Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Impressum | Suche

Shivaismus oder Vishnuismus oder Krishnaismus?












Inzwischen bin ich ja verschiedenen Yoga-Meistern begegnet, was mich zunächst in einen tiefen inneren Konflikt stürzte. Einerseits war mein Weg so offensichtlich vorgezeichnet, andererseits betete ich inständig zu Jesus Christus, dass Er mich davor beschütze, nicht dem Bösen in die Hände zu fallen. Heute bin ich mir völlig sicher, dass die heilende und gütige Kraft, die von all diesen Wesen ausgeht in die selbe Richtung führt wie der Geist Christi.

Die Größe eines Wesens wie Christus wird oft erst mit einigem (zeitlichen) Abstand für die meisten Menschen offenbar, so wie man die Größe eines Berges nicht erkennt, wenn man direkt an seiner Steilwand steht. Aus einiger Entfernung erkennt man dann, wie gigantisch der Berg ist. Ich denke in einigen Jahrzehnten werden die Menschen erst erkennen, wie viele Wesen aus den verschiedensten Sphären und welch großartige Meister in unserer heutigen Zeit an unserer Seite stehen, um uns in dieser kritischen Phase der Geburt eines neues Bewußtsein und einer neue Weltordnung beizustehen.

Lieber Gruß Vaijanath

Ps. Das Alter der Veden ist kaum zu bestimmen, da diese ja über Jahrhunderte nur mündlich weitergegeben wurden. Ich persönlich denke, dass deren Ursprünge viele tausende von Jahren zurückreichen, bis an die Wurzel der Menschwerdung. Nicht umsonst lassen sich über 90% der Sprachen auf diese indogermanischen Wurzeln und auf Sanskrit zurückführen.
Hallo Vaijnath,

Zitat:
Allein das Studium der Bhagavad Gita bewirkt automatisch(?), dass der Mensch im Einklang mit Gott handele? Das Kapitel "Der Gesang Gottes" aus dem Mahabarata ist sicherlich ein besonders heiliger Text, aber eben nur ein Text. Ich denke zwischen einem heiligen Text studieren und die Wahrheit eines Textes leben oder sein, ist immer noch ein Unterschied, und es sind immer noch zwei Paar Schuhe, oder?


Ich schreibe nichts von „automatisch“ im Einklang mit Gott handeln.
Einfach ausgedrückt geht es um zwei Punkte. Der erste ist Gott zu kennen und der Zweite ist Ihn zu lieben. Ohne Gott zu kennen können wir Ihn nicht lieben und ohne Ihn zu lieben können wir nicht in Einklang mit Gott handeln.
Es gibt keine andere Heilige Schrift auf Erden wo eine Person ausführlich erklärt das Sie Gott in Person ist.
Von diesem Gesichtspunkt her ist die Bhagavad-Gita einzigartig. Und sie ist bei näherem Studium auch keine „Hinduschrift“, da Krishna in der BG sowohl das Kastensystem als auch „weltliche Religion“ zurückweist.
Krishna sprach die BG mit der Absicht das Ihn Arjuna, der stellvertretend ist für uns, klar und unmissverständlich versteht.
Gott in Person ist transzendental und so sind auch seine Worte transzendental und nicht verschieden von Gott.
Krishna sagt am Ende der BG:
Zitat:
„Und jemand, der mit Glaube und ohne Neid zuhört, wird von allen sündhaften Reaktionen frei und erreicht die Glücksverheißenden Planeten, auf denen die Frommen leben.“ (BG 18.71)


Das heisst nur schon durch das aufmerksame Studium der BG wird er von seinem Karma befreit und erreicht die himmlischen Planeten (Svargaloka). Diese gehören zwar immer noch zum materiellen Kosmos, aber die Geburt ist auf jeden Fall höher.
Zitat:
Dein Argument scheint mir ähnlich zu sein, wie wörtliche Auslegungen der Bibel oder des Koran.


Erstens, du kannst die BG nicht mit der Bibel oder dem Koran vergleichen. Alle namhaften Transzendentalisten haben die BG studiert.
„Wörtliche Auslegung“ ist logisch. Alle anderen Auslegungen sind reine Spekulation.

