Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Impressum | Suche

Shivaismus oder Vishnuismus oder Krishnaismus?












@jivatma

Ist also der Bhakta der von sich sagen darf er sei Gott oder Gott ist in ihn gegangen...

Aber der Bhakta wird es wohl nicht sagen ohne den Willen Gottes.

Gibt es Erkennungsmerkmale des Bhakta?

Gruss
Nasruddin
@jivatma
Lieber Jivatma, Du schreibst

Zitat:
Der Unterschied ist wir sind nicht der Ursprung und das Zentrum allen Seins. Wir sind winziger Teil davon. Oder mit anderen Worten, „Unten und Oben sind nicht deckungsgleich“.


Dem kann ich nur zustimmen, zumindest aus Sicht von unten. Gott selbst hat keine Zweiheit oder Vielheit in sich. Von oben ist daher alles Eins.

Meister Eckehardt gebraucht, wie Vedanta das Bild des Tropfens (bei Eckehardt ein Trofen Wein) der in einem Fass Wasser aufgeht. So geht die Individualität auf in Gott und wird ununterscheidbar Eins mit Ihm. Im Vedanta gibt es dieses Beispiel des Raumes im Krug. Zerbricht der Krug, so wird der vormals umschlossene Raum sich seiner (schon zuvor bestehenden) Einheit mit dem umgebenden Raum bewußt. Es geht also bei der Gottesverwirklichung nicht um etwas Neues, eine neue Erkenntnis, eine neue Sichtweise, sondern darum, das zu sehen, (besser) zu werden und (noch besser) zu sein, was man schon immer war, Das Ganze. Und dazu legt man den Schleier ab, das Trugbild.
Vedanta gebraucht das Beispiel, wie ein Mensch der in der Dämmerung einen länglichen Schatten auf seinem Weg sieht und vor der Schlange, die er dort wähnt, erschrickt, dann aber erkennt, dass es sich nur um einen Ast handelt. In dieser Weise legt der Yogi die Illusion ab, das begrenzte Individuum zu sein und wird zu dem was er immer schon war, Gott. So wie der Raum der vom Krug umschlossen war zum Raum des ganzen wird, wenn der Krug zerbricht. Er wird nicht etwas neues. Er verändert sich gar nicht. Er wird wieder, was er schon immer war, die Ganzheit und nur weil er die Illusion, die falsche Sichtweise ablegt. Vielheit ist Illusion, Einheit ist Wahrheit.
Zitat:
.Ich frage dich nochmals; können diese Gurus die von sich behaupten sie hätten „Gott verwirklicht“ (in Gott eingegangen) ihre Behauptung auch unter erkennbaren Beweis stellen?
Nein das können sie nicht.
Und wieso werden sie dann trotzdem akzeptiert?
Weil die unschuldigen Nachfolger dieser Scheingurus nicht wissen was „Gott“ überhaupt ist


Lieber jivatma, das ist meines Ermessens die falsche Frage. Ein sog. Beweis, den Du verlangst, wäre dieses "Dreikörperproblem". Da wäre der Guru, die objektive Wahrheit und ich. Darüber macht Vedanta keine Aussage. Es geht darum, ob ich selbst und nur ich selbst "den Beweis" der göttlichkeit meines Gurus habe (den ich mit niemandem teilen kann). Ich werde diesen nicht objektivierbaren immer nur subjektiven Beweis haben wenn ich im Zustand des Gurus bin, oder anders gesagt, wenn ich in Gott eingegangen bin, nicht vorher, obwohl es vorher einige Kriterien gibt, die ich subjektiv und auch objektiv an den Guru lege. Dabei ist die subjektive Erfahrung immer die wichtigste. Das wichtigste Kriterium dafür (soweit ich weiß steht dies in den Schriften), ob ein Guru ein wahrer Guru ist, ist, ob er mich in den Zustand der Gottesschau versezten kann.
Dein objektiver Erkenntnisansatz funktioniert hier nicht. Damit kann man Naturwissenschaften betreiben, aber keine Fragen nach Gott stellen. Eine objektive Erkenntnis funktioniert nur, wenn das Subjekt und das Objekt streng voneinander getrennt sind und bleiben. Bei der Suche nach Gott kommen Subjekt und Objekt einander so nah, beeinflussen sie sich so nachhaltig, dass nie und nimmer eine Objektivität gewahrt bleiben kann. Das heißt aber nicht, dass man nicht aufrichtig und wahrhaftig sein kann und muss. Wenn jemand also sagt, das ist mein Guru oder ein Avatar, dann ist das immer eine rein subjektive Wahrheit und kann ! niemals eine für alle geltende objektive Wahrheit sein, wie ein physikalisches Gesetz!
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20,
21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40,
41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60,
61, 62, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80,
81, 82, 83, 84, 85, 86, 87  Weiter
Ähnliche Themen
Traum oder Realität? Grenzen verschwinden
Hilfe! Schwanger oder nicht mit 16?
Der grosse oder der kleine Tod?
Kopftuch- Freiheit oder Unterdrückung?
Hatte Jesus 12 oder 13 Jünger
Gott ist "in uns oder nirgends"
Manchmal genügt ein Funke oder ein Wort .....
Empfehlung für christlichen Club oder sowas?
Ist Gott ungerecht, oder warum lässt er sowas zu ?
Wieso seit ihr christen ODER juden ?