|
|
|
| Zitat: |
| Denn dann haben wir ja am Anfang wohl zwei, am Ende aber sogar mehr als Zwei, denn der freie Mensch kann sich auch ewig gegen Gott entscheiden. Gott erschafft am Anfang also den Menschen und das Böse, am Ende ist aber immer noch Gott, der Mensch und das (besiegte) Böse da. Da ist zwar nur Ein Gott, aber zumindest das Böse scheint ihm (fast)in bezug auf seine Macht und seine Zeitlichkeit ebenbürtig zu sein. Dieses Verständnis ist für mich daher gerade noch ein Monotheismus und wäre fast ein Dualismus mit dem Bösen als zweite wiederstreitende "Gottheit". |
Das „Böse“ (Maya-Shakti) bewirkt, das wir Gott vergessen.
Maya-Shakti (Maya-Devi - Durga) die Illusionierende Energie Gottes, hat die Aufgabe die Lebewesen in der materiellen Welt in Illusion zu halten.
Wieso?
Krishna erklärt in der Bhagavad-Gita, das wir alle ursprünglich aus der spirituellen Welt (vaikuntha) kommen. Wir haben jedoch, da die Beziehung mit Gott auf Liebe basiert, auch die Möglichkeit uns von Gott abzuwenden. Wenn wir dies Wünschen auf Grund unseres eigenen freien Willens, fallen wir in die materielle Welt und werden von Maya-Shakti in Illusion gehalten.
In der materiellen Welt werden wir je mehr wir getrennt von der Höchsten Persönlichkeit Gottes genießen wollen, von dieser Maya-Shakti überwältigt und identifizieren uns mit unserem jeweiligen zeitweiligen Körper.
|
|
|
|
Der jeweilige Kröper und dessen Lebenssituation in die er geboren wird, entsprechen unseren Handlungen im vergangenen Leben.
Sobald wir jedoch wieder den gleichen Körper und dessen Sinne, die wir zuvor noch selbst genießen wollten, in den Dienst des Höchsten Herrn stellen, sind wir auf dem Pfad der Befreiung. Mehr und mehr können wir uns von Sinnenbefriedigung lösen und finden an spirituellen Tätigkeiten inneres Glück und Erkenntnis - unser Bewusstsein wird immer reiner.
Vergleichbar einem Spielgel (den Spiegel unseres Bewusstseins) der gereinigt wird. Je reiner dieser ist, je mehr können wir uns selbst erkennen.
individuelle, spirituelle Seele = Höchste Seele
Ja das nennt sich genau genommen „kevaladvaita“, „gänzlicher Nichtdualismus“, es gibt jedoch auch noch andere Arten des Advaita.
|
|
|
|
| Zitat: |
| Der Kashmir Shivaismus ist noch ein Fitzelchen konsequenter in seinem Monismus, fast schon wie der Buddhismus und kommt daher auch in einigen Aspekten der Grenze zum Atheismus (nicht in westlichem Sinne, sondern in dem Aspekt, dass Gott keine Persönlichkeit ist) nahe. Gott erschafft das Universum, wobei Er der Schöpfer, der Plan und das Baumaterial der Schöpfung ist. Und Er wird am Ende genauso alles wieder in sich aufnehmen. |
Das bedeutet das da am Anfang ein Wunsch sein muss.
Aber wie kann es einen Wunsch geben wenn es angeblich keine Person gibt?
|
|
|
|
| Zitat: |
| Daher meine Frage an jivatma: Lieber jivatma, gemäß Vedanta ist das real, was unveränderlich und ewig ist. Was ist nach Sicht der Vaishnavas daher letztlich real, Gott und die Menschen?, Gott und die individuelle Seele? |
Die Höchste Absolute Wahrheit ist Shri Krishna.
Brahma-samhita 5.1:
Ishvara parama Krishna
sat-cit-ananda vigraha
anadir-adhir Govindah
sarva-karana karanam
Krishna erweitert sich vollständig in Balaram, Balaram erweitert sich in Shankarshan, Shankarshan erweitert sich in Maha-Vishnu (Karanodakashay-Vishnu) von Im gehen unzählige Universum aus. Mahavishnu wiederum erweitert sich und geht daraufhin in jedes Universum als Garbodakashay-Vishnu ein. Dieser Garbodakashay-Vishnu lässt dann aus seinem Nabel einen Lotus wachsen in dessen Stängel sich das gesamte Universum befindet. Auf dessen Lotus ganz oben erscheint dann Brahma, der sekundäre Schöpfer. Er erschafft wiederum alle materiellen Körper der unzähligen Lebewesen. Aus Brahmas Stirn erscheint dann Lord Shiva, der die kosmische Manifestation später wieder zerstören wird.
|
|
|
|
Lord Brahma lebt für 100 Jahre, seiner Zeit. Ein Tag im Leben Brahmas entspricht 4,3 Milliarden Erdenjahren. Diese 4,3 Milliarden Erdenjahre, genannt Kalpa, sind unterteilt in 1000 Yugas. Ein Yuga besteht aus den bekannten 4-Yugasunterteilungen Satya-Dvapara-Treta-Kali.
An jedem Tag Brahmas gibt es eine Teilzerstörung des Universums in dem die unteren und mittleren Dimensionen vernichtet werden durch Lord Shivas. Alle Lebewesen die zu diesem Zeitpunkt von dieser Zerstörung betroffen sind müssen ihren mat. Körper aufgeben und gehen in Vishnu ein, dort verbleiben sie in einem Bewusstlosen Zustand für 4,3 Milliarden Erdenjahre. Bei jeder „täglichen“ Neuschöpfung Brahmas werden sie durch den Blick Shri Vishnu der über die Schöpfung blickt, wieder in die materielle Schöpfung Brahmas entlassen. Dort gehen sie wieder den Tätigkeiten nach die sie in ihren letzten Leben hatten bevor die Schöpfung vernichtet wurde.
Ganz am Ende des Lebens von Lord Brahma wird die gesamte Schöpfung inkl. Brahmaloka der höchsten Dimension vernichtet. Zu diesem Zeitpunkt werden alle Universen vernichtet und gehen wieder in den transzendentalen Leib Mahavishnu ein. Der Zeitraum zwischen dem wenn alle Universen aus dem Leib Mahavishnu treten und dem wenn alle Universen wieder in den Leib Mahavishnu eingehen entspricht einem Atemzug Mahavishnus.
|
|
|