Shri Krishna sagt in der BG:
Zitat:
„Unwissende und Ungläubige Menschen aber, die an den offenbarten Schriften zweifeln, erreichen kein Gottesbewusstsein; sie kommen zu Fall. Für die zweifelnde Seele gibt es Glück weder in dieser Welt noch in der nächsten.“ (BG 4.40)
„Wer die Anweisungen der Schriften missachtet und nach seinen eigenen Launen handelt, erreicht weder Vollkommenheit noch Glück, noch das höchste Ziel.“ (BG 16.23)


Nimmt man die 700 Verse der BG wörtlich passt alles nahtlos zusammen. Wenn man hingegen die Aussage der BG anfängt auszulegen entsteht ein heilloses Durcheinander. Aus diesem Grund haben viele Unpersönlichkeitsanhänger die BG nur bis zum 6. Kapitel kommentiert, da die folgenden 12 Kapitel ihre ganze Spekulation wieder über den Haufen geworfen hätte.
Zitat:
Nun ich denke, dass wir alle mehr oder weniger halbherzig üben. Wir üben uns darin, unsere Überzeugung und Moral zu leben. Es ist dabei einerseits wichtig, zu wissen, dass man perfekt darin werden kann, man aber andererseits noch nicht perfekt ist. Üben ist erlaubt und viel viel besser, als Stillstand. Und solange wir nicht perfekt sind, und wir noch nicht sicher wissen was richtig und falsch ist, sollten wir uns vorsichtshalber an allgemeine Richtlinien und Moral halten. Ist das ok für Dich?


Nun ein echter Guru führt seinen ernsthaften Schüler ohne Zweifel aus der Unwissenheit heraus zu transzendentalem Wissen.
Halbherzigkeit bedeutet zweifeln. Wer zweifelt im spirituellen Leben ist handlungsunfähig.
Shri Krishna sagt in der BG:
Zitat:
„Darum sollten die Zweifel, die in deinem Herzen aus Unwissenheit entstanden sind, mit der Waffe des Wissens zerschlagen werden. Bewaffne dich mit yoga, o Bharatha, steh auf und kämpfe.“ (BG 4.42)
Der Yoga von dem Krishna hier spricht, ist sanatana-yoga, die ewigen Tätigkeiten des ewigen Lebewesens.
Shrila Prabhupada kommentiert diesen Vers wie folgt:
„Dieser Yoga wird in zwei Arten von Opfertätigkeit unterteilt: die eine ist das Opfer materieller Besitztümer, und die andere ist das Entwickeln von Wissen über das Selbst, was eine reine spirituelle Tätigkeit ist. Wenn das Opfer materieller Besitztümer nicht mit spiritueller Verwirklichung verbunden ist, wird ein solches Opfer materiell (Karma-Reaktion). Doch wenn man ein solches Opfer mit einem spirituellen Ziel, das heisst im hingebungsvollen Dienst (Bhakti-yoga), darbringt, dann ist dies ein vollkommenes Opfer. Was spirituelle Tätigkeiten betrifft, so sehen wir, dass diese ebenfalls in zwei Kategorien unterteilt sind, nämlich einerseits in Wissen über das eigene Selbst und andererseits die Wahrheit bezüglich der Höchsten Persönlichkeit Gottes. Wer dem Pfad der Bhagavad-Gita wie sie ist, folgt, kann diese beiden wichtigen Unterteilungen des spirituellen Wissens sehr leicht verstehen.“

Gruss
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20,
21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40,
41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60,
61, 62, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80,
81, 82, 83, 84, 85, 86, 87  Weiter
Ähnliche Themen
Traum oder Realität? Grenzen verschwinden
Hilfe! Schwanger oder nicht mit 16?
Der grosse oder der kleine Tod?
Kopftuch- Freiheit oder Unterdrückung?
Hatte Jesus 12 oder 13 Jünger
Gott ist "in uns oder nirgends"
Manchmal genügt ein Funke oder ein Wort .....
Empfehlung für christlichen Club oder sowas?
Ist Gott ungerecht, oder warum lässt er sowas zu ?
Wieso seit ihr christen ODER juden ?