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»Gott macht Ernst«
Offenbarung 20,11-15
1. Einstieg
Hatten Sie heute einen schönen Sonntag? So richtig zum Erholen mit viel Zeit, sich Gott zu widmen und ihn reden zu lassen; mit viel Zeit, sich ausgiebig, um die Familie zu kümmern; ein Tag, an dem eigentlich alles glatt ging?
Stellen sie sich einmal für einen kurzen Moment vor, ihr Tag heute wurde mit hochsensiblen Videokameras bigbrothermäßig aufgezeichnet. Stellen sie sich einfach mal vor, sie wären heute den ganzen Tag rund um die Uhr überwacht worden. Aber nicht nur ihre Worte und ihr Verhalten wären aufgenommen, sondern die Kameras wären auch in der Lage, ihre Gedanken sichtbar werden zu lassen. Sonntagsgedanken eines ganz normalen Gemeindegliedes der Liebenzeller Gemeinschaft! Dieses Video würden wir dann heute abend miteinander nach dem Gottesdienst als big brothers and sisters gemeinsam anschauen und auswerten. Wir vergleichen dabei ihren persönlichen Tag mit dem Charakter von Jesus, der mit folgenden neun Eigenschaften beschrieben wird: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Besonnenheit und Selbstbeherrschung. Alles was mit diesen Eigenschaften nicht vereinbar ist, wird durch einen Pfeifton gekennzeichnet. Wie sähe wohl das Ergebnis aus? Also, bei mir gäbe das heute abend wohl ein Pfeifkonzert. Eigentlich ein schöner Tag, aber verglichen mit Jesus Christus, seinem Leben und seiner Art war es ein Debakel.
Nun habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für sie; welche wollen sie zuerst hören? O.k., zuerst die gute: es gibt keine Kamera, die Gedanken sichtbar machen kann. Doch nun die schlechte: den Film mit all ihren Gedanken, Worten und Taten gibt es trotzdem. Jeder Tag ihres Lebens wurde tatsächlich über 24 Stunden festgehalten. Es gibt für sie nichts mehr zu retuschieren und zu entschuldigen. Das Beweismaterial ist unbestechlich.
Diese Videoreihe über ihr ganzes Leben ist nun grundlegendes Beweismaterial für Gott, um über ihr Leben zu urteilen. Es kommt also schließlich zu dieser Gerichtsverhandlung über ihr Leben, die unter der Bezeichnung »Das Jüngste Gericht« alle bisherigen Prozesse und Gerichtsurteile weit in Schatten stellt. Folgendermaßen wird die Szene von Johannes beschrieben.
Offb 20,11-15 (»Hoffnung für alle«)
11 Ich sah einen großen, weißen Thron und erkannte den, der darauf saß. Erde und Himmel konnten seinen Blick nicht ertragen, sie verschwanden im Nichts.
12 Und ich sah alle Toten vor dem Thron Gottes stehen: die Mächtigen und die Namenlosen. Nun wurden Bücher geöffnet, auch das Buch des Lebens. Über alle wurde das Urteil gesprochen, und zwar nach ihren Taten, wie sie in den Büchern aufgezeichnet waren.
13 Das Meer gab seine Toten zurück, ebenso der Tod und sein Reich. Alle, ohne jede Ausnahme, wurden entsprechend ihren Taten gerichtet.
14 Der Tod und sein ganzes Reich wurde in den See aus Feuer geworfen. Das ist der zweite Tod.
15 Und diesen endgültigen Tod, der für immer von Gott trennt, mussten alle erleiden, deren Namen nicht im Buch des Lebens verzeichnet waren.
2. Die Angeklagten
In dieser spannungsgeladenen Situation, die Johannes hier schildert, gibt es für keinen Menschen, der auf dieser Erde gelebt hat, Anlass, sich entspannt zurück zu lehnen. Jeder einzelne Mensch muss Gott gegenüber darüber Rechenschaft geben, was er aus dem Leben gemacht hat, das Gott ihm gegeben hat. Das Geschenk des Lebens ist so kostbar, dass sich Gott auch genaue Vorstellungen davon gemacht hat, wie das Leben gelingen kann. Nun wird in diesem jüngsten Gericht abgerechnet: Was war gut und was war voll daneben. Paulus erwähnt es an zwei Stellen folgendermaßen:
Röm 14,10b-12: Wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. 11 Denn es steht geschrieben Jesaja 45,23): »So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir sollen sich alle Knie beugen, und alle Zungen sollen Gott bekennen.« 12 So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.
