Foren-Übersicht
Impressum | Login | Registrieren | Forum | Suche

Shivaismus oder Vishnuismus oder Krishnaismus?












@Vaijanath

Der Tag war heute zu schön - deshalb kaum ins Forum geschaut - gelesen - Freunde besucht - Buch gelesen - und jetzt schau ich hinein und sehe 340 Mails - ohje - das ist mir doch zuviel

Ich lese später Deine Texte durch und denke darüber nach - nicht, daß Du denkst, es hat mich was geschockt

Gruß Gabriele
Hallo Nasruddin,

Zitat:
Ist also der Bhakta der von sich sagen darf er sei Gott oder Gott ist in ihn gegangen...
Aber der Bhakta wird es wohl nicht sagen ohne den Willen Gottes.

Gott ist einer ohne einen zweiten. Man kann nicht Gott werden, Gott ist immer Gott. Ein "Gott" der vergisst das er "Gott" ist und glaubt das er wieder "Gott" werden kann ist kein "Gott".
Gott ist allmächtig und allwissend - immer.
Bhakti bedeutet "liebende, dienende Hingabe", jemand der danach strebt "Gott" zu werden, kann kein Bhakta sein, denn Gott ist derjenige der unseren Dienst annimmt. Man kann nicht gleichzeitig Diener und Bedienter sein.

Zitat:
Gibt es Erkennungsmerkmale des Bhakta?

Ja, sicher.
Er ist immer im Dienst für den Höchsten Herrn beschäftigt.

Krishna erklärt in der Bhagavad-Gita 9.34:
Zitat:
"Beschäftige deinen Geist immer damit, an Mich zu denken; werde Mein Geweihter, erweise Mir deine Ehrerbietungen und verehre Mich. Wenn du auf diese Weise völlig in Mich versunken bist, wirst du mit Gewissheit zu Mir kommen."
Am Samstag bin ich mit Freunden in Basel gewesen. Wir sind durch die Strassen gezogen und haben gemeinsam den Höchsten Herrn durch das Singen der Heiligen Namen gepriesen.
Der Vorgang ist also ganz einfach.

Und weiter sagt Shri Krishna:
Zitat:
"Die Gedanken Meiner reinen Geweihten weilen in Mir, ihr Leben ist völlig Meinem Dienst hingegeben, und sie erfahren grosse Zufriedenheit und Glückseligkeit, indem sie sich ständig gegenseitig erleuchten und über mich sprechen." (BG 10.9)


Wir haben einen Körper und dessen Sinne; wenn wir diese im Dienst des Höchsten Herrn beschäftigen werden sie automatisch geläutert und wir erfahren ein Glück im Innern. Die andere Möglichkeit ist, das wir unsere Sinne im "ich und mein" mit Sinnenbefriedigung beschäftigen.
Das eine führt zu Befreiung und das andere zu Gefangenschaft.

Gruss
Hallo Vaijanath,

Zitat:
Dem kann ich nur zustimmen, zumindest aus Sicht von unten. Gott selbst hat keine Zweiheit oder Vielheit in sich. Von oben ist daher alles Eins.

Meister Eckehardt gebraucht, wie Vedanta das Bild des Tropfens (bei Eckehardt ein Trofen Wein) der in einem Fass Wasser aufgeht. So geht die Individualität auf in Gott und wird ununterscheidbar Eins mit Ihm.


Das ist lediglich Brahman Erkenntnis. Meister Eckert ist ein Gnostiker (vom Sanskritbegriff „gijan“).
Meister Eckert ist noch nicht auf der Höchsten Ebene der Gotteserkenntnis.
Das Brahmajioti ist die gleissende Ausstrahlung der Höchsten Persönlichkeit Gottes. Das Brahman ist wie ein gleißender „Vorhang“ und hinter diesem „Vorhang“ befindet sich Vaikuntha, die spirituellen (transzendentalen) Planeten, auf denen sich die ewig befreiten individuellen Lebewesen eines ewig glückseligen Lebens voller Wissen befinden.

Zitat:
Es geht also bei der Gottesverwirklichung nicht um etwas Neues, eine neue Erkenntnis, eine neue Sichtweise, sondern darum, das zu sehen, (besser) zu werden und (noch besser) zu sein, was man schon immer war, Das Ganze. Und dazu legt man den Schleier ab, das Trugbild.


Bitt beantworte mir folgende Frage:
Wenn wir das Ganze sind, wieso sind wir dann jetzt in Illusion darüber?
Wenn das stimmt was du erklärst, dann ist die Illusion mächtiger als das Ganze!

Gruss
@jivatma

Zitat:
Am Samstag bin ich mit Freunden in Basel gewesen. Wir sind durch die Strassen gezogen und haben gemeinsam den Höchsten Herrn durch das Singen der Heiligen Namen gepriesen.


Heisst es hara Krishna. In meiner Jugend habe ich wohl die Gita von diesen Leuten gekauft. Und lange lange darin gelesen ...

Das was Du sagtst ist mir überhaupt nicht fremd.
Wie Jesus der einmal in Ich-Form oder Wir oder in sonstwelchen Formen sprach. Wichtig ist für den Lehrling, dass er zu erkennen vermag wann Gott und wann die Person spricht.

Es ist nicht ganz einfach. Aber gerade die sensitivität macht es aus.
Dann kommt die Intiution und man erkennt aus dem kontext die Wahrheit.
Es gibt ein tiefes Verständnis das zumeist auch erlebt wird und nicht durch den Filter des Bewusstseins zerstückelt wird.
Die Worte sind nur der Träger eines Inhaltes. Der Inhalt ist das Erleben...

Im Moment beginne ich mit Meister Eckhard und versuche seine Aussagen zu Verdauuen. Trotz aller christlichen Symbole kommt er zu den gleichen Aussagen wir Du und Vaijanath. Man muss zwischen Worten lesen und die eigenen Vorurteile "Filter" weglassen.

Gruss
Nasruddin
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20,
21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40,
41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60,
61, 62, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80,
81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92  Weiter
Ähnliche Themen
Das Fehlen von Mitgefühl oder andere Ursachen
Nirwana oder Nibbana ? Was soll das heissen
Sinn? Alles oder Nichts!
Ich weiß nicht weiter:( Trennung oder nicht? Teil 1
Traum oder Realität? Grenzen verschwinden
Hilfe! Schwanger oder nicht mit 16?
Der grosse oder der kleine Tod?
Kopftuch- Freiheit oder Unterdrückung?
Hatte Jesus 12 oder 13 Jünger
Gott ist "in uns oder nirgends"