichen ist.
· Im New Age wird die Möglichkeit eines ''vollkommenen Kosmos'', ein "universaler Superorganismus" erhofft, als Endstufe einer kosmischen und gesellschaftlichen Evolution, sie spricht auch von der Wiedervereinigung mit dem Brahman. Von Gott und Versöhnung ist auch hier keine Rede.
· Religiöser Pluralismus geht davon aus, dass jede Religion einen Weg zur Erlösung und zur richtigen Beziehung mit dem Göttlichen hat, das damit allen Menschen offen steht. Ansatzweise kann dies auch in der Bewegung der Ökume erkannt werden.
· Die Baha'i glauben an einen inneren Wandel im Menschen und der Gesellschaft, der die gesamte Welt wieder zur Harmonie bringen wird.
· Reinkarnation, u.a. im Buddhismus, Hinduismus und im Bereich der Esoterik gelehrt, geht davon aus, dass es eine unsterbliche Seele (bzw. im Buddhismus wirksame Seinsfaktoren) gebe, die sich aus eigener Kraft in immer neuen Leiderfahrungen langsam läutert.
· Im Pantheismus ist das Göttliche letztlich die einzige Wirklichkeit - Menschen müssen ihre Unwissenheit überwinden und erkennen, dass sie Gott sind. Diese Weltsicht wird, mit gewissen Varianten, u.a. von Teilen im Hinduismus, Anthroposophie, Unitariern, Christlicher Wissenschaft und Ein Kurs in Wundern vertreten.
· Synkretismus, die Vermischung von Elementen aus verschiedenen Religionen, wird manchmal fälschlicherweise auch mit Universalismus gleichgesetzt, hat jedoch nichts damit zu tun.
http://www.das-weisse-pferd.com/03_01/karma_wiedergeburt.html
Je schlimmer sich diese Welt entwickelt, umso notwendiger wird es, dass wir uns mit zwei kosmischen Gesetzmäßigkeiten vertraut machen, um nicht an Gott und der Welt zu verzweifeln: Dem Gesetz von Saat und Ernte und dem Gesetz der Reinkarnation.
Gehen wir nicht davon aus, dass nur das auf die Menschheit und jeden einzelnen von ihr zukommt, was sie irgendwann selbst verursacht haben, dann stellt sich die Frage, wie Gott dies alles zulassen kann, ja ob Er überhaupt existiert. Glauben wir zwar, dass wir selbst die Schmiede unseres Schicksals sind, aber schauen wir dabei nur auf unser gegenwärtiges Leben, dann können wir uns meist nicht vorstellen, wann und wie wir uns all das eingebrockt haben, was wir gegenwärtig auslöffeln – all die seelischen oder körperlichen Verletzungen, die uns andere zufügen, wo wir uns doch »Zeit unseres Lebens« relativ friedlich verhalten haben.
»Wen Gott liebt, den straft Er« – wirklich?
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