2.Kor 5,10: Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.
2.1 alle Toten erscheinen
»Das Bild sagt: es gibt nichts, wohin wir uns wenden, keine Höhe der Vermessenheit und keine Tiefe der Verzweiflung, keinen Tod, keine Hölle, keine Vergessenheit, darin wir uns verbergen könnten bei der letzten Entschleierung. Ob wir zu den Großen gehören, vor denen die Welt zittert, oder einer von den Kleinsten waren, die unter den Trümmern irgendeiner Stadt begraben und vergessen wurden; ob wir unser Leben selbst fortwarfen, ob man unseren Leib im Meer versenkte oder die Winde unseren Staub über die Schlachtfelder wehten –, wir müssen alle hervor und müssen standhalten vor dem heiligen Auge Gottes« (Hellmuth Frey, »Das Ziel aller Dinge«, S. 216).
es gibt nichts mehr zu verstecken, das Video wird abgespielt und gibt zu erkennen, was los war.
alle Menschen stehen auf frischer Tat ertappt vor Gott
selbst die Toten, deren Asche über dem Ozean verstreut wurde, müssen antreten
und alles kommt ans Licht
jeder Mensch trägt für sein Leben Verantwortung
und alle müssen nun darüber auch Rechenschaft ablegen, was sie daraus gemacht haben
2.2 selbst wenn der Himmel und die Erde fliehen
die ganze Schöpfung zieht sich zurück, wenn der Mensch, als ihre Krone zur Rechenschaft gezogen wird.
der Anblick ist für sie unerträglich
da gehen sie lieber stiften
3. Die Beweisführung
3.1 Die Katastrophe Sünde
Es wird nun zuerst einmal sichtbar gemacht, welch katastrophalen Charakter die Sünde wirklich hat. Sie ist jetzt nicht mehr zu verniedlichenoder abzuschwächen. Es gibt an ihr nichts mehr zu entschuldigen. Jeder sieht sich Gott gegenüber gestellt, der einem das Leben geschenkt hat, der sich liebevoll um jeden einzelnen gekümmert hat, der dafür Sorge trug, wie das Leben gelingen kann. Der sich immer wieder mitgeteilt hat, mit dem, was ihm für das menschliche Leben wichtig war. Und er wurde nicht gehört. Sünde ist also: dem Gott gegenüber, der mich über alles liebt, der mir mein Leben geschenkt hat, gleichgültig zu bleiben, ihn einen alten Opa sein lassen und ihm damit ins Gesicht zu spucken.
»Ich weiß es besser als du – mit Geld kenn ich mich viel besser aus, ich opfere doch nicht 10% meines Einkommens. Warum sollte ich notleidenden Menschen helfen, ich brauch erst mal ein Premiere-World-Paket.«
»Ich will nicht, was du willst – warum erst heiraten, wir können doch auch so miteinander schlafen.«
»Es ist mir egal, wie du über mich denkst. Gott, jetzt komm mir nicht gleich mit Hölle, jetzt muss ich erst mal mein Leben führen. Da hab ich keine Lust, an Hölle zu denken.«
»Es ist mir egal, was du über Nächstenliebe sagst – dem muss ich das jetzt mal so richtig heimzahlen«.
»Ich habe Wichtigeres zu tun, als auf dich zu hören – ich hab überhaupt keine Zeit, um in der Bibel zu lesen«
3.2 Alles kommt öffentlich ans Licht
Unsere Gedanken
wie sie das Klima um uns herum verpestet haben
wie sie andere Menschen abgewertet haben
wie sie das für schlecht hielten, was bei Gott gut ist
Unsere Worte
was für Kreise sie gezogen haben
wie sie andere zutiefst verletzt haben
wie sie andere auf das Glatteis führten
Unser Verhalten wie es Menschen den falschen Weg zeigte
wie es das verleugnete, was Gott mit uns machen wollte
Das alles steht in den Büchern, von denen Johannes schreibt oder ist auf dem Video zu sehen, und alles kommt ans Licht. Und Gott kündigt dieses Gericht schon lange vorher an, dass sich keiner zu wundern braucht.
