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Der Spiritualist der sich dem unpersönlichen Aspekt Gottes zuwendet hat keine Hilfe. Mit dem streben mit diesem Aspekt eins zu werden ist er gezwungen sein „ich“ auf zu geben – ein sehr, sehr schwieriges Unterfangen für eine verkörperte Seele. Diese Erkenntnis gilt auch als "nicht vollständige Erkenntnis", da sie den höheren persönlichen Aspekt Gottes ignoriert. (siehe BG 13.13)
Hingegen hat der Spiritualist der sich dem persönlichen Aspekt Gottes zuwendet, die persönliche Hilfe des Höchsten Herrn. Krishna erklärt in der Bhagavad-Gita das jemand der sich Ihm persönlich zuwendet und Sein Geweihter wird, niemals vergeht (siehe BG 9.31). Wohingegen der Unpersönlichkeitsanhänger jeder Zeit zu Fall kommen kann.
Nicht alle Pfade führen also zum selben Ergebnis.
Krishna erklärt in der Bhagavad-Gita 9.25:
| Zitat: |
| "Diejenigen, die die Halbgötter erehren, werden unter den Halbgöttern geboren; diejenigen, die die Vorfahren verehren, gehen zu den Vorfahren; diejenigen, die Geister und Gespenster verehren, werden unter solchen Wesen geboren, und diejenigen, die Mich verehren, werden mit Mir leben." |
Liebe Grüsse
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Lieber Jivatma,
klar gehört das Vijnanabhairava zu den tantrischen Schriften, wie auch die Schriften, auf die sich der Kashmir-Shivaismus bezieht, von denen einige allerdings Offenbarungen sind also Shrutis, wie die Shiva Sutras. Die Gleichsetzung mit schwarzer Magie und der Zuordnung zum tamas guna ist schlicht nicht zutreffend. Allerdings sind die heiligen indischen Schriften und ihre Philosophien auch so umfangreich und komplex, dass man nicht alles kennen kann.
Es ist sicherlich richtig, dass samadhi im engeren Sinne das bewußte Aufgehen im Absoluten ist. Im weiteren Sinne ist es laut Sanskrit- wörterbuch auf -sam- zurückzuführen, was -Befriedung, in Stille- bedeutet. Also wenn alle Gedankenaktivität (die vrittis oder die vikalpas) zur Ruhe gekommen ist, dann handelt es sich prinzipiell um einen Samadhi-Zustand. (yogash citta vritti nirodah, 1. Sutra der Yoga-Sutras von Patanjali)
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Dies findet immer statt, wenn der unruhige Geist (moda, pramoda) mit dem Objekt seiner Begierde eins geworden ist und für Bruchteile eines Momentes zum Stillstand kommt (samadhi). Allerdings ist dieser Zustand nicht bewußt und das Objekt des Verschmelzens nicht das Absolute. Denn mit dem selben Gedanken, mit dem der Geist eintaucht, wird er auch wieder aus dem Zustand herauskatapultiert. Und der Geist identifiziert den Funken Glückseligkeit, den er erfahren hat mit dem Objekt, das ihm dazu verholfen hat. Und hier ist die Gefahr. Ich stimme Dir zweifellos zu, dass im Falle der Sexualität die erzeugte Bindung sehr stark ist.
Es ging nur um die prinzipielle Beschreibung der Bewußtseinsvorgänge, um einerseits klar zu machen, all dieses Gerede von Samadhi oder Erleuchtung ist nicht abgehoben, sondern zumindest in Teilaspekten im Alltag nachvollziehbar. Und damit ist es erreichbar.
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In den Schriften steht allerdings auch, dass Erleuchtung nur in einem Zustand des Gleichgewichts der drei Gunas zu erlangen ist. Es ist richtig, dass unser Schatten in seiner dunklen und unbewußten Form nicht integriert werden kann, sondern nur indem er bewußt gemacht und ans Licht gebracht wird. Ich denke das kann unsere moderne Psychologie recht gut, auch wenn sie in vielen Bereichen völlig unwissend ist. Aber jemand, der seine Sexualität in den Schmutz zieht und übertrieben weit von sich schiebt, kann noch nicht die Reife zur Integration haben. Und viele Menschen die sich mit Spiritualität und Religion befassen, glauben sich zwar darüber erhaben, sind da aber ihrem Schatten besonders gut auf den Leim gegangen. Hier kann die Erklärung des Orgasmus als eine Art samadhi-Erfahrung ganz gut helfen.
Lieber Gruß Vaijanath
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Hallo jivatma ,
| Zitat: |
| Wie würdest du „Gottesoffenbarer“ definieren? |
Lt. Lehre der Baha'i-Religion befindet sich die Stufe des Gottesoffenbarers zwischen Mensch und Gott. Der Offenbarer ist zwar Mensch, empfängt aber kraft des Heiligen Geistes Gottes Wort. Zu den Offenbarern werden u.a. Jesus, Mohammed, Bab und Baha'u'llah gezählt.
Wie meinst Du es, dass man Gott selbst von Angesicht zu Angesicht sehen kann?
LG!
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