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Shivaismus oder Vishnuismus oder Krishnaismus?












@ Leer: ich verstehe immer nioch nicht ganz. Im Hinduismus spricht man ja nicht von einer Seele als persönlichkeit, die iher Körper wechselt. Sondern auch von Eindrücken, die weitergehen, von Karma, das noch ausgelebt werden muss...ich habe da nie eine große Kontroverse zum Buddhismus gesehen...Wie ist es den dann mit dem Dalai Lama, der sich sogar an seine vorherigen Inkarnationen erinnern konnte als Kind? (und wahrscheinlich immer noch *g*)
Ich glaube sowohl inneralb des Hinduismus als auch des Buddhismus gibt es verschiedene Strömungen, die die Lehren unterschiedlich auslegen. Nichtsdestotrotz bin ich mir sicher, es geht letztendlich um das selbe.
Ist Nirwana nicht der Zustand der Nichtdualität? Im Hinduismus mögen andere Pfade gegangen werden, das Ziel ist aer dasselbe -Aaufhebung des Leidens und der Illusion von Dualität (ach und Maya ist doch im Buddhismus auch ein Begriff oder irre ich mich da?).
Bin neugierig auf deine Antwort
Liebe Grüße,
Alanna
Wer Unterschiede sehen will wird Unterschiede sehen, wer Gemeinsamkeiten sehen will, wird das Verbindende sehen. Religion entsteht nicht im Verstand und in Büchern oder Zeremonien, Religion entsteht im Herzen und in der Umsetzung ins Leben. Und da wir alle unterschiedlich sind, sind unsere Wege und damit unsere Religionen unterschiedlich. Deshalb gibt so viele Religionen wie es Menschen gibt und dennoch nur Eine.

Der Buddhismus ist aus dem Hinduismus hervorgegangen. Sowohl Hinduismus wie Buddhismus betonen anders als unser westlicher Verstand der streng entweder oder kategorisiert, das sowohl als auch. Deshalb werden andere Glaubensvorstellungen und andere Götter einfach assimiliert.

Der Buddhismus zielt direkt auf das Höchste, deshalb ist alles andere unwichtig. Dies ist im Yoga der nirvikalpa-samadhi, der samadhi ohne Gedanken.
Hallo Alanna,
aus der Sicht der Veden kann ich dazu folgendes sagen.

Zitat:
ich verstehe immer nioch nicht ganz. Im Hinduismus spricht man ja nicht von einer Seele als persönlichkeit, die iher Körper wechselt. .... Nichtsdestotrotz bin ich mir sicher, es geht letztendlich um das selbe.


Teil 1:
Das ist nicht so leicht zu verstehen, und ich muss dazu etwas ausholen.
Der Begriff "Hindu" bezieht sich auf ein Gebiet (jenseits des Indus-Flusses) und wurde von den Moslems verwendet. "Hinduismus" ist in diesem Sinne keine Religion sondern eine Lebensweise. Hinduismus bedeutet Varnashram-Dharma. Es ist dazu gedacht, das Bewusstsein des Menschen zu erheben - im Verlaufe vieler Geburten. So wie es eben auch verschiedene Schulklassen gibt - von der Ersten Klasse bis zur Zehnten, so gibt es in der vedischen Kultur verschiedene Erkenntnisebenen und deren Praxis.
Teil 2:
Der Hinduismus ist ursprünglich nicht sektiererisch sondern betrachtet alles als eine spirituelle Entwicklung.
So wie es Vaijanatha erklärt hat, das alles eins ist und es somit keinen Unterschied zwischen Buddhismus und "Hinduismus" gibt, sondern nur unterschiedliche Sichtweisen, ist eben auch nur EINE bestimmte Philosophie unter vielen. Diese ist im 8.Jahrhundert durch Shankaracarya gelehrt worden. Also rund 1700 Jahre nach Lord Buddha.
Im Buddhismus spricht man von der Lehre des Nichts (Shunyavada), und in der Mayavada-Philosophie des Shankaracarya spricht man von der Lehre der Nichtdualität (Nirvishesha = keine Vielfalt) als der Absoluten Wahrheit. Der Buddhismus erklärt die Absolute Wahrheit als leer und Shripada Shankaracarya erklärt sie als nichtdual oder formlos. Buddha lehnte die Veden ab und Shankara interpretierte die Veden so, das sie eine „beinahe“ buddhistische Philosophie beschreiben. Im Buddhismus gibt es keinen Gott und in Shankaras Philosophie gibt es das Brahman (das Grösste) das man als „formlosen Gott“ beschreiben könnte.
Beides sind atheistische Philosophien.
Teil 3:
Das "Verwirrspiel" entstand, als man die Veden die die Basis bilden, anfing zu interpretieren. Es gibt zwei Pfade die Veden zu studieren. Der eine wird Tattva-vada genannt, was bedeutet die direkte Aussage der Veden zu nehmen und der andere wird Maya-vada genannt, die Veden zu interpretieren.
Nimmt man die Veden in ihrer direkten Aussage sind sie Theistisch, also das Gott als individuelle Höchste spirituelle Seele verstanden wird (Paramatma) und die Lebewesen (atma/jivatma) individuelle spirituelle Seelen sind.
Die bedingte Seele wird von zwei verschiedenen "materiellen Körpern" bedeckt. Der eine ist der grobe den wir mit unseren groben Sinnen wahrnehmen können und der andere ist der feinstoffliche den wir als Verstand/Intellekt/Geist kennen. Die beiden materiellen Körper werden durch unser Karma geschaffen und haben in Wirklichkeit nichts mit der ewigen, unwandelbaren Seele gemein. Vergleichbar mit unseren Unter- und Oberkleidern.
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