3.3 Die Quittung/Abrechnung
Auszug aus Carl Zuckmayer »Der Hauptmann von Köpenick« (Stelle auf Video bei: 56-57 Minuten)
»Vorhin uff’m Friedhof, da hab ich se gehört, die innere Stimme. Da hat sie gesprochen. Da hat sie zu mir gesacht: ›Mensch‹, hat sie gesacht, ›einmal kneift jeder ‘n ***** zu, du auch‹ (alternativ: ›einmal muss jeder Abschied nehmen‹), hat sie gesacht. ›Und dann stehst du vor Gott, dem Vater, der alles jeweckt hat. Vor dem stehst du denn. Und der fragter ins Jesichte: Schuster Willem Voigt, was haste jemacht in deinem Leben?‹ Und dann muss ich sagen: Fußmatte, Fußmatte, muss ich sagen, die hab ich jeflochten in Jefängnis. Und dann sind se alle drauf rumjetrampelt. Und Gott, der Vater sacht zu mir: ›Jeh weg‹, sacht er, ›Ausweisung‹ sacht er, ›deswegen hab ich der det Leben net jeschenkt. Det biste mir schuldig‹, sacht er. ›Wo is ett? Was haste mit jemacht?‹ Und denn Friedrich, und denn ist et wieder nischt mit de Aufenthaltserlaubnis. (...) Ne ne, so kniggrig will ich mal nicht vor meinem Schöpfer stehn. Ick wär noch was machen mit mein Leben.«
Was hast du gemacht aus deinem Leben?
Was hast du gemacht mit den vielen Stunden, die ich dir geschenkt habe?
Was hast du gemacht mit den Menschen, die ich in dein Umfeld gestellt habe?
Was hast du gemacht mit deiner Umwelt, für die ich dich verantwortlich gemacht habe (vgl. Mt. 25,41-45 »ich war hungrig, durstig, krank, im Gefängnis und ihr habt euch nicht um mich gekümmert.«)?
Was hast du gemacht mit deinen Begabungen, die ich dir geschenkt habe?
Was hast du gemacht mit deinem Geld, das ich dir zur Verfügung gestellt habe?
Was hast du gemacht, um mir die Ehre zu geben?
»Der Ernst jener Stunde besteht nicht in Schlägen und Strafen, die uns drohen, sondern in den Tatsachen selbst, die reden werden, wenn das, was wir aus unserem Leben gemacht haben und die Augen Gottes sich begegnen« (Hellmuth Frey, a.a.O. S. 216).
Wenn das ganze Video durch ist, und sie mit ihrem ganzen Leben konfrontiert wurden kommt Gott, der Richter zum Ergebnis: »XY, sie haben diese Anschuldigungen gehört. Ich frage Sie nun Angeklagter, treffen diese Beschuldigungen wirklich auf sie zu?« – »Warum fragen sie noch, die Beweislast ist erdrückend. Es war ja alles zu sehen.« – »Weichen sie nicht aus, Angeklagter. Ich habe sie gefragt, bekennen sie sich im Sinne der Anklage für schuldig?« – »Ja! Schuldig« – »Somit verurteile ich sie zu einem ewigen Weiterleben in der Hölle.« Und das Urteil ist gerecht – völlig verdient.
Sehen sie, da spielt es keine Rolle mehr, ob ich ein wenig frömmer gelebt habe als andere. Da ist es völlig unerheblich, wieviele Gottesdienste ich besucht habe und was an Opfer durch mich verbucht werden konnte. Ob mein Lebensstil oder mein Wortschatz nun ein wenig christlicher war oder nicht, ändert am Ergebnis der Verhandlung nichts. Schuldig! Todesurteil zum ewigen Leben in der Hölle.
Paulus schreibt (Röm 3,22b-23 »Elberfelder Übersetzung«): »Es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes.«
Und in Römer 6,23 bringt er es mit der Aussage auf den Punkt: »Denn die Sünde wird mit dem Tod bezahlt.«
4. Das Urteil – Hölle
Das Todesurteil ist also die gerechte Strafe für die Menschheit. Deren Vollstreckung in der Hölle ist Gottes recht-mäßige Antwort auf die Sünde der Menschen. Dieses letzte Gericht Gottes über die gesamte Menschheit ist also notwendig, weil sonst Gottes Gerechtigkeit in Frage gestellt werden könnte. Aber Gott lässt nicht fünf gerade sein, drückt nicht mal eben großväterlich zwei Augen zu. Er führt den Prozess bis zum bitteren Ende, dem Schuldspruch über dich und mich ohne Möglichkeit einer Revision in Form einer Allversöhnung. Das ist die Hölle.
