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Shivaismus oder Vishnuismus oder Krishnaismus?












Zitat:
Ich kenne so etwas wie die Unpersönlichkeits-Philosophie nur aus dem Koran, dass Gott etwas alleiniges, einziges und ewiges ist. Das nicht zeugt und nicht gezeugt wird und keinem Wesen gleicht.


Das stimmt auch mit der Aussage der Veden überein, denn Gott ist nicht materiell. Materie ist eine Energie Gottes. Vergleichbar mit dem Töpfer und dem Ton. Der Ton (Materie) selbst kann keine (Lebens)Formen bilden; erst durch den persönlichen Wunsch des Töpfers nimmt der Ton Form an.

Krishna sagt in der Bhagavad-Gita 9.10:
Zitat:
“Die materielle Natur, die eine Meiner Energien ist, ist unter Meiner Führung tätig, o Sohn Kuntis (Arjuna), und bringt alle sich bewegenden und sich nicht bewegenden Wesen hervor. Nach ihrem Gesetz wird diese Manifestation immer wieder geschaffen und aufgelöst.”
Zitat:
Die Welt ist fana = Illusion


Ja und Nein.
Maya (Illusion) bedeutet genau genommen, “das was nicht ist”. Die Welt erscheint uns als höchste Realität, was sie aber in Wirklichkeit nicht ist. Sie besitzt eine Realität aber diese ist nur zeitweilig.
Zu sagen, dass die verschiedenen “Gefäße” die der “Töpfer” erzeugt, nicht wirklich existieren, ist gleichbedeutend als wenn ich sagen würde, das der Töpfer nicht existieret. Der Beweis jedoch das ein Tongefäss existiert, weißt auch auf einen Töpfer hin, auch wenn wir diesen nicht kennen mögen.
Die Gefäße mögen nur zeitweilig sein, der “Ton” und der “Töpfer” jedoch sind ewig. Gott in Person ist die Höchste Realität/Wahrheit (param-satyam), danach kommen die von Ihm ausgehenden ewigen Energien (Shaktis) und erst dann die daraus gebildeten zeitweiligen Formen.
Zitat:
Dazu gibt es Helfer, die diesen Weg bereits gemacht haben, und demjenigen als ( Sherpa ) Freund und Lastenträger Dienen sich zu finden.

Aus der Sicht der Liebenden und diejenigen die es werden wollen ...


Manchmal erscheint Gott persönlich, manchmal sendet er Seinen Sohn und manchmal sendet er Seinen Propheten. Die Lehre ist immer angepasst an Kala-Desha-Patra (Ort, Zeit, Person/Umstände).

Ja alle können wir in Liebe mit dem einen Gott verbunden sein - wir müssen uns nicht in nichts auflösen.

Wenn die Botschaft (in unterschiedlichen Graden angepasst an Zeit, Ort Umstände) jedoch immer von der gleichen Quelle kommt, wie ist es dann möglich das es verschiedene Religionen gibt die sich sogar bekämpfen?
Die einfache Antwort lautet, das die Menschen eine “billige Lösung” anstreben. So kommt es, das durch das universale Gesetz von “Gleiches zieht Gleiches an”, falsche Führer kommen die ihnen weismachen das sie nur an den “richtigen” Messias oder Propheten glauben müssen und sie damit gerettet seien und ins Paradies kämen.
Anstatt sich genau an die Anweisungen (Praxis) des jeweiligen Botschafters zu halten Institutionalisieren sie das ganze nur und verstricken sich in Positionskämpe.
Auch Christus sagte, das viele falsche Führer in seinem Namen kämen und sogar Kranke heilen und andere Wunder tun würden.
Die Veden erklären, das die Religion in unserem Zeitalter aus "Harinama-Sankirtan", dem "gemeinsamen Lobpreisen des persönlichen Gottes durch Seine persönlichen Namen", bestehen würde. Wir mögen aus verschiedenen Traditionen kommen und trotzdem gibt es nur einen Gott den wir durch Seine Namen lobpreisen können.
Im Grunde braucht es keine Tempel, Moscheen oder Kirchen, denn Gott ist überall dort persönlich durch Seine Klangrepresentation anwesend, wo Seine Namen gerufen werden.
Aber diese einfache Tatsache geht nicht so leicht in die komplizierten Köpfe des modernen Menschen.

Grüsse
Dem kann ich nur hinzufügen, dass von allen Meistern, die ich getroffen habe, betont wurde, dass gerade das Singen des oder der göttlichen Namen in diesem unserem dunklen Zeitalter von größter Bedeutung ist.

Wir Menschen können uns im Allgemeinen nicht mehr so konzentrieren und meditieren wie die Menschen in vergangenen Zeitaltern. Beim Singen des göttlichen Namens nehmen wir automatisch eine gewisse Haltung ein (Asana und Mudra), wir konzentrieren uns automatisch (Dhyana) und das Singen öffnet unser Herz in Liebe (Bhakti). Gerade, wenn wir in einer Gruppe hingebungsvoll den Göttlichen Namen wiederholen, erzeugen wir eine besondere reine Schwingung, die uns mit dem Göttlichen verbindet.

Im Satya Sai Ashram wie bei Balasai Baba werden Bhajans (hingebungsvolle devotionale Lieder) gesungen. Eine Zeile aus einem Bhajan geht wie folgt: Allah, (J)Esu, Nanaka, Sai; Buddha, Zorasrya, Mahavira Sai. Ram Rahim Jay Ram Rahim, Jay Ram Rahim jay Ram.

Allerdings sei auch die aktive Handlung der Nächstenliebe durch z.B.
Spenden an Bedürftige sehr wichtig, wie Balasai Baba kürzlich betonte. Es geht auch um das Teilen im materiellen Sinne, um unsere Kollektivseele zu erheben.

Vaijanath
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

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