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Shivaismus oder Vishnuismus oder Krishnaismus?












@vaijanath - Teil 1

Lieber Seelenfreund. Hier meine Gedanken für Dich und andere Interessierte.

Zitat:
Eine Frage die mir wichtiger erscheint: Warum sollen wir, nach dem Verständnis der Veden, Gutes tun, den Nächsten achten,den Bedürftigen helfen?


Nachdem ich ein bisschen in die Veden eingelesen habe... Und den Begriff krs(htna) näher kennen gelernt habe, ist die Hilfe den ich Ausserhalb von mir tue, die Hilfe die ich mir selbst tue...

Zitat:
Nur um gutes Karma für uns zu erzeugen? (das ist ja dann nicht besonders selbstlos, oder?) Oder weil wir damit Gott in Form unserer Nächsten dienen? Heißt es nicht: Das was du dem Geringsten tust, das tust du mir? (das wird von mir favorisiert.)


Das ist dienen mit einem Selbstzweck dahinter. Es ist noch eine Erwartungshaltung, "die Belohnung" dahinter. Aber auch das ist nicht schlecht, denn derjenige der um eine Belohnung eine Gute Tat vollbringt wird den "Lohn" sicher erhalten. Und sich mit der Zeit daran gewöhnen zu helfen. Wenn es zur Gewohnheit geworden ist, sinkt die Erwartung und man hilft dann vielleicht um des Helfens willen...

Zitat:
Es gibt ja auch Leute, die sich auf den Buddhismus und die Veden berufen, die da sagen, ich sollte mich nicht in das Karma anderer Menschen einmischen. Und sie sehen schlicht an dem Leid der Menschen vorbei.


Das ist verwerflich! Ein Gedanke, das ich verabscheue, da es geheuchelt ist... Geheuchelter Egoismus ohne Mitgefühl in der Form einer Rechtfertigung dargestellt...
@vaijanath - Teil 2


Zitat:
Das andere Extrem sind oft Christen, die ihren Glauben so verstehen, dass sie sich um alles Leid in dieser Welt kümmern müssen und ihr letzte Hemd wegschenken. Und bevor sie nicht das getan haben, erlauben sie sich nicht Freude im eigenen Körper und in der eigenen Welt zu haben
.

Das ist auch eine Art von geheuchelter Hilfe mit der Erwartung einen besseren Platz an der Sonne der Guten zu bekommen...

Zitat:
Oder anders: Sollen wir so weit gehen, unseren Feind zu lieben? Und die andere Wange hinhalten? (Viele Muslime sehen darin ja ein wenig Blödheit der Christen.)


Ich als Muslim habe das nie als eine Blödheit angesehen, da wir das gleiche Prinzip in anderen Ausdrücken im Koran sehen. Die andere Wange hinhalten bedeutet nicht kasteiung sondern sich dem Willen Gottes mit Geduld und Demut beugen...

Zitat:
Wo stehen da die Veden, der Islam, die Christen? Wo gibt es Verbindungen oder gar Gemeinsamkeiten?


In der Mystik dieser Schriften. Alle Mystiker, Meister, Yogi's, Scheichs sagen ja immer und immer wieder dasselbe.

Erkenne Dich selbst und Du erkennst Dich in Gott. Geb Dich Gott ganz hin. Stirb bevor Du stirbst usw. usf.

Das heisst, der Inhalt, der Sinn wird übertragen über die Worte in den Schriften, welche eine vorbereitende Aufgabe erfüllen.
Nämlich das Wissen überbracht in Rechter Gesinnung, und Verhaltensvorgaben für die Einstimmung in den Rechten Glauben um dadurch zu der Erkenntnis zu kommen, das in den Schriften etwas Vorteilhaftes für die eigene Person steht....

Gruss
Nasruddin
Hallo Leer,

Zitat:
Zitat:
Da Gott eine Person ist, haben wir als individuelle Personen auch eine Beziehung zu Ihm.

Wenn Gott eine Person ist, dann ist er meiner Meinung nach nicht der Schöpfer ......