Es ist hochinteressant, wie sich der atheistische Schriftsteller Jean-Paul Sartre die Hölle vorstellt. In seinem Drama »Bei geschlossenen Türen« beschreibt er, wie drei Personen in den Salon eines heruntergekommenen Hotels geführt und dort eingesperrt werden. Das Schreckliche an ihrem Gefängnis besteht darin, dass es in diesem Raum keinen einzigen Spiegel gibt. Wenn sich also jemand selber in die Augen sehen will, muss er sich in den Augen eines anderen spiegeln. Jeder kann sich nur durch die Augen des anderen sehen. Was sich nun unter ihnen abspielt ist die Hölle. Wenn jemand wissen will, wer er selber ist, ist er immer auf die Augen der anderen angewiesen aus denen aber nur Abneigung und Missgunst entgegen blicken. So entsteht bei diesen drei Eingesperrten ein Teufelskreis, in dem jeder zum Peiniger wie zum Gepeinigten wird. Diese Beschreibung gelangt bei Sartre zur Einsicht: »Also, dies ist die Hölle. Niemals hätte ich geglaubt... Ihr entsinnt euch: Schwefel, Scheiterhaufen, Bratrost... Ach, ein Witz! Kein Rost erforderlich, die Hölle, das sind die anderen.« (J.P. Sartre, zitiert bei Heinzpeter Hempelmann, »Roter Faden Offenbarung« Seite 165/166).
Von Augustin stammt der Satz: »Welch großes Elend ist es, fern zu sein von dem, der überall ist!« (Wuppertaler Studienbibel »Offenbarung« 2. Teil, Seite 297)
Dabei ist Hölle nicht so zu verstehen, dass eine menschliche Existenz verbrennt. Hölle ist vielmehr eine ewige Existenz, ein ewiges Leben ohne Gott – die völlige Abwesenheit Gottes. Die Menschen werden von Gott dazu verurteilt in alle Ewigkeit gott-los bleiben zu müssen, so wie sie es sich in ihrem Leben schon gewünscht haben. Gott zieht seinen guten Einfluss, den hier auf dieser Erde die Guten und die Bösen gleichermaßen genießen können zurück. Die Menschen werden in der Hölle völlig sich selber und ihrem Egoismus überlassen sein.
»So bat ein Rabbi einmal darum, den Himmel und die Hölle sehen zu dürfen. Gott erlaubte es ihm und gab ihm den Propheten Elia als Führer mit. Elia führte den Rabbi zuerst in einen großen Raum, in dessen Mitte auf einem Feuer ein Topf mit einem köstlichen Gericht stand. Rundum saßen Leute mit langen Löffeln und schöpften alle aus diesem Topf. Aber die Leute sahen blass, mager und elend aus. Denn die Stiele ihrer Löffel waren viel zu lang, so dass sie das herrliche Essen nicht in den Mund bringen konnten. Als die Besucher wieder draußen waren, fragte der Rabbi den Propheten, welch ein seltsamer Ort das gewesen sei. Es war die Hölle. Daraufhin führte Elia den Rabbi in einen zweiten Raum, der genau aussah wie der erste. In der Mitte des Raumes brannte ein Feuer und dort kochte ein köstliches Essen. Leute saßen ringsum mit langen Löffeln in der Hand. Aber sie waren alle gut genährt, gesund und glücklich. Sie versuchten nicht, sich selbst zu füttern, sondern benutzten die langen Löffel, um sich gegenseitig zu essen zu geben. Dieser Raum war der Himmel!« (Aus Axel Kühner »Überlebensgeschichten für jeden Tag«, Seite 193f).
5. Der Rechtsanwalt
Aber wer ist dann noch im Himmel. Wer ist denn der, der ohne Sünde leben konnte. Gibt es einen, der es mit Jesus in seinem ganzen Wesen, im Denken, Reden und Verhalten aufnehmen kann. Gibt es keinen, der so gut ist, dass er den Himmel verdient hat.
Johannes bringt hier neben dem Todesvideo (den Todesbüchern), das schonungslos unser ganzes Leben offenlegt, noch ein weiteres Beweisstück in den Prozess ein. Mit den Worten »Einspruch, euer Ehren! Den Angeklagten kenne ich. Sein Name ist im Buch des Lebens verzeichnet« wird der Urteilsspruch »Hölle« von Jesus Christus selber angefochten.
