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Der Vishnuismus, die Vaishnavas, die hier durch Jivatma vertreten werden, haben wiederum den Ansatz, dass der Mensch nicht gleich Gott ist und nie sein wird. Der Mensch kann Gott nahe sein, aber nicht Eins mit ihm werden, ähnlich wie die katholische Kirche dies sieht. Allerdings spielt das Böse in dieser Form des Vedanta keine so wesentliche Rolle wie im Christentum. Gott hat den Menschen erschaffen, aber der Mensch wird von Gott immer getrennt sein, denn seine Aufgabe ist es Gott hingebungsvoll zu dienen.
Mein Kommentar dazu:
In der Physik gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass von zwei konkurrierenden physikalischen Modellen (Theorien) dasjenige richtig ist, das einfacher ist und schöner. Es hat sich schlicht erwiesen, dass die Natur immer den einfachen geradlinigen und "schönen" Weg geht.
Auch wenn wir das Letzte vielleicht noch nicht begreifen, so scheint mir dieser geradlinige und schöne Weg am ehesten auf den Kashmir Shivaismus zuzutreffen. Weitgehend auch auf Shankaras Sichtweise von Vedanta (advaita) und die christliche und islam. Mystik (vermutlich auch auf die jüdische Mystik).
Die Sichtweise der Katholiken und der Hauptvertreter des Islam, wie der Vaishnavas scheinen mir den letzten endgültigen Aspekt der Einheit der Schöpfung mit Gott einfach wegzulassen, um dem Verständnis der meisten einfachen Menschen schlicht entgegen zu kommen und diese nicht zu überfordern.
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Daher meine Frage an jivatma: Lieber jivatma, gemäß Vedanta ist das real, was unveränderlich und ewig ist. Was ist nach Sicht der Vaishnavas daher letztlich real, Gott und die Menschen?, Gott und die individuelle Seele?
(Übrigens finde ich es toll, dass ihr durch die Straßen zieht. Es erinnert mich an den beglückenden Schwall spiritueller Energie, der mit der Hare-Krishna singenden Gruppe durch die Frankfurter Innenstadt auf mich zukam und mich fast umgehauen hatte. Es ist wahrlich segensreich, was ihr da macht, auch wenn viele Menschen das nicht verstehen. Wir singen übrigens auch Bhajans, auch das (Mahamantra) Hare-Krishna, aber auch Bhajans in denen Alah, Christus, Zoroaster u.a. der Lobpreis gesungen wird.)
Würde mich über Antworten von allen zu diesen Fragen freuen. Was ist die für Euch geradlinigste und/oder "schönste" Religionsphilosophie. Was wollt und könnt Ihr glauben?
Lieber Gruß Vaijanath
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@jivatma
Lieber jivatma, Deine Ausführungen zu Gleiches zieht Gleiches an, kann ich so unterschreiben. Nur bedeutet das aber nicht, dass wir damit schon zwischen wahr und richtig unterscheiden können. Für unsere Gesamtdiskussion scheint es mir fruchtbarer zu sein, wenn auf das posting mit der grundlegenden Frage nach Monotheismus, Monismus, Pantheismus zunächst eingegangen wird.
Auch Krishna wohnt in meinem Herzen.
Hare Krishna, Hare Krishna, Krishna Krishna Hare Hare, Hare Rama, Hare Rama, Rama Rama, Hare Hare!
Lieber Gruß Vaijanath
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@Vaijanath
| Zitat: |
| Die Sichtweise der Katholiken und der Hauptvertreter des Islam, wie der Vaishnavas scheinen mir den letzten endgültigen Aspekt der Einheit der Schöpfung mit Gott einfach wegzulassen, um dem Verständnis der meisten einfachen Menschen schlicht entgegen zu kommen und diese nicht zu überfordern. |
Ich empfinde Euren Dialog - vaijanath, jivatma, nasruddin - als sehr wohltuend. Habe eigentlich das Gefühl, daß davon eine gute Schwingung ausgeht und finde oft keine Worte mehr.
Obiges Zitat ist der Wahrheit entsprechend - auch Grund, daß Menschen auf der Suche sind - mir würde viel fehlen, wenn nicht alle Aspekte berücksichtigt werden können oder dürfen.
Gruß
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@vaijanath
| Zitat: |
Gott erschafft das Universum, wobei Er der Schöpfer, der Plan und das Baumaterial der Schöpfung ist. Und Er wird am Ende genauso alles wieder in sich aufnehmen.
Gott erschafft am Anfang also den Menschen und das Böse, am Ende ist aber immer noch Gott, der Mensch und das (besiegte) Böse da. Da ist zwar nur Ein Gott, aber zumindest das Böse scheint ihm (fast)in bezug auf seine Macht und seine Zeitlichkeit ebenbürtig zu sein. Dieses Verständnis ist für mich daher gerade noch ein Monotheismus und wäre fast ein Dualismus mit dem Bösen als zweite wiederstreitende "Gottheit". |
Würden wir es kurz sagen, daß Gott die Seelen auf die Erde sendet, damit sie ihm ihre gemachten Erfahrungen bringen, der Weg ist steinig und damit das angelegte Böse(Erdnähe) aufgelöst wird, braucht Gott den Teufel, der all das heraus holt, damit das Ungute angeschaut und bearbeitet werden kann, was eine sehr lange Zeit benötigt - insofern ist Satan eigentlich der Helfer Gottes - ein Lichtträger der anderen Art. Das setzt voraus, daß Luzifer Helfer haben muß, daß Gott Helfer hat und das oben wie unten ähnlich ist - Trismegisto - kommen wir vielleicht hinter so manches.
Oder auch nicht
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