Die Bedeutung des Begriffs "Gott", ist, der Ursprung von allem zu sein.
Sobald wir von "Gott" sprechen, ist das gemeint von dem ALLES ausgeht.
Gott ist nicht materiell. Materie ist eine Energie Gottes. Gott ist jenseits der kosmischen Manifestation. Diese materielle Manifestation durchläuft grundsätzlich drei Stadien; Schöpfung - Erhaltung - Vernichtung. Diese Stadien können wir überall beobachten.
Sobald wir von Schöpfung sprechen, sprechen wir ebenfalls von Schöpfer.
Aber dieser Schöpfer muss sich jenseits der materiellen Manifestation befinden, ansonsten können wir nicht von Schöpfer sprechen.

Zitat:
.... Eine Person, die schon immer da war und immer da sein wird? All seine Ideen, Wünschen und Vorstellungen waren schon immer einfach da?

Ja, jenseits der zeitweiligen kosmischen Manifestation.
Zitat:
Existenz bedeutet meiner Meinung nach Samsara.


Samsara bedeutet bedingte Existenz (nitya baddha). Man wird von der materiellen Natur, die von Gott geschaffen wurde, auf Grund von Karma das man selbst verursacht hat, zur Geburt gezwungen.

Es gibt jedoch eine Existenz, die jenseits des bedingten Lebens liegt. Existenz bedeutet Bewusstsein. Wenn wir von Bewusstsein sprechen ist untrennbar damit auch Wahrnehmung und Empfindung gemeint. Diese muss jedoch nicht zwingend materiell sein.
Die ewig befreiten Seelen (nitya siddhas), existieren jenseits der kosmischen Manifestation.

Zitat:
Zitat:
Diese 311 Billionen Erdenjahre entsprechen 100 Jahren auf Brahmaloka wo Lord Brahma residiert.

Er ist sogar einer Zeit unterworfen? Der Zeit, die er selber gemacht hat?

Sorry, aber du hast halt nicht von Anfang an gelesen was ich geschrieben habe.
Brahma ist nicht Gott, lediglich der sekundäre Schöpfer des Universums.
Brahma ist das erste materielle Geschöpf von dem alle anderen zeitweiligen Geschöpfe ausgehen. Er ist der höchste aller "göttlichen Geschöpfe" (Devas), ist jedoch immer dem Devadeva, dem Gott der Götter unterstellt.

Zeit ist der ultimative, unsichtbare "Regent" des Universums, eine Energie die von Gott aus geht.
Ein Gerät das mit Strom betrieben wird ist ohne Strom regungslos, aber sobald es mit Strom versorgt wird, fängt es sich an zu bewegen und wir können von Tätigkeit sprechen. So treibt die Zeit, alle sich bewegenden und nichtbewegenden Lebewesen (Pflanzen), an, zu Handlungen.

Gruss
Hallo Nasruddi,

Zitat:
Ich habe über das Manu (Mensch) nachgedacht und bin zum Schluss gekommen, dass dies nicht so gedacht ist.

Da der Koran sich auf einen alleinigen, einzigen und ewigen Gott, der nicht zeugt und nicht gezeugt ist, bezieht, komme ich zum Schluss, das damit wohl Krs(ht)na gemeint ist.


Leider kenne ich den Koran nicht, und meine Annahme war Spekulation.
Der Koran spricht also auch von einem Gott der jenseits der kosmischen Manifestation ist.
Aber wieso soll Gott nicht "zeugen" (erschaffen)? (vermutlich ist es im materiellen Sinne gemeint)
Ultimativ ist Gott der Schöpfer aller Lebewesen.
Du lebst und das setzt voraus dass du einen Vater hast, selbst wenn du ihn nicht kennst. Dieser muss ebenfalls einen Vater haben und dieser wiederum, usw, usw. .... Und der Ursprung von allen Vätern ist Gott der Selbst keinen Ursprung hat.

Shri Krishna in der BG:
Zitat:
"Man sollte verstehen, dass alle Lebensformen, o Sohn Kuntis, durch Geburt in der materiellen Natur ermöglicht werden und dass Ich der samengebende Vater bin." (BG 14.4)


Die Devas (Götter) oder auch Manus (Schöpfer der Menschheit), werden in der Bhagavad-Gita auch als die materiellen "Arme" Gottes beschrieben. Krishna/Allah gibt ihnen das Wissen und die Macht/Fähigkeit zu erschaffen.

Gruss
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