»Vater im Himmel, euer Ehren«, begründet Jesus seinen Einspruch. »Ich habe hier im Buch des Lebens eine Liste. Diese Liste enthält die Namen all der Menschen, deren Strafe bereits verbüßt wurde. Dieselbe Straftat darf aber nach gültigem Recht nicht zweimal bestraft werden. Dieser Beschuldigte ist folglich von der Anklage freizusprechen. Ich selber habe an seiner Stelle die Hölle durchgemacht und die tiefste Gott-Verlassenheit erlitten. Die ganze tiefe Schuld dieser Leute ist ans Kreuz geheftet. Ihr Todesurteil ist bereits vollstreckt – an mir. Es gibt nichts mehr, das noch offen wäre. Die Rechnung ist komplett bezahlt. Diese Menschen, haben mich aufrichtig um Vergebung ihrer Schuld gebeten. Hast du nicht festgestellt, dass auf diesem Video viele Stellen bereits gelöscht waren. Die waren bedeckt mit meinem Blut. Die Anklage gegen diese Leute im Buch des Lebens ist fallenzulassen. Der Himmel gehört ihnen.« – »Aber Jesus, warum hast du das nicht für alle getan, dann könnten doch alle im Himmel sein.« – »Tut mir leid, ich kann nichts dafür. Mein Tod gibt wirklich allen Menschen die Berechtigung zu einem ewigen Leben im Himmel. Aber die meisten hatten es nicht nötig, sie haben mich zurückgewiesen. Jesus sei nur was für kleine Kinder, alte Männer und schwache Frauen. Es wird schon nicht so schlimm kommen, meinten sie. Und so schlecht seien sie ja auch nicht, dass ihnen gleich der Platz im Himmel verwehrt wird. So sind in dem Buch jetzt halt nur die Namen enthalten, die sich dafür entschieden haben, mir ihr Leben zur Verfügung zu stellen. Diese Liste besteht also nur aus Menschen, die wollten, dass ich ihr Herr werde, die glaubten, dass ich ihnen ewiges Leben schenken kann, weil ich am Kreuz für sie gestorben bin. Jeder der auf dieser Liste gefunden ist, darf in den Himmel, egal, wie sein Leben, das du eben auf dem Video gezeigt hast aussah. Es ist alles verbüßt. Für die anderen tut es mir aufrichtig leid. Jeder hatte seine Chance, aber ich wollte aus Respekt vor seiner menschlichen Freiheit keinen zu seinem ewigen Glück zwingen. Und so haben sie die Versöhnung bis zu ihrem Tod abgelehnt. Für sie kommt jede Hilfe zu spät.«
Paulus schreibt (Röm 8,1.33-35a): »1 Wer nun zu Jesus Christus gehört, wird der Verurteilung durch Gott entgehen; er wird leben. 33 Wer könnte es wagen, die von Gott Auserwählten anzuklagen? Niemand, denn Gott selbst hat sie von aller Schuld freigesprochen. 34 Wer wollte es wagen, sie zu verurteilen? Keiner, denn Christus ist für sie gestorben, ja noch mehr: Er ist vom Tode auferweckt worden und tritt jetzt vor Gott für uns ein. 35 Was also könnte uns von Christus und seiner Liebe trennen? Leiden und Angst vielleicht? Verfolgung? Hunger? Armut? Gefahr oder gewaltsamer Tod?«
Freiheit – was für eine Jubelgesang beendet diesen Prozess
3 Entscheidungen stehen nun an:
1. Will ich Jesus mein Leben anvertrauen, mich dafür entscheiden, dass er das Kommando übernimmt?
2. Will ich mein Leben als Christ so bestimmen lassen, dass die gute Art von Jesus Christus immer mehr durchscheint?
3. Will ich Menschen um alles in der Welt vor dem ewigen Leben in der Hölle bewahren? (2.Kor 5,11) »Weil wir wissen, dass wir Gott als unbestechlichen Richter zu fürchten haben, wollen wir so viele Menschen wie nur möglich für Christus gewinnen wörtl. überreden).«
»Füllen wir weiter mit unseren Taten die Totenbücher? Beharren wir dabei, unser Leben selber zu schreiben? Oder lassen wir uns durch Christus die Feder aus der Hand nehmen und gestehen wir ihm zu, unser Leben zu formen und zu gestalten? Dann beginnt ein neues Leben: frei von der Sorge um uns selbst, weil Christus sorgt; frei vom Ringen um Frieden, weil Christus Frieden geschlossen hat; frei von der Angst vor dem Gericht, weil Christus für mich im Gericht war; frei vom aufreibenden Kampf aus eigener Kraft, weil Christus unsere Kraft geworden ist, frei vom Blick auf uns selbst, weil ich auf Christus blicke; frei von der zweifelnden Sorge um das Heil, weil Christus das Werk, das er angefangen hat, zu Ende führen wird, weil er unseren Namen ins Lebensbuch eingetragen hat und im Gericht ihn verlesen, das heißt: sich zu uns bekennen wird« (Hellmuth Frey, a.a.O., S. 221).
