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Shivaismus oder Vishnuismus oder Krishnaismus?












@nasruddin

Ja, lieber Seelenfreund. So sehe ich das auch. Jemand der sein Ego aufgegeben hat, identifiziert sich mit dem Höchsten. So sollte man einen Heiligen auch nicht als Du ansprechen, auch der Heilige selbst sagt, wenn er von sich spricht von: -diesem Körper- der z.B. gereist ist, oder von "sich" in der dritten Person, so als ob dieser Körper und Geist von oben betrachtet wird, wie ein Puppenspieler seine Puppen und ihr Spiel betrachtet. Solche Wesen vergessen oft ihren Körper. Balasai Baba z.B. saß in großer Kühle (wir waren alle eingemummelt) noch immer mit nacktem Oberkörper. Nityananda-Baba, ein in ganz Indien hoch angesehener und verehrter Avadut (ein Heiliger, den Äußerlichkeiten nicht mehr interessieren) wanderte nackt durch ganz Indien. Von solchen Wesen wird übrigens berichtet, wie sie zur selben Zeit an mehreren Orten waren, oder auch wie sie Zeugnis ihrer Allwissenheit ablegen. Dies erfolgt aber stets so und nur dann, wenn damit Menschen geholfen wird oder das Verständnis und der Glaube der Menschen erhoben wird, nie aus Sensationshunger oder um Selbstdarstellungsgründen, denn diese Dinge passieren eher beiläufig und meist nur wenige Menschen erleben das direkt mit. Nie wird vorher ein "großes Wunder" angekündigt und dieses dann vor vielen Menschen zelebriert oder ein Vorteil daraus gezogen oder dieser "Mensch" würde sich auf diese Weise bereichern.
Ja, an den Taten kann man sie erkennen. Und ich persönlich habe es mir da nicht leicht gemacht und diese "Wesen" geprüft, soweit mein Verstand es kann. (Swami Amritananda z.B. hat eine unglaubliche wohltätige Organisation aufgebaut und auch Balasai Baba sorgt mit sehr sehr viel Geld, know how und Menschenkenntnis für die Bedürftigen in seiner Region. Dorfschulen, Slumschulen,freie ärztl. Behandlungen, Augencamps, Wasserprojekte, Internatsschule für Geringverdiener, Nähmaschinen für Witwen incl. Nähkurse....) Doch dann muss man auch die Fähigkeit haben, den Verstand manchmal auszuschalten und das Herz fühlen zu lassen, denn sonst steht man sich dauernd selbst im Weg und ist nicht in der Lage zu erleben. Der kritische Verstand schaltet sich früh genug wieder ein.

Lieber Gruß Bier Vaijanath der Jünger(e)
@jivatma

Fleisch essen ist sicherlich nicht gut. Im Ashram Muktanandas wie bei Balasai Baba gab/gibt es nur vegetarische Kost und Vegetarismus wird propagiert. Fanatismus ist aber schlimmer als Fleisch zu essen. Gegenüber fanatischen Vegetariern sagte Muktananda immer, es hatte sogar Gottverwirklichte Mezger gegeben. (Muktananda meinte damit muslimische Heilige, besonders aus der Sufi-Tradition, die er wie Mahatma Gandhi sehr verehrte, so auch Kabir u.a.)

Balasai Baba sagte in meinem beisein, es ist nicht wirklich sehr schlimm Fleisch zu essen, nur macht es dumpf und unempfindlich für feinere Erfahrungen.
Einem stringiden unheilschwangeren Verbot, einem: "auf keinen Fall", dem gaben, bzw. geben beide eine Absage. (Muktananda starb 1982) Es ist schon etwas besonderes nicht nur Bücher über Verwirklichung zu lesen, sondern Leuten gegenüber zu stehen, die verwirklicht sind. Diese schleifen alle unsere Verstandeskonzepte meist liebevoll, manchmal schmerzhaft weg. Und das ist ja gerade, was die indischen Schriften fordern. Man soll möglichst viel Zeit bei seinem Guru verbringen, ja möglichst bei ihm leben, denn alles angelesene Wissen ist nahezu wertlos, so wie ein theoretisches Buch darüber wie man radfährt nicht viel weiterhilft. Man muss es machen. Im spirituellen Fall muss man beim Meister sein, damit dieser an einem arbeiten kann. Und auch hier ist es oft besser keine Theorie mitzubringen, die oft nur eine Last ist, denn es geht nicht um Verstehen, sondern um Sein und Werden.

Lieber Gruß Vaijanath
Hallo Vaijnath,

Zitat:
Das scheint mir ein Widerspruch in sich zu sein. Wenn man Gott nach dem Motto wie unten so oben, besser gesagt, unsere Eigenschaften eine Person und Persönlichkeit, eine Seele zu haben, als Wiederspiegelung von Gott als Person, Persönlichkeit und Seele versteht, so dass man mit Ihm sprechen kann, dann erfüllt das nicht nur die Kriterien des Theismus, es handelt sich sogar um einen persönlichen Gottesbegriff. Allerdings widerspricht er sich nicht mit atheistischen Vorstellungen.


Der Unterschied ist wir sind nicht der Ursprung und das Zentrum allen Seins. Wir sind winziger Teil davon. Oder mit anderen Worten, „Unten und Oben sind nicht deckungsgleich“.
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