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Hallo Vaijanath,
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| Vedanta gebraucht das Beispiel, wie ein Mensch der in der Dämmerung einen länglichen Schatten auf seinem Weg sieht und vor der Schlange, die er dort wähnt, erschrickt, dann aber erkennt, dass es sich nur um einen Ast handelt. |
Ja, das Beispiel, dass das Seil für eine Schlange gehalten wird kenne ich. Aber darin geht es lediglich um zu erklären das all unsere Sinne unvollkommen sind.
Es gibt sowohl Schlangen als auch Seile, ansonsten könnten wir nicht das eine für das andere halten.
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| Dein objektiver Erkenntnisansatz funktioniert hier nicht. Damit kann man Naturwissenschaften betreiben, aber keine Fragen nach Gott stellen. Eine objektive Erkenntnis funktioniert nur, wenn das Subjekt und das Objekt streng voneinander getrennt sind und bleiben. |
Wenn deinem Guru ein schwerer Stein auf den Fuß fällt, schreist du dann, oder er?
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Sowohl der Karmi als auch der Gijani und Yogi haben immer noch eigene Wünsche. Der Karmi hat den Wunsch die materielle Welt zu geniessen (bhukti), der Gijani aus der materiellen Welt zu entkommen (mukti) und der Yogi strebt nach mystischen Vollkommenheiten (siddhi).
Nur der Bhakta hat alle Wünsche aufgegeben, er strebt weder nach bhukti noch nach mukti noch nach siddhi. Sein einziges Streben ist es, selbstlos Leben für Leben der Höchsten Persönlichkeit Gottes zu dienen. (das nennt sich Bhakti-yoga). |
Auch in Indien gab es die etablierte Religion, die von den Brahmanen vertreten wurde, einer Kaste der "Besseren". Diese waren die Priesterkaste, die Sanskritkundigen und Eingeweihten. Und immer wieder verkrustete sich ihre Stellung und sie missbrauchten ihr Wissen um ihre soziale Stellung zu sichern. |
Hier verwechselst du etwas.
Man unterscheidet zwischen Varna (soziale Stellung) und Ashrama (spirituelle Stellung).
Die Kasten wie „Brahmana“ oder Shudra gehören zum Varna.
Das Ashrama ist; Brahmacari (Mönch), Grihasta (entsagungsvoller Haushälter), Vanaprasta (sich aus dem Familienleben zurückziehender) und Sannyasi (vollkommen Entsagter).
Beides zusammen wird dann Varnashrama-Dharma genannt, oder mit anderen Worten „vedische Kultur“.
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Krishna erklärt in der BG, dass die Kaste eines Menschen nicht von seiner Geburt beurteilt wird, sondern von „Guna“ und „Karma“, von Eigenschaft/Qualifikation und Handlung.
So gibt es heute viele die sich „Brahmana“ nennen, jedoch wie Shudras handeln und denken. = also zu Shudra-Kaste gehören
Die Veden erklären im Übrigen, das im Kali-yuga ALLE Menschen als Shudras geboren werden. Der Einwand der Kasten-Brahmanas, das sie die höchste Klasse sind, widerspricht also der Aussage der Veden. Kasten gibt es immer, nur sind sie im Kaliyuga nicht mehr auf den ersten Blick ersichtlich.
Grüsse
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Hallo Nasruddin,
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Es ist nicht ganz einfach. Aber gerade die sensitivität macht es aus.
Dann kommt die Intiution und man erkennt aus dem kontext die Wahrheit.
Es gibt ein tiefes Verständnis das zumeist auch erlebt wird und nicht durch den Filter des Bewusstseins zerstückelt wird.
Die Worte sind nur der Träger eines Inhaltes. Der Inhalt ist das Erleben... |
Ja, ein ernsthafter Spiritualist ist aufgefordert auch Introspektiv zu sein.
Sich selbst zu beobachten und sich kritisch zu betrachten. Oder mit anderen Worten, die Motive mit denen er etwas tut, zu hinterfragen.
Wieso mache ich das? Erwarte ich dafür einen Dank, eine Belohnung?
Ein Gnostiker wie Meister Eckert, der philosophische Spekulation betreibt um die materielle Natur von der spirituellen Natur zu unterscheiden, ist gezwungen sein Ego aufzugeben.
Dieses Ego wird oft falsch verstanden. Erst durch das Studium der "Bhagavad-Gita wie sie ist" fing ich an zu verstehen.
Wir die wir ewige individuelle spirituelle Seelen sind haben auch ein ewiges Ego, ein wahres Ich. Was wir jedoch aufgeben müssen um spirituell fortschritt zu machen ist das "falsche Ego" in Sanskrit genannt ahankara. Das ahankara identifiziert sich mit dem materiellen Körper.
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Dieser materielle Körper der aus Mana (Geist), Buddhi (Intellekt), und dem groben Körper besteht, bedeckt unser wahres ewiges Ich. Und dieses ewige unverwechselbare, individuelle Ich das wir sind, ist es, ein ewiger Diener des Höchsten Herrn zu sein (das Wesen des Teils ist es dem Ganzen zu dienen).
"Jivera svarupa haya Krsnera nitya dasa" = "das ewige Wesen der individuellen Seele ist es, ein ewiger Diener Krishnas (Gottes) zu sein"
Krishna erklärt in der BG seinem Geweihten Arjuna das Er die allmächtige Höchste Persönlichkeit Gottes ist und das wir, die Lebewesen Ihm ewig untergeordnet sind. Und das ist auch die Erfahrung die wir alle unbestreitbar in dieser materiellen Welt machen.
Der Unpersönlichkeits-Philosoph (Mayavadi) erklärt nun einfach; "diese materielle Welt ist Illusion", aber das ist eben falsch. Diese Welt ist real wenn auch nur zeitweilig. In Maya (Illusion) ist nur unser Bewusstsein, das entweder glaubt "ich bin dieser materielle Körper" oder das glaubt "diese Welt existiert gar nicht wirklich, ich bilde mir das nur ein und wenn ich das erkannt habe bin ich Erleuchtet. Diese Art der "Erleuchtung" ist von allen Illusionen die Höchste.
Es ist die "Erleuchtung" der so genannten "Illuminati", der Asuras, derjenigen die Gott nicht dienen wollen, sondern lieber selber "Gott" sein wollen.
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