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Begreifen wir Gott wirklich richtig ? Suchen wir uns nicht doch das heraus, was wir von Gott denken wollen - auf unserer menschlichen Ebene ?
"Der Mensch aber, der im wahren Sinne zum Menschen wird, und das bedeutet in seiner Entwicklung, daß er aus dem inneren Alter des Kindseins herauswächst und beginnt, erwachsen zu werden, sieht immer mehr und immer klarer ein, wie lohnend und im Grunde wie schön seine Aufgabe, die Aufgabe, Mensch zu sein, ist, wächst er doch immer mehr in jene große Gemeinschaft hinein, in welcher der Vater und der Sohn mit allen Himmlischen und mit allen, die nun bewußt an der Ausführung ihres Auftrages arbeiten, ihre unendliche Liebe zu allen teilen."
aus "Vaterunser"
Gott hat keinen Rücken und es gibt nichts, wovon er nichts weiß. Als Seele kehren wir immer wieder zu ihm zurück. Davon bin ich überzeugt.
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Was stellen wir uns vor, wie Gott uns sehen könnte ?
"Der Gedanke, der den Menschen hervorbrachte, war, ein Geschöpf zu schaffen, das nicht durch unmittelbare Erschaffung aus Gottes Hand hervorgeht, sondern den Kreislauf der Schöpfung an der entscheidenden Wende und bei der Rückführung bewußt miterlebt und bewußt mitvollzieht. Gott ist stets darauf bedacht, seinen Geschöpfen soviel an Mitarbeit zu überlassen, als sie bewältigen können, wie auch ein fürsorglicher Vater, eine liebende Mutter zu den Kindern von frühem Alter an schon ermöglicht, mit ihnen die Freue an der Tätigkeit zu teilen. Seelisch reife Kinder empfinden es ja nicht als Fron, sondern als Gunst, wenn sie mithelfen und somit zeigen dürfen, was sei bereits können."
aus "Vaterunser"
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Das große Ganze zu begreifen, fällt schwer, weil wir immer aus dem Subjekt heraus urteilen. Begreifen wir Gott überhaupt in seinem ganzen Sein ?
"Dem Wesen 'Mensch' wurde eine hohe Aufgabe zugemutet, ihm dafür aber auch eine überaus hohe und im Kosmos nicht alltägliche Belohnung zugedacht." Gott, der das Wesen 'Mensch' wie eine Sumpfblume aus dem Schlamm herauswachsen läßt, weiß nur zu genau, was er tut. Er zeigt dem Menschen, daß er ein Teil seiner irdischen Schöpfung ist, ein Teil, der mit dem Ganzen völlig verwachsen, ja mit ihm identisch ist. Und er gibt ihm die Möglichkeit, indem er sich selber durch diese irdische Masse hindurcharbeitet, auch diesen Teil des Irdischen in die Entwicklung mitzunehmen, ihn mitzuvergeistigen."
aus "Vaterunser" - Der Auftrag des Menschen und die besondere Seligkeit -
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Sicherlich wirst du aus der Sicht des Hinduismus vieles ganz anders sehen, deshalb stelle ich Dir die andere Variante einmal vor.
Es klingt nicht so gut wie Deine Ausführungen, aber für mich machen sie Sinn, wenn ich Zeile um Zeile weiter gehe und wenn ich dabei darüber nachdenke, daß alles Sinn macht, was Gott aus seiner Warte betrachtet.
Aber manchmal denke ich, so eine große Objektivität wie Gott werden wir nie erlangen. Wir können wohl nur erahnen.
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Hallo Vaijanath ,
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| Weil Ihr so still geworden seid, hab ich die Befürchtung, dass ihr nun auch nicht mehr so richtig wisst, was ihr denken sollt. |
Ich muss Dir sagen, dass ich mir wirklich Sorgen mache besonders um Nasruddin mit seinen Erfahrungen. Mein Sohn gab mir mal ein Buch über die Erweckung der Kundalini bei einem jungen Akademiker. Er beschrieb auch ganz eigentümliche und z.T. furchtbare Zustände. Er musste den Beruf verlassen, weil er fast wahnsinnig wurde davon. Ich weiß jetzt nicht mehr, wie das Buch hieß, denn ich war so 'fertig' davon, dass ich es immer wieder weglegen musste; konnte es auch nicht zu Ende lesen. Mein Sohn gab es dann meiner Freundin (praktizierende Neurologin und Psychiaterin) - die hat es immer noch. Ich muss sie direkt mal danach fragen, denn ich war froh, dieses Buch aus dem Haus zu haben. Es war für mich voll negativer Energie.
Darum habe ich auch nichts mehr zu Euren Erlebnissen gefragt.
Liebe Grüße
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