Gebet und Lied: Zünde an dein Feuer (446)
Segen
In diesem Sinn wünsche ich ihnen allen noch einen wunderschönen Abend und eine gute Woche. Lassen sie Gott was aus ihrem Leben machen – dazu brauchen sie bestimmt keine Hauptmannsuniform.
http://www.lg-soellingen.de/Predigten/2000X/2000X_8.html#Anfang
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18. Mai 2003
Die unsichtbare Welt existiert! Nur weil man sie nicht sieht, heißt das noch lange nicht, dass es sie nicht gibt. Diese Welt ist von Wesenheiten bevölkert und durch ihre Gedanken und Gefühle treten die Menschen mit diesen Wesenheiten in Verbindung und ziehen sie an. Wenn man das Bewusstsein nicht hat, dass man durch die Gedanken und die Gefühle lichtvolle oder finstere Wesenheiten anziehen oder abstoßen kann, wird man dauernd von schlechten Kräften angegriffen. Ja, man sollte diese Tatsache ernst nehmen: In uns und um uns herum existieren bösartige Wesenheiten. Mit negativen und chaotischen Gedanken und Gefühlen zieht man diese schließlich an und endet als ihr Opfer. Nährt in euch harmonische Gedanken und Gefühle, um wunderbare Wesen anzuziehen. Ihr werdet sie nicht sehen, aber ihre Präsenz manifestiert sich in euch, indem ihr euch ganz in Frieden und im Licht fühlt, so als ob ihr die ganze Schöpfung umarmen würdet. Diese Empfindung könnt ihr dann nicht mehr anzweifeln.
http://www.aivanhov.de/daily/20030518.htm
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| Wer gutes tut, mit dem Hintergedanken, in den Himmel zu kommen und schlechtes nicht tut mit dem Hintergedanken, nicht in die Hölle zu kommen, der handelt viel eigennütziger als ein Atheist, der das selbe tut, oder nicht tut, und dabei nicht an einen richtenden Gott glaubt.
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Hallo Ihr Lieben,
habe ich gefunden, denke mal es passt hierher und möchte es Euch deshalb nicht vorenthalten.
| Zitat: |
| "Was für Zeit und Arbeit würde erspart werden, und vor welchen enormen und unnötigen Leiden würde sich die Menschheit bewahren, könnte sie nur diese einfache Sache verstehen: dass die Wahrheit nicht in unserer Sprache ausgedrückt werden kann. Die Menschen würden dann aufhören zu glauben, sie besäßen die Wahrheit, würden aufhören, andere zu zwingen, ihre Wahrheit um jeden Preis zu akzeptieren, würden sehen, dass andere sich der Wahrheit von einer anderen Richtung aus nähern können, genauso wie sie sich selbst ihr auf einem ihnen eigenen Weg nähern. Wie viele Erörterungen, wie viele religiöse Kämpfe, wieviel Gewalt gegen die Gedanken anderer würden unnötig und unmöglich gemacht werden, wenn die Menschen nur verständen, dass niemand die Wahrheit besitzt, sondern alle nach ihr suchen, jeder auf seine eigene Weise." (Clemens von Alexandria / bis 215 nach Christi) |
Das wichtigste ist doch die Liebe, dass sie im Herzen wohnt und von dort aus strahlt. Denn Gott ist Liebe!
Engeljani
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>Wer gutes tut, mit dem Hintergedanken, in den Himmel zu kommen und schlechtes nicht tut mit dem Hintergedanken, nicht in die Hölle zu kommen, der handelt viel eigennütziger als ein Atheist, der das selbe tut, oder nicht tut, und dabei nicht an einen richtenden Gott glaubt.<
Diese setzte geben mir zu denken ich dachte immer mit den Hintergedanken was gutes zu tun das ich in denn Himmel zu kommen. Ich muss meinen Herrn viel mehr glauben schenken.
Gott verzeichne mir das ich nicht so stark an dir geglaubt habe. Das erinnert mich an einen Satz da es darum ging das es mir so schlecht geht mit der Begründung das ich nicht so stark an Gott glaube. Jetzt weiß ich was er meinte! Ich muss viel mehr an meinen herren